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Spannend. Laut dem Tagesspiegel-Bericht ist der digitale Unterricht in Estland überhaupt kein Problem.

Dort gibt es ein Grundrecht auf Internetzugang, freies WLAN ist überall verfügbar und die Voraussetzung für digitale Lernplattformen wurden bereits lange vor der Pandemie geschaffen.

Also: Wenn jemand aus Poltik und / oder Wirtschaft wieder ganz wichtig vom "Technologiestandort Deutschland" faselt, dürft ihr diese Person ungehemmt laut auslachen.

tagesspiegel.de/gesellschaft/p

@Erdrandbewohner das sage ich schon lange. Länder die wir als rückständig bezeichnen, haben uns schon lange überholt. 🙄

@Erdrandbewohner Erstaunlich: Deutsche “Digital”-Politiker:innen geben sich seit Jahren dort die Klinke in die Hand. Ich fürchte, nur für wegen des steuerfinanzierten Städte-Trips nach Tallinn. Gebracht hat das offensichtlich nichts – außer des traditionellen Katers durch Bier und Wodka ...

@Erdrandbewohner Ich fürchte, das Problem ist das Kompetenzgerangel zwischen Bund ("Jetzt macht mal hin. Hier habt ihr ein paar Milliarden!") und Ländern ("Bildungspolitik ist unser Ding. Redet uns da nicht rein. Danke für die Milliarden, wir finanzieren damit eine Studie, wie wir das Geld am Besten aus dem Fenster werfen. Achja, und am besten machen wir alles identisch"). #Föderalismus #Fail

@carsten @Erdrandbewohner ne, sehe ich nicht so. #Föderalismus ist nicht grundsätzlich das Problem. Die Abschaffung nicht die Lösung für alles!

Der Bund lernt von anderen Staaten die Dinge besser machen nicht.
Bundesländer lernen voneinander nicht.
Städte lernen voneinander nicht.

@jedie
Versteh mich nicht falsch. Ich bin kein Gegner des #Föderalismus noch halte ich ihn von falsch. An dieser Stelle finde ich nur, dass er versagt hat. Vermutlich weil dem Bund hier Richtlinienkompetenzen fehlen oder er sie nicht durchsetzen kann. Das heißt nicht, dass der Bund hier federführend sein sollte, sondern dass er den Ländern auch eine Richtung vorgeben kann, z.B. Digitalisierung. Und dies ist gerade nicht möglich.
@Erdrandbewohner

@Erdrandbewohner
Ja, die Esten zeigen seit über 10 Jahren wie sowas gehen kann.

@Erdrandbewohner
Vollkommen richtig. Allerdings sehe ich diese Einschätzung im Wesentlichen bei Menschen "vom Fach" also den oft belächelten Nerds. Die nächste "Überraschung" wird folgen, wenn die Innovationsfeindlichkeit in weiten Teilen der Industrie nicht mehr zu verbergen ist.

@darkblue Der Begriff "Schulen ans Netz", wo es jetzt so viele Schwierigkeiten gibt, hatte lt. Google-Trends seinen Hochpunkt 2004. Danach Flaute, aber offensichtlich nicht, weil alles schon umgesetzt war.

Trends@Erdrandbewohner@social.tchncs.de

#SchulenAnsNetz

@herrdoering @darkblue tja, der Internetanschluss ist die Grundlage, aber bei weitem nicht alles.

Selbst wenn die #Lernplattform an allen #schulen ohne performance Problemen wären. Wenn alle Lehrer arbeitsrechner hätten und jeder #Schüler ein Rechner und Drucker: Es mangelt an Konzepten, an Fähigkeiten der #Lehrer mit Computern umzugehen.

Das #Bildungssystem ist viel zu träge, die frisch ausgebildeten Lehrer starten mit veralteten wissen. Ein Ratten Schwanz...

@jedie aus meiner Sicht ist das keine Aufgabe des Bildungssystems - oder nur indirekt. Solange Bildungminister alles den Schulen bzw. Kommunen überlassen, kann es nicht anders sein, als jetzt. Die Aufgabe eines Lehrers oder Bürgermeisters ist es nicht, IT-Leiter zu sein. Und aus meiner Sicht auch nicht, solche einzustellen. Das ist eine Länderaufgabe. Eine schulische IT-Struktur muss einheitlich vom Land aufgestellt werden. Es ist an Schuken zunächst ein Service für die Bildung. Dort wo es Teil der Bildung ist, ist es Unterrichtsinhalt, nicht Unterrichtsbasis.

@darkblue

@herrdoering @darkblue so ist es ja auch, eigentlich:

Jedes Bundesland hat seine Digitale #Lernplattform ... Warum die #Schulen diese aber teilweise nicht nutzen, ist die frage. Vielleicht waren diese nicht verfügbar/fertig oder einfach untauglich?!? Keine Ahnung.

Aber klar ist auch, das an jeder schule jemand braucht der sich um IT Kram kümmert. Informatik Räume gibt es ja nun schon seid über 25 Jahre.

@herrdoering @jedie @darkblue Es geht, so wie ich das Posting verstanden habe, nicht um die digitale Infrastruktur. Sondern, als originäre Lehrenden-Aufgabe, darum, gute didaktische Konzepte für Digitalien zu entwickeln.

@carl Ja, war blöd. Ich habe dem @jedie geantwortet, habe mich aber auch auf den Original-Artikel bezogen (ja, ich habe ihn gelesen :-)

Ich habe beruflich ein wenig Kontakt und habe das Gefühl, dass die Lehrer eigentlich ganz fit sind. Meine Erfahrung ist, dass die momentan um die fehlende INfrastruktur herum bauen. Aber es mag sein, dass da auch noch Konzepte fehlen. Egal wie, es baut ja aufeinander auf. Ohne Digitalisierung benötige ich auch keine Lehr- oder Lernkonzepte dafür.
@darkblue
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