So, unsere Büros in Köln sind jetzt wieder offiziell geschlossen – alle Mitarbeiter*innen müssen ins Home Office, von seltenen Ausnahmefällen abgesehen. Die „Wiedereröffnung“ war erst vor zwei Wochen. Man war der Meinung, mit einem stimmiges Konzept für ausreichend Sicherheit gesorgt zu haben. Die gesamte Planung ist nun wegen der wenig erfreulichen Covid-Situation in NRW wieder hinfällig…

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Wohlgemerkt: das ist ein Arbeitgeber, der schon immer remote-friendly war. Das war allerdings nie so gedacht, dass Menschen *nur* von ihrem Home Office arbeiten können. Es gibt auch durchaus Mitarbeiter*innen, die lieber jeden Tag ins Büro kommen. Das können wir aber nicht mehr guten Gewissens vertreten…

Wie ich höre, setzen die meisten anderen Firmen aber auf Teufel komm raus auf Präsenz, auch wenn es im Frühjahr noch ganz gut ohne funktioniert hat?

@WPalant Nicht bei uns :) Unser Haufen war aber schon vor dem ganzen Mist sehr auf Remote eingestellt, was mitunter oft für Verblüffung gesorgt hat.

@WPalant also ich verstehe da beide Parteien. Ich bin auch ein Freund von Remote, jedoch geht das nunmal nicht in allen Abteilungen und erschwerend kommt einfach hinzu das hierfür auch eine gewisse Vertrauensbasis bestehen muss. Ich selbst kenne auch viele kleinere Unternehmer, die berichten das es leider auch schwarze Schafe gibt, deren Arbeitsleistung im HO deutlich sinkt. Leidtragend sind nunmal immer die fleissigen Arbeitnehmer...

@elio Haben diese Unternehmer das dieses Jahr berichtet? Denn die Arbeitsleistung wurde da nicht durch Home Office beeinträchtigt, sondern vor allem: existentielle Ängste, fehlende Kinderbetreuung usw. Wir hatten mehrere Leute, die versucht haben, ihre „übliche“ Leistung zu erbringen, und sich damit an den Rand des Burnouts gebracht haben – obwohl wir eigentlich aktiv gegengesteuert haben. Es ist keine normale Situation, in der wir uns derzeitig befinden.

@elio Ansonsten: klar, die Vertrauensbasis braucht es. Die braucht es aber auch bei Präsenz, denn die Anwesenheitspflicht hindert niemanden daran, eine Leistung nur vorzutäuschen. Wenn Leistung in „Stunden im Büro“ gemessen wird, haben diese Firmen womöglich weitaus größere Probleme…

@WPalant Klar darf die momentane Situation nicht außer Acht gelassen werden. Ich wollte auch keine Grundsatzdiskussion entfachen oder in irgendeiner Form Leute über einen Kamm scheren. Es gibt mit Sicherheit viele Leute die aufgrund der Lage unter hohem Druck stehen. Für die muss es auch künftig, nach Corona, eine sinnvolle Lösung geben. Denn zbs fehlende Kinderbetreuung ist nicht erst seit Corona ein Problem.

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