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Ein Kind eines Freundes soll in den Turnierkader eines Sportvereins aufgenommen werden. Dafür müssen die Eltern aber eine Freigabe für Facebook unterzeichnen. Ohne Einwilligung wird das Kind nicht in den Kader aufgenommen.

Welches Dilemma für die Eltern! Entgegen der Überzeugung einwilligen, oder "nicht nachweisbare Nachteile" für das eigene Kind.

Welch unglaubliche Arroganz und Ignoranz der Vereinsvorstands und der Trainer. Fassungslos 😧

@angry Ein Fall für die Datenschutzaufsichtsbehörde. Kopplungsverbot bei Einwilligungen. Ich würde mich beschweren. dsgvo-gesetz.de/art-7-dsgvo/

@angry Noch nie vorher erlebt? Leider eher keine Ausnahme, wie ich so sehe. 😑 Vermutlich kann man nur akzeptieren oder einen anderen Verein suchen... Sicher könnte man über die Aufsichtsbehörde irgendwas tun, aber wenn man damit allein ist, hat man in dem Verein dann vermutlich auch keine Freu(n)de mehr.

@z428 @angry
Klar wird man in dem Verein dann keinen Spass mehr haben. Aber wenigstens hat der Vorstand dann was zum nachdenken. Und neue Mitglieder vielleicht weniger Probleme.

@ingolf @angry Vielleicht. Aber dem eigenen Kind ist damit leider nicht geholfen. Wird man wohl nur machen, wenn man akzeptiert hat, eh aus dem Verein auszuscheiden, und trotzdem dafür sorgen will, dass es zumindest andere leichter haben.

@z428 Wer weiß? Vielleicht hat die schweigende Mehrheit gar kein so großes Interesse an der Selbstdarstellung auf Facebook.
@ingolf @angry

@z428 "Noch nie vorher erlebt?" ist noch lange kein Grund, es zu tolerieren.

Oder?

@7usr7local Nein. Ändert aber nicht viel, zumindest eigener Erfahrung nach. Ich lass mich gern eines Besseren belehren, allerdings fehlen mir bislang Beispiele, in denen in so einem Fall ein "Nicht-Tolerieren" wirklich Besserung gebracht hätte.

@z428 Ich fände es trotzdem schön, wenn Du auf Grund Deiner persönlichen Frustration nicht andere Menschen gleich mit demotivierst 😉

@7usr7local Och, ich glaube, das ist kein so großes Problem. In der Situation läuft es wohl darauf hinaus, diese oder jene Kröte zu schlucken und in dem Verein viel zu kommunizieren, um genügend Leute hinter bessere Werkzeuge zu bringen. Frustration hab ich eher bezüglich der Datenschutz-Enthusiasten in meinem Umfeld, die beständig und eifrig die Existenz solcher Drucksituationen wegdiskutieren und jedes Mal unglaublich empört reagieren, wenn doch jemand so eine Runde laufen muss. 😐

@z428 natürlich habe ich das schon zig-fach mitbekommen. Aber genau deshalb poste ich das ja mal hier, und die massive Reaktion zeigt ja, dass das offenbar nicht mich beschäftigt. Das wird immer hingenommen, totgeschwiegen, ... und ich bin da eher bei @7usr7local der sagt, dass die schweigende Mehrheit vielleicht gar kein so großes Interesse an der Selbstdarstellung auf FB hat.

Alle stecken in dem Dilemma fest, entweder zuzustimmen, oder vor den eigenen Kindern als "Verhinderer" dazustehen.

@angry Ich weiß schon. Das Problem, wie ich es im Allgemeinen beobachte: Viele dieser Strukturen (insbesondere gerade Sportvereine) sind gänzlich "un-digitale" Versammlungen von Freiwilligen. Irgendwann fängt dann mal jemand an, investiert Zeit und Kraft, das für alle Beteiligten mit seinem Kenntnis-Stand "geradezuziehen". Dann kommen meist Lösungen wie Facebook, WhatsApp-Gruppen, ... 'raus. Diejenigen in den Vereinen, die das nicht mögen, akzeptieren es meist, weil sie selbst ...

@7usr7local

@angry ... keine bessere Lösung haben. Und die datenschutz-sensibilisierten Leute, die irgendwann dazukommen, sind oft fachlich mehr befähigt als kommunikativ, nennen diese Probleme hart und deutlich beim Namen - und verprellen damit diejenigen, die hier in gutem Willen freiwillig Kraft und Mühe investiert haben, es aber schlicht nicht besser wussten. Vermutlich ist dort viel damit zu lösen, sich in solchen Vereinen, in denen man das wahrnimmt, stark zu machen und ...

