Mit der Mehrheit der Großen Koalition hat der Bundestag am Donnerstag das "Digitale-Versorgung-Gesetz" (DVG) verabschiedet - trotz aller Bedenken.

Sensible Gesundheitsdaten werden dann "pseudonymisiert" zu Forschungszwecken an den Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übermittelt. Widerspruch nicht möglich. Das ist der Ausverkauf der informationellen Selbstbestimmung meine Damen und Herren.

@kuketzblog "Pseudonym" (nicht "anonym") bedeutet, dass mit entsprechendem Aufwand bzw. Informationen die ursprüngliche Person identifizierbar ist. Würde das nicht allen Regeln der DSGVO etc. widersprechen?

@juengling Klar. Aber hinter dem Wort "Pseudonym" kann man sich eben gut verstecken.

@kuketzblog Ja, leider, weil kaum jemand den Unterschied zu kennen scheint.

@juengling @kuketzblog "anonym" ist aber auch nicht besser. Es gibt keine anonymen Daten. Kombiniert mit nur wenigen Zusätzen lässt sich alles "zurück rechnen" und zuordnen.

@Moepmoep @kuketzblog Wenn der Datensatz groß genug ist und man Referenzdaten hat, ohne zweifel. Aber "Pseudonymisierung" beinhaltet quasi bereits die Intention der Rückführung, das heißt es ist schon das Grundkkonzept problematisch.

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@juengling @kuketzblog ja auch das stimmt. Pseudonomisierung ist weniger gut, aber Anonymisierung hat in der Praxis meist denselben Effekt, insbesondere wenn derjenige, der sie Anonymisierung durchführt keinen ahnung von Deanonymisieerungstechniken hat.

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