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Fast alle sind sich einig, dass wieder aufgerüstet werden soll. Abgesehen davon, dass Deutschlands Verteidigungsetat bereits weltweit mit an der Spitze steht (Nr. 7 weltweit, Quelle
de.statista.com/statistik/date ), halte ich das immer noch für grundsätzlich falsch. Selbst eine hypergerüstete Bundeswehr könnte gegen Atomraketen nichts machen. Und nein, Deutschland sollte sich keinesfalls Atomwaffen zulegen.

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Wenn dieses Jahr 100 Milliarden dazu kommen überflügelt Deutschland sogar Indien (Atommacht, die im Dauerclinch mit Pakistan ist) und kommt bald an China ran.

Ich möchte nie wieder hören, dass für irgendwas im sozialen Bereich kein Geld da sei.

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@Haydar Daran siehst Du mal wieder, mit was für verlogenen und verbrecherischen Arschlöchern wir gesegnet sind.

Klimakatstrophe, Armut, Obdachlosigkeit, Wohnungsnot, Zustand der Schulgebäude, Digitale Ausstattung der Schulen, Luftfilter,... alles unwichtig.

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@ubo
Wir haben sie gewählt. Wenn es Arschlöcher geworden sind, dann sind wir auch Arschlöcher, würde ich sagen :-)

Sind Luftfilter in Schulen in Kiew im Moment wichtiger als eine funktionierende Luftabwehr?

Die 100 Milliarden werden ja jetzt nicht freiwillig investiert, sondern wegen der Einsicht, dass es leider doch noch nicht ohne echtes Abschreckungspotential geht in dieser Welt.
@Haydar

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@caliandroid @ubo
Wir reden hier ja über den Etat für die Bundeswehr, nicht über die Ukraine. Von den 100 Milliarden sieht die Ukraine keinen Cent.

Und da halte ich in der Tat Luftfilter für Schulen für wichtiger als neue Gewehre für die Bundeswehr.

Ich frage mich auch, wieso Frankreich als Atommacht mit weniger Geld auskommt.

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@caliandroid
Meine Kritik hat nicht mit Luftfiltern in Schulen der Ukraine zu tun und ich denke, das hast Du sehr wohl verstanden.

Meine Kritik unterstreicht das, was
@Haydar schrieb:
"Ich möchte nie wieder hören, dass für irgendwas im sozialen Bereich kein Geld da sei." In Deutschland!

Denn tatsächlich wird in den von mir genannten Bereichen von verlogenen, kriminellen Arschlöchern immer mit "kein Geld" abgewiegelt. Für Rüstungsunternehmen sind mal eben 100 Mrd möglich.

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@ubo
Ich vertraue der aktuellen Regierung, dass sie anhand der aktuellen Lage das im Moment vernünftigste tun und dass heißt leider Aufrüstung...leider

@Haydar

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@caliandroid
Schön, aber untauglich, wie Du um den genannten Widerspruch herum argumentierst. Weshalb ist jetzt für die Rüstungsindustrie plötzlich diese Summe verfügbar? Wieso war für andere wichtige Dinge und große, akute Probleme nicht mal ein Bruchteil davon da?

@Haydar

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@ubo
Ich weiß nicht, ob die Summe im Moment verfügbar ist oder dafür neue Schulden gemacht werden. Geld ist ein komplexes Thema.

Ich nutze mal folgende Analogie:
Jemand sagt mir, es sei kein Geld für Fairtrade Waren da, er könne es sich nicht leisten oder dafür sei kein Geld mehr übrig. Aber gleichzeitig hat er ein echt großes neues Haus und fährt einen großen Mercedes SUV und hat eine Einbauküche, die teurer als das Auto war.

Ist es ein Widerspruch? Ja, nein .

@Haydar

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@caliandroid @Haydar Wenn Du darin partout keinen Widerspruch sehen willst, musst Du ja nicht.

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@ubo
Die Schwierigkeit, wenn meine Entscheidung gefällt wird, ist immer, dass man hundert andere Schritte hätte gehen können.
In unserem Dorf wurde ein neues Feuerwehrauto angeschafft und als Kritik kam, wieso das Geld nicht in Spielsachen und Renovierung der Kita gesteckt wurde Ein Radschnellweg wird ausgebaut, als Kritik kam, wieso wurden an der Schule keine Luftfilter angeschafft?

Damit wir uns @Haydar - 1/4

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nicht falsch verstehen,
@Haydar Argument mit "es sei kein Geld da" ist richtig: Es ist Geld da, man kann es nur nicht überall gleichzeitig reinstecken. Es wird also bewußt priorisiert.

