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Auf SpOn muss man der Verwendung von Cookies (oder dem Bezahlen von Artikeln) zustimmen, um überhaupt auf die Seite gelassen zu werden. Dort erwartet einen dann eine Paywall.

Liebe Mit-MastodontInnen, bitte hört auf, Artikel vom SpOn zu verlinken. Wer nicht zahlt, kann die eh nicht lesen. Das gilt übrigens für alles, was hinter einer Paywall eingeschlossen ist.

@Erdrandbewohner
Das ist auch der Grund warum ich mittlerweile SpOn und auch die Zeit meide.
Und guter Hinweis wegen den unsäglichen Paywalls!👍

@rare_trax Bei der Zeit habe ich nur eine Cookie-Zustimmung. Die werden bei mir eh rausgefiltert. Eine richtige Paywall wie der SpOn haben die nicht. Oder sie ist mir nicht aufgefallen, weil die bei mir nicht funktioniert.

@rare_trax @Erdrandbewohner Die ZEIT driftet ohnehin gerade in ziemlich abgehobene Sphären ab. Man weiß echt nicht mehr, welche Zeitung man lesen soll. Die sind irgendwie alle unsympathisch geworden.

@trickster Die taz und die SZ lese ich am liebsten. Danach kommt meine Lokalzeitung, weil lokal. ZeitOnline lese ich sporadisch. @rare_trax

@Erdrandbewohner @trickster
Ich muss zugeben das der Postillon mittlerweile manch Zeitung nicht im günstigsten Licht stehen lässt.
Aber genau das macht ja die gute Laune!

@Erdrandbewohner @rare_trax SZ? Ist die nicht auch mit einem massiven Adblockerblocker ausgestattet?

@trickster Weiß nicht. Kann sein. Wahrscheinlich blockt mein Adblocker den Adblockblocker. Jedenfalls kann ich mich (bis auf diese "Plus-Artikel" frei auf der Seite bewegen. @rare_trax

@trickster @Erdrandbewohner
Gerade mal mit FF und meinen Einstellungen uBlock...komme ich immerhin auf:

blockierte Anfragen

auf dieser Seite

76 oder 74 %

Trotzdem immer mal wieder die provokante Frage: Welche Form der Finanzierung von Online-Journalismus würdet Ihr denn akzeptieren? So, wie ich das hier lese, ist die einzige Option wirklich "gratis ohne Barrieren", oder?

(Ich lese SpOn aus anderen Gründen nicht, aber kleinere Publikationen wie die taz haben dasselbe Problem...)

@rare_trax @Erdrandbewohner

@z428 @Erdrandbewohner
Nicht falsch verstehen.
Natürlich dürfen und sollen die Plattformen auch Geld verdienen. Das wird ihnen keiner nicht zugestehen.

Aber die Entwicklung der letzten Jahre/ Jahrzehnt mit unerträglichen Ultratracking, Werbebanner die mehr als die halbe Seite überlagern, etc. 20 Sekunden Werbung vor jeden xbeliebigen Video. Sorry, Nein so nicht.

Ich widerspreche Dir ja nicht. Aber ich weiß auch, wie ich es mir *nicht* wünschen würde. Die Frage wäre aber doch: Was ist besser?

Ich mag dann immer wieder Dinge wie perspective daily (perspective-daily.de/), aber die sind halt auch immer recht klar: PayWall. Das kostet Geld. Wer nichts bezahlt, bekommt nichts. Dafür gibt es keine Werbung. Ist das besser oder schlechter...?

@rare_trax @Erdrandbewohner

@z428 Die taz hat das einzig gangbare System. Und sie ist sehr erfolgreich damit. @rare_trax

Ich weiß nicht, wie erfolgreich die taz derzeit wirklich mit diesem Modell ist, insbesondere in der Frage Querfinanzierung von "digitalem" Content durch die Print-Ausgabe. Das war bei meinem Letzkontakt mit taz ein sehr großes Problem...

