Follow

So wie gewisse PolitikerInnen das Auto als "alternativloses" Verkehrsmittel verteidigen, erinnert mich das an die 70er und 80er Jahre, als es in der Politik hieß, ohne Atomkraft ginge das Abendland unter.

Die Autofreunde haben verloren. Der Paradigmenwechsel ist im vollen Gang. Sie ahnen es, wollen es aber nicht wahrhaben.

@Erdrandbewohner und am Ende werden die Konzerne (die das ja gar nciht hätten kommen sehen können) wieder fette Staatshilfen eintreichen.

@Erdrandbewohner

Ich bin da etwas skeptischer. Solange noch Wald gerötet wird, Menschen überfahren und Autobahnen nicht zu Zugstrecken oder Flächen für erneuerbare Energien. - Und das weltweit. - Solange braucht es für eine nachhaltige Transformation noch viel zu lange.

@h2owasser Paradigmenwechsel können blitzschnell gehen. Müssen aber nicht, manche (große) gesellschaftliche Paradadigmenwechsel dauern Generationen. Ich kann da keine Prognose abgeben.

@Erdrandbewohner

Ich würde es mir ja auch anders wünschen, aber wir kämpfen hier in gewisser Weise auch gegen "den inneren Schweinehund" - und der wird durch verschiedenen Mechanismen bei Laune gehalten.

@Erdrandbewohner Immer wieder: Fahr mal raus aufs Land, irgendwo in die zahllosen infrastrukturell schwachen Regionen dieses Landes. Und erklär den Leuten dort, dass Autos *nicht* alternativlos sind... Ich teile Deine Sicht grundsätzlich, bin aber eben auch in der Stadt und kann mir den Verzicht aufs Auto recht schmerzfrei leisten. So lang das nicht alle oder die Mehrheit der Menschen können, wird das nichts mit Paradigmenwechsel.

@z428 Ein Paradigmenwechsel findet statt, wenn Dinge, die bisher gesellschaftlich akzeptiert waren, in Frage gestellt werden. Hier gibt es einen Kipp-Punkt, und der liegt nicht einmal bei der Mehrheit. Dazu muss noch keine funktionierende Alternative vorhanden sein, diese kann, sobald der gesellschaftliche Druck groß genug ist, Ratzfatz gefunden und etabliert werden, weil dann der politische Wille dafür da ist.

@Erdrandbewohner Die Annahme, dass sich hinreichend komplexe Probleme schon schnell lösen lassen, wenn man es nur wirklich will, halte ich für extrem gefährlich - auch weil dort immer die Sichtweise aufgebaut wird, dass fehlende Veränderung nie in Komplexität, sondern immer nur in fehlendem Willen begründet ist. Das verbrennt unter anderem jene, die die konkreten praktischen Herausforderungen sehen, damit allein bleiben und in dieser Sichtweise gern noch als "Unwillige" dargestellt werden. 😐

@z428 Was ist wahnsinnig komplex daran, wenn man auf Kosten des motorisierten Individualverkehrs den ÖPNV bis zum letzten Kuhstall fördert und eine ordentliche Fahrradinfrastruktur aufbaut?

@Erdrandbewohner *Hast* Du mal außerhalb einer Stadt gelebt und musstest 45..60min (mit dem Auto) jeden Tag pendeln? Oder 15km fahren, um Lebensmittel einzukaufen? In solchen Regionen ist der Lebensstandard ohne Auto weit unter dem, was der durchschnittliche Städter völlig selbstverständlich hinnimmt. Mit ÖPNV bekommst Du das schwierig bis nicht umweltfreundlich abgebildet (zu viele Leerfahrten oder zu lange Intervalle). Und Fahrrad ist schwer für Alte, Menschen mit ...

