Eine Bekannte hat zwei Kinder aus einem Kinderheim in Russland adoptiert. Das jüngere wog mit 3 Jahren 11 kg, hatte deutlichen Entwicklungsrückstand, war völlig apathisch und musste nach Einschätzung eines deutschen Arztes dringend wegen Problemen an Harnwegen operiert werden. Einige Jahre später ist das Kind in Ordnung, auch die OP war doch nicht notwendig.

Die immer wieder in Russland gefahrene Kampagne „die bösen Ausländer nehmen uns unsere Kinder weg“ ist nichts als zynisch…

Ich tendiere momentan stark in Richtung der dritten Option, obwohl ziemlich teuer. Auch wenn der Klage nicht stattgegeben wird, wird das Schulministerium dadurch gezwungen, die eigene Position sinnvoll zu begründen. Das wäre mal was neues.

Die erste Option werden wir vorerst wahrscheinlich noch nicht versuchen. Noch ist das Risiko an unserer Schule vergleichsweise gering. Später werden wir hier aber womöglich unser Glück versuchen müssen.

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3. Man nimmt den Weg über die verfassungsgerichtliche Normenkontrolle. Kläger ist in diesem Fall das Kind, wegen Minderjährigkeit vertreten durch die Erziehungsberechtigten. Im Erfolgsfall wäre die Präsenzpflicht in NRW komplett gekippt. Allerdings sind die juristischen Hürden sehr hoch. Man muss nachweisen, dass das Schulministerium seine Fürsorgepflichten grob verletzt. Das könnte aktuell tatsächlich klappen, aber allzu sehr sollte man damit nicht rechnen.

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2. Man wechselt die Schule. Schulen von privaten Trägern (z.B. kirchlich) haben einen größeren Ermessensspielraum, was Freistellungen angeht. Man wird sich hier also eventuell eher einig, als an einer städtischen Schule.

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Ich habe mich juristisch beraten lassen, was sich in NRW wegen Präsenzpflicht machen lässt (ist in anderen Bundesländern nicht unbedingt identisch). Der Anwalt meinte, dass es drei Möglichkeiten gibt:

1. Man versucht, die Schulleitung dazu zu bewegen, das Kind vom Unterricht freizustellen. Erfolgsaussichten bestehen insbesondere dann, wenn das Kind selber oder ein Mitglied des Haushalts zur Risikogruppe gehört (ärztlicher Attest notwendig).

Habe von der Schule die Auskunft erhalten, dass in der Notbetreuung die Klassen eines Jahrgangs gemischt werden. So gibt es zwar während des Unterrichts brav feste Gruppen, aber in diesen sind dann Kindern, die mit sämtlichen anderen Gruppen der Jahrgangsstufe Kontakt hatten. Laut Schulleitung ist das eine Vorgabe des Ministeriums, also in ganz NRW einheitlich… 🙄

An der Schule von K1 gab es Coronafälle. Angeblich wurden sämtliche Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt. Alle anderen können weiter kommen, auch die Geschwisterkinder der Kontaktpersonen.

Na dann, der Wechselunterricht nächste Woche kann losgehen! Dass mehr Mitarbeiter*innen positiv getestet wurden als Kinder, hat auch ganz sicher nichts mit Untertestung zu tun…

Der Nachteil: die Reichweite des Kindes (des Jugendlichen?) hat drastisch abgenommen, seit es sich bei Außenausflugen festbinden muss…

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Wenn wir jetzt eine Wand im Kinderzimmer mit einem Weltraumfoto tapezieren, dann haben wir offiziell einen Jugendlichen im Haus, oder?

Passend dazu: „Ja, Mama, musst du nicht mögen. Das ist doch mein Zimmer.“

K1 will, dass das Zimmer zum Geburtstag zu einer Rakete wird. Wir haben die Umgestaltung frühzeitig angefangen…

Lockdownstatus: Wir machen Reibekuchen zusammen mit den Kindern und hören dazu Jodelmusik. So langsam mache ich mir tatsächlich Gedanken um die geistige Gesundheit der Kinder…

K2 hat die Trommelreibe bedient und tatsächlich alle Kartoffeln geschafft!