@Erdrandbewohner @rare_trax

@z428 Ich finde den Artikel nicht mehr auf die Schnelle. Momentan unterstützen über 20.000 Menschen das Online-Angebot der taz mit einem freiwilligen kleinen Beitrag. Monatlich. Die Zahlen steigen weiter. Ganz ohne Paywall, ganz ohne nervige Werbung und Tracking. @rare_trax

@z428
Ich finde es gibt noch keine gute Lösung dafür. Denn um nicht in einer Blase zu landen, habe ich bis vor kurzem sehr viel content verschiedener Anbieter (SpOn, Zeit, FAZ, SZ, Taz, jW, golem uvm.) gelesen. Nun kann ich aber nicht im Jahr 400€ für meine Bürgerpflicht ausgeben, um weiter so zu lesen. Also schränkt sich das durch Paywalls ein. Es müsste für mich ein Gesamt-Onlinemedien-Abo geben für die max. Kosten eines Print-Abos.
@Erdrandbewohner @rare_trax

@z428 @Erdrandbewohner @rare_trax
Das wäre auch in etwa gerechtfertigt, weil ich ja nicht überall alles lese (jedes Resort, alle Artikel). Aber überall ähnliche Sachen zur differenzierten Gegenüberstellung.

@eutektoid Den Ansatz mit dem "Gesamt-Abo" halte ich für schwierig. Das läuft zum einen auf eine Instanz hinaus, die das Geld zwischen beteiligten Parteien verteilt. Hallo, GEMA. 😉 Zum Zweiten haben wir ja ähnliche Ansätze bei Diensten wie Spotify - alle Musiker, die ich kenne, halten das für den denkbar schlechtesten Weg, weil die "Flatrate"-Denke faktisch keine Chance mehr bietet, auch nur Aufnahmekosten zu refinanzieren. Mich stört an diesen Ansätzen ...

@Erdrandbewohner @rare_trax

@eutektoid ... insgesamt und generell, dass sie fast ausnahmslos aus Sicht der *Konsumenten* gedacht sind: Es sind *Konsumenten*, die Websites ohne Werbung, ohne Tracking, ohne PayWalls wollen. Es sind *Konsumenten*, die Musik und Filme in Flatrate zu möglichst geringer Gebühr wollen. Das scheint mir schwierig.

@Erdrandbewohner @rare_trax

@z428
Gut im Musikwesen sind die Plattenfirmen das Problem. Deshalb kauft man ja auf Konzerten Merch, der die Künstler direkt unterstützt. Und würde es gehen, würde ich immer direkt beim Künstler kaufen. Das wird aber von den Labeln/Plattenfirmen verhindert, so die Künstler unter Vertrag sind. Da ist die GEMA doch eigentlich schon eine gute Idee (wenn auch nicht perfekt).
@Erdrandbewohner @rare_trax

@z428 @Erdrandbewohner @rare_trax
Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen, wäre die Lage für viele Leute auch weniger prekär, oder?

Verlage sind vielleicht auch Problematisch in der Landschaft des geschriebenen Worts. Doch für jeden Artikel eine mikro-Transaktion tätigen?
Sehr unpraktikabel aus heutiger Sicht. Und wie regelt man die Höhe der Vergütung? Grundeinkommen und Spenden, bzw. Mikro-Transaktionen?

@eutektoid Grundeinkommen: Klares JA. Sofort dafür. Bei Mikro-Transaktionen bin ich mir *arg* unschlüssig. Das könnte ja funktionieren, wenn man (a) hinreichend anonyme digitale Zahlung hat und (b) dergleichen als "first-class-citizen" in Browser oder Protokoll einbaut. Strenggenommen hätte ja HTTP auch einen Status 402 Payment Required, den nur kaum jemand nutzt. Dafür gibt es Adblocker und Tools, die versuchen, Cookie-Banner und PayWalls ...

@Erdrandbewohner @rare_trax

@eutektoid ... wegzufiltern. Spenden stehe ich persönlich auch eher skeptisch gegenüber, weil mich die Freiwilligkeit des "Kunden" dort ehrlich gesagt stört. Ich selbst bin Angestellter und gewohnt, dass Menschen für meine Arbeit zahlen. Die überwiegende Menge der Menschen, die ich kenne, lebt in diesem Modell, weil sie ihrerseits auch nicht anders können (Wohnung, Internetzugang und Nahrung bekomme ich auch nicht als "pay-what-you-want"). 😉

@Erdrandbewohner @rare_trax

@z428 Mag ein Mentalitätsunterschied sein. Ich bin bereit einen regelmäßigen, freiwilligen Betrag zu zahlen, wenn ich hinter etwas stehe und etwas gut finde. Damit wertschätze ich die Arbeit der andren mehr als dass ich einen Kaufvertrag eingehe.