Aber nochmal: als Vater zweier junger Kinder priorisiere ich aktuell für meine Kinder eine militärisch gute Abwehr als Tablets in der Schule oder Luftfilter. Und ja, die jetzt getätigten Invest. helfen der Ukraine @ubo - 2/4

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heute nicht mehr, aber in Kürze können sie auch für die Ukraine und alle Länder Europas, die jetzt von Russland bedroht werden (ich würde sagen, spätestens nach der heutige Atomstreitkräfte Mobilisierung Russlands und der zugegeben extrem dümmlichen Androhung, uns die ISS auf den Kopf fallen zu lassen) sehr bedeutsam sein.

Wenn ihr euch mal von allen Fehlern der deutschen Regierungen im Bildungswesen, Forschung, @ubo @Haydar - 3/4

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Sozialwesen gedanklich trennt und die 100 Milliarden isoliert betrachtet, erscheint es euch dann immer noch als ein unlogischer Schritt ? @ubo @Haydar - 4/4

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@caliandroid
wie gesagt, die militärisch gute Abwehr nützt dir nur nix, wenn die Atomraketen unterwegs sind. Ich halte daher jegliche militärische Aufrüstung für zwecklos.

Worüber man reden kann ist ordentliches Material für den Einsatz in Kastastrophengebieten. Da werden wir in den nächsten Jahren durch den Klimawandel noch genug Gelegenheit bekommen dieses einzusetzen.
@ubo

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@Haydar
Atomraketen sind am Ende auch nur Raketen, die abgefangen werden können oder schon beim Launch auf dem eigenen Gebiet hochgejagt werden können.

Denkbar sind auch Formen der Umleitung der bereits gestarteten Flugkörper und so weiter.

Nur mal als Beispiel: Wenn wir in DE eine auf uns gestartete Rakete über einem schwach besiedelten Gebiet abfangen können anstelle, dass so ein Ding in einer unserer Großstädte einschlägt... alleine das ist mir 1000 Milliarden € wert.

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@caliandroid
Ich habe vorhin einen Militär-Experten im Interview auf tagesschau24 gesehen. Der sagt: Gegen Atomraketen und gegen Hyperschallwaffen gibt es keine Gegenwehr. Eine Atomrakete kann man nicht abfangen.

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@Haydar
Gut, da fehlt mir zugegebenermaßen völlig die Kenntnis. So ein ballistischer Marschflugkörper ist natürlich keine Frisbee Scheibe aber wenn es da nichts gibt, dann gibt es da höchstens noch nichts. Das Geld landet sicher auch in den R&D Abteilungen. Vielleicht hat der Experte auch nur gemeint, dass man die Atomexplosion dadurch nicht verhindern würde (aber woanders früher und gezielt auslöst)?

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@Haydar

Laut dem Artikel sei es möglich, aber es gibt keine Garantie, dass jeder Schuss ein Treffer wird.

dw.com/de/raketenabwehrsysteme

Die Idee ist ja, das Abschreckungspotential so hoch zu fahren, dass jeder Atomraketen Start die Auslöschung der eigenen Nation garantiert mit sich bringt und dadurch niemand (vor allem nicht selbstverliebte Dikatoren, die in Saus und Braus leben) so dumm ist, es zu riskieren.

Der Kreml hat bewiesen: Ist die Abschreckung gering, schlagen sie zu.

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@caliandroid
Das ist das Problem mit der Abschreckung man braucht

a) einen weitgehend technologischen Stand auf allen Seiten. Das schlägt fehl, sobald eine Seite meint, sie könne alle Raketen der Gegenseite abfangen

b) überall Führungsleute, die zumindest noch einigermaßen bei Verstand sind.

Wenn man irgendwo einen irren Islamisten hätte, dem es egal ist, weil er meint es kämen dann sowieso alle als Märtyrer ins Paradies nützt, dann die Abschreckung nichts mehr.

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@Haydar
Das stimmt.
Ich habe bisher den Eindruck, Putin ist ein Lebemann und haust nicht mit seinen Waffenbrüdern in Höhlen wie damals ein Bin Laden (dem ich die "mir ist alles egal" Nummer abgenommen habe).

Dagegen spricht auch, dass Russland gleich mit Atomraketen hätte loslegen können (2014). Putin ist ja nicht Russland und auch nicht der Kreml alleine. Man will wieder wer sein und von innenpolitischen Problemen ablenken, nicht die eigene Nation vernichten.

