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"In diesem Jahr gibt es erstmals größere Summen des Bundes aus dem Klimapaket für den Radwegebau – 250 Millionen Euro." (SpOn)

Boah ey, 250 Mio Euro für neue Radwege!

Übrigens: Nur für den Erhalt der Autobahnen braucht es 2021 1,572 Milliarden Euro und für den Erhalt der Bundesstraßen 860 Millionen Euro... (Handelsblatt)

@Erdrandbewohner ja... ja ja... Bin da voll und ganz bei dir aber eine kleine Sache dann doch: das Gemüse, die bunten Dosen und die Zeitschriften, das kommt alles nicht auf den Radweg zum Supermarkt.
Einen Amazonboten auf dem Rad sucht man vermutlich auch größtenteils vergebens.

@meldrian
So wie die Amazonboten fahren und parken sehe ich die sehr oft auf dem Radweg... aber nicht mit dem Fahrrad. ^^

@Erdrandbewohner

@meldrian Autobahntrassen mit Schienen aufrüsten und schon kommen die Waren per Bahn. ;-)

@papabjoern Klar, nachdem die Bahn kaputt gespart wurde, muss sie erst wieder aufgebaut werden, damit sie massenhaft Waren transportieren kann. @meldrian

@Erdrandbewohner @papabjoern @meldrian Ich sehe da aber einen kleinen Haken..... es gibt genug Ortschaften die nicht oder nur eingeschränkt im Schienenverkehr angeschlossen sind und auch so müssen die Waren vom Zug zum Laden gebracht werden. 🤔

@Chephe1 @Erdrandbewohner @meldrian soooo siehts aus.. ich verdiene mein Geld seit über 35 Jahren in der Logistik, 30 davon als LKW Fahrer.. wenn die Bahn das leisten soll was die Fahrer machen gibts spätestens nach einer Woche nur noch Luft im Supermarkt..
zur Unterstützung ok, aber als Hauptverkehrsweg niemals.. die sind doch schon mit der Personenbeförderung überfordert...🤷‍♂️🤷‍♂️
Sorry, aber das sind Ideen die niemals funktionieren

@Chephe1 Noch in den 60er und den frühen 70er Jahren hatte jedes Kuhkaff einen Bahnhof. Ist nicht mehr, das wissen wir. War ne politische Entscheidung zugunsten der LKWs und Autobahnen. Genau so kann man sich politisch Güterverkehr auf der Schiene umentscheiden. Es ist weniger die Frage ob das geht, sondern es ist die Frage, ob man das will. @papabjoern @meldrian

@Erdrandbewohner @Chephe1 @meldrian aber diese scheiss heilige kuh der globalisierung trägt dazu bei das es nicht funktionieren kann.. ich hab bei aldi, lidl und co so oft neben osteuropäern gestanden die haben kopfkissen, töpfe, holz und weiß der deibel was geliefert.. das rad kann und wird keiner zurückdrehen..

@papabjoern @Erdrandbewohner @meldrian das mit der Globalisierung kommt noch erschwerend hinzu 🤷🏻‍♀️

@Erdrandbewohner Schau dir doch nur mal an was los ist, wenn irgendwo eine Fläche z.B. für ein neues Mehrfamilienhaus genutzt werden soll. Die Leute würden genauso Sturm laufen, wenn an ihren Gärten plötzlich Schienen gebaut und Güterzüge vorbei rattern würden Alle sagen zwar „wir brauchen Wohnungen/Windräder/Schienenverkehr etc. - aber bitte bloß nicht vor der eigenen Türe ☝🏼 allein deshalb wird es kaum umzusetzen sein 🤷🏻‍♀️ @papabjoern @meldrian

@Erdrandbewohner Hmmm. Weiß nicht, aber das ist mir irgendwie zu einfach. Es bliebe zu diskutieren, ob es umweltfreundlicher ist, jedes "Kuhkaff" (um in Deiner Terminologie zu bleiben) mit Zügen samt der erforderlichen Infrastruktur zu erschließen, dort Bahnen hinzuschicken oder halten zu lassen - oder eben zu akzeptieren, dass es auch für die Mobilität mit Lkws oder Pkws valide Anwendungsfälle gibt und immer geben wird. Vielleicht sollten wir uns nur ...

