Mal angenommen der Kapitalismus habe das Elend in der Welt in absoluten Zahlen vergrößert, in relativen aber verringert (was ich für eine plausible Annahme halte), wie würdet ihr das ethisch bewerten?
@jensscholz deswegen sagte ich ja Annahme. Was wären denn alternative Ursachen?
@benni Alles andere außer Kapitalismus.
@benni Wenn Kapitalismus unabhängig vom Bevölkerungswachstum ist, dann ist die relative Sicht gerechtfertigt denke ich, d.h. man kann es positiv sehen
@Nuntius ohne Kapitalismus keine Industrialisierung und ohne Industrialisierung nicht so massives Bevölkernugswachstum. Das hängt schon zusammen.
@witti maybe but... 1. ist das nachholende industrialisierung, das ist was anderes, weil sich das innovationsproblem nicht so stellt und 2. ändert sich systhematisch nicht so viel wenn man die konkurrenz zwischen kapitalisten in eine zwischen staaten umwandelt.
@witti wo jetzt?
@witti also ursprünglich ging es ja um eine leidensbilanz und die nachholende industrialisierung in der sovietunion hat sicher keine bessere als die im westen. ich verstehe also deinen punkt nicht so ganz.
@benni AFAIK ging das Elend in den letzten Jahrzehnten sogar absolut zurück. Das ist aber eher Verdienst der Technik als des Kapitalismus.
@ralf_muschall dafür hat es dann ja in den letzten Jahren wieder zugenommen.
@benni Selbst da bin ich nicht sicher. Die Zahl der Hungernden ging von 1.2 auf 0.8 Milliarden zurück.
@benni Dazu muss erst mal bewiesen sein, dass das wirklich ursächlich der Kapitalismus war oder ob es andere Faktoren gab, die das z.B. _trotz_ Kapitalismus geschafft haben.