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@Haydar @ubo Ich danke euch, für eure sachliche und konstruktive Kritik. Ich finde es wirklich gut auf Mastodon, dass wir trotz unterschiedlicher Standpunkte offen diskutieren Viele Argumente von euch verfangen bei mir früher oder später zumindest teilweise und nur so erweitere ich meine Glaubensätze und kognitive Landkarte!

Auf Twitter hätten wir uns vermutlich persönlich beleidigt, geshitstormed und anschließend geblockt.

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@caliandroid
Hier das Interview. Zitat: "eine Abwehr ist kaum möglich"

tagesschau.de/ausland/europa/r

Die USA experimentieren damit, aber das ganze sei wie eine abgefeuerte Pistolenkugel mit einer anderen Kugel zu treffen.
Und gegen gelenkte Marschflugkörper (Cruise Missile) gibt es noch gar nichts:

dw.com/de/raketenabwehrsysteme

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@Haydar
Hoffen wir, dass Wiegolds Informationen nicht up to date sind... Aber alleine die ganzen U-Boote der Russen, alle Angriffe könnten nicht zeitgleich abgefangen werden...
Allerdings sind dann 100 Milliarden für Obdachlose usw. genau so wertlos wie für Rüstung... Ich hoffe darauf, dass die russische Bevölkerung nach und nach ausreichend mit objektiveren Informationen von aussen versorgt wird und sich gegen die fehlgeleitete Strategie ihrer Regierung wendet.

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@caliandroid
Nein, Macht korrumpiert!
Die die ich wählte sind nicht in der Regierung. Und selbst wenn, wird der Grund meiner Wahl so oft verwässert, bis am Ende eine Regierung an der Macht ist, die so nichts mehr mit meiner wahl zu tun hat selbst wenn es die Partei geworden ist die ich wählte.

Ich möchte mehr als alle 4 Jahre meine Stimme in ein Grab zu werfen.

@ubo @Haydar

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@zynch @caliandroid @ubo

Ja, das ist in einer Demokratie so. Selbst innerhalb kleiner Parteien ist es wahnsinnig schwer, sich auf einen gemeinsamen Nenner zu einigen, und es gibt immer Leute in der Partei, die anschließend damit unzufrieden sind.

Wenn man eine Partei will, die 100% der eigenen Meinung entspricht, dann muss man eine eigene gründen, aber wird dann zeitlebens das einzige Mitglied bleiben.

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@zynch

Wenn Macht automatisch korrumpiert, dann ist es in deiner Denkweise damit unvermeidbar?
Könnte es aus sein, dass der Zugang zu mehr Informationen ("die die Bevölkerung beunruhigen würden", wie De Mazière einst so unpassend sagte) vielleicht einfach die Prioritäten verändert und es nicht immer nachvollziehbar ist?

Selbst in den kleinsten Firmen verstehen Angestellte die Entscheidungen der Geschäftsführung nicht und bringen das Macht Argument.

@ubo @Haydar

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@zynch @ubo @Haydar

Jetzt sitze ich am PC, damit ich ausführlich und ohne Typos tippen kann:

Ich bin kein Politiker, aber Führungskraft und kenne die Sicht von unten und von (ein wenig weiter) oben. Man versteht sich nicht mehr richtig und unterstellt sich fälschlicherweise unfaire Dinge. Dabei sind oben und unten überall nur Menschen wie wir. Sie schauen aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf die Situation und ziehen andere Schlüsse. Das ist normal und heißt nicht...

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@zynch @ubo @Haydar
...dass sie falsch liegen und wir recht haben. Selbst bei Strategiespielen wie Civilization oder Schach ist nicht jeder Zug auf Anhieb für alle nachvollziehbar und manchmal hat man auch einfach nur Pech oder Glück. Wenn wir nicht mal unseren gewählten Vertretern vertrauen, wem sollen wir noch vertrauen? Und jeder von uns kann sich politisch engagieren und zeigen, dass es noch besser geht als klug von der Seitenlinie zu philosophieren.

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@zynch @ubo @Haydar
Und ja, was könnte man mit 100 Milliarden in der Bildung und im Sozialen die Erwachsenen von morgen so behütet aufwachsen lassen, dass einfach keine Putins, Bushs und andere Warlords mehr groß werden. Das ist die einzig langfristige Erfolgsstrategie, für mich ohne Zweifel. Wir beschäftigen uns jetzt nur mit der Schadensbegrenzung anstelle der Ursachenbekämpfung. Das Geld hierfür ist aber nie da, weil gewaltvoll aufgewachsene Menschen es oft anders sehen.