@Chephe1 @papabjoern @meldrian

@Erdrandbewohner ... hier endlich mal die Mühe machen, über ganzheitliche Konzepte nachzudenken. Spoiler: Nur "Bahn" oder "Fahrrad" wird vermutlich nicht funktionieren... 😉

@Chephe1 @papabjoern @meldrian

@z428 Wenn man sich nicht traut, radikal zu denken, dann wird kein Wandel geschehen. NATÜRLICH wird es weiterhin Autos geben. NATÜRLICH kann nicht der gesamte Warenverkehr komplett auf die Schiene. Das ist gar nicht die Frage, sondern ob wir es uns trauen, den Ist-Zustand radikal zu hinterfragen. @Chephe1 @papabjoern @meldrian

@Erdrandbewohner Das Problem ist nicht das radikale Hinterfragen, das ist einfach und billig. Das Problem ist, die Erkenntnisse aus diesem Hinterfragen so umzusetzen, dass sie für alle Beteiligten funktionieren und alle Betroffenen mitnehmen. Das ist bedeutend schwerer, insbesondere wenn viele Konzepte aus Umgebungen "geborgt" werden, die sehr speziell sind. Etwa: Aus der Sicht einer infrastrukturell gut erschlossenen Stadt, in der ich alles erlaufen kann, ...

@Chephe1 @papabjoern @meldrian

@Erdrandbewohner ... ist der Griff zum Fahrrad allenfalls symbolisch radikal - darüber hinaus eher pragmatisch und logisch. In einem Land wie den Niederlanden (flach) ist der Griff zum Fahrrad auch für Strecken außerhalb der Städte vermutliich deutlich leichter realisierbar als etwa in einem hinreichend zersiedelten deutschen Mittelgebirge. An solchen Punkten sorgt radikales Hinterfragen leider nur für Spaltung der Bevölkerung. 😟

@Chephe1 @papabjoern @meldrian

@z428 Die Veränderung beginnt unter deinem Arsch. Sattel oder Autosessel. Ich fahre seit 1,5 Jahren bei Wind und Wetter nahezu ausschließlich mit dem Rad zur Arbeit und auch in der Freizeit. Es sind bis zur Arbeit knapp 9 km (eine Strecke) und ist super machbar. Als NORMAL gilt es aber, diese Strecke mit dem Auto zurückzulegen. Wenn das radikal ist oder gar spalterisch, dann weiß ich auch nicht...

@Chephe1 @papabjoern @meldrian

@Erdrandbewohner Weiß nicht. Ich hab mir, ehrlich gesagt, nie über das "normal" Gedanken gemacht. Warum auch? Und selbst wenn: In meinem Umfeld war und ist schon seit Jahren eher das Rad oder der ÖPNV "normal", schon aus pragmatischen Gründen (im innerstädtischen Bereich ist man mit Pkw und Parkplatz-Suche an beiden "Enden" der Tour weder schneller noch entspannter unterwegs und fährt Auto nur, wenn es wirklich _gute_ Gründe dafür gibt). Indes wiederum: Die ...

@Chephe1 @papabjoern @meldrian

@Erdrandbewohner ... Menschen in meinem Umfeld haben, genau wie ich, mehrheitlich einen Rahmen, in dem man eben zu genau dieser Entscheidung kommt. Wenn man von jenseits des Speckgürtels kommt, dienstlich unterwegs sein muss oder auch nur weiß, dass sich Zeit zwischen frühester Abgabe der Kinder in der Kita und spätestem Erscheinen am Arbeitsplatz nur mit Pkw und Schleichwegen irgendwie schaffen lassen, hat man wenig Luft. Richtig "radikales" Denken wäre ...

