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Ein Vertreter der AutofahrerInnen-Lobby nennt den neuen Bußgeldkatalog eine "Führerscheinvernichtungsmaschine"

Stimmt. Wer sich grundsätzlich nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten will, dessen Führerschein wird "vernichtet". Wo genau liegt das Problem, hm? Das ist in etwa genauso, als ob Diebe darüber klagen, dass die Strafen ihre berufliche Existenz vernichten.

@Erdrandbewohner Man sollte sich fragen, ob all die "vernichteten" Führerscheine jemals hätten existieren dürfen. 🤔

@vamp898 @Erdrandbewohner Joa die ganzen "Automobilclubs". Meist parteinahe Vereine die mit günstigen Zusatzversicherungen und mit Notfallservices Mitglieder werben und dann im Namen dieser Mitglieder die Politik beeinflussen.

@vamp898 @Erdrandbewohner Ich bin mir nicht sicher ob du dich Lustig machst oder das ernst gemeint ist.
Für den Fall dass letzteres zutrifft:
de.wikipedia.org/wiki/Binnen-I

@cybercow @Erdrandbewohner Ach da war ein großes i, das ist mir nicht aufgefallen, dafür war die Schriftgröße zu klein (Sitze hier am Fernseher als Monitor :D)

@Erdrandbewohner Weiß nicht wie es bei euch ist, hier ist man mit 70 innerorts eine Verkehrsbremse.

@blackhole Trier gilt ja als eine eher träge Stadt. Das spiegelt sich gottseidank auch im innerstädtischen Autoverkehr. Raserei passiert selten, aber vielleicht auch, weil es kaum Straßen gibt, die zum rasen einladen.

@blackhole @Erdrandbewohner Das ist dann ja schnell vorbei, wenn auch kontrolliert wird. Wenn es kein Problem wäre, 70 zu fahren, kann ja die Kommune die Begrenzung entsprechend erhöhen. Ich hab keine Lust, länger der Depp zu sein, wenn ich mich an die Regeln halte.

@bastiansenst

Und genau da liegt das Problem.
In sehr vielen Fällen könnte man die Begrenzungen erhöhen, macht aber das Gegenteil um die Kassen zu füllen.
Wenn die Begrenzungen sinnvoll gemacht sind bin ich vollkommen mit höheren Strafen für Verstösse einverstanden, an vielen Stellen werden niedrige Geschwindigkeitsbegrenzungen aber nur zum Geldverdienen genutzt.

@blackhole @Erdrandbewohner

@blackhole
kleine Korinthenkackerei:
"wird man oft als Verkehrsbremse wahrgenommen". Was zu langsam oder zu schnell ist, liegt im Auge des Betrachters

Drängeln wird übrigens nach StVo auch hart bestraft, und wer sich durch Drängeln zu Geschwindigkeitsübertretungen bewegen lässt, hat bei der nächsten Geschwindigkeitskontrolle ein höheres Risiko als die ungeduldige Socke im Rückspiegel, die dadurch quasi einmal einen Warnblitz bekommt.
@Erdrandbewohner

@blackhole

Statt "man ist Verkehrsbremse" würd ich "man wird als V. wahrgenommen". sagen -- denn wenn jemand hinter mir ungeduldig wird, heißt das entweder dass ich zu langsam oder die Person zu ungeduldig ist. -- ich hab in dem Zusammenhang zuviele Sprüche abbekommen, weil ich mich an Limits halte. Meist von Leuten, die sehr angestrengt ihren Fahrstil als "normal" etablieren wollten -- als ob sie Angst hätten dass sich das als falsch rausstellen könnte...
@Erdrandbewohner

@Erdrandbewohner Es geht ja meines Wissens nur um einen Monat Fahrverbot. Auf dem Gehweg hat man dann genug Zeit, sein Handeln zu reflektieren.

@Erdrandbewohner

Jein. Ich fahre seit knapp 30 Jahren. Noch nie auch nur ein Knöllchen.

Aber: ein Dieb klaut vorsätzlich.

Was mir dennoch schon (ohne Folgen) passiert ist: ein 30 km/h Schild übersehen und vll. mit 51 km/h unterwegs gewesen, was bei erlaubten 50 kein Problem gewesen wäre.

Die Frage ist halt wirklich, ob ein echtes Versehen derart brachial geahndet werden muss.

Wir haben ja schon die Regelung, dass bei 2 x > 20 zu viel der Führerschein weg ist für echte Wiederholungstäter

@nexusplasma In Deutschland sind die Strafen bei Geschwindigkeitsübertretungen immer noch sehr moderat im Vergleich zum vielen europäischen Ländern. Und ich behaupte mal ganz frech: Die allerwenigsten Überschreitungen passieren versehentlich.

@Erdrandbewohner Ich bin da noch zwiegespalten. Lieber noch teurer machen und nicht wg. 1 Fehler gleich Lappen weg.

Da ich vorwiegend mit dem Rad unterwegs bin, bin ich mir aber auch bei einem sicher: auch Radfahrer, die z. B. bei Rot fahren, quer über Bürgersteige schießen, gegen Einbahnstraßen fahren usw. gehören auch deutlich mehr kontrolliert und sanktioniert. Bei Rot z. B. einen Monat das Rad einziehen. Was sich da viele rausnehmen, ist fast genauso katastrophal...

