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"Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBP) lehnt eine Impfpflicht für Pflegekräfte ab. "Wir sind gegen eine Impfpflicht und kritisieren auch die aktuelle Berichterstattung über die mangelnde Impfbereitschaft beruflich Pflegender, da es bislang unserer Kenntnis nach keine repräsentativen Zahlen dazu gibt"

Ja nee, ist klar. Dass Pflegekräfte sich eher selten und unwillig impfen lassen, kann jedes selbst impfende Krankenhaus bestätigen. Das ist nicht neu und seit jeher bekannt.

Übrigens: Ein Grund, warum mein Arbeitgeber kein Angebot für ne Grippeschutzimpfung macht: Es käme ja eh niemand zur Impfung, die, die es wolllen, sollten besser zum Hausarzt gehen.

@Erdrandbewohner mir ist das offen gestanden neu, hast du ideen, woran das liegt?

als (inaktiver) Sani hätte ich gedacht: mehr impfungen -> weniger arbeit -> besser fürn rücken

@phr Nee. Ich habe *keine* Ahnung. Nicht einmal die geringste Idee. Außer, dass sich in dem Beruf auch gerne Esos rumtreiben...

@Erdrandbewohner @phr sowas in der Art hat mir ein Kollege, dessen Frau OP-Schwester im Krankenhaus macht, auch gesagt: das, und die „Wir wissen es halt besser“-Attitüde vieler Pflegenden - auch den Ärzten gegenüber.

Ich verstehe es nicht. Die sollten doch am besten sehen, was da passiert.

@Photor Oder es ist halt eine (kranke) Aufopferungshaltung: "WIR brauchen keine Impfung. WIR sind doch die Pflegenden! Gebt den Impfstoff den Alten und Kranken!" @phr

@Erdrandbewohner @phr wirklich? Hm. Das wäre aber wirklich schon ... abseitig, oder?

Und das Argument „du kannst doch mehr Leuten helfen, wenn du selbst gesund bleibst“?

Also, ich bin anders.

@Photor Jo, ich verstehe das auch nicht. Aber genau das hat mir eben der Haus-Physiotherapeut so gesagt. Er hält sich selber für zu jung und zu gesund für eine Impfung. Und er wird Corona nicht weitergeben, da passt er schon auf. Schließlich lässt er sich regelmäßig testen. @phr

@Erdrandbewohner @Photor @phr diese Haltung wird aber auch von einigen, insbesondere kirchlichen, Einrichtungen indirekt gefördert. Also dieser Aufopferungsgedanke.

Bei mir hat es damals erst geklingelt, als schwerstkranke Patienten anfingen, mich zu bedauern, weil es mir erkennbar nicht gut ging.

@Haydar Außerdem: Pflege ist ein traditioneller Frauenberuf. Da ist die Erwartung an Aufopferung praktisch fest in den Beruf mit eingebaut. @Photor @phr

@Erdrandbewohner
Stimmt! Ich vergaß! Als Bezahlung ist ja auch Applaus vorgesehen.

@Haydar @phr

@benni Ich weiß es nicht. Meine Vermutung: Ein kranker Berufsethos, außerdem gibts einige, die der "alternativen Medizin" anhängen.

@benni Hab gerade mit dem Physiotherpeuten des Hauses geredet. Er vertritt genau diesen Ethos: "Wenn ich andere damit schütze, ja. Aber ich lasse mich doch nicht impfen, wenn ich mich damit nur selber schütze. Und so lange nicht klar ist, dass ich das Virus nicht auch geimpft weitergeben lasse, scheiße ich drauf".

@Erdrandbewohner @benni Wenn ich klar ist, ob ich bei 180 aus wirklich der Kurve fliege, scheiß ich drauf, vom Gas zu gehen?

@Trojaner Du unterschätzt die ganz eigene, ganz spezielle Logik mancher Leute... @benni

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