@Chephe1 @papabjoern @meldrian

@z428 Was "normal" ist, bestimmt dein Umfeld und natürlich die Gegebenheiten vor Ort. So ist es in Kopenhagen völlig normal, dass du ALLES super bequem mit dem Rad machen kannst, sogar deine Kinder zur Kita oder Schule bringen und danach zur Arbeit fahren. In den meisten deutschen Städten ist das nicht normal, weil die Infrastruktur einfach beschissen ist, weil auf den Autoverkehr ausgelegt.

@Chephe1 @papabjoern @meldrian

@Erdrandbewohner @z428 @papabjoern @meldrian was mich bei diesen Diskussionen wirklich stört ist, dass niemand mal sagt was mit Menschen wie mir ist?!

Ich habe gut 15 km bis zur Arbeit, kann wegen einer Form von Angststörung nicht mit den Öffis fahren + es ist nicht therapierbar (geklärt). Aber wegen gesundheitlichen Gründen kann ich auch nicht bei Wind und Wetter mit dem Rad fahren. Darf ich dann nie wieder in die City? Muss ich mir dann einen neuen Arbeitsplatz suchen? ...... 1/2

@Erdrandbewohner @z428 @papabjoern @meldrian

2/2

Ich möchte bei diesen Diskussionen gerne, dass auch im gleichen Atemzug zu diesen Fällen realistische (!) Vorschläge mit aufgezeigt werden. Dieses radikale „Autofreie City“ macht mir ohne konkrete Vorschläge für Menschen wie mich, einfach dann Angst und ist eher verschreckend, statt überzeugend 🤷🏻‍♀️

@Chephe1 Ich nehm in meinem eigenen Umfeld leider auch oft wahr, dass diese Diskussionen mitnichten radikal oder auch nur konsequent sind, sondern nurmehr von einigen sehr lautstarken Gruppen entlang der persönlichen Präferenzen (Fahrrad, E-Mobilität, ...) kommuniziert werden, zu oft und zu gern nach dem Motto: "Wenn es für mich funktioniert, funktioniert es für Euch auch - einfach mal ohne Ausreden versuchen." Das klappt so leider nicht: Fahrrad ist...

@Erdrandbewohner @papabjoern @meldrian

@Chephe1 ... unter Umständen keine Option, wenn Du viele kleine Kinder transportieren oder nachts um 4 im Eisregen mit fiebrigem Nachwuchs zum Notarzt musst. E-Mobilität ist Dreck, wenn Du in einem Wohngebiet im Reihenhaus (ohne Garage) wohnst, mittlere Strecken pendelst und bei Deinem Arbeitgeber irgendwo in der Querstraße oder am Bahndamm parkst, weil der keine Stellflächen hat. ÖPNV ist in verschiedenen anderen Situationen Mist (gesundheitliche ...

@Erdrandbewohner @papabjoern @meldrian

@Chephe1 ... Risikogruppen, Menschen außerhalb der ÖPNV-Reichweiten, Mobilitätsanforderungen zu "Unzeiten").

Ich bin _sicher_, diese ganze Verkehrswende-Debatte (wie auch viele andere ähnlich gelagerte Diskurse) wäre bedeutend effektiver, wenn mehr Empathie da wäre und mehr gefragt würde. Also weniger "So funktioniert es für mich!" ... und stattdessen mehr "Was wäre erforderlich, damit Ihr das Auto *gern* / freiwillig stehen lasst?" Gerade erlebe ich...

@Erdrandbewohner @papabjoern @meldrian

@Chephe1 ... wieder das exakte Gegenteil: Meine "ländliche Filterblase" ist aufgebracht, weil durch die CO2-Umlage der Sprit teurer wird. Das motiviert nicht, *gern* das Auto stehen zu lassen - das verschärft nur den Konflikt, den diese Menschen allein nicht lösen können (immer mehr Zentralisierung, damit immer mehr Erfordernis individueller Mobilität, gleichermaßen aber wird individuelle Mobilität in der einzigen dort praktikablen Form zunehmend ...

