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Weil es mir wichtig ist! Nennt mich kleinkariert aber ich lese es immer und immer wieder falsch. Die Unterscheidung ist mir wichtig:

Axel Springer =/= Springer

Wenn ihr das verlogene Lobbysprachrohr meint, das Bild, Welt etc. rausbringt, dann ist damit der Axel Springer Verlag gemeint.

Springer ist ein Wissenschaftsverlag mit abertausenden Publikationen und wissenschaftlichen Fachbüchern:
springer.com/de/

ALSO:
Springer: Springer-Figur im Logo.
Axel Springer: Kot in jeder Schlagzeile.

@Herbstfreud Wer das nicht kapiert hat einen Springer in der Schüssel

@turion

Ich vermute, dass es so einigen überhaupt nicht bewusst ist, dass es den Springer-Verlag überhaupt gibt... Darum überhaupt das Thema von meiner Seite.

@Herbstfreud ich gestehe, ich habe deine Aussage überprüfen müssen weil für mich die Wissenschaftsgeschichte "Springer" als Ableger der Kotschlagzeilen Axel Springer hinterlegt war.

Von daher war dein Servicetröt richtig und wichtig. Danke.

@schrofi @meldrian

Danke für euer Feedback. 🙂
Dann hat sich das ja jetzt schon gelohnt...

@Herbstfreud Das hast Du u.a. von mir immer wieder so gelesen, weil mir die Wichtigkeit der Unterscheidung nicht bewußt war. Zukünftig werde ich das hoffentlich besser machen. Niemand will schließlich mit einem der größten und übelsten Kackhaufen Deutschlands verwechselt werden.

@ubo

Alles gut, war ja auf keine Person bezogen. 🙂

Ich habe da aber vielleicht auch deswegen einen speziellen Bezug zu, da ich ohne Springer und das dazugehörige, für Studenten kostenlose Springerlink (Kostenlose Fachliteratur) möglicherweise mein Studium nicht geschafft hätte...

Eigentlich mag ich "Kleinkariertheit" nicht wirklich (siehe andere laufende Diskussionen hier), in diesem Fall war es mir nur persönlich wichtig, diese beiden Verlage auseinander zu halten.

@Herbstfreud Ich bin Dir sehr dankbar für Deinen Hinweis im Ausgangstoot! Das hat für mich absolut nix mit Kleinkariertheit zu tun!

@Herbstfreud Die Literatur wird allerdings nicht vom Springerverlag kostenlos für Studierende bereitgestellt. Sie wird durch öffentliche Gelder von den Universitätsbibliotheken bezahlt (und das nicht zu knapp!) und dann erst können die Studierenden darauf zugreifen.

@tentacosaurus

Ja. Letzten Endes kann ich aber zum überwiegenden Teil nur aus der Sicht eines Ex-Studenten sprechen, der sich über jegliches Lehrmaterial, auf das er Zugriff hat, freut. Dass "irgendjemand" dafür bezahlen muss, ist mir schon klar und war es mir auch damals schon.

Und im Nachhinein finde ich es persönlich immer noch sinnvoller, öffentliche Gelder in so etwas reinzustecken als in 100 Mrd. für Aufrüstung.

@Herbstfreud Vor einigen Jahren habe ich Software im Auftrag des Springer-Verlags entwickelt. Das lief wirklich gut und ich habe das seitdem mehrfach in Vorstellungsgesprächen erwähnt. Aber sicherheitshalber füge ich die von Dir genannte Unterscheidung immer noch an.

@Herbstfreud hat überhaupt nichts mit kleinkariert zu tun, man nennt es "korrekt". Aber da gibt es so viele Beispiele - Temperaturdifferenzen werden in °C statt in Kelvin angegeben, wenn man von den U.S.A. spricht sagt man "Amerika", der Genitiv wird vernachlässigt...

@Herbstfreud Ganz einfach: Die einen machen Reibach mit den Gedanken der Lesern, die anderen machen Reibach mit den Gedanken der Autoren.

@Herbstfreud Nun ich denke die meisten werden den Axel Springer Verlag meinen wenn sie von Springer reden. Der Mensch kürzt halt gerne ab. Wenn in ner Firma über Kollegen die Rede ist redet man ja auch gern von der/dem 'Müller', 'Maier' oder 'Schäfer' und nicht im vollen Namen vom 'Alexander Müller', 'Petra Maier' oder 'Christiane Schäfer' 🤷‍♂️

@t0fur0cker

Jup, das ist mir klar. ;-)

Außerdem würden Reime wie "Halt die Fresse, Springer Presse" auch auf einmal sehr seltsam holpern, wenn man noch ein "Axel" dazwischen klemmt. Aber da dies in diesem Fall eben zu einer blöden Verwechslung führen kann, kann ich diesen Spruch auch nicht leiden...

Man macht ja auch aus einem Lamborghini "Lambo" (außerdem kann dann keiner mehr mit -dschini kommen), aus dem Bundeskanzler "Kanzler" und so. In den meisten Fällen legitim.

@Herbstfreud Dein Anliegen ist, wenn ich dich richtig verstehe, darauf hinzuweisen das bei der Verunglimpfung vom 'Springer Verlag' nur der Axel Springer Verlag (Hampurg?) gemeint sein kann und man keines falls der Wissenschaftsverlag Springer aus Heidelberg.