@eutektoid @rare_trax

@Erdrandbewohner Wirst Du selbst auch so entlohnt? Wärest Du auch bereit zu akzeptieren, wenn jemand sagt: Ich *brauche* €5 pro Monat von Dir, sonst kann ich nicht überleben...? Kaufvertrag ist dort für mich eher nebensächlich bzw. "Formalie".

@eutektoid @rare_trax

@z428
Das mit dem 402 wusste ich gar nicht. Sehr interessant!

Ich finde ein Grundproblem für Kultur ist Lohnarbeit. Da Abhängigkeit Kreativität sehr stark einschränkt. Doch wie einigt man sich in der Gesellschaft, die größtenteils seine Arbeitskraft verkauft, darauf Kulturschaffende zu entlasten und z.B. mit Steuergeldern zu finanzieren? Wer gilt dann als Künstler? Wer überprüft das? Am Ende der Überlegung steht eigentlich eine gerechte Verteilung für alle.
@Erdrandbewohner @rare_trax

@z428 @Erdrandbewohner @rare_trax
Alle gehen der Beschäftigung nach die sie lieben und bekommen das Gleiche und keiner besitzt mehr als der Andere und stellt sich über den Anderen. Sehr utopisch, oder?

@eutektoid Das greift aber auch zu kurz. Plattenfirmen *sind* oft ein Problem. Andererseits sind Plattenfirmen meist auch jene, die den Musikern das Geld vorschießen, das notwendig ist, um Studio anzumieten, Tontechniker zu beschäftigen und während der Aufnahmezeiten leben zu können. Die Annahme, dass man das über Merchandise oder Konzert-Tickets abgefangen bekommt, ist meist illusorisch. Zudem: Dieser Tage *sind* sogar Musiker ohne Mediatoren (Labels) etwa bei ...

@Erdrandbewohner @rare_trax

@eutektoid ... bandcamp zugange - und trotzdem nutzt eine große Masse lieber Spotify oder hört die Musik "für lau" online auf YouTube. Das ist aus meiner Sicht somit (leider) auch ein Mentalitätsproblem auf Konsumentenseite.

@Erdrandbewohner @rare_trax

@Erdrandbewohner man kann die Artikel auf archive.fo archivieren, das entfernt den consent-wall. Weiß aber grad nicht, ob archive.fo selber trackt.

@Erdrandbewohner Leute, bei spiegel.de könnt ihr einfach JavaScript ausschalten und gut ist. Keine Cookies, nix.

Bei zeit.de ist es nicht ganz so einfach. Ohne Cookie wird kein Content augeliefert. Die datensparsamste Einstellung ist hier: Javascript *nur* aus der Primärdomain erlauben (z.B. mit umatrix, addons.mozilla.org/en-US/firef), außerdem Cookies. Anschließend Zustimmung geben, danach JavaScript wieder deaktivieren. Dann bekommt schickt man halt dieses Consent-Cookie mit, aber das war's.

@Erdrandbewohner Wenn du javascript für spon komplett aus machst, dann kommt davon gar nichts.... Zumindest die Artikel die von der Startseite verlinkt sind. Aber ja, unterstützen wir lieber die TAZ, die hat auch ein gopher interface :)

@Erdrandbewohner

Die Frage ist, wie sich Zeitungen finanzieren sollen.

(Ich bin großer Gegner des Trackings!)

Ich habe noch keine bessere Idee gehört als das Bezahlen für einzelne Artikel oder eben Online-Abo OHNE Tracking.

Jemand eine Idee?

@Federkiel @Erdrandbewohner

Ich sehe nicht ganz wie ansonsten Geld zu den Machern gelangt, ohne das Einfluss auf Inhalte genommen wird. Man könnte natürlich auch eine öffentlich geförderte Zeitung machen. Klappt beim Rundfunk ja auch ganz gut... aber ich denke es ist einfacher, wenn jeder eine kleine medien flatrate bei der Zeitung der Wahl kauft.
@eutektoid @Federkiel @Erdrandbewohner

Ja. Das 'nur' hast du jetzt da reininterpretiert. Das steht bei mir so nicht.

@Federkiel So wie es die taz sehr erfolgreich macht: durch eine vielzahl freiwilliger Unterstützungsmöglichkeiten. Ich z. B. zahle, zusammen mit 20000 anderen, einen kleinen Betrag monatlich. Desweiten gibt es bei der taz noch einige andere Möglichkeiten.

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