@Erdrandbewohner @papabjoern @meldrian

@Chephe1 ... moralisch stigmatisiert und wirtschaftlich belastet). So verliert man Menschen, so macht man auch Radikalen, die vorgeben, die Nöte der Menschen ernst zu nehmen, das Spiel sehr leicht. 😟

@Erdrandbewohner @papabjoern @meldrian

@z428 Sorry, bin am arbeiten, deshalb halte ich mich kurz.
Dieser Satz „also bei mir geht das doch auch...“ finde ich auch sehr schön - nicht! Ja, ist toll, wenn es für jemanden problemlos ist, aber für mich ist es das nicht. Und wenn man das dann erklärt, kommt oft ein lapidares „ach, da würde man schon ne Lösung finden“ - sorry, aber das beruhigt mich nicht, denn das zeigt, das man sich noch gar nicht mit den Problemfällen auseinandergesetzt hat 🙄
@Erdrandbewohner @papabjoern @meldrian

@Chephe1 Jupp, leider genau das: "Lasst es uns erstmal ändern (in unserem Sinne), für alle anderen (Euren) Probleme findet sich dann auch eine Lösung."

Das war schon immer unredlich - und im Zeitalter von Internet und sozialen Netzwerken funktioniert das plötzlich nicht mehr, weil auch jene, für deren Probleme es keine (kurzfristige) Lösung gibt, sichtbar werden und sich Gehör verschaffen können. Und dann knirscht es. 😐

@Erdrandbewohner @papabjoern @meldrian

@z428 Du glaubst gar nicht, wie oft ein "Das geht bei mir nicht weil..." von Leuten vorgebracht wird, bei denen es gar kein Problem wäre. Deswegen rede ich nicht von wirklichen "Problemfällen", weil Menschen ihre Bequemlichkeit und ihren Unwillen, irgendwas zu ändern, gerne als eine Unmöglichkeit zum Handeln bezeichnen und sich dahinter verstecken. @Chephe1 @papabjoern @meldrian

@Erdrandbewohner natürlich gibt es das auch und wird es immer geben - aber deshalb kann man die wirklichen Problemfälle doch nicht einfach ignorieren und außen vor lassen 🤨@z428 @papabjoern @meldrian

@Chephe1 Aber warum soll ich bei dem Entwurf einer bestmöglichen Zukunft zuerst die Problemfälle und Schwierigkeiten sehen?! Müssen wir nicht erst einmal wissen, was wir gerne hätten und es angehen, bevor wir uns um das kümmern, wo es schwierig werden könnte? @z428 @papabjoern @meldrian

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@z428 Und ja, in meinem unmittelbaren Umfeld gibt es Leute, die fahren buchstäblich mit dem Auto zum nächsten Briefkasten, der 200 Meter entfernt ist. Das wird gesellschaftlich akzeptiert, davon müssen wir *dringend* weg.
@Chephe1 @papabjoern @meldrian

@Erdrandbewohner ... hier aus meiner Sicht 'was gänzlich Anderes: Weniger Freiheitsgrade, die überhaupt individuelle Mobilität erfordern. Wieder (wie früher im Osten) die Schule im Viertel, in die gefälligst _alle_ gehen und zu der bedarfsweise ein Bus fährt. Wieder das MVZ mit den zuständigen Ärzten fußläufig statt freier Wahl des Hausarztes (der irgendwo sitzen kann und wird). Und das nicht nur in den Städten, sondern auch in den Gemeinden und auf dem Land. 😉

@Chephe1 @papabjoern @meldrian

@z428 Und ja, das reicht nicht. Aber es ist das, was ich hier und heute machen kann. Ganz ohne Politik. @Chephe1 @papabjoern @meldrian

@Erdrandbewohner
Vor allem hat die #Bahn sich auf den Personenverkehr konzentriert und den Güterverkehr hinten angestellt. Kein Wunder das jeden Tag #LKW Massen durch Deutschland fahren...

Bin eh der Meinung das der #Güterverkehr wesentlich teurer werden muss. Zumindest wäre es gut wenn die echten kosten schon mal drin wären.
@papabjoern @meldrian

@meldrian @Erdrandbewohner Warentransport könnte aber wieder viel mehr auf die Schiene verlagert werden, da dort ohne Probleme voll elektrisch gefahren werden könnte. Das wurde aber, schon vor der Privatisierung, kaputtgespart.

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