😡 Aber ich zahle doch Kfz-Steuer!!11
😡 ÖPNV ist subventioniert!!11

"Im Mittel trägt die Allgemeinheit pro Auto 5.000 Euro pro Jahr. Müssten Autofahrer alle anfallenden Kosten selbst bezahlen, wäre selbst ein Opel Corsa nur für Gutverdiener bezahlbar."

forschung-und-wissen.de/nachri

@SheDrivesMobility leider ist ÖPNV auf dem Land so miserabel, dass ich trotz Direktverbindung mit dem Rad noch schneller die 30km fahre. Aber nicht jeder kann oder will das. Mein Auto wäre das schnellste, ich hätte sogar gratis parken in der Arbeit, aber ich mag nicht

@frankenmichl @SheDrivesMobility Klar, es ist schwierig. Aus meiner Sicht kann man eine entsprechende Entwicklung nur so in Gang setzen, dass man prinzipiell zunächst dort andere Verkehrsmittel bevorzugt, wo diese auch gut funktionieren. Soll heißen: In Großstädten und in vielen innerstädtischen Bereichen benötigt man in der Regel kein Auto. Deswegen kann man dort dann recht einfach autofreie Bezirke einrichten. Für die dortigen Einwohner, die nicht auf ein Auto verzichten können, kann man dann fußläufig (d.h. in einer vergleichbaren Dichte wie U-/S-Bahn-Haltestellen) kostenpflichtige Quartiersgaragen einrichten. Dies führt dann dazu, dass mehr Menschen feststellen, dass es Alternativen gibt - und sie werden diese dann auch nutzen.

Auf dem Land ist das bei weitem schwieriger. Da würde ich dann auch eher auf den multimodalen Verkehr setzen. D.h. wer z.B. täglich vom Land in die Großstadt pendelt, sollte dann z.B. mit dem Auto zur nächsten Bahnhaltestelle fahren und dann mit der Bahn weiterfahren.
@heluecht @SheDrivesMobility @frankenmichl

Ich predige auch schon jahrelang:

Die Verkehrswende beginnt man nicht in St. Wiesen am Wald oder Gigritzpatschen, wo 1 Bus/Tag oder gar kein ÖV vorhanden ist, sondern in den Ballungsräumen und entlang heute gut ausgebauter Bahnlinien.
Die Stadteinfahrten aus solchen Richtungen rückbauen, die Frequenz von Bahn und Bussen in dieser Relation verdichten, die Betriebszeiten verlängern.
Und wenns in dieser Relation klappt, die Zubringerverkehre ausbauen. Busse in die Dörfer, Radwege und Abstellanlagen zu allen Haltestellen. Anrufsammeltaxis usw.

Und dann die nächste ÖV-Achse bearbeiten.

Und dann die nächste.

Geschlossene Bahnlinien wieder aufbauen, usw.

Von der Stadt ins Land hinaus arbeiten.

Dort wo ÖV-Kapazitäten da sind, Autoverkehrskapazitäten reduzieren.

Es darf ruhig auch ein wenig Neid entstehen "boah... in Dingsbums brauchst kein Auto...und bei uns???"
Das fördert auch die Akzeptanz später bei der Umgestaltung.
@jakob @heluecht @frankenmichl @SheDrivesMobility Ja und nein. Das Problem ist das man wenn man die Ballungsräume entsprechend gestaltet gleichzeitig die die von außerhalb kommen und nach wie vor aufs Auto angewiesen sind massiv benachteiligt. Ich sehe das gerade bei mir. Ich habe zwar ein Jobticket, aber ich muss trotzdem ein Auto unterhalten, da es ohne hier im Dorf nicht geht. Sprich ich zahle doppelt und darf dann wenn ich so umweltfreundlich wie möglich handeln will und nur den Teil mit dem Auto fahre der nicht anders geht auch noch Parkgebühren für mein Auto bezahlen. Ergo, man kann nicht den Leuten auf der einen Seite immer mehr Kosten aufbürden, ohne auf der anderen Seite entsprechende Alternativen und Lösungen zu liefern.

Darüber hinaus sind wir viel zu spät dran um uns nur auf die Städte und Ballungsräume zu konzentrieren. Wie in so vielen Bereichen hätte man diesen Weg vor zwei, drei Jahrzehnten gehen können um einen möglichst sanften Übergang zu schaffen. Aber dafür hat man viel zu lange gewartet und jetzt müssen so schnell wie möglich Nägel mit Köpfen gemacht werden. In allen Bereichen.
Follow

@samor
Ich verstehe das Problem jetzt nicht so ganz. Wenn man tatsächlich in einer ländlichen Region das Auto "braucht", dann sollte dort das Parken sicher auch nicht so teuer sein. Wenn man sich von da aus in eine urbanere Umgebung bewegt, dann lässt man das Auto aus Rücksicht zuhause, nimmt anderen keinen Platz weg und bezahlt dann natürlich auch keine Parkgebühren(und Sprit).
@heluecht @frankenmichl @SheDrivesMobility @jakob

@h2owasser @heluecht @SheDrivesMobility @frankenmichl @samor

Die "ländliche Gegend" ist schon IMMER das Totschlagargument gewesen, warum ÖV nicht geht...

Ein Scheinargument.

Denn erst durch das Auto wurde viel ehemals urbane Gegend zur Ländlichen... man sehe sich nur einmal die vielen alten Bezirks/Kreisstädte an, die heute irgendwie dahinvegetieren und sich noch gegenseitig mit Einkaufzentren das Wasser abgraben versuchen... die dürften einst tlw. reiche Städte gewesen sein... warum ist das wohl heute anders?

Nun... mit dem Auto kamen nicht die erhofften Arbeitsplätze dorthin, sondern es wanderten die verbliebenen auch noch in die nächsten Oberzentren ab..

Mit dem Auto war es möglich Post, Bank, Polizei, Gerichte zu "konzentrieren". Dadurch verfielen die letzten Keimzellen des Landlebens, und dann gingen Lebensmittelhändler und Wirte ein...

Steuerlast legte noch ein übriges drauf. Und TV und Internet... keine Frage.

Der Niedergang aber begann mit dem Ausbau der Straßen in den 1950ern.
@jakob @heluecht @h2owasser @frankenmichl @SheDrivesMobility In der Tat hat vor allen das Auto und die Politik dazu geführt das es zu einer Zersiedelung kam. Gerade hier in Baden-Württemberg aber auch in Bayern kann man da ein Lied davon singen. Da hieß es gerade in den 1970ern bis 1990ern an junge Familien gerichtet 'Zieht raus aufs Land. Dort könnt Ihr Eure Kinder in einer heilen Umgebung aufziehen, habt die schöne Natur und seit dank Auto jederzeit flexibel. Die Folgen von so einem absolut falschen Ansatz sehen wir ja aktuell.
Sign in to participate in the conversation
Mastodon

The social network of the future: No ads, no corporate surveillance, ethical design, and decentralization! Own your data with Mastodon!