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Ein Kollege darf bei der zum ersten Mal in Deutschland wählen. Er bat mich darum, ihm bei einer Tasse Kaffee "das politische System" zu erklären.

Frage an alle |-Interessierten: Was wären Eure Top-3 der erwähnenswerten Eigenheiten bundesdeutscher Politik?

@DPoeltl 1. Konsens
2. Konsens
3. Konsens

D.h. es gibt nicht das Programm. Bestenfalls Ziele.

@DPoeltl Die zweite Stimme ist die wichtigere. Die erste Stimme bestimmt nur den Menschen, der auf jeden Fall rein soll. Bei der sollte mensch strategisch wählen oder verschenken.

Ein CDUler giftet in einer Sitzung einen SPDler an und geht hinterher ein Bier mit dem Typen trinken.

Stimmst du Punkt 1 zu (den ich umbedingt will), dann stimme ich Punkt 2 zu (den du willst). Falls das nicht funzt, zerbricht die Koalition. Oder ich kriege 1 durch und lasse dich bei 2 auflaufen.

@DPoeltl
1.) Wir haben eine Parteien-Demokratie, die die politische Willensgebung massgeblich beeinträchtigen sollten.
2.) Die Auto., die Finazlobby und die Energieriesen haben leider massiveb Einfluss auf die Parteien und Politik.
3.)#CDU ist eine Wahl für ein Weiter-so der Krisen.

@DPoeltl
Die Arbeit passiert in Ausschüssen und persönlichen Verhandlungen unter Fraktionen/Personen

Die Erststimme ist für die Tonne

Wahlprüfsteine von Verbänden oä sind wahrscheinlich am aufschlussreichsten über die Positionen, die dich interessieren

Am Allerwichtigsten: Laschet ist ein Depp

@DPoeltl die Sache mit den Landeslisten ist wahrscheinlich auch sehr eigen.

@DPoeltl Da es um die BTW geht:
1. Erst- und Zweitstimme erklären, vielleicht anhand vergangener Ergebnisse in seinem Wahlkreis. Ist, glaube ich, nicht unbedingt klar, dass bei der Erststimme die größte Anzahl Stimmen für eine Person relevant ist (selbst wenn das nur 20% aller Stimmen sind), während bei der Zweitstimme gewichtet wird (aber die 5%-Hürde zum Einsatz kommt).

2. Dass es dank föderaler Struktur ziemlich viele Themen gibt, bei denen Bundestag und Bundesregierung herzlich wenig zu melden haben, selbst wenn Parteien etwas zu den Themen auf ihre Plakate zur Bundestagswahl schreiben (Beispiele: Ausstattung/Befugnisse der Polizei oder Bildung, beides Ländersache).

Mehr würde ich gar nicht einplanen, sondern damit rechnen, dass es Rückfragen gibt, die die Richtung vorgeben. Wenn jemand auf dich zukommt, um zu fragen, wie das funktioniert, ist genug Interesse da, dass das interaktiv wird - und irgendwann ist ja auch mal der Kaffee alle :-)

@DPoeltl Kommt darauf an, wie grundsätzlich es erklärt werden soll.
1. Es ist eine Konkurrenzdemokratie. Parteien schlagen verschiedene Ideen vor und konkurrieren dann um die Umsetzung. Also warum und wofür gewählt wird.
2. Der Förderalismus und das die Bundestagswahl daher die wichtigste Wahl in Deutschland ist - damit klar wird, welches Parlament Mensch überhaupt wählt.
3. Der Unterschied Erst-/Zweitstimme und wie sie zusammenwirken. Sonst ist der Wahlzettel vielleicht unverständlich.

@DPoeltl Das wird davon abhängig sein wo er her kommt und gewöhnt ist.

Als Holländer wurde ich sagen: die Diskriminierung kleine Parteien durch die 5% Hürde wodurch sehr viele Stimmen verloren gehen und viele Ansichten nicht im Bundestag vertreten sind.

Wenn er aus einem Land mit einem 2-parteinsystem kommt: wie Koalitionen funktionieren.

Wenn er aus einem Land mit Präsidialsystem kommt: das man ein Kanzler theoretisch leicht entfernen kann und die Vorteilen der Verteilung der Macht.

@DPoeltl was darf Bundestag / Regierung. Was darf die Kanzlerin. Was ist der unterschied zwischen Direktmandat und Liste bzw Überhangmandate.
Außerdem: 5% Hürde

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