Interessant, wie der Wechselunterricht als der große Wurf in Szene gesetzt wird, um Risiko an Schulen zu minimieren. Dabei wird ausgeblendet, dass die „Notbetreuung“ weiterhin bestehen bleibt. Bei uns heißt es: ein Drittel der Klasse in „Notbetreuung“, ein weiteres Drittel wechselt vermutlich wöchentlich ein. Sprich: es sind immer zwei Drittel der Klasse in der Schule, und nicht nur die Hälfte. Und die feste „Notbetreuung“ sorgt dafür, dass sich Infektionen auf die ganze Klasse ausbreiten.

Und in der Kita-WhatsApp-Gruppe fragen Eltern, ob am Montag nur die Kinder verkleidet kommen können, die in „Notbetreuung“ sind, oder gleich alle. Klar, warum auch nicht, fehlen ja kaum noch welche! 🤦‍♂️

Die Schulmail ist da: schulministerium.nrw.de/minist

Lustig: „Zu beachten ist, dass Sportunterricht, wann immer es die Witterung zulässt, im Freien stattfinden soll.“ Ich weiß nicht, wie das in Düsseldorf aussieht, aber in Köln ist Winter.

Präsenzpflicht wird nicht erwählt. Es wird nur auf die Eltern eingegangen, die Kinder immer in Präsenz haben wollen. Eltern, die das Kind nur im Distanzunterricht haben wollen, existieren wohl nicht…

Ich bin einfach nur müde. 🙄

Ich habe heute schon einmal zwei Regenbögen und einen Hund geschminkt, und mich informiert, was droht, wenn man die Präsenzpflicht an Schulen ignoriert. Ein ganz normaler Vormittag…

Ich bin endlich dazu gekommen, einen Brief an den Abgeordneten unseres Wahlkreises zu schreiben. Leute, die sich auskennen, meinen, dass es effektiver sei, als einfach irgendeinen Politiker anzuschreiben. Wie es scheint, zählen für Politiker wirklich nur per Post zugestellte Briefe. Also wird dieser Brief vielleicht noch etwas korrigiert, dann geht er per Post raus. Ja, ich schicke auch ein Fax.

Vielleicht wollt ihr auch eure Abgeordnete anschreiben, wenn ihr es noch nicht getan habt?

Interessanterweise bedeutet das russische Wort für „zunehmen“ (поправляться) wörtlich in etwa „gesunden“. Das deutet an, dass eine Gewichtszunahme in der Gesellschaft ursprünglich positiv konnotiert war, Schlankheit dagegen als krankhaft galt.

So, ich habe die riesige Wunde an der Pfote vom Dachs zugenäht. Natürlich mit Lokalanästhesie, wie von K2 gewünscht. Sonst würde es dem Dachs ja weh tun. Jetzt ruht sich der Patient aus. Ich hoffe, er kommt nicht in einer Woche zum Fäden ziehen…

Wir haben indirekt erfahren, dass eine der zwei Freundinnen, die meine Frau noch gelegentlich trifft, Kontakt zu jemanden hatte, der an Covid erkrankt ist. Jetzt warten wir ab, wann sie es für nötig hält, das uns mitzuteilen. Wenn sie es denn für nötig hält… 😕

Wir hatten ein skurriles Gespräch im Autohaus, als wir dort mal wegen Autokauf waren (ja, das war wirklich nur einmal). Zuerst wollte uns der Verkäufer ein größeres Modell andrehen, weil es ja nicht viel teurer sei. Dann wollte er uns eine sportliche Modifikation schmackhaft machen, weil diese cooler aussieht. Wir haben dort nichts gekauft.

Könnte es sein, dass die Leute, die ihre SUVs mit Schaum vor Mund verteidigen, einfach nicht zugeben wollen, dass man sie übers Ohr gehauen hat?

„Kölner Stadtrat beschließt die Schließung von Flüchtlingsmassenunterkünften.“

Gut, das kommt etwas spät, wenn man bedenkt, dass diese vor etlichen Monaten als potentielle Corona-Hotspots identifiziert wurden. Und dass der Ernstfall schon eingetreten ist.

„einen schrittweisen Abbau in den nächsten vier Jahren beschlossen.“

Haben die sie noch alle? Hotels stehen leer, man könnte sie schon morgen dort unterbringen. Und das mit den Stimmen der Grünen…

radiokoeln.de/artikel/gemeinsc

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