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"Wir müssen alles dafür tun, dass wir Autoland bleiben – ein Autoland mit geänderter Mobilität und mit anderen Autos." (W. Kretschmann, Ministerpräsident BaWü, Die Grünen)

Nein Winfried. Ich will ein Fahrrad- und ÖPNV-Land. Ich will ein Land, das den Autowahn überwunden hat. Ein Land, in dem Parkhäuser abgerissen werden und an deren Stelle Parks, Spielplätze oder Wohnungen gebaut werden. Ich will, dass Autobahnen zu Fahrradfernstraßen umgewidmet werden.

Und ich will, dass du in Rente gehst.

@Erdrandbewohner nicht jeder Mensch ist körperlich dazu in der Lage, Fahrrad zu fahren.
Das verteufeln des Autos ist zu kurz gedacht.

@chotemysl Ich verteufele nicht. Ich möchte, dass der Wahn endet. Und natürlich möchte ich, dass mobilitätseingeschränkte Menschen schnell überall hinkommen. Z. B. mit Bus und Bahn.

@Erdrandbewohner

Hier muss die Bahn und so mancher ÖPNV noch ordentlich nachbessern, aber ein Ziel ist ein Ziel und wenn gewollt, ist dieses sogar realistisch zu erreichen.

@chotemysl @emden09

@the_halmaturus Vor allem müsste der ÖPNV durch das Land oder gar dem Bund finananziert werden. Mit seinem derzeitigen Status als freiwillige kommunale Leistung ist vor allem bei den verschuldetetn Kommunen nicht mehr viel zu reißen. @chotemysl @emden09

@chotemysl @Erdrandbewohner geschätzte 99,985% derer, die Auto fahren, machen das sicher nicht, weil sie nicht in der Lage sind Fahrrad zu fahren. Eine generelle Lösung kann daher durchaus die Priorität vom Auto weg verlagern, ohne Ausnahme- und Härtefälle zu vernachlässigen. Ich plädiere hier für die Anwendung der 80/20-Regel, nach der mit 20% des Aufwandes 80% der Lösung geschaffen werden können.

@Erdrandbewohner Er hat schon recht mit den anderen Autos am besten Autos die dicht hintereinander auf Schienen fahren.

@Erdrandbewohner
Es gibt auch einen großen Bevölkerungsteil der nicht in der Stadt wohnt, in deren Regionen der ÖPNV nur dürftig oder garnicht vorhanden ist und der Weg zum Arbeitsplatz mit Fahrrad zu weit.
Ich bin auch für Änderungen was den Individualverkehr in Bezug auf Umweltverschmutzung angeht, meiner Meinung nach ist das nicht so einfach wie viele sich das vorstellen.

@dsw28 Wenn die Menschheit auf den Mond fliegen kann, dann dürften wir ja wohl auch in ländlichen Gebieten einen ordentlichen ÖPNV hinbekommen! Das ist nur eine Sache des politischen Willens.

@Erdrandbewohner
Ich stimme dir ja grundsätzlich zu, denke nur dass es eben nicht so einfach umzusetzen ist.
Natürlich gehört auch Wille dazu.
Es wird kaum möglich sein in Pusemuckel eine Busverbindung zur nächsten größeren Stadt in 30km Entfernung mit 15 minütiger Frequenz wirtschaftlich zu betreiben.
Bei uns schaffen sie ja nicht einmal eine Straßenbahnanbindung an Bremen obwohl dafür nur die Verlängerung der jetzigen Endstation notwendig wäre. Dann würden der DB aber Kunden wegfallen

@dsw28 Wenn man den ÖPNV als unverzichtbare Infrastruktur wie die Stromversorgung und auch den Bau und Instandhaltung von Straßen betrachtet, dann ist klar, dass dies nicht von den Kommunen getragen werden kann, sondern dass hier Gelder fließen müssen, die bisher in z. B. Straßenneubauprojekte gebunden wurden. Der Umbau der Verkehrsinfrastruktur ist ein langfristiges Projekt. Und das gelingt nur, wenn man es politisch und gesellschaftlich will. Der Grüne Kretschmann will das leider nicht.

@dsw28 Was heißt denn „Wirtschaftlich?“ Welche Kosten fallen da alle in die Rechnung?

Es gibt Call-a-bus-Systeme. Es gibt Gemeinschaftstaxis. Es gibt Versuche von dynamisch angepassten Routen der Busse (bedarfsabhängig, mit App für die Benutzer).