@Erdrandbewohner ... gewissen Grunderkrankungen oder schlicht jene, die längere Strecken zurücklegen müssen. Damit das funktionieren kann, braucht es vermutlich gänzlich neue Konzepte. Auch mehr Dezentralisierung, damit gewisse Mobilität gar nicht mehr notwendig wird. Dazu muss man hingehen und mit den Menschen reden. Der Ruf etwa nach Fahrrad und ÖPNV scheint mir hier eher städtisch geprägter Golden Hammer.

@z428 Du baust eine Schwarz-Weiß-Szenerie auf, die unnögig ist. Niemand will das Auto komplett abschaffen. Was aber komplett abgeschafft werden muss, sind Verbrenner. Und in der Stadt müssen andere Verkehrsmittel deutlich Vorrang haben. Niemand soll gezwungen werden, auf den ÖPNV umzusteigen. Aber ein schneller, bequemer ÖPNV muss zur Grundversorgung wie Strom und Internet auf jedes Dorf! Wir brauchen keine neuen Autobahnen. Aber wir brauchen eine gute Radinfrastruktur, auch auf dem Land!

@Erdrandbewohner Bei "Grundversorgung wie Internet aufs Dorf" musste ich schmunzeln und an meine Eltern denken, im Mobilfunkloch mit wackeligem 8MBit-DSL als maximaler Ausbaustufe. ÖPNV hat dort ähnliche Güte, und das wird sich wohl auch nicht ändern lassen, zumindest nicht ökologisch. Dort wäre viel gewonnen, wenn die Menschen eine grundlegende Lebensmittelversorgung, einen Verwaltungs-Endpunkt und einen Allgemeinmediziner oder eine Landschwester verfügbar hätten. Diese Art von Infrastruktur...

@Erdrandbewohner ...hatte die DDR vor 30 Jahren bedeutend besser im Griff, und zumindest in meinem immer noch dörflichen Umfeld ist es diese andauernde Schieflage und kontinuierliche Verschlechterung, die auf dem Dorf Populismus Auftrieb verschafft. Rad-Infrastruktur ist dort auf der Prioritätenliste relativ weit hinten - ausgeprägtes, dünn besiedeltes Mittelgebirge, dort ist Rad Freizeit, Sport, Tourismus, aber kein Alltagsverkehrsmittel.

@z428 @Erdrandbewohner

Also, ich (@jbechtel) bin erst nach der Wende geboren und weiß nicht viel über "damals". Für mich sind die Kernfakten, dass es 1. in der DDR sehr exzessive Flurbereinigungen gab (mehr als in der ehem. BRD), wodurch auf dem Land theoretisch weniger Menschen gebraucht worden sein müssten, und 2. so Wandertheater auf die Dörfer gekommen sind, wodurch die Attraktivität gestiegen sein müsste.
Was war sonst noch besser/schlechter/anders?

@radfernbahn Als jemand, der links vom Rhein geboren wurde und immer noch links vom Rhein lebt, bereiste ich die DDR mehrmals noch vor und während der Wende. Schon damals fiel mir auf, dass es praktisch in jedem Kaff mindestens einen , meist mehrere Läden zur Nahversorgung und ortsnahe medizinische Betreuung gab. Die Versorgung damit war damals wesentlich besser als in den Dörfern der Eifel, wo es meist nichts gab. @z428 @jbechtel

@Erdrandbewohner Ich war zum Mauerfall 12, habe in einem 600-Seelen-Dorf im Erzgebirge gelebt und kann insofern nur für dort berichten. Vier Beispiele:

(a) Jobs: Bei uns gab es Bergbau (SDAG Wismut), die LPG (Landwirtschaft) und zwei, drei große Arbeitgeber in der Nachbarstadt. Die Wismut hatte Werksbusse, die die Kumpels zur Schicht geholt und wieder nach Hause gebracht hat. Die anderen, die in die Nachbarstadt mussten, hatten halbwegs synchrone Startzeiten. Nach ...