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@caliandroid
Dummerweise hat Geld einen einfacheren Einfluss auf Politik als ich oder die NGOs mit denen ich in Verbindung stehe.
Auch Gespräche mit Kommunalpolitikern laufen zwar meist gut, aber es muss nur eine Firma widersprwchen oder eine Summe im Finanzplan nicht gefallen, dann ist es schon aus mit sozialem Verhalten. :blob_pensive:
@ubo @Haydar

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@zynch
Wenn man "eine Firma" als die Summe ihrer arbeitenden Belegschaft begreift, dann wird verständlich, wieso sie mehr Einfluss hat als Einzelpersonen oder eine NGO
@ubo @Haydar

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@caliandroid
Das mit den kleinen Firmen stimmt nicht ganz. Aber ich stimme zu das in vielen Firmen nicht oder schlecht kommuniziert wird.
Ich bin auch in einer höheren Position, ich weiß allerdings warum die "unter mir", Dinge nicht verstehen oder anders sehen und arbeite daran das es sich ändert.
Das Macht korrumpiert ist mir bei mir selbst auch aufgefallen. Demnach finde ich das Machtverhältnisse so klein wie möglich gehalten werden sollten.
@ubo @Haydar

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@ubo
Dem ersten Absatz mag ich nicht zustimmen. Als jemand, der mal bis auf Landesebene aktiv in der Politik war bin ich überzeugt davon, dass alle (außer der AfD) keine verbrecherischen Absichten haben.

Aber ja, es ist traurig zu sehen, dass plötzlich Geld für eine vermeintlich wichtige Sache da ist, während man jahrelang für weit geringere Beträge bei viel größeren Problemen auf die Straße gehen muss.

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@Haydar die 100 Milliarden machen mich fertig. Sie ändern nichts an der aktuellen Situation (sie helfen Ukraine nicht), Geld ist nicht die Ursache der Probleme der BW, sie machen es nur, weil es gerade geht und alle "zu den Waffen" schreien. Armselig.

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@Haydar Dass es ein Sondervermoegen von 100 Mrd. geben soll, heisst ja nicht, dass diese Summe schon in diesem Jahr zur Verfuegung steht.

Aber ja, grosser Wandel ist meistens kein Problem des Geldes, sondern des Willens. Auch bei Pflege/Gesundheit oder Klimawandel.

Ich wuerde mir auch wuenschen, dass genauso viel Geld in die Umstellung der Energiewirtschaft fliessen wuerde und in den Klimaschutz, etc...

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@ij

Das hört sich hier anders an, als gäbe es die 100 Mill. in diesem Jahr auf einmal:
zdf.de/nachrichten/politik/sch

"Der Bundeshaushalt 2022 wird dieses Sondervermögen einmalig mit 100 Milliarden Euro ausstatten. "

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@Haydar Oh, ok... das hatte ich so noch nicht mitbekommen.

Das koennte aber trotzdem buchhalterisch entspannt sein. Was will die BW mit 100 Mrd auf einen Schlag? Aber das sollen entsprechende Fachleute vielleicht besser erklaeren...

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@ij
wie @peter
schon schrieb: evtl Microsoft-Lizenzen kaufen?

Im Ernst, da werden sich wohl einige eine goldene Nase verdienen, ohne dass am Ende was dabei rauskommt.

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@Haydar Andererseits: wenn man ein paar F-35 und anderes Geraet kauft, sind die 100 Mrd auch schnell weg...

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@ij
Vor allem, wenn man betrachtet, was oft bei Planung und Vergabe im öffentlichen Bereich raus kommt. Da werden aus 1 schon mal schnell 10 Milliarden.

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@Haydar Wird sich entwickeln wie bei öffentlichen Ausschreibungen und Vergabepolitik, die an Einfältigkeit nicht zu überbieten ist !!
Will sagen, dass wohl noch mindestens 900 Millionen draufkommen und auch müssen, wenn man sich unseren Schrottplatz einmal zu Gemüte führt.

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@Haydar Fun Fact. Deutschland ist voll mit Atomraketen. Wir sind nur nicht die Nation die die Knöpfe drücken darf.

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@samsy Nach meinen Wissen gibt es nur einen einzigen Standort in ganz Deutschland, und das lagern wohl Bomben:

atomwaffena-z.info/glossar/b/b

icanw.de/fakten/weltweite-atom

Atomraketen gibt es m. E. derzeit keine in Deutschland.

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@Haydar Deutschland hat den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet, die Frage stellt sch also eher nicht. Dass die großen Atommächte die Welt vernichten können, dürfte weiter gesichert sein, und im Verhältnis mit einem von denen helfen ein paar eigene Atombomben eh nichts.
Deutschland lagert allerdings als BRD-Nachfolger weiterhin amerikanische Atomwaffen, und ist zumindest in der Theorie nach Freigabe durch die USA in der Lage, bestimmte davon einzusetzen ("nukleare Teilhabe").

