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@GambaJo @rbn93
Das mit dem Perso war ja gemeint, weil es so kommt.
Und die Ergebnisse sehen wir schon früher, weil das aktuelle Ablaufdatum vielleicht unterschiedlich ist (nicht alle haben vor kurzem ihren Perso verlängern müssen).
Ich werde die Frage schon in einem Jahr beantworten müssen, andere vielleicht schon früher je nachdem, wann das neue Gesetz in Kraft tritt.
Durch die Verteilung haben wir in den nächsten Jahren schon eine erste Tendenz.

@GambaJo @rbn93
Das die Angehörigen es evtl. nicht so lustig finden, wenn plötzlich die Organentnahme anfängt?

Aber stimmt, wir können es lassen.
Vielleicht sieht man ja bald mit der Lösung - beim Personalausweis beantragen gefragt zu werden - eine Steigerung, weil die vielen Organspendewilligen dann ganz einfach "Ja" sagen können.
Immerhin hat man da keinen Zusatzaufwand und kann sich dann schnell nebenbei mit eintragen lassen.

@GambaJo @rbn93
Mir ging es nicht darum, dass sie Ärztin ist.
Das Argument, dass man nicht solche Konsequenzen befürchten muss, nur weil man sich nicht geäußert hat, finde ich stichhaltig.
Dabei ist es egal, ob es nicht gewollt oder gekonnt war.
Du scheinst nicht zu begreifen, dass es einen Unterschied macht, ob Schweigen Zustimmung oder Ablehnung heißt.
Wenn ich dich erschießen dürfte, weil du nicht rechtzeitig "Nein" gesagt hast, würdest du das sicher nicht befürworten (blödes Beispiel 😂).

@GambaJo @rbn93
Kirsten Kappert-Gonther, Grüne:
"Für die Ärztin Kirsten Kappert-Gonther ist ausschlaggebend, dass die Menschen eine freie Entscheidung fällen können - was für viele aber nicht möglich sei. Schweigen, so die Grüne, könne nicht Zustimmung bedeuten, jede Person müsse das Recht haben, sich nicht zu äußern, ohne dass das körperliche oder rechtliche Folgen habe. Sie fordert eine Verbesserung der Strukturen, und plädiert für Vertrauen, Transparenz und Freiwilligkeit."

@GambaJo @rbn93
Kathrin Vogler, Linke:
"Der Antrag von Gesundheitsminister Jens Spahn gehe davon aus, dass jeder Mensch die Entscheidung zum Nein treffen könne. Es sei aber nicht jeder in der Lage, eine so weitreichende Entscheidung zu reflektieren und zu treffen: funktionale Analphabeten, Wohnungslose, Menschen, die Sprache nicht sprechen, Menschen, die von Depression gelähmt werden - für sie alle wäre die Widerspruchslösung eine Zumutung."

@GambaJo @rbn93
Es fängt ja noch zu Lebzeiten an und damit ist es immer noch eine Entscheidung über meinen Besitz.
Für mich ist das rational, aber vielleicht denke ich einfach nur anders.

@GambaJo @rbn93
Robin war ja mit der "Enteignung" auch nicht einverstanden.
Wenn ich freiwillig etwas gebe, ist es eine Spende.
Wenn mir etwas genommen wird, solange ich mich nicht widersetze, ist das für mich eben keine Spende mehr.
Das macht für mich eben einen gewaltigen Unterschied.

@GambaJo
Nur weil du die Argumente als irrational ansiehst?
Ich habe mir da ganz rational drüber Gedanken gemacht und finde die Argumente gut.
@rbn93

@GambaJo @rbn93
Was heißt, Esoteriker haben sich durchgesetzt?
Ich lese gerade den Artikel in der SZ und die ersten Argumente haben nichts mit Esoterik sondern mit der Definition einer Spende (aktiver selbstbestimmter Akt) zu tun.

@GambaJo
Ja, jedenfalls spende ich nicht und ich werde konsequenterweise auch darauf verzichten, eine Spende anzunehmen.
Andere dürfen das meinetwegen aber gerne machen.
Ich lehne es halt für mich ab.
@rbn93

@rbn93 @GambaJo
Die Punkte waren gegen Organspende gerichtet, wenn man mit der Widerspruchslösung die Menschen unter Druck setzt, ist es für mich nicht mehr wirklich freiwillig.
Dann sollte man es auch umbenennen, weil eine Spende ein aktives Geben und kein Verhindern des Nehmens ist.

