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Ein Jahr auf Bewährung und ein Jahr Führerscheinentzug für eine Frau, die alkoholisiert die Kontrolle über ihr Auto verlor und dabei einen Radfahrer tötete...

Manche Urteile korrespondieren nicht einmal ansatzweise mit meinem Gerechtigkeitsempfinden.

swr.de/swraktuell/rheinland-pf

@Erdrandbewohner warum wundert mich in einem Land, in dem “hängt die Grünen“ massiv öffentlich propagiert werden darf, überhaupt nicht, dass bei dem goldenen Kalb Kfz in Verbindung mit der wohlfeilen Einnahmequelle Alkohol fahrlässige Mörder mit einem “dudu, das macht man aber nicht“ davon kommen....

@Erdrandbewohner Wenn du jemanden mit einer Stoßstange erschlägst, wirst du verknackt, hängt aber das Auto noch an der Stoßstange dran, gibt es Bewährung.

@maikek @Erdrandbewohner Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Es ist halt was anderes wenn jemand durch einen Unfall getötet wird oder wenn man ihn erschlägt. Zumindest in einem Rechtsstaat.

@jamesbond Das ist sicherlich im Grunde auch richtig so. Allerdings werde ich mein Lebtag nicht verstehen, warum in einem solchen Fall Alkohol als mildernder Umstand gewertet wird. Dass man sich besoffen nicht ans Steuer setzt, sollte ja hinlänglich bekannt sein.

@maikek Wie kommst du darauf das der Alkohol mildernde Umstände sind. Das ist nicht der Fall. Für 1x besoffen am Steuer 1 Jahr Knast ist schon ordentlich. Bewährung weil es halt keine Vorstrafen gibt.

@jamesbond Für besoffen am Steuer jemanden töten finde ich ein Jahr nicht gerade viel. Aber es geht mir auch nicht ums Strafmaß allein, ich finde, so etwas sollte nicht mehr als "Unfall" gesehen werden, sondern als vorsätzliche Körperverletzung =in diesem Fall sogar mit Todesfolge).

@maikek Ist auch ne Meinung. Das müsste dann um so mehr für tödliche Unfälle gelten wo der Verursache nüchtern war?

@jamesbond Nö, warum?Wenn ich betrunken am Steuer sitze, erhöhe ich wissentlich das Risiko, einen Unfall zu verschulden. Nüchtern können auch Unfälle passieren, aber da wäre dann kein Vorsatz da, allenfalls Fahrlässigkeit.

@maikek Nur ist das halt kein Vorsatz. Genauso könnte man behaupten das überhaupt in ein Auto zu steigen (als Fahrer) das Unfallrisiko überhaupt „generiert“ und somit jeder Unfall vorsätzlich ist. Das ist natürlich Humbug.

@Erdrandbewohner
zu ihrem Glück hat sie nicht auch noch besoffen geraubmordkopiert.

Bei Strafe geht es nicht nur um das Gerechtigkeitsempfinden oder die Herstellung von Gerechtigkeit durch Strafe, sondern auch um Resozialisierung, auch wenn das manchmal schwer nachzuempfinden ist.
Drogen wirken sich meist auf die Zurechnungsfähigkeit und Fähigkeit zu Entscheiden aus, daher gibt das vor Gericht oft milde. Ob das gerechtfertigt ist sei mal dahingestellt. Dazu kommen vermutlich keine Vorstrafen.

Also es steht ja fahrlässige Tötung: "Das Amtsgericht Bitburg verurteilte die Frau wegen fahrlässiger Tötung und gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr. Der 38-Jährigen wurde vom Gericht zudem der Führerschein für ein Jahr entzogen." Ne MPU gibts sicher obendrauf. Das Strafmaß steht im Gesetz und ist festgelegt in einem gewissen Spektrum, da wird dann geurteilt je nach Tatumstand.

Was ich heftig finde ist die scheinbare Passivität mit der solche Unfälle "passieren" wie z.B. hier: "einen Radfahrer mit ihrem Auto erfasst"; " geriet sie auf die Gegenfahrbahn" und sie stieß zusammen (nein sie hat ihn überfahren...).

Drogen wirken sich meist auf die Zurechnungsfähigkeit und Fähigkeit zu Entscheiden aus, daher gibt das vor Gericht oft milde.

Vor längerer Zeit mal einen Bericht gesehen, wie Unfälle unter Alkoholeinfluss in anderen Ländern behandelt werden. In einem Land wirkte der Alkohol strafverstärkend. Das Argument war, dass man sich ja schließlich freiwillig so betrunken hat, und wenn man sich betrunken nicht unter Kontrolle hat, soll man gefälligst nicht so viel trinken. Fand ich auch irgendwie einleuchtend. Ob Drogeneinfluss nun strafverstärkend wirken soll, weiß ich nicht unbedingt, aber warum immer gleich von Unzurechnungsfähigkeit gesprochen wird, verstehe ich auch nicht, irgendwann vor dem Trinken war man ja schließlich noch zurechnungsfähig.

Für die Angehörigen sind solch Urteile natürlich immer ein heftiger Schlag ins Gesicht und meiner Meinung nach, könnte der Führerscheinentzug durchaus auch länger sein und zurück bekommt man ihn auch erst nach einer erneuten Führerscheinprüfung.

Was ich heftig finde ist die scheinbare Passivität mit der solche Unfälle "passieren" wie z.B. hier: "einen Radfahrer mit ihrem Auto erfasst"; " geriet sie auf die Gegenfahrbahn" und sie stieß zusammen (nein sie hat ihn überfahren...).

Ja, das finde ich auch, wird einfach irgendwie hingenommen, ist halt Straßenverkehr ... Hier in Kiel gab es gestern wieder einen heftigen Unfall an genau der gleichen Stelle, an der vor zwei Jahren ein Radfahrer getötet wurde. Eine Stelle, an der gerne mal deutlich zu schnell mit dem Auto gefahren wird, aber da einen (oder besser mehrere) feste Blitzer zu installieren geht natürlich nicht, weil ... tja, geht halt nicht ...
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