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@Haydar ...wüsste allerdings auch nicht, was eine besser ausgestattete Bundeswehr konkret helfen sollte, außer vielleicht, um sich irgendwie weniger hilflos zu fühlen. In der Hinsicht ist der Impuls natürlich naheliegend.
Die andere Frage, wie eine europäische Abschreckung aussehen könnte, wenn die USA in der Hinsicht unzuverlässig werden (siehe Trump), ist aber auch noch nicht so richtig beantwortet.

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@galaxis
Was Atomwaffen angeht könnte Frankreich "einspringen" - 2007 hat Frankreich bzw. Sarkozy Deutschland eine nukleare Teilhabe angeboten (wurde damals von Merkel/Steinmeier abgelehnt) . Macron hat 2020 ähnliches für die gesamte EU angeboten. (Quelle: atomwaffena-z.info/heute/atomw )

Abgesehen davon bin ich von dem Konzept der Abschreckung nicht überzeugt. Und 100 Milliarden für ein diffuses, subjektives SIcherheitsgefühl auszugeben ... ich weiß nicht.

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@Haydar Naja, im Moment ist es erstmal nur eine Absichtserklärung. Neben dem Material müsste ja auch das Personal irgendwo her kommen, da bewegt sich nicht viel in kurzen Zeiträumen. Und die ganze Infrastruktur aus dem Kalten Krieg - Kasernen, Flugplätze, Waffenlager - ist aufgegeben worden und zum großen Teil konvertiert, da ist auch nicht mehr viel zurück zu holen.

...und dann lungert da noch die CDU mit ihrem ewigen "Bundeswehr im Inneren einsetzbar machen" im Hintergrund.

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@Haydar Schwierige Thematik, da es hier um Geopolitik geht.
Als ehemaliger Zivi bin ich auch eher fuer Abruestung und ich fand die Position der BRD vor der Wende eigentlich recht gut: rein als Zahlmeister.
Aber die Frage ist, ob man sich von Akteuren wie den USA, Russland oder China abhaengig machen will oder nicht.
Und darueber hinaus: waere es sinnvoller, das Geld in eine europaeische Armee zu stecken, ueber die man dann eventuell nicht komplett bestimmen kann?

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@ij @Haydar Ich habe es vor allem so verstanden, dass die Bundeswehr vor allem mal wieder auSgerüstet werden soll. Wenn man mit Soldat*innen spricht, kennt man die Geschichten, dass viele Geräte gar nicht funktionieren. Schon vor 15 Jahren hat ein Freund erzählt, dass die immer aus drei Schiffen eines gemacht haben, damit es voll funktionsfähig an NATO-Übungen teilnehmen kann. Von 10 LKW, die losgefahren sind, kommen nur 2 bei der Technischen Überprüfung an.

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@ij @Haydar Aber den Rüstungsetat in die Verfassung zu schreiben, halte ich für einen Fehler.

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@kaffeeringe @Haydar Ja, da hat der nix zu suchen

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@kaffeeringe @ij @Haydar Aber dann gleich solche Summen?

Entweder kann das nur bedeuten, daß das Fazit seitens der Bundeswehr "alles wegschmeißen und neu kaufen" ist, weil praktisch das gesamte technische Gerät der Bundeswehr untauglicher Schrott ist.

Oder im Budget sind geldgeile #Berater-Firmen schon mit einkalkuliert, weil weder die #Lambrecht noch sonst irgendjemand in ihrem Ministerium irgendwelche Fachkompetenz hat und man die statt dessen extern einkaufen muß.

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@MartinG @kaffeeringe @ij Naja, in der heute-show wurde ja der Witz gemacht, dass deswegen 5000 Helme in die Ukraine geschickt wurden, weil diese die einzigen Gegenstände sind, die bei der BW noch funktionieren. Könnte nah an der Wahrheit sein.

Man muss sich klar darüber sein, dass die Bundeswehr von der zivilen Infrastruktur losgelöst agiert - sie hat z.B. auch eigene Ärzte und Krankenhäuser, alleine das kostet schon viel Geld.

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@Haydar @kaffeeringe @ij Wenn ich gehässig wäre, könnte ich jetzt dafür sein, das russische Militär mit #G36-Sturmgewehren zu beliefern. Dann hätte sich die Sache ganz schnell von selbst erledigt.

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@MartinG @kaffeeringe @ij
So was modernes? Ich musste mich in meinem Wehrdienst noch mit dem G3 rumschlagen.

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