@7usr7local

@angry ... die Leute Schritt für Schritt "mitzunehmen" - überzeugen, nicht belehren. Das braucht aber eben Zeit. Und das braucht notfalls auch mal den Biss in den sauren Apfel, zumindest temporär bei Facebook, WhatsApp, ... mitzumachen, wissend, daß man eigentlich mittelfristig wieder davon weg will.

@7usr7local

@z428 mir ist nicht klar wie das "temporär mitmachen" dann jemals beendet wird!? Wenn man mitmacht gibt es für den Verein doch gar keinen Grund mehr den Misstand zu beenden - zumal es ja gar nicht als Missstand wahrgenommen wird.
@7usr7local

@angry Ja, schwierig. Vermutlich läuft es darauf hinaus, diese Änderung dann "aus der Organisation heraus" hinzubekommen. Gründe gibt es ja genug - beginnend mit dem Umstand, daß solche Dienste sehr wahrscheinlich nicht rechtskonform einsetzbar sind. Das Problem, was ich immer sehe (und durchaus auch verstehe): Es gibt eine Organisation, die gewachsen und potentiell relativ groß ist, die "Dinge" für sich sicher suboptimal, aber zumindest erst einmal gelöst hat. Dort stößt man ...

@7usr7local

@angry ... nicht zwingend auf Begeisterung, wenn man ganz neu dazukommt, vermutlich auch noch nicht wirklich mitgewirkt hat - aber erst einmal alle anderen darauf hinweist, daß man selbst (aus welchen berechtigten Gründen auch immer) an den Kommunikations- und Planungskanälen des Vereins nicht teilzunehmen gedenkt. Dort hat man von vornherein eine Konfrontation, in der man als "Neuling" vermutlich eher verliert als gewinnt. Wenn man eine Zeitlang dort aktiv war, die Menschen ...

@7usr7local

@angry ... einen kennen und einem auch ein Stück weit vertrauen, *kann* das einfacher werden. Die andere Alternative ist vermutlich immer, solche Strukturen dann eben zu verlassen, aber das geht oder will man eben auch nicht notwendigerweise.

@7usr7local

@z428 Grundsätzlich bin ich ganz Deiner Meinung. Das einzige Problem ist, dass die Gründe, sich aus Facebook & Co. raus zu halten, nicht temporär einschränkbar sind. Wenn einmal etwas über Dich auf Facebook veröffentlicht wurde, kannst Du es effektiv nicht mehr zurücknehmen.
@angry

@7usr7local @z428 @angry keine temporäre
fb/whatsoup teilnahme, für überzeugungsarbeit #securityfail #privacyspy !
pers. od. anderes medium! :tor: :vim:

@_microbe101 Nur aus Neugier: Darf ich fragen, wie oft Du schon in dieser Situation warst und mit genau dieser Strategie Erfolg hattest...? 😉

@7usr7local @angry

@z428 @7usr7local @angry
wenn rs hoch kommt, erfolgreiche migr.
auf cryptomsgr. 7- 10x
aber, auf diese ist es mir gelungen, einzuwirken, auf das prinzipielle
#privatoida nicht zu verzichten.

@_microbe101 7..10x - im Sinne von *Menschen* oder von *Organisationen*? 😉

@7usr7local @angry

@7usr7local Ich hab mich dort lang nicht registriert und weiß nicht, was die an Daten wollen. Annahme wäre: Ich gebe denen nur absolute Minimal-Informationen (Name und eine Mail-Adresse, die ich nur genau dafür verwende), nutze das ausschließlich am Desktop (idealerweise in einem dedizierten Browser oder Firefox mit Facebook Containers), nicht auf Smartphone und erst recht nicht als App, und interagiere nur lesend mit dem Kalender, den es dort in dem Fall wohl gibt.

@angry

@z428 Es ging im vorliegenden Fall ja nicht darum, sich ein FB Konto zuzulegen, sondern Deinem Verein zu erlauben, über Dich auf FB zu berichten. Das hast Du dann erstmal nicht unter Kontrolle, was die über Dich veröffentlichen. @angry

@7usr7local Ahhhh... Ich hätte genauer lesen sollen - ich hatte den Kader als Kalender gelesen. Aber ... dann verstehe ich den Punkt fast noch weniger. Wenn Du in einem Verein als Sportler unterwegs und "öffentlich" aktiv bist, dann wirst Du ab einem gewissen Punkt nicht vermeiden können, dass öffentlich über Dich berichtet wird... 😐

@angry

@7usr7local (Frage, die mich mit etwas Abstand dazu umtreibt: Gibt es dort bei Kindern nicht generellere Regelungen bezüglich des Datenschutzes? Ich weiß, daß bei uns dort immer der Default ist: Kind darf in Foto und Name veröffentlicht werden, aber nie der volle, nur der Vorname, und nie in einem Kontext, in dem Name und Bild eindeutig zuordenbar sind. Das sollte für Facebook doch auch machbar sein, und ich weiß auch nicht, ob der Verein dort Freiheitsgrade hat...)

