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Noch NIE hat etwas, das ich tat, obwohl ich es nicht tun wollte, etwas Positives bewirkt oder zu etwas Gutem geführt.

Der Emil boosted

Studie aus der Schweiz.
1800 Berufspendler:innen tauschten zwei Wochen Auto gegen Ebike.
40 % kauften das Rad danach.
Plus: Auch die Mehrheit der Menschen, die es nicht kauften, dachte nicht mehr sofort daran, ins Auto zu steigen, um Brötchen zu kaufen. iopscience.iop.org/article/10.

Statt auf eine Erleuchtung gewisser Personen oder Gruppen zu hoffen oder zu warten, sollten die Menschen ihnen Feuer unterm Arsch machen!

Der Emil boosted
Der Emil boosted
Später, Zwischenzustand. Müde von warmer Sonne, von kaltem Wind und weiter Straße. Unter den wenigen Stadtsternen liegen, den Kopf inmitten und doch fern von den Klängen des Viertels. Irgendwo knallt ein Korken, Katzen fauchen, Träume schrecken auf. Wenig Neues unter dem Mond.
Der Emil boosted

Ach wie hocheffizient: Wir brauchen eine Strategie -- ja, das ist völlig richtig. Aber ohne zugehörige Taktiken funktioniert KEINE Strategie, ihr Holzkopfdeppenhohlraumträger!

Auch heute wieder gebloggt (wie JEDEN Tag).

Nº 218 (2022) – Gewohnheit

Sehr ambivalentes Ding, sehr ambivalent.

deremil.blogda.ch/2022/08/07/2

Der Emil boosted

Tag 3
Mit @irgendlink unterwegs im Walliser Rhônetal: Späte Mittagspause wegen des heftigen Gewitterregens zwischen einem Traktor und einer Heuballenmaschine unter einer Rundzeltplane. Gemütlich geht anders, aber wenn es von jetzt auf gleich regnet? So what!

#flussnoten22

Show thread
Der Emil boosted
Kalter Morgen nach einer Nacht, die spät Ruhe fand. Die große Kröte sitzt reglos am Brunnen, erste Vögel picken Körner aus dem Unterholz. Auf den Beinen und in den ersten Sonnenstrahlen noch vor einem richtigen Erwachen. Kaffee fehlt noch. Sehr. Habt einen freundlichen Sonntag!
Der Emil boosted
Der Emil boosted

Unter Dorfhimmeln. Duft trockener Nadeln und reifender Beeren. Der Sonntag verzieht sich in den Schatten.

Der Emil boosted
22:58. Fortgeschritten der Tag, so unruhig das Dorf. Kühe blöken auf den Hügeln. Die Dorfjugend lacht im Zwielicht der Bushaltestelle, am Horizont ein tonloses Feuerwerk. Müde Gedanken, wieder einmal verfangen in nahen und fernen Nächten. Worte und Musik entgleiten im Moment.
Der Emil boosted
Der Emil boosted
Gewitter zogen durch die Nacht, stürmten durch Schlaf und Träume. Nun glänzt letzter Regen auf den Blättern vor den kleinen Fenstern, die Luft ist klar und kühl. Frösteln im Erwachen. Kopf unter kaltem Wasser. Genügend Pläne für den Tag nicht haben. Kommt gut in den Morgen!
Der Emil boosted

