Schickt mir mal bitte die häufigsten Argumente (bzw. Mythen) die Microsoft-Befürworter nennen, um die "alternativlose" Einführung von Microsoft (O365) an Bildungseinrichtungen zu begründen.

Danke! ❤️

@kuketzblog
(In meinem Fall eine Universität)
- Das ist Standard!
- Libreoffice sieht doof/anders/nicht schön aus/ist unmodern.
- LibreOffice ist ja mit nichts kompatibel
- Citavi hat kein Plugin (mit Prämisse: Citavi ist alternativloses Nonplusultra Literaturmanagement; Zotero und andere sind unbekannt)
- Nutzt ja sonst keiner was anderes
- Professor will sich nicht umgewöhnen
- Kollegen können schon mit Word nicht produktiv arbeiten, in LibreOffice würde das dann auffallen.
- Gewöhnung

@dagaz @kuketzblog

“Kollegen können schon mit Word nicht produktiv arbeiten, in LibreOffice würde das dann auffallen.”

Ich stelle mir dieses Argument gerade auf anderen Gebieten vor. Zum Beispiel gegenüber dem Finanzamt oder einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft:

“Wir können hier doch nicht einfach Buchhaltungssoftware einsetzen. Dann müsste der Chef zugeben, dass er von Mathe keine Ahnung hat.”

@domodak @kuketzblog
Meiner Wahrnehmung nach gibt es kaum einen Bereich mit größerem "Werkzeugdilletantismus" als im wissenschaftlichen Arbeitsumfeld, wenn es um Office-Anwendungen geht. Jeder Autodidakt dilletiert da so gut er eben (ohne lästige Schulungen) kann und nutzt eigentlich kaum Funktionen.
Wenn Kollegen mit LibreOffice arbeiten, dann sind das häufig diejenigen, die genau wissen warum. Da fällt das dann halt auf, wenn man eigentlich keine Ahnung von Textverarbeitung hat.

@domodak @kuketzblog
Da scheint es halt auch eine sehr große Fortbildungsunwilligkeit zu geben. (Oder eher Technophobie?) Textverarbeitung ist ja "was mit Technik" und nicht Wissenschaft. Und inkorporiertes kulturelles Kapital (in Form von Promotion und Habilitation) helfen anscheinend kaum dabei, einzusehen, dass "5 Stunden Einführung in Programmbenutzung" regelmäßig eine Investition ist, die sich nach 1-2 Monaten amortisiert hat...

@dagaz @kuketzblog

Da scheint es halt auch eine sehr große Fortbildungsunwilligkeit zu geben. (Oder eher Technophobie?)

Ich weiß nicht viel vom “wissenschaftlichen Arbeitsumfeld”. Aber als Außenstehender könnte man manchmal den Eindruck gewinnen, als ob “LaTeX” in etwa so sehr zu “Wissenschaft” gehöre wie “Deutscher Meister” zu “FC Bayern München”.

:blobfoxcrylaugh:

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@domodak @kuketzblog
LaTeX ist IMHO vor allem in MINT-Fächern verbreitet. Bei Geistes- und Gesellschafts und Sprachwissenschaften ist meiner Erfahrung nach Word dominant.

Ich komme aus der Erziehungswissenschaft und habe (glaube ich) erst zwei in LaTeX verfasste Hausarbeiten benotet. Bei einer weiß ich, dass sie in InDesign gemacht wurde. Ein paar mal gab es LibreOffice und Word ist halt die Masse. Kollegen kenne ich keine, die mit LaTeX arbeiten. Einige wenige arbeiten mit LO ;)

@domodak @kuketzblog
Wobei auch Lehramtsstudierende aus den MINT-Fächern fast ausschließlich mit Word zu arbeiten scheinen, wenn sie für den pädagogischen Teil Hausarbeiten und Ausarbeitungen verfassen.

Das verwundert z. T. aber auch nicht, weil viele Professoren/Lehrende auch Vorlagen (nur für) Word herausgeben, die genutzt werden sollen.

@dagaz @kuketzblog

“LaTeX ist IMHO vor allem in MINT-Fächern verbreitet. Bei Geistes- und Gesellschafts und Sprachwissenschaften ist meiner Erfahrung nach Word dominant.”

In Geistes- und Sprachwissenschaften kommen ja auch eher selten mathematische Formeln vor.

:blobcatgooglyshrug:

“Das verwundert z. T. aber auch nicht, weil viele Professoren/Lehrende auch Vorlagen (nur für) Word herausgeben, die genutzt werden sollen.”

Was der Bauer nicht kennt…

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