@angry

@angry kannst du dich in dem Fall nicht an die Presse oder wie schon erwähnt, an den Datenschutzverantwortlichen deines Landes wenden.
So etwas geht gar nicht, und erst recht nicht weil sich FB nicht an de nDatenschutz hält

Ein Fall für die Datenschutzaufsichtsbehörde. Kopplungsverbot bei Einwilligungen. Ich würde mich beschweren. dsgvo-gesetz.de/art-7-dsgvo/

@angry
Wie heisst den der Verein? Wenn er sich selbst bei FB prostituiert, kann er doch auch benannt werden. ;-)

@angry Während ich diese "Erpressung" schlimm finde, halte ich es andererseits für eine positive Entwickung und ein Zeichen wachsender Präsenz des Themas in der breiteren Masse, dass es diese Einverständniserklärung überhaupt in Schriftform gibt.

@angry ich würde ablehnen, aber dem kleinen das versuchen zu erklären bzw. ne alternative finden

@angry Unfassbare Ignoranz des Vereins. Beschweren bei öffentlichen Stellen und/oder besseren Konkurrenzverein suchen.

@angry 1/2lasst euch als familie, nicht mit so einer frechen, meiner
pers. meinung nach, nicht gesetzeskonformen & verdammten erpressung zum opfer (euch als eltern &
erziehungsberechtigte) für die sportliche
leidenschaft eures kindes machen.
seinem eigenen sportl. erfolgreichen nachwuchs erklären zu müssen, dass
die welt ein unfairer platz sein kann, wird
sicher sehr schwer!

@angry 2/2
ist aber (meiner pers. meinung nach)
dem kind zu zeigen, das man sich nicht alles bieten lassen muss & sich zur wehr zu
setzen und für seine prinzipien kampfen muss!

@angry ich habe leider Ähnliches erlebt. Weil die Familie kein WhatsApp nutzt sind wir nie über irgend etwas Vereins relevantes informiert worden.

Auf Anfrage ob man es nicht wieder anders organisieren könnte - wie vorher via email - wurde nur gesagt das es nicht möglich ist das zu organisieren.

Unsere Wege trennten sich dann nach einigen Monaten entgültig

@jalogisch @angry Da muss man dann freiwillig Spiegeln. Also WA infos auch in andere Kanäle leiten.

@angry

Das Datenschutzrecht gilt auch für Vereine. Ein Hinweis an den Vorstand sollte genügen, will der Verein nicht unbedingt eine Überprüfung durch die Datenschutzbehörde und ein eventuelles Bußgeld provozieren, oder?

@angry Wieso ist das Arroganz oder Ignoranz des Vorstands und der Trainer? Mir erschließt sich das nicht auf offensichtliche Weise.

@K0nrad Aufgabe eines Sportvereins ist die bei Kindern und Jugendlichen deren sportliche Förderung. Dafür gibt es u.a. die Gemeinnützigkeit, die Möglichkeit öffentl. Einrichtungen wie z.B. ein Schulsportzentrum zu nutzen, ...

Die Weigerung des Vereins, ein Kind in die Wettkampfsmannschaft aufzunehmen, wenn die Eltern die Veröffentlichung des Kindesdaten und -Fotos auf Facebook verweigern, deckt sich für mich Arroganz. Ihre Bedenken nicht ernst zu nehmen ist Ignoranz.

@angry Danke für Deine Antwort. Ich kann jetzt Deine Gedanken nachvollziehen, auch wenn ich den Standpunkt nicht teile.

@angry Eigene Domain mieten, Video selber hoasten, Link Posten fertig.

Kar FB und Google schrauben dann die Sichtbarkeit runter. Aber dagegen helfen Flyer oder Bilder davon.

@angry unglaublich, aber diese traurige Erpressung passiert leider täglich von all den Whatsup-Nutzern, die die Daten ihrer aus gutem Grund #facebookfrei bleiben wollenden Kontakte mit eben Facebook sharen. Geht ja nicht anders.

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