@nexusplasma Bedenke, dass es in D praktisch keine durchgängige, gefahrlose und sinnvolle Fahrrad-Infrastruktur gibt. So macht es durchaus Sinn, kurz vor der allgemeinen Grünphase an einer Ampel mit dem Rad über Rot zu fahren, bevor rechts abbiegende Autos und LKWs dich auf dem Rad platt fahren. Holland ist da sehr viel weiter und schaltet an vielen Kreuzungen die Ampel an der Radspur früher auf Grün.

@Erdrandbewohner Das Argument kann ich so nicht gelten lassen. Denn das ist das gleiche, wenn man sich über Autofahrer mit Ausreden aufregt. Während ich bei Rot da stehe und warte, rauschen jeden Morgen locker 10 an mir vorbei. Die Hälfte einfach so, die andere Hälfte über den Bürgersteig. Wenn, dann gelten Regeln für alle, und es haben sich alle daran zu halten. Mit zweierlei Maß kann man da auch nicht messen, dann geht die Akzeptanz flöten.

@nexusplasma
Zweierlei Maß, weil zweierlei sehr unterschiedliche Gefährdungspotentiale
@Erdrandbewohner

@nexusplasma "Vor dem Gesetz sind alle gleich, es gilt für Reiche und für Arme: Das Wohnen unter Brücken ist strengstens verboten."

Ich hoffe, du verstehst meinen obrigen Satz...

Ich bin mir sehr sicher: Sobald es eine vernünftige Fahrradinfrastruktur gibt, gibt es keinen Grund mehr, sich als RadfahrerIn außerhalb der StVO zu bewegen. Natürlich werden es einige trotzdem tun. Wie es immer irgendwelche Leute gibt, die sich ohne Not nicht an sinnvolle Regeln halten.

@nexusplasma Darüber hinaus ist es meinst viel *weniger* katastrophal, wenn RadfahrerInnen gegen Regeln verstoßen, weil die Folgen weit geringer sind. Aber klar, bestenfalls halten sich auch RadfahrerInnen an die Regeln, wenn die Gefahrenlage fürs eigene Leben dies zulässt.

@Erdrandbewohner
Bei allem Mangel an Sympathie für Gewohnheits-Schnellfahrer:

1: Ein Verkehrsschild übersehen kann *mal* passieren, und das sollte auch ohne Langzeitfolgen bleiben.

2: Strafen zu erhöhen verringert meist nicht die Anzahl von Verstößen, sondern eher konsequente Durchsetzung, und verständliche Regeln.

3: Geldstrafen treffen Leute mit viel Geld viel weniger als Leute ohne.

... aber wer gerne zu schnell fährt, hat sich nicht zu beschweren.

@nexusplasma

@Mr_Teatime
> Geldstrafen treffen Leute mit viel Geld viel weniger als Leute ohne.

Das stimmt bei Bußgeldern in Straßenverkehr leider. Dabei wäre Abhilfe ganz einfach: Bußgeld abhängig vom Neupreis des Autos. Typ und Ausstattung sind (zumindest grob) den KFZ-Stellen bekannt, Listenpreise auch, fertig.
@Erdrandbewohner @nexusplasma

@kirschwipfel @Mr_Teatime @Erdrandbewohner Also zahlt ein Familienelter, das für die Großfamilie einen großen Van braucht, dann das Doppelte bis Dreifache, als das kinderlose Doppelverdienerpaarteil, das Golf fährt?

@kirschwipfel @Mr_Teatime @Erdrandbewohner Warum nicht am zur Verfügung stehenden monatlichen Geld aufhängen wie Tagessätze vor Gericht?

@nexusplasma
Das Argument, weshalb man genau dieses bei Bußgeldern nicht macht, ist, dass es zu aufwändig ist. Und da wäre neun Vorschkag schon ein Verbesserung: wer ein dickes Auto fährt hat im Allgemeinen viel Geld.

Der Familienvater mit Van kann es dann ja bei der Jahressteuererklärung geltend machen ;-)
@Mr_Teatime @Erdrandbewohner

@kirschwipfel
Tagessätze wären das fairste, aber für ein Ticket Tagessätze auszurechnen wär doch etwas krass.

Aber vielleicht dann doch eher den Zeitwert des Autos nehmen? Denn viele Leute die Platz brauchen und nicht viel Geld haben, kaufen ältere große Autos gebraucht für wenig Geld.
@Erdrandbewohner @nexusplasma

@Mr_Teatime @kirschwipfel @Erdrandbewohner Das ist ne gute Idee.
Unserer hat nen Zeitwert von 350 €, wie ich erfahren habe, als mir im Dezember einer drangefahren ist. 🤣

@nexusplasma
Ja, direkt proportional zum Zeitwert wär vielleicht etwas ... nicht ganz das richtige...
@kirschwipfel @Erdrandbewohner

@Erdrandbewohner Also meinem Gerechtigkeitsempfinden widerspricht die Bestrafung der ersten beiden Morde ganz erheblich!

bis solche strafen irgendwie wirken, muss man ja erst mal jemanden erwischen. zumindest was das falschparken auf fahrradwegen betrifft, können die strafen so hoch sein,wie sie wollen: wenn nicht kontrolliert wird, kommen sie nicht zur geltung.

@Erdrandbewohner Lobbyismus sollte illegal sein. Leider haben die Lobbyisten eine zu gute Lobby.

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