@radfernbahn @jbechtel

@Erdrandbewohner ... der Wende sind diese Strukturen zerbrochen, die einzelnen Arbeitnehmer mussten weiter und individueller fahren und hatten auch, bzw haben bis heute (dank höherer Flexibilitätserwartungen *sowohl* bei Arbeitgebern *als auch* bei Arbeitnehmern) mehr Erfordernis an individuelle Mobilität.

(b) Schule: Als ich in der Grundschule war, war klar: Im Nachbarort gibt es eine Schule, in die bis zur 10. Klasse zu gehen ist. Keine Diskussion. Dort gab es ...

@radfernbahn @jbechtel

@Erdrandbewohner ... Busse, die früh die Kinder auf den Dörfern eingesammelt und nachmittags wieder verteilt haben. Heute haben wir freie Schulwahl und individuelle Elterntaxis, die teilweise einzelne Kinder bis zu 1h weit fahren, zum Schulmodell ihrer Wahl in der nächsten größeren Stadt.

(c) Medizin: Vor der Wende gab es im Dorf eine Krankenschwester, die verbindliche erste Ansprechpartnerin für erstmal "alles" war und die bedarfsweise in die Poliklinik oder das ...

@radfernbahn @jbechtel

@Erdrandbewohner ... Krankenhaus weitergeleitet hat. Vieles an "Trivialem" (Erkältung, Schnupfen, kleine Blessuren, Krankschreibung) konnte die selbst tun. Nach der Wende kam freie Hausarztwahl, die Menschen wollten lieber zum "richtigen Arzt", nicht "nur" zur Schwester, haben sich Hausärzte in der Nähe ihrer Arbeitsstellen gesucht. Damit ist dieses System verschwunden.

(d) Nahversorgung: Wir hatten in dem kleinen Ort zwei Geschäfte für Lebensmittel und ...

@radfernbahn @jbechtel

@Erdrandbewohner ... "Waren des täglichen Bedarfs". Das war kein Luxus, aber es hat gereicht, um sich zu versorgen. Nach der Wende kamen die Supermärkte auf der grünen Wiese, mit riesiger Auswahl und "Kampfpreisen". Da sind die Menschen lieber dorthin gependelt, und die Geschäfte vor Ort verschwanden.

Wenn ich einen roten Faden sehen, dann den, dass infolge der politischen Veränderungen wir viel Wert auf individuelle Wahl- und Entscheidungsfreiheiten gelegt haben ...

@radfernbahn @jbechtel

@Erdrandbewohner ... und deutlich gestiegene Anforderungen an individuelle Mobilität eine der negativen Konsequenzen dieser Prioritäten sind. Manchmal stelle ich mir die Frage, ob man, um hier Dinge grundlegend zu ordnen, auch nochmal Grundsatzfragen zu gemeinsamen Werten, Freiheiten und dem Preis, den diese fordern, diskutieren müsste.

(Die andere Konsequenz: Ja, im Osten nehmen auch viele wahr, dass etwa die Gesundheitsversorgung auf dem Land deutlich besser war ...

@radfernbahn @jbechtel

@Erdrandbewohner ... als heute bzw. als "damals im Westen". Das ist deswegen ein großes Problem, weil es Geschichtsrevisionisten, Ewig-Gestrigen und Populisten in die Hände spielt - während die Gesellschaft die Frage, warum wir gute und funktionierende Strukturen von damals nicht bewahren und weiterführen konnten, nicht imstande ist zu beantworten...).

