Deswegen habe ich bei K1 den Schreibtisch aufgebaut – damit die Hausaufgaben wieder auf dem Boden erledigt werden. „Ist so bequemer“ wurde mir gesagt…

Jetzt habe ich auch verstanden, warum die Oberbürgermeisterin Henriette Reker davon spricht, im August hätte es nur „Schwankungen“ gegeben. Nein, nach „Schwankungen“ sahen nur die Zahlen der aktuell Infizierten aus, wegen willkürlicher Definition von Krankheitsende. Der Trend bei den Neuinfektionen dagegen zeigt schon seit Juli fast ununterbrochen nach oben. Hätte diese Zahl doch jemand in einen Graphen eingezeichnet, vielleicht wären unsere Politiker jetzt nicht so überrascht?

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Tja, beim aktuellen Tempo wird Köln den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner in ca. einer Woche überschreiten. Es gibt jetzt wohl die Empfehlung, im öffentlichen Raum grundsätzlich eine Maske zu tragen. Bin gespannt, ob sich daran jemand halten wird. Auch was der Krisenstab morgen interessantes beschließt…

War es vielleicht doch keine so gute Idee, sämtliche Eindämmungsmassnahmen in NRW auszusetzen?

Nach einem langen und ungleichen Kampf habe ich mein Homeoffice an K2 verloren. Das ist ein sehr trauriges Ereignis für… mich.

Aber zumindest hat sich dabei herausgestellt, dass die Kinder einige Schränke zu viel haben. So dass ich nun einen hochwertigen Ersatz für meinen alten und klapprigen Schrank habe.

@ubo „Ein Erwachsener ist ein Mensch, der nicht mehr an den Enden wächst, dafür aber in der Mitte“?

Habe heute K2 die traurige Welt der Erwachsenen erklärt: wir wachsen einfach nicht mehr. „Aber du hast doch auch demnächst Geburtstag?“ „Ja, aber ich werde trotzdem keinen Deut höher.“

Auch bei der Gravitation beschäftigte sich Newton zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich mit den Werken seiner Vorgängern. Der Durchbruch hier kam bei ihm erst ca. 20 Jahre später.

Schließlich geht auf Newton die Entdeckung zurück, dass weißes Licht aus verschiedenen Farben besteht. Aber auch die zugehörigen Experimente scheint Newton nicht während seines Quarantänejahrs durchgeführt zu haben.

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Zu Analysis heißt es, dass diese weder von Newton noch von Leibniz entwickelt wurde. Vielmehr hat sich Newton intensiv mit vorangegangenen Arbeiten in diesem Bereich beschäftigt und sie geordnet. Die dabei entstandene Schrift ist durchaus bemerkenswert, stellt aber nur einen weiteren Schritt der Entwicklung dar und ist weit entfernt von dem, was wir heute unter Analysis verstehen. Schließlich gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass diese Arbeit irgendwie von der Pest beeinflusst gewesen wäre.

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Seit dem Corona-Ausbruch geistert die Geschichte durch die sozialen Medien, Isaac Newton hätte während der Quarantäne Analysis, Gesetze der Gravitation und sonst was entwickelt. Nun ist die offensichtliche Kritik an der Aussage, dass Newton auch keinerlei Verpflichtungen hatte: keine Familie, kein Job, keine Aufgaben im Haushalt. Dieser Artikel erklärt zusätzlich, dass seine Errungenschaften in dieser Zeit gar nicht so bedeutend sind, wie es gerne dargestellt wird:

thonyc.wordpress.com/2020/04/1

Ist mir jetzt wieder eingefallen, ich habe das Rätsel vor einer Weile gelöst: es geht nicht um die Versicherungsbeiträge als solche, sondern vor allem um die Erhöhungen. Da der Bruttolohn sich bei einer Betragserhöhung nicht verkleinert, geht tatsächlich die Hälfte davon zu Lasten der Arbeitgeber. Danke an @textbook für die Erinnerung!

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@kaffeeringe Ich habe hier mehrere kluge Leute, die scheinbar übersehen haben, dass dieser Freelancer-Zuschuss de facto keine Gehaltserhöhung ist… Es ist viel zu einfach, sich von den Absolutbeträgen blenden zu lassen.

@textbook Das verstehe ich jetzt nicht ganz, könntest Du das weiter erläutern? Der Arbeitgeber ist doch vor allem dadurch motiviert, die Gesundheit des Arbeitnehmers zu schützen, weil kranke Mitarbeiter:innen Kosten verursachen (Überstunden von Kolleg:innen, Bezahlung einer Vertretung, verlorene Aufträge u.ä.).

Geht es darum, dass Beitragserhöhungen zur Hälfte zu Lasten des Arbeitgebers gehen? Hat das wirklich irgendwelche Auswirkungen auf Motivationen?

@magnus Schon klar, dann müssten einige Berechnungen angepasst werden, die aktuell den Bruttolohn als Ausgangsbasis haben. Letztlich ist es aber wohl tatsächlich eine psychologische Geschichte: die Kosten der Sozialversicherungen sind hoch, also tun wir mal so, als ob der Arbeitgeber auch einen Teil dazu beiträgt. Und für den Arbeitgeber ist es einfach eine Formalität, die den ausgewiesenen Bruttolohn verkleinert.

@kaffeeringe Es ist nur so, dass wir als Arbeitgeber dann Freelancern einen „Zuschuss“ zahlen müssen, weil sie diese Lohnnebenkosten selber zu tragen haben. Dadurch entsteht der Eindruck, Freelancer würden mehr verdienen, obwohl das gar nicht der Fall ist.

Da ich mich wieder mal mit den Umrechnungen zwischen Festangestellten- und Freelancergehältern beschäftige: weiß jemand vielleicht, warum es in Deutschland diese seltsame Konstruktion gibt, dass der Arbeitgeber die Hälfte der Kranken- und Rentenversicherung bezahlt? Ich meine, was wäre anders, wenn der Bruttogehalt um den entsprechenden Betrag angehoben und der Arbeitnehmer die kompletten Versicherungsbeiträge bezahlen würde? Geht es um irgendwelche psychologischen Effekte?

@textbook Und als Korollar dazu dann: „Es gibt keinen Unfug, der nicht von einer scheinbar vertrauenswürdigen Stimme verbreitet wird“?

Das Problem ist natürlich: wenn diese Leute ihr Lebenswerk anpreisen, sind sie dabei sehr viel lauter und haben eine deutlich größere Audienz, als ihre Kritiker. Deswegen sieht man die kritischen Stimmen meist überhaupt erst nicht. Und wenn man es tut, dann weiß man meist auch nicht, ob man ihnen Glauben schenken kann.

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Schließlich ist da ein Honorarprofessor, der sich einen Namen damit gemacht hat, Erkenntnisse der Psychologie für die Massen verständlich aufzubereiten. Seine Bücher sind tatsächlich sehr gut geschrieben und haben eine große Leserschaft erreicht. Leider wird ihm aber vorgeworfen, es nicht so genau mit den Fakten zu nehmen und diese gerne mal anzupassen, damit es sich besser liest.

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Dann gibt es einen anderen Professor, der unser heutiges Verständnis von Autismus entscheidend mitgeprägt hat. Leider hat er dabei nur *über* Autisten gesprochen und nicht *mit* ihnen. Die Theorie, die er also hervorgebracht hat, ist unhaltbar und diskriminierend.

Das könnte er einsehen und helfen, den Schaden wieder einzusammeln. Stattdessen sorgt er auch heute noch dafür, dass seine widerlegten Ansichten weiter in den Köpfen herumgeistern.

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