Von der Affenhitze des Aargaus auf über 2000 Meter. Den Zug hatten wir schon lange gebucht. 61 Franken pro Person kostet das Ticket – Frühbucherinnenrabatt, wohlgemerkt.  Zuvor hatten wir überlegt, mit Frau Sosos Auto irgendwo ins Wallis zu fahren. Es legal für zwei Wochen zu parken, wäre ein Abenteuer für sich (ich schrieb mal eine Kurzgeschichte übers Parkieren in der Schweiz, die grotesk klingen mag, aber der angespannten Parksituation nahe kommt), kurzum, es wäre nicht viel billiger, per Auto als mit der SBB. Wir haben ein Generalabo für einen Tag. Auf dem elektronischen Ticket ist weder ein Startbahnhof vermerkt, noch ein Ziel. Das heißt, wir könnten eigentlich überall hin, frage ich Frau Soso. Ja, überall. Auch ins Tessin? Auch dahin. Und ins Niemandsland? Da sind wir gerade.Sursee soeben passiert. Umstiege in Zofingen und Luzern hinter uns gelassen. Angenehme Atmosphäre in den Zügen. Es fühlt sich gesitteter, freundlicher, sauberer an als in Deutschland. Ein paar vergangene Bahnfahrtszenen der letzten Wochen in Deutschland kommen mir in den Sinn, mischen sich mit dem Gegenwärtigen. Da muss sich die übervolle Regionalbahn in der Westpfalz plötzlich messen mit dem den Berg, vermutlich auf Zahnrädern hinauf krauchenden Zug in Richtung Lungern. Langsam zieht die Welt vorbei. Drei Radler vor einer Schanke wartend, die Mountainbikes zwischen den Schenkeln. Der Zug fährt so langsam an der Szene vorbei, dass man wie in Zeitlupe inszeniert sieht, wie zuerst einer seine Finger mit ausgestreckten Armen dehnt, der nächste es ihm nach macht und schließlich auch der dritte einfällt in den Kanon mountainbikerischen Langeweile- Fingerdehnenes an einer lange zuen Bahnschranke irgendwo in den Bergen.Andere erinnerte Bahnfahrszenen mischen sich ein. Jener Mopedfahrer in Sankt Ingbert, ein paar Wochen zuvor in Deutschland, der zweitaktdunstverpestend in den Aufzug fährt vom Eingang des Bahnhof runter in die Unterführung und wieder rauf zu Gleis drei … wozu, wozu, wozu, was geht in dem Typen vor?Und hier, in der gegenwärtigen Gegenwart, beim ersten Umstieg belausche ich einen Kerl, den ich nur im Halbprofil im Abteil schräg gegenüber sehe. Er trägt Shorts, hat das Bein übers andere gelegt und sagt: Trading is something that never finishes. Das war in Zofingen. Stolz lag in seiner Stimme. Und Überzeugung.Verflixt, ich hab das Büchlein vergessen mitzunehmen, das ich am Badischen Bahnhof in Basel fand, tags zuvor: Peter Handke, den Titel hab ich vergessen. Ich meine, es war irgendwas mit Aufbruch, was mir wie ein orakulöser Fingerzeig für den Weg schien.Ab Luzern wollen Menschen gut riechen. Mit einem lippenstift ähnlichen Deoroller nimmt ein junger Mann etwas Duft auf die Fingerkuppen, reibt sich die Achselhöhlen ein, schaut sich verschämt um, reibt sich den Nacken ein, riecht fortan gut.Unterquerung der Rüetliwiese vielleicht? Der Tunnel ist lang und Rüetliwiese kann eigentlich nicht stimmen, sonst wären wir bald in Altdorf. Sind wir aber nicht, sondern im Niemandsland.Ringsum plötzlich viel Berg macht Angst, Wolken dito, Wettervorhersage beschwichtigt, nur 15 Uhr Gewitter, danach wieder schön.Wers glaubt.Gib dem Niemandsland Namen. Bahnhofsnamen. Sursee, Lungern, Sarnersee Camping am See, parzelliert, recht voll. Braungebrannte Senior-Vacation-Enjoyers.Noch mehr Wolken. Giswil, der Urort der Regenschauer, wo das Wetter giesen will.Herr Irgendlink, lass das sein mit den Ortsnamenwitzplatitüden.Dieter Bohlen kehrt auf die Bühne zurück.Er kommt auch in die Schweiz.Er ist 68.In den Zügen der Schweiz gibt es kleine Klatschnachrichtendisplays, in denen man solcher Informationen habhaft werden kann. Hineingepresst in die Ruhe suchenden Hirne der Menschen auf dem Weg ins Entrinnen in die Berge. Diese Übervölle an Informationen aber auch. Diese Belanglosigkeiten. Da lobe ich mir die mit Edding schamhaft an die Wände gemalten Sprüche der Westpfalz-Bahnen – obschon diese auch seltener geworden sind.Ab Giswil steilt die Bahn, wird Schaukelbahn.Ohrendruck. Felsen zacken bis zum Zugfenster.Bus 161, nein, Postauto. Alle Hände griffeln nach den Gebläsen, die über jeden Sitzen hängen.Wir verlassen Meiringen. Das war Etappenort bei unserer Wanderung die Aare abwärts im Jahr 2019 (Flussnoten III). Spulen die Reise rückwärts. Da guckmal, da lagerten wir und dort, der Campingplatz. Sieht schön aus, da wären wir beinahe gelandet, wenn der Tag nicht noch so viel Licht gehabt hätte. Der Platz, gesehen aus dem Postautofenster mag uns als Indikator dienen für die Fülle der Plätze. Nicht zu voll. Mal schauen, wie es im Wallis aussieht.Wohnmobilplage am Grimselpass. Okay, ich übertreibe. Aber es sind viele, die da auf den großen, geteerten Flächen am Pass stehen.Wir sind bald am Ziel, also am Startpunkt der reise. Dem Busfahrer – äh, Postautofahrer, denn die gelben Omnibusse, die in die hintersten Winkel der Berge vordringen, heißen eigentlih Postauto, sagten wir, wir wollen zur Rhonequelle und er sagte, gut, dann könnt ihr die Rucksäcke unten in den Gepäckraum legen. Das dauert ein Bisschen bis dahin. Über die Rhonequelle als eine seltsame Chimäre unter den Ortsmarken wird Frau Soso berichten.Die busfahrt durchs Hochgebirge ist ebenso brilliant wie auch Furcht einflösend. Der Fels wird nackt und nackter und ganz oben auf über 2000 Metern ist er grün, glatt, wird sind froh, im Bus, äh, Postauto, zu sitzen, nicht wandern zu müssen.

