Follow

Die deutsche fleischverarbeitende Industrie so:

"Wenn wir hier keine Menschen mehr unter übelsten, menschenverachtenden Arbeitsbedingungen UND zu einem Hungerlohn ausbeuten dürfen, dann wandern wir halt ins Ausland ab! MIMIMI!!!"

Ich finde ja, dass Firmen, die Menschen übelst ausbeuten, schlicht und einfach keine Existenzberechtigung haben.

@Erdrandbewohner Nun, diese Problematik der fleischverarbeitenden Industrie lässt sich doch ganz einfach lösen: Den eigenen Fleischverbrauch schrittweise reduzieren (oder auch schlagartig auf 0, wer das kann). Und wenn man dann mal Lust auf ein Stück Fleisch hat, kann man es sich Leisten, das auch beim Biobauern holen...
Wer hier auf irgendwelche gesetzlichen Regelungen hofft, träumt... WIR haben es in der Hand, solche Dinge zu ändern!

@giorgio Die Verantwortung letztlich auf die Verbraucher abzuwälzen lehne ich entschieden ab, denn hier liegt ein politisches Versagen vor. Die Zustände sind seit Jahrzehnten bekannt und es wurde stillschweigend gebilligt und weggesehen.

@Erdrandbewohner Nun, das ist schade, dass Du das so siehst. Mit meinen Taten (oder wenn Du willst: "Konsumverhalten") habe ich die Verantwortung dafür zu übernehmen, ob mir das gefällt oder nicht. Wenn mir ein Verhalten einer Firma oder Branche nicht gefällt und ich das nicht ändern kann, boykottiere ich sie. Das führ automatisch in die Regionalität zurück. Ein kleiner Ladenbesitzer, der mich kennt, wird mich kaum wissentlich über den Tisch ziehen wollen...

@giorgio Oh, ich stimme dir schon zu. Ethisches Konsumverhalten ist wichtig. Aber gehe nicht davon aus, dass du damit alle Probleme lösen kannst, bevor nicht etwa (geschätzt) 90% aller KonsumentInnen so handeln. Wenn du darauf wartest, wartest du auf den Sankt-Nimmerleins-Tag. Es braucht klare Regeln und Kontrollen.

@Erdrandbewohner Die Regeln braucht es hauptsächlich, weil die meisten sich ihres Einkaufverhaltens nicht bewusst sind... Ich stimme Dir hier zu. Doch leider sind diese Regeln nicht das Papier wert, worauf sie gedruckt sind...
Die Industrien reagieren äusserst empfindlich schon auf kleine Verhaltensänderungen der Kunden, die laufen alle am Limit...
3% - 5% sind da oftmals schon ausreichend...

@giorgio Dass das nur vordergründig so ist, siehst du an Bio-Lebensmitteln. Sehr viel Bio-Grundbestandteile kommen inzwischen aus Ost-Europa. Dort wird zwar unter ökologischen Aspekten angebaut, aber Menschen werden massiv dafür ausgebeutet. Weil es halt billiger ist und im Kapitalismus der Gewinn zählt.

@Erdrandbewohner Da mache ich einen auf Seibert:
"Dem habe ich nichts hinzu zu fügen!"
Es würde mich reizen, dieses Thema weiter zu vertiefen, doch ich sollte ENDLICH ind die puschen kommen und meinen Saustall, genannt Wohnung, aufräumen und dem ganzen wieder das Prädikat "Wohnung" verleihen!
Danke für die nette Unterhaltung!

@Erdrandbewohner ... als unvermeidlich sarkastischen Beitrag hätte ich dann einfach mal gern neben diesen (natürlich augenwischenden) "Tierwohl" Stempeln auch eine Skala für "Arbeiterwohl".
Wo dann eben draufstehen muss: Erzeugt in Käfighaltung. Und das meint dann _nicht_ die Tiere... :-/

@giorgio @Erdrandbewohner

Ich befürchte ehrlich gesagt, dass wir in einer Gesellschaft leben, die mehrheitlich Arbeitskräfte in der Fleischindustrie ausbeuten will. Vielleicht geht es gar nicht darum, ein Bewusstsein zu schaffen; die Konsumenten entscheiden sich m.E. doch bewusst für Tier- und Mitarbeiterqualprodukte im Fleischregal und im Modeeinzelhandel. Eine Gesellschaft gestaltet sich doch i.d.R. so, wie sie es wünscht

@Erdrandbewohner Zugegeben: ich halte ebenfalls nichts von Firmen, die sich so verhalten.
Die Wahrheit ist aber auch: durch die Preise, die in DE für Fleisch gezahlt werden, ist es anders nicht möglich.
Das solltdn sich alle klarmachen, die Billigstfleisch aus miesester Tierhaltung konsumieren.
Dieses ganze System ist falsch ...

@Harald Aber glaube nicht, dass höhere Preise für Fleisch letztlich den in dieser Industrie arbeitenden Menschen und dem Tierwohl zugute kämen!

@Erdrandbewohner Wie geschrieben: das System ist komplett falsch.
Nach meiner Überzeugung muss der Fleisch"verbrauch" drastisch reduziert werden und eine respektvolle, artgerechte (Bio-)Tierhaltung vorgeschrieben werden.
Tiere sind fühlende, denkende und leidende Lebewesen.
Auch Kühe können weinen ...

#Fridays4Future

@Erdrandbewohner Wie man in Wien so schön sagt: Baba und foi ned. ("fall nicht.")

@Erdrandbewohner Der Kapitalismus hat keine Existenzberechtigung

@waweic @Erdrandbewohner naja Kapitalismus war vermutlich nach dem Krieg als die meisten nicht viel hatte eine nicht all zu schlechte Idee weil sie die Leute die funktionierende Strukturen auf die Beine brachten die Möglichkeit gab diese weiter aus zu bauen. In Zeiten von Überproduktion sorgt er allerdings nur dazu, dass eben viel weggeworfen wird und bis auf wenige ausnahmen niemand wirklich vom Überfluss profitiert. Zumindest nicht in dem Sinn, dass er weniger arbeiten müsste.

@cybercow Es gab halt nach dem Krieg viel Geld und anderweitige Unterstützung aus den USA. Dass davon auch was bei den Menschen gelandet ist, ist jetzt kein allzu großes Wunder

@cybercow Das sah die CDU (!) nach dem Krieg ganz anders. Auszug aus dem Ahlener Programm:

"Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund aus erfolgen."

@waweic

@waweic @Erdrandbewohner Whoa also das hab ich echt nicht gedacht, dass die CDU mal um die Gunst der Antifa geworben hat.

@Erdrandbewohner Aber man fragt sich auch, wie schlimm es in den Heimatländern der Arbeiter zugeht, wenn sie trotzdem lieber freiwillig in Deutschland unter den hiesigen Bedingungen arbeiten.

@mehdorn
Weil sie mit dem Lohn hier, zuhause sehr lang ganz gut leben koennen. Die Lebenshaltungskosten sind deutlich unter denen in Deutschland. In unserer Gegend arbeiten tausende aus Rumänien, dem Süden Polens und anderen Ländern. Nebenbei verdienen viele noch was nebenbei auf kleinen Wochenendbaustelle, oder als Gärtner etc - da liegt der Stundenlohn mitlerweile bei 15 Euro. Keine Freizeit und 12-15 Stunden pro Tag, 7 Tage die Woche und das den ganzen Sommer.
@Erdrandbewohner

Sign in to participate in the conversation
Mastodon

The social network of the future: No ads, no corporate surveillance, ethical design, and decentralization! Own your data with Mastodon!