@rbn93 @GambaJo
Auch persönlich haben sehr viele Menschen einfach emotionale Probleme damit, nach dem Tode ausgeweidet zu werden. Sie empfinden es als Teil ihrer Würde, dass der Körper nach dem Tode intakt bleibt und sie den Sterbeprozess vollständig und im ganzen durchlaufen. (4/4)

@rbn93 @GambaJo
3. gibt es immer wieder Skandale um die Vergabe der Organe, um damit verbundenes Geld, um Bevorzugung und dergleichen. Dies betrifft zwar nur Ausnahmefälle und die überwältigende Mehrheit der Organspenden findet korrekt statt, aber dennoch führen diese Skandale zu einer unproportional hohen Quote an Ablehnung. Auch seltene Fehldiagnosen des Hirntodes & vor allem die Angst, voreilig als hirntot definiert zu werden, hält etliche Personen davon ab, sich als Spender zu melden. (3/4)

@rbn93 @GambaJo sondern dass das Gehirn irreversibel geschädigt ist und kein bewusstes Leben mehr möglich sein wird. Der Sterbeprozess ist erst abgeschlossen, wenn der gesamte Körper tot ist.

@rbn93 @GambaJo
Die Definition von Hirntod ist umstritten und die Abgrenzung zu "Vitalfunktionen" schwierig und schlichtweg willkürlich. Wir reden hier also von einer formalen Definition und nicht von naturwissenschaftlichen Fakten. Der Hirntod ist nur ein Schritt des Sterbeprozesses. Der Organspende ist definitiv eben nicht tot, sondern der Körper lebt noch, denn sonst wären die Organe tot und damit wertlos. Hirntod bedeutet nicht Tod im engeren Sinne, ...
(2/4)

@rbn93 @GambaJo
Organspende ist für die Angehörigen sehr oft eine große Belastung. Der Angehörige wird noch künstlich am Leben gehalten und wirkt keineswegs tot. Da fällt der Abschied und das innere Abschließen oftmals schwer, denn es fehlt die Offensichtlichkeit des Todes, des finalen Endes. Auch die Freigabe zum Ausweiden ist für viele eine enorme emotionale Belastung, die in diesem Moment des Schocks und der Trauer das Fassen und Verarbeiten dieser schrecklichen Wendung erschwert.
(1/4)

@rbn93
Ja, das ist die Widerspruchslösung, die ist aber nicht der alleinige Grund für den Erfolg.
Zitat: "Der Anteil der Bevölkerung, der für oder gegen Spenden ist, steht in keinem Zusammenhang zu den tatsächlichen Spendern. Die Bevölkerung kann zu Organspenden bereit sein, doch wenn es kein funktionierendes System gibt, kommen diese nicht zustande. Das Schlüsselwort des spanischen Modells heisst Organisation."
Man könnte in D auch mit Zustimmungslösung die Organisation verbessern.
@GambaJo

@GambaJo @rbn93
"Es gibt keinen einzigen Fall auf der Welt, wo die Zahl der Spender allein durch eine Gesetzesänderung zugenommen hat.
[...]
Mein Ratschlag ist, das Gesetz zu ändern, sofern im Land ein allgemeiner Konsens herrscht. Das ist kein Zaubermittel zur Spendenerhöhung, denn viele Menschen können die Vorschrift als eine Art Zwang empfinden. [...]
Und wenn kein angemessenes Organisationsmodell besteht, wird die Gesetzesänderung zu keiner Spendenerhöhung führen."

swissinfo.ch/ger/gesellschaft/

@GambaJo @rbn93
Ich helfe Menschen, denen ich helfen kann. Das schließt auch Unbekannte auf der Straße, denen ich begegne, mit ein.
Aber halt in räumlicher Nähe im Rahmen der eigenen Möglichkeiten.
Und ich wiederhole mich auch: Freiwillig nur für die, die zufällig sich mit dem Thema beschäftigen und es wissen. Wenn nicht mehr aktiv informiert wird, kann man keine freiweilige Entscheidung treffen.
Und bei der Wiederspruchslösung wäre es für den Staat unsinnig, aktiv darüber zu informieren.

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