https://flussnoten.de/2022/08/06/per-zug-durchs-niemandsland-zum-richtigen-ort-der-eigentlich-der-falsche-waere-wenn-nicht-alles-richtig-waere-by-irli-flussnoten/

Der Emil boosted

»Wie wäre es«, sagt Irgendlink gestern im Zug nach Luzern, »wenn wir unsere Wanderung statt in Gletsch ganz oben an der Rhônequelle starten würden? Da kann man nämlich hinfahren.«

»Und da wir ja eh eine Spartageskarte haben, können wir ja hinfahren, wohin wir wollen! Gute Idee!«, ergänze ich.

Und suche sogleich auf sbb.ch nach einer Verbindung, indem ich als Zielort »Rhônequelle« eingebend. Das Ziel ist, oh Wunder!, mit dem gleichen Postauto erreichbar und nur wenigen Minuten von Gletsch entfernt.

Wir stutzen erst, als das Postauto ab Gletsch mit lautem Tütato auf der engen Passstraße ab- statt aufwärts fährt. Vorsorglich drücke ich den ‚Stopp auf Verlangen‘-Knopf damit der Chauffeur uns nicht aussteigen zu lassen vergisst.

Ausgespuckt werden wir schließlich vor einem ‚Hotel-Restaurant Rhônequelle‘ zwischen Gletsch und Oberwald und nicht, wie vorgesehen, ganz oben auf dem Furkapass auf 2429 m. über Meer mit Blick auf den Geburtsort der Rhône (2208 m. ü. M.).

Tja. Dumm gelaufen.

Es regnet zum Glück nicht mehr und wir sind – es ist kurz nach drei Uhr und wir waren etwa viereinviertel Stunden mit ÖV unterwegs – bärenhungrig, also setzen wir uns auf eine Bank am Wanderweg und picknicken erstmal.

Was tun? Das Postauto zurück nach Gletsch abwarten und von Gletsch zur ‚richtigen‘ Quelle hochfahren? Bei potentiellem Regen eine Hochgebirgswanderung oberhalb der Baumgrenze und ohne Regenunterstand riskieren? Oder von hier aus weiterwandern?

Im Hinblick auf die Regen- und Gewittervorhersage zwischen 16 und 18 Uhr beschließen wir das Scheitern als Chance und Wink des Schicksals zu betrachten.

Wir wandern abwärts. Es regnet bald sehr fein und eigentlich noch ganz angenehm. Mit Regenjacke (ich) und Pelerinchen (Irgendlink) und Rucksackregenschützen gehts eigentlich, bis der Regenfall dann doch ein wenig heftiger wird. Da taucht – aus dem buchstäblichen Nichts – ein Kapellchen auf. Dem Heiligen Niklaus gewidmet verspricht es Schutz. Wir bleiben dort bis der Regen weiterzieht und die Sonne wieder herausguckt.