@t0fur0cker

Wobei... Nee, nicht ganz, wenn ich nochmal drüber nachdenke. ;-)

Eigentlich mag ich die Abkürzung von "Axel Springer" in "Springer" überhaupt nicht. Das liegt einfach daran, dass den Axel Springer Verlag so gut wie jeder kennt, den Springer Verlag aber hauptsächlich Menschen, die sich mit wissenschaftlicher Arbeit beschäftigen.

Das hat schon eher wenig was mit Kleinkariertheit zu tun, es ist einfach falsch. ;-)
Und für den größten Teil der Bevölkerung schlicht irreführend.

@Herbstfreud Okay. Es ist also eine art persönliche Kleinkariertheit die so jeder ein bisschen an sich hat. Mich stört es wenn Leute von Nachrichten schicken schreiben und damit WA implizieren, als gäbe es keine anderen Messenger, oder wenn sie von Betriebssystem reden und damit automatisch Windows meinen, Browser = Explorer, Internet = Facebook, Smartphone = iPhone/Samsung, wenn das was die größte Verbreitung hat als quasi Standard betrachtet wird als gäbe's nichts anderes.
>>>

@Herbstfreud Das hat jetzt zwar nichts direkt mit der (Axel) Springer Sache zu tun aber ich bin mir fast sicher das jeder so einen Wunden Punkt hat wo ihn triggert wo ein anderer Mensch denkt: So What?!? 🤷‍♂️

@t0fur0cker

Geht mir genauso. ;-)

Ist die gleiche Geschichte, die wie auch in meinem Zusammenhang hier zum überwiegenden Teil aus bloßer Unwissenheit resultiert, für die die allermeisten auch einfach mal nichts können.
Mutwillige Ignoranz vermute ich tatsächlich nie.

@Herbstfreud Springer Verlag ist halt auch ein Monster Milliarden Konzern, der hat vielleicht nicht so ein Monster Monopol wie Elsevier, aber sicher nicht aufgrund fehlender Ambitionen.

Und beide arbeiten im die selbe Richtung.
Soviel Kapital wie möglich aus Wissenschaft zu extrahieren.

@meena

Kann ich nix gegen sagen, sind halt Konzerne. Ist im Idealfall eine Win-Win Situation, d.h. wissenschaftliche Publikationen werden bekannt, im Gegenzug dafür ernten Springer/Elsevier Gewinne.
Über das Konzept lässt sich in vielerlei Hinsicht diskutieren, aber was macht im Gegenzug Axel Springer? ;-)

@Herbstfreud @meena Ich kann mich @meene@scholar.social nur anschließen. Der Schaden, den Wissenschaftsverlage der Gesellschaft durch ihr Geschäftsmodell, dem Abzug von Mitteln aus der öffentlich finanzierten Forschung, der Blockierung echter OpenScience durch harte Lobbyarbeit und noch einige andere undurchsichtige Geschäftspraktiken anrichten, lässt sich nur schwer abschätzen, weil er nicht so offensichtlich ist, wie der Schaden durch die Erzeugnisse des Axel Springer Verlags.

@tentacosaurus @meena

Dann klärt mich bitte über Alternativen auf.

Zur Erklärung, ich habe Maschinenbau studiert, d.h. an der Wissenslage dazu ist nicht mehr viel zu rütteln - höchstens an der zukunftsfähigen Ausrichtung der Universitäten, aber das ist ein anderes Thema.

Hinsichtlich gesellschaftswissenschaftlicher oder kultureller/musischer Thematiken bin ich auf akademischer Ebene ziemlich unbewandert.

@Herbstfreud Das Problem liegt auch daran, dass es in der Natur wissenschaftlicher Veröffentlichungen liegt, dass es eigentlich keine Alternativen gibt. Die Wissenschaftsverlage haben gegenüber den Menschen, die die Texte lesen möchten, quasi ein Monopol. Man kann nicht einfach sagen, diesen Text lese ich nicht, der ist zu teuer, wenn er wissenschaftlich notwendig ist und aktuelle Erkenntnisse enthält. Einzelne Studierende (und auch Bibliotheken) können daran nichts ändern.

@Herbstfreud Die Lösungen müssen auf einer höheren Ebene erfolgen. Es ist mir nur wichtig, dass diese Zusammenhänge klar werden, vor allem, wer mit welchem Geld für diesen "kostenlosen" Zugang bezahlt.

@Herbstfreud @tentacosaurus was ist die Alternative zu Springer und Elsevier jedes Jahr Universitäten (jede einzelne Universität) um Millionen Euro erpressen, damit diese Zugang zu ihrem (oft ihrem eigenen), meist staatlich gefördertem, Wissen erhalten bleibt?

Sci-Hub & Co

und die Alternative zu den kaputten Inzentiven im Publikationsmodell?

Ein Ende vom Kapitalismus, oder zumindest (über)staatliche Regulation.

@meena

Ersteres kenne ich nur vom Hörensagen und Letzteres - ich denke, das Ende des heute etablierten Kapitalismus möchten wir alle irgendwie, um fernab jeglicher Investitionsmodelle oder Einzelthematiken einfach mal den Planeten zu erhalten. So weit es noch geht.

Wie das aber weltweit unter Einbeziehung sämtlicher Staaten funktionieren soll, das hat mir noch keiner erzählt. Meine pers. These dazu: Entweder das passiert durch eine globale Katastrophe oder gar nicht.

@tentacosaurus

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