Man müsste das wirklich vor allem: wollen. @Erdrandbewohner

@K0nrad
Ich kann mir das für Städte vorstellen, für den ländlichen Bereich eher nicht.
Zu wenige Nutzer, zu große Entfernungen.
Bei zu geringer Nachfrage wird es auch kein großes Angebot geben um das flexibel zu gestalten.
Wenn aus Pusemuckel über den Tag verteilt 10 Leute nach Stadt A wollen, wer will das anbieten?
Wie soll das ausreichend und von wem finanziert werden?
Auch ein gerufener oder über eine App bestellter Kleinbus ist für mich Individualverkehr
@Erdrandbewohner

@dsw28 Aber gemeinsam genutzte Infrastruktur (wie ein solche Kleinbus) ist ganz anders betrieben als zehn einzelne Autos.

Wer soll das anbieten? Die Kommunen. Oder eine Genossenschaft/ein Verein. Möglicherweise kann man das nicht gewinnorientiert. Aber vielleicht ist gewinnorientiert da auch nicht die Frage.

Und wenn Pusemuckel nicht möchte, dass alle da wegziehen, dann ist das vielleicht auch echt eine Frage für die Kommunalpolitik.
@Erdrandbewohner

@K0nrad
Richtig.
Bei uns gibt es einen Bürgerbus. Gesponsort von der Sparkasse, ehrenamtliche Fahrer, von der Gemeinde bezuschusst.
Fährt nur hier in der Gemeinde (30.000), wenig Nutzer.
Ohne die Sparkasse wäre der schon weg.
Ich denke schon dass neue Möglichkeiten überdacht werden müssen, der Wille dazu da sein muss und es auch in Städten funktionieren kann. Das wäre für mich der erste Schritt und es wird zum Teil ja auch schon praktiziert.
Aber bisher nur Versuche
@Erdrandbewohner

@dsw28 Ja. Aber einfach mutig ausprobieren. Gucken, was so klappt. Und auch geheiligte Kühe mal schlachten. @Erdrandbewohner

@K0nrad
Ich habe meinen Schwager, sitzt im Gemeinderat, darauf angesprochen warum z.B. holländische Städte vieles hinbekommen und deutsche nicht. Preise, P&R, Elektrobusse.
Da kommt dann das was worüber wir hier schreiben: die Kommunen müssen gewillt sein dass zu bezahlen und das Geld muss irgendwo herkommen.
Hier bekommen sie nicht einmal ordentliche Radwege hin
😏
@Erdrandbewohner

@dsw28 Ja. Das ist das Problem, glaube ich sofort.
Politisch muss das gewollt sein.
@Erdrandbewohner

@dsw28
> Es wird kaum möglich sein ... wirtschaftlich zu betreiben.
Wir sollten aufhören damit, dass alles "wirtschaftlich" sein muss. Es gibt Infrastruktur, die wir uns schlicht leisten müssen - und können. Krankenhäuser gehören dazu, ÖPNV auf dem Land auch.
Der Bus könnte ja z.B. ein Rufbus sein.
@Erdrandbewohner

@kirschwipfel
Auch bei den Kommunen muss das Geld irgendwo herkommen, die drucken dass ja nicht selbst.
Natürlich muss man es wollen, es muss aber auch für Kommunen finanzierbar sein, auch wenn es nicht kostenlos für den Nutzer ist und Tickets bezahlt werden müssen.
Versteht mich nicht falsch, ich bin dafür, glaube aber nicht dass es so einfach ist wie viele sich das vorstellen

@dsw28
Aber auch hier können wir ein paar Prämissen überdenken. Z.B., wer (Kommune, Land, Staat) welchen Anteil der Kosten trägt, oder wie die Kommunen Geld bekommen.

In Norwegen(?) bekommt die Kommune den Großteil der Einkommenssteuer. Damit hat sie a) mehr Geld und b) ein Bestreben, die Orte und Infrastruktur für die Menschen zu gestalten.

@dsw28 @Erdrandbewohner Bessert sich doch. Seit ein paar Jahren Lilienthal, und für Achim kommt ne ganztägige 15-Minutentaktung der Züge…

@Erdrandbewohner nothing more to add.

Hoffe wir schaffen es als #Gesellschaft die Autophase zu überwinden und die neuen #Chancen und Wege zu beschreiten.

Meine persönliche Erfahrung im Gespräch und Diskurs mit Bekannten und Verwandten führt aktuell noch in eine völlig andere Richtung, leider.

@Erdrandbewohner Schwerter zu Pflugscharen und Porsche zu Fahrrädern. 😀

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