Bei uns auf der Grundschule wird jetzt Big Blue Button eingesetzt. Auf der Nachbarschule: je nach Lehrerin entweder Jitsi oder Zoom. Nur falls sich jemand wundert, ob das Land oder die Kommune den Schulen einheitliche und gut getestete Lösungen zur Verfügung stellen.

Und irgendwo wird behauptet, Kinder hätten wegen Schulschließungen bis zu 20 kg zugenommen. Kann ich bei uns in der Gegend nicht bestätigen – wenn sie bisher jeden Winter überlebt haben, ohne überhaupt aus dem Haus zu gehen (außer vielleicht in die Schule), dann kann es jetzt nur besser werden.

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Es wundert mich, dass in diesem Winter die Spielplätze hier voll sind, und das nicht erst seit es wärmer wurde. Normalerweise beobachte ich jeden Winter, dass nur noch ein paar Familien mit den Kindern rausgehen, sobald die Temperaturen unter 15° fallen.

Was haben diese Kinder sonst im Winter gemacht, das sie jetzt nicht mehr tun können? Jeden Tag Freunde zu Hause besucht?

Und ich merke auch, wer mir nach diesem Toot nicht mehr folgt. Gut so.

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Aus dem Wohnheim für behinderte Menschen heißt es heute, in der Werkstatt hätte es mehrere Covid-Fälle gegeben, die aber zum Glück niemanden im Wohnheim betreffen. Im Wohnheim fährt deswegen bis Monatsende niemand mehr zur Arbeit. Morgen gibt es die zweite Impfung, in einer Woche kann sich Covid hier also nicht mehr ausbreiten. Diese letzten Ansteckungen waren so was von unnötig… 😢

@kaffeeringe Friseur? Was macht der? Haare schneiden? Also etwa so wie meine Frau und ich seit dem letzten Frühjahr, aber beruflich?

@bekopharm Nein, zweite Vornamen werden bei uns grundsätzlich abgelehnt. Es sind Fantasienamen, die dann auch zu irgendwelchen Fantasiewesen gehören, die die Kinder gerade verkörpern. Wechseln auch teilweise mehrmals täglich.

Sind wir eigentlich die einzigen, die so langsam den Überblick verlieren, mit welchem Namen wir unsere Kinder heute ansprechen sollten? Legen sich andere Kinder auch immer wieder neue Identitäten zu?

Aber immerhin war die Konferenz schon vor der Zeit eingeschaltet, und alle Kinder haben sich frühzeitig zugeschaltet. Meine Vermutung also, dass die Hälfte der Zeit mit dem Lösen technischer Probleme verbracht wird, war falsch. Die haben tatsächlich pünktlich angefangen.

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Heute erste Videokonferenz von K1. Die Lehrerin erklärt: „Eigentlich wollte ich in die Schule, damit ihr mich im Klassenzimmer seht. Aber in der Schule hat das Internet nicht funktioniert, also musste ich schnell nach Hause.“ 🤦‍♂️

@frankietng Dass unsere zwei Kinder aktuell fast nur noch unter sich sind, schon viel eher. Es kracht mit ziemlicher Regelmäßigkeit, und das ist nur zu verständlich. Das kostet Nerven…

@frankietng Hier kann ich schlecht mitreden. Ich rege mich zwar auch auf, wie schlecht das Distanzlernen immer noch organisiert ist (und daran trifft unsere Schule die geringste Schuld). Aber wir hatten damit, von der letzten Woche abgesehen, eher wenig Probleme. Sobald K1 den Rhythmus wiedergefunden hat, wird es vermutlich unsere geringste Sorge sein.

Vorsorglich will ich anmerken: nichts davon bedeutet, dass ich meine Kinder nicht liebe oder nicht gerne Zeit mit Ihnen verbringe. Es bedeutet schlicht und ergreifend, dass Kinder sehr viel Aufmerksamkeit und Geduld brauchen. Und wenn sich jemand zwischen Arbeit und Kindern zerreißt, führt das sehr schnell zu Burnout. Damit ist nicht zu spaßen, und ich persönlich habe darauf keine Lust.

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Dabei bin ich natürlich in der vorteilhaften Lage, dass ich es mir leisten kann, meine reale Arbeitsleistung abzurechnen. Viele Eltern haben keine Wahl als vorzugeben, sie hätten einen vollen Arbeitstag gearbeitet. Und dann kommen so Studien wie die, die besagt, die Produktivität im Homeoffice hätte abgenommen. Ja, natürlich hat sie das! Aber nicht wegen dem Homeoffice, sondern wegen gleichzeitiger Kinderbetreuung, ganz zu schweigen von existenziellen Ängsten.

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Musste für ein Projekt angeben, wie ich ab Februar verfügbar bin. Und ich habe wirklich nicht die geringste Ahnung. Ich kann nur vermuten, dass unsere Regierung auch in diesem Anlauf die Büros nicht schließt, also müssen wir weiter mit einer außer Kontrolle geratenen Pandemie leben. Auf Schule und Kita kann man sich dann nicht verlassen. Und wenn die Kinder uns weiter auf dem Kopf herumtanzen, kann ich nur wenig produktive Arbeitszeit versprechen. Na ja, aber die Wirtschaft…

Meine Frau schlägt vor, ich solle mir an meinem Geburtstag ein Wattestäbchen in die Nase stecken lassen, um meine Eltern zu besuchen. Und ich finde die Idee nicht einmal unattraktiv. Wir leben in skurrilen Zeiten…

Wir haben endlich auch ein wenig Schnee. Die Kinder haben auf Frühstück verzichtet, um Schlitten zu fahren, so lang es noch geht.

In der Firma hieß es kürzlich: „X verlässt uns bald. Wir müssen die Position Y (männlich) geben, auch wenn er dem noch nicht wirklich gewachsen ist. Sonst wird er es nicht einsiehen und kündigt auch.“ Und nun denke ich, ob das nicht auch ein Grund ist, dass Frauen bei Beförderungen gerne übergangen werden. Ihnen traut man ja viel eher zu, sich damit abzufinden…

K1 ist ins Geschäft, um eine Packung Eier zu holen. K2 ist raus mit dem Roller. Wir sind allein. Endlich.

Zwei Minuten des Glücks, bis K2 merkt, dass es gar nicht allein draußen sein will…

Und während hier Trafos mit passenden elektrischen Parametern durchaus zu haben sind, sind sie allesamt viel zu groß. So langsam verstehe ich, warum der Hersteller ungeeignete Trafos einbaut…

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