@radfernbahn @jbechtel

@z428 Im Prinzip hat der Osten binnen weniger Jahre die Entwicklung nachgeholt, die hier im Westen viele Jahrzehnte lief (und läuft). Vom Verlust von Arbeitsplätzen in ländlichen Regionen, Abwanderung, das "Tante-Emma-Laden sterben", die Überalterung, die Schließung von Arztpraxen (aufgrund fehlenden NachfolgerInnen), die Stilllegung von unrentablen Bahnverbindungen, Ausdünnung des Busverkehrs usw. Keine bewusste Entscheidung, sondern eine schleichende Entwicklung. @radfernbahn @jbechtel

@Erdrandbewohner Richtig. Schleichende Entwicklung. Und in Summe die Konsequenz aus individuellem Handeln vor einem politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen Hintergrund in relativ komplexen Gesamtzusammenhängen, bei dem für den Einzelnen die Folgen der Entscheidungen (wenn es Entscheidungsfreiheit gibt) schwer abschätzbar sind, insbesondere langfristig.😕

@radfernbahn @jbechtel

@Erdrandbewohner @z428 @radfernbahn @jbechtel wenn man das eben innerhalb von ein paar Jahren erlebt ist es eigendlich klar dass man auf so viele negative Veränderungen auch negativ reagiert. Negatives Wort immer schwerer als positives.

@FreiMauR Ja... das Positive nimmt man viel leichter als gegeben und selbstverständlich hin, und die Veränderungen nach der Wende waren ja doch sehr substantiell positiv in vielen Belangen. Dummerweist ist das mit "Beitritt"/"Wiedervereinigung" irgendwie viel zu voreilig abgeschlossen worden, hat es danach nie wieder Austausch über die Dinge gegeben, die in Osten gut und in Westen schlecht waren. Mit der Konsequenz: Den durchaus validen Satz "es war ...

@Erdrandbewohner @radfernbahn @jbechtel

@FreiMauR ... nicht alles schlecht!", der eigentlich eine Selbstverständlichkeit beschreibt, ist als politischer Kampfsatz für Ewiggestrige geblieben. Das hätte man vermeiden und vieles verbessern können. Zumal der Westen ja auch seine Probleme hat... wir waren vergleichsweise spät, in 2004, mit den Zelten an der deutschen Westküste, auch im Hinterland des Ruhrpotts, und waren erschüttert, in welchem Zustand dort Kleinstädte und Dörfer teilweise ...

@Erdrandbewohner @radfernbahn @jbechtel

@FreiMauR .... waren, insbesondere im Vergleich zum nach der Wende doch merklich geförderten und sanierten, teilweise auch "restrukturierten" Osten.

@Erdrandbewohner @radfernbahn @jbechtel

@z428 Solche Reisen empfehle ich auch heute noch bei Jammerern.

@irgendwiejuna Dto. Es schadet nie, über den Tellerrand zu schauen. Und ich bin manchmal entsetzt, wie wenig die Menschen auch 30 Jahre nach der "Wende" voneinander wissen.

@z428
Diese Aussage kannst du ähnlich zwischen Saarländern und Bayern oder beliebigen unterschiedlichen Gebieten über ein zwei Generationen treffen. Ich finde es etwas Rückwärtsgewand immer noch zwischen Ost & West zu differenzieren. Aber evtl. bin ich auch nur komisch, weil ich mehr nach vorne als im damals™ denke...
@irgendwiejuna

@vilbi Ja. Jein. Du hast vollkommen Recht. Aber: "Ost / West" hat historisch nun mal eine andere Wichtigkeit. Ich erlebe in meinem Umfeld (insbesondere in den dörflichen Regionen in Sachsen und Südbrandenburg), dass in solchen Regionen Populisten viel aus ungelösten, nie angesprochenen Folgen der Ost/West-Teilung schöpfen können. So gesehen frage ich mich manchmal, ob es besser ist, Ost/West wegzulassen und "nach vorn zu blicken", oder ob es eben genau wichtig wäre, diese ...

@irgendwiejuna

@vilbi ... Themen vorher übergreifend anzusprechen und aufzuarbeiten. Lesenswertes Beispiel dazu:

telegraph.cc/liebe-westdeutsch

"Was glaubt ihr, weshalb der Gundermann-Film im Osten in den Kinos Tränen und Applaus auslöst, während man sich im Westen im Gestus „Aha, interessant“, darüberbeugt? Weil in dem Film endlich die widersprüchlichen Erfahrungen der DDR Bürger zwischen dogmatischer Idiotie, Grosteske, Schlamperei, Mangelwirtschaft und Utopie Repräsentation erfährt."

