Nur zur Erinnerung: Datenschützer sind nicht gegen Digitalisierung, sondern für eine bessere Digitalisierung. Wir lehnen bestimmte Geschäftsmodelle ab, die IT-Sicherheit vernachlässigen und Datenschutz ignorieren

@ulrichkelber So werden sie leider aber nicht wahrgenommen - weil sie im Zweifelsfall (insbesondere für Endnutzer) sehr viel häufiger als "gegen etwas" gerichtet wahrgenommen werden (nämlich die Tools, die Endnutzer zur Verfügung haben und beherrschen, siehe WhatsApp, ...). Datenschutz gewinnt, glaube ich, wenn wir es schaffen, sehr viel mehr *für* sicherere, datensparsame *und* gleich einfach zugängliche, leistungsfähige Alternativen eintreten. Letzteres sehe ich zurzeit viel zu selten. 😟

@z428 @ulrichkelber Ist ja auch nicht die Aufgabe der Datenschützer_innen. Für den kirchlichen Bereich haben wir aber genau deshalb das Projekt @librechurch librechurch.org gestartet.

@letterus Nein, ist es nicht. Aber momentan (siehe Diskussionen wie "WhatsApp verstößt gegen den Datenschutz") werden die Nutzer, die eigentlich mitgenommen und geschützt werden müssten, eher verprellt (und teilweise noch mit für die Verstöße der Dienste verantwortlich gemacht - siehe bei der Übergabe der Kontaktdaten durch die WhatsApp-App an den Dienst).

@ulrichkelber @librechurch

@z428 und was schlägst Du vor wie man WhatsApp-User "mitnehmen" kann? Wie sollen Anwender eines Dienstes, der durch einen US-Cloud-Act bzgl. Datenschutz einfach total kaputt ist, mitgenommen werden?
@letterus @ulrichkelber @librechurch

@angry (Oder alternativ eine Regulierung schaffen, die solche Geschäftsmodelle in EU per se unmöglich macht, statt die *Nutzer* für deren Nutzung noch mit in Haftung zu nehmen? Dort scheint mir vieles in der Datenschutz-Diskussion leider noch viel zu sehr und falsch von sehr informierten, wissenden, verständigen Nutzern auszugehen, die diesen Problembereich durchschauen und Wahlmöglichkeiten haben...)

@letterus @ulrichkelber @librechurch

@z428 die Alternativen sind da. Und ich habe schon oft, auch mit positivem Wording versucht, solchen Usern ein Threema oder ähnliches schmackhaft zu machen. Erfolg geht gegen Null - "da ist ja sonst niemand von meiner Peer-Group".
Thema Geschäftsmodell: Ohne die aktuellen Renditen ist das für Unternehmen unspannend - für die Bewahrung von Demokratie aber schon.
Geschäftsmodell ist außerdem das eine, ein US-Cloud-Act das andere -> Sich widersprechende Normen.
@letterus @ulrichkelber @librechurch

@angry @z428 @letterus @ulrichkelber @librechurch

Ich bin selbst konsequent nur über Alternativkanäle erreichbar.

Wer mich also erreichen will, und das tun alle, die mich für wichtig genug erachten, wird sich diese Kanäle installieren. Oder weiterhin telefonieren.

Meine Hartnäckigkeit zahlt sich inzwischen aus, ich habe mehrere Leute zum Zweit-Messenger gebracht.
Ich habe immer beim Installieren geholfen, das war sehr wichtig.
Ich war überrascht, wie wenig die das selbst konnten.

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@Federkiel das kann ich voll und ganz bestätigen. Auch ich bin da konsequent. Durch die Kombination mit positivem Wording, Hilfestellung beim der Installation einer Alternative, habe ich bei XMPP auch 93 Kontakte! Gerade nachgeschaut, 50 sind online 😉 , ein paar sind vermutlich nicht mehr da, aber so um die 80 sind es definitiv.
@z428 @letterus @ulrichkelber @librechurch

@angry Respekt. Ich habe gegenwärtig um die 300 Kontakte im Adressbuch. Aktuelle Verteilung: > 95% sind nur über WhatsApp erreichbar. Um die 50 (Stück, nicht Prozent) über Telegram. Die engere Familie über Signal und Threema. XMPP? Mein letzter Kontakt, der das wirklich genutzt hat, hat das aufgegeben, als sein XMPP-Anbieter im Rahmen der DSGVO dichtgemacht hat.

@Federkiel @letterus @ulrichkelber @librechurch

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