Überlege mir, was ich als nächstes Experiment in Sachen Elektrizität mit Kind machen kann, dass es noch kindgerecht erklärt werden kann. Bisher hatten wir einfache Stromkreise mit Glühbirne und Motor als Abnehmer. Kind ist von Elektromotor begeistert.

Aufbau der Glühbirne besprochen, Leitfähigkeit von Materialien erkundet, zuletzt uns die Auswirkungen von verschiedenen Widerständen angeschaut. Vielleicht schaffe ich es, Reihen- und Parallelschaltung anschaulich zu erklären...

Ich denke, als nächstes schließen wir die Glühbirne und den Motor gleichzeitig an, versuchsweise mal parallel und mal in Reihe. Ich hoffe, bei der Reihenschaltung springt der Motor noch an. So langsam müssen wir aber anfangen, Schaltbilder zu zeichnen, es wird zu unübersichtlich.

Erfolg! Schaltpläne waren nicht zu verwirrend, in Reihe funktionierten tatsächlich beide Verbraucher noch, wenn auch mit sichtbar geringerer Leistung. Nach dem Versuch hat das Kind noch einmal alles meiner Frau erklärt, eine schöne Bestätigung.

Das Kind hat etwas erkannt, was mir zunächst nicht aufgefallen ist: die Glühbirne leuchtet etwas heller, wenn der Motor noch nicht parallel angeschlossen ist. Meine Erklärung ist, dass die Batterie die Leistung nicht liefern kann und die Spannung dadurch abfällt. Stimmt das?

@WPalant Ja. Könntet ihr versuchen mit mehreren parallelen Batterien (= leistungsfähigere Spannungsquelle) zu kompensieren. Oder einfach die Hilfsenergie auf die vorderen Deflektorschilde umleiten.

@soe Danke für die Bestätigung. Letztlich ging es uns hier nicht darum, dass es "richtig" funktioniert, sondern nur um die Erkenntnis. Das war jedenfalls eine interessante Feststellung, denn prinzipiell (so habe ich es zumindest erklärt) funktioniert die Parallelschaltung wie zwei komplett unabhängige Stromkreise. Ich habe dem Kind dann auch erklärt, dass es mit der Steckdose normalerweise auch so ist - diese kann ja sehr viel mehr Leistung liefern.

@WPalant Das stimmt so lange, wie du eine ideale Spannungsquelle annimmst, die dir unendlich viel Leisung liefern kann. Wenn dein Kind jetzt schon entdeckt hat, dass das nicht so ist, dachte ich könntest du gleich mal die Gelegenheit nutzen und zeigen, dass da eben nicht unendlich viel Leistung raus kommt. Bei der Steckdose ist das ja auch so. Da sorgt nur der Energieversorger dafür, dass dem Leistungsbedarf immer genügend Leistung auf Erzeugerseite entgegen steht.

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@soe Ja, ich würde es wahrscheinlich machen, wenn es einfach ginge. Leider ist es die Versuchsanordnung mit mehreren parallelen Batterien nicht unbedingt. Ich habe nur eine 9V-Batterie, müsste also auf AA-Batterien umschwenken. Dann müsste man aber von vorn anfangen, um vergleichen zu können. Und dann habe ich auch keine passende Halterung, müsste also entweder etwas bauen oder selber halten. Insgesamt war es das jetzt nicht wert.

@WPalant Ok. Wenn dann aus didaktischen Gründen ja auch nur mit einem zweiten 9V Block. In jedem Fall hast du mir eine gute Idee gegeben. Das werde ich mit meinem Großen auch mal machen, wenn ich wieder ein bisschen Zeit habe. 👍

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