@irgendwiejuna

@vilbi Fehlende Repräsentation "ostdeutscher" Erinnerungsgeschichte im gesamtdeutschen Kontext ist aus meiner Sicht durchaus ein Problem. Viele der "älteren Semester" in meinem Umfeld sprechen beispielsweise nach wie vor (in teils grotesker Weise) von "Siegerjustiz" und "Geschichtsrevisionismus", wenn man über den Abriß des Palastes der Republik und den (Wieder-)Aufbau des Berliner Stadtschlosses spricht. Vieles davon ist überspitzt und unsinnig, aber an vielen Stellen wurde ...

@irgendwiejuna

@vilbi ... unbedarft und gedankenlos sehr viel metaphorisches Porzellan zerschlagen.

@irgendwiejuna

Show more

@Erdrandbewohner
hmm, auch das ist noch nicht klar, für eine Energiewende, die Ladeinfrastruktur ist dürftig, in Berlin.
Ein nicht repräsentatives Beispiel, in einer Garage in Lichterfelde hat sich einer eine WallBox installieren lassen. Für seinen VW e-UP .
Die anderen Nutzer Audi A4? e-tron laden nicht in der Garage, wo sie wohnen, anscheinend beim "Arbeitgeber" ?
@z428

@alm10965
um die nicht repräsentative Statistik zu vefeineren, in dem kleinen Parkhaus parken 2 e-autos (eine WallBox) und etwa PI × Daumen 15 Verbrenner, davon 2 unter einer, auch nicht unwichtig um den wahren Mobilitätsbedarf zu erfassen.
@Erdrandbewohner @z428

@alm10965 Lade-Infrastruktur ist in der Tat ein spannendes Thema, insbesondere wenn man im Reihenhaus in der Stadt wohnt und am Straßenrand parkt. Ansonsten bin ich bei E-Mobilität auch noch aus anderen Gründen skeptisch: Verfügbarkeit von ausreichend viel umweltfreundlich erzeugter elektrischer Energie? Ökologischer Fußabdruck für Herstellung (Ressourcen!) und Recycling? Das Gros der digitalen Technik ist hier desaströs. Und: Wartbarkeit? Ich ...

@Erdrandbewohner

@alm10965 ... habe Sorgen vor e-Autos als extrem komplexen proprietären Plattformen, die (siehe Tesla) mich sehr eng an den Hersteller binden, und möchte eigentlich so etwas wie einen "elektrischen Lada Niva", der so " simpel " gehalten ist, dass ich auch notfalls mal selbst etwas reparieren kann. Dort sind aktuelle Verbrenner auch schon seit langem eher schlecht.

@Erdrandbewohner

@z428 @Erdrandbewohner @alm10965 , das ist ja das spannende an der Sache. Bei eAutos sind Firmen am Markt, die mit klassischem Autobau nix am Hut haben. Die können neu denken, anders vorgehen und das gibt dann neue Konzepte, die natürlich kritisch hinterfragt werden und die besten werden dann umgesetzt. Ich bin da Optimist.

@diritschka Ich bin dort ever skeptisch, weil die Gefahr besteht, dass das Firmen sind und werden, die gänzlich außerhalb der klassischen Struktur und Regulierung arbeiten. Solche wie Google, Amazon, Facebook oder Tesla. Weiß nicht, ob das wirklich gut ist.