Ein wunderschöner Bergwaldweg ist das seit wir losgewandert sind, große Holpersteine, schmale Weglein, weicher Waldboden, mehr runter als rauf. Ich juble über meine Wanderstöcke. Wir nähern uns links der nicht mehr ganz jungen Rhône, die sich wild und tosend über Felsengrund ins Tal stürzt, (deren Geburtsort wir zu sehen leider verpasst haben). Zuerst sehen wir ihr von weitem zu, von oben, dann irgendwann stehen wir ihr auf Augenhöhe gegenüber, während wir einen paradiesischen Märchenwald durchschreiten. Sind das Einhörner, da drüben zwischen den Bäumen? Es sind Pferde und die Szene ist unglaublich friedlich und wie gut es hier riecht nach dem Regen!

Da drückt der viel zu schwere Rucksack doch gleich weniger.

Ab Oberwald wird der Weg flach und als wir von Oberstein nach Obergesteln wandern, wird der Weg sogar öd. Schnurgerade zwischen Weideland zuerst und später an einem Golfplatz vorbei. Zum Glück ist es nicht Mittagszeit und 30 Grad, sondern abends um etwa sechs oder sieben Uhr und gemütliche 20 Grad. Dennoch spüre ich die zu kurzen letzten Nächte, die heutige lange, reizüberflutende Reise in Zügen und Postauto und das ungewohnte Wandern-mit-allem-im-Rucksack. Wir pausieren öfter mal, füllen in Obergesteln die beiden 2-Liter-Wasserflaschen auf und suchen, es ist schon fast acht Uhr und wir sehr hungrig, einen Lagerplatz. Eine Bank am Waldrand mit Blick auf die Berge gegenüber wird es schließlich. Unmittelbar ennet der Rhône, die hier schon recht zahm und eben rauscht, schlafen gerade noch ein letztes Mal die 30000 Pfadfinder•innen des diesjährigen Schweizer Bundeslagers (BuLa).

Zuerst kochen, essen, dann Zelt? Wir sind und schnell einig und werfen Hörnli (Pasta), Karotten und Paprika ins kochende Salzwasser, dazu gibts Salat. Mit jeder Mahlzeit werden die Rucksäcke leichter, juhu!

Es dämmert schon, als wir das Zelt aufbauen. Einrichten tun wir es später bei Taschenlampenlicht, denn erst gibts eine kleine Hängemattenzeit. Zuerst für Irgendlink, der das Teil mitgeschleppt hat, dann für mich.

Die Pfadis sind inzwischen ausgepowert und relativ ruhig, sadass wir kurz nach zehn Uhr unsere Lichter löschen.

Ich liege viel wach. Nachtwandernde Taschenlampenlichter wecken mich aus einem leichten Dämmerschlaf und die volle Blase schickt mich um halb zwei aus dem Zelt. Ich fröstle leicht, ich Frostbeule ich.

Ich muss irgendwann doch noch eingeschlafen sein, denn es ist hell, als ich vor sieben die Augen öffne.

Blick von der Frühstückbank aus. Zelte unter dem Berg.

Wir sitzen nun bei kühlen knapp 15 Grad bei ca. 1360 Höhenmetern auf unserer Bank und trinken Tee und Kaffee. Und sind gespannt auf den neuen Tag.

#flussnoten22

https://flussnoten.de/2022/08/06/tag-1-das-doppelte-rhonequellchen-flussnoten22/

Der Emil boosted
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Per #9EuroTicket vom Saarland zum Hochrhein hatte prima geklappt. Vier Umstiege, sieben Stunden. Nur zuen Fensters im unklimatisierten Wagen bis Laufenburg war grenzwertig. Dafür gab es direkt nach Ankunft zur Belohnung Nackig-in-den-Rhein-Reinhuppsen. #flussnoten - im Nachhinein froh, dass ich nicht mit dem Rad fuhr. Es war gestern so heiß, dass der Fahrtwind nicht gekühlt hätte. Nachher fahren wir per Zug und Postauto zum Rhônegletscher. Dann weiter zu Fuß.

Der Emil boosted

Wieder ein Puzzlesteinchen von #ActivityPub Plugin auf #WordPress gefunden: Im Blog wird nur das Benutzerprofil des ersten Users mit einem Fediverse-Feld angereichert. Aber das ist nicht schlimm. Im Prinzip ist der Fediverse-Link automatisch da und lautet @wordpressname@blogurl.tld. Also für unsere #Wanderung die #Rhone abwärts könnt Ihr den #Flussnoten im Fediverse unter @irgendlink@flussnoten.de und @SoSo folgen :-) Es werden unsere jeweiligen Blogbeiträge automatisch auf diese Adressen weiter gereicht.

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