@Erdrandbewohner @alm10965

@z428
Das ist nachvollziehbar.
In USA gibt es eine Firma nitter.net/zelectricbug
Die Elektrifizieren klassische VW,
oder in Berlin entwickelte sich ein Betrieb, der alte BVG Doppeldecker auf Elektro umrüsten wollte, zu touristischen Zwecken
@Erdrandbewohner

@z428
Hmm, der Opel™ Combo(D) ™ den ich als fahrendes Ausrüstungs-Lager nutzen muß, macht gelegentlich Fehlermeldung »Motor überprüfen lassen«
Dann wurde einmal vom Internen Werkstatt-Team Fehlespeicher ausgelesen, konnten nix reales finden, »wenn das öfter kommt müßte das Opel gecheckt werden «
@Erdrandbewohner

@alm10965 Ja, das kenn ich auch. Das ist schon jetzt schlimm genug, und der Eindruck, wie überall, bleibt: Je mehr Software und Informationstechnik dort eingebaut wird, desto proprietärer und schwerer zu beherrschen wird das Ganze für Dritte.

@Erdrandbewohner

@Erdrandbewohner (Die Frage, dass die Menschen auf dem Land *natürlich* gern genau so flexibel sein wollen wie jene in der Stadt, haben wir hier noch gar nicht berührt...)

@z428 @Erdrandbewohner Ich bin auf dem Land aufgewachsen. Es gab einen Bahnhof, die Züge fahren alle noch, aber irgendwann hielt keiner mehr. Damals kaufte mein Vater wieder ein Auto, damit fuhr er dann zum Einkaufen in die nächste Stadt. Mittlerweile gibt es auch keine Läden mehr im Dorf, keinen Bäcker, nichts.
Verlierer dabei sind Alte, Kranke, Arme, die fahren nämlich nicht Auto.
Lassen wir doch den Zug wieder halten und sehen, was passiert 😎 .

@maikek @Erdrandbewohner Die Alten fahren im Dorf meiner Eltern teilweise noch die rostigen alten Karren, die sie kurz nach der Wende gekauft haben. Ein Zug hat hier nie gehalten, hier musste immer ein Bus herfahren, ca 15km von der nächsten Siedlung. Nach der Wende haben alle Autos gekauft, auch als Inbegriff von Freiheit, das ohne 18 Jahre Warten und Sparen zu können. Der Rest ist ein Teufelskreis: Mehr Autos, weniger lokale Infrastruktur, mehr Notwendigkeit, ein Auto ...

@maikek @Erdrandbewohner ... zu haben. Das ist sehr schwer zu unterbrechen. Wieder mehr Infrastruktur vor Ort wäre ein Anfang, wissend, dass die zu Beginn defizitär wäre. Aber auch mehr alternative Konzepte: Rufbusse, die auch spätnachts fahren. Carsharing. Sowas in der Art. Ich denke nicht, dass das unmöglich ist. Aber (und das war ja mein Einstieg) ich glaube, das ist merklich komplexer, als "einfach Rad und ÖPNV auf dem Land" umsetzen zu wollen. 🙂

@z428 @Erdrandbewohner dass dss nicht einfach wird auf dem Land, das seh ich auch so. Drum fangen wir einfach erst mal in der Stadt an. Immer schön das dünne Brett bohren 😁.

@maikek @Erdrandbewohner Das ist ja in Ordnung, so lang wir nicht dem Trugschluss erliegen, die Lösungen wären 1:1 übertragbar, und so lang die Übergangsphase nicht nur für die Stadtbevölkerung hinnehmbar bleibt. So lang die Menschen vom Dorf in die Städte müssen, wird es dort etwa auch Pkw-Pendler geben. Zumindest bis wir wirklich attraktive P+R-Angebote haben. 😉

moin tootles
@Erdrandbewohner
ein Beispiel, die Firma wo ich arbeite, baut den Hausmeisterdienst auf eine Flotte von etwa 100 Opel Comboŧ auf, man könnte das auch anders organisieren, so à la Kiez Hausmeister die Wohnortnah arbeiten, die kein Mobiles Ausrüstungslager brauchen und auch nicht zum Transit von einem zum nächsten Objekt.
@z428

Sign in to participate in the conversation
Mastodon

The social network of the future: No ads, no corporate surveillance, ethical design, and decentralization! Own your data with Mastodon!