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@stefan Weniger als 20.000 Menschen arbeiten noch in der Braunkohle.

Als fĂŒr ~25.000 'Schleckerfrauen' Schicht war verweigerte die FDP die Millionen fĂŒr eine Transfergesellschaft (nicht Millarden, wie jetzt fĂŒr die 'Kumpels') mit dem Hinweis, der Wettbewerb brĂ€chte es eben mit sich, dass Firmen scheiterten.

Die sollten sich halt selbst um ihre 'Anschlussverwertung' kĂŒmmern - mir klingen heute noch die Ohren.

Tja, FrauenarbeitsplÀtze, das ist was anderes. Oder so.

@imageschaden @stefan der Unterschied zwischen einer VerkĂ€uferin und einem Kumpel ist so offensichtlich, dass man nun wirklich ein Idiot sein muss um die GrĂŒnde nicht zu verstehen.

Den Job an der Kasse können und wollen Millionen machen. Aber keine einzige Schlekerfrau wĂŒrde in das Drecksloch klettern anstelle von einem Kumpel.

Es geht auch eine Menge Know-how verloren, falls die Kumpels weg sein sollten.

Naja, erstens scheint es ja nie Nachwuchsprobleme bei den Kumpel gegeben zu haben, also offenbar schon genĂŒgend Willige. Und zweitens gibt es auch andere Jobs, die anstrengend und gefĂ€hrlich sind und nicht gerade zu den begehrtesten gehören.
Und Know How bei Tiefbau und Bohrung wird ja durchaus auch woanders noch benötigt, etwa im Tunnelbau, und leider auch noch beim Abbau von Metallen.

@stefan FĂŒr mich gibt es eine einzige ErklĂ€rung - Kohle ist eine strategische Energiereserve. Diese soll man jederzeit hochfahren können. Ansonsten wird jemand von außen seinen Willen deinem Land aufzwingen können.

Ich komme ursprĂŒnglich „von der anderen Seite“, fĂŒr mich klingt das logisch.

@imageschaden @stefan Der Unterschied ist halt: Die 25.000 Schleckerfrauen waren weit verteilt, in jeder Fiale waren es 4 oder 5. Das lĂ€sst sich notfalls vor Ort auffangen. Wenn die Kohle wegbricht, fallen in ohnehin bereits strukturschwachen Gebieten auf einen Schlag 5000 ArbeitsplĂ€tze weg. Mit dem grĂ¶ĂŸten Arbeitgeber fĂ€llt außerdem noch der grĂ¶ĂŸte Gewerbesteuerzahler weg. Das heißt: Die betroffenen Kommunen verlieren von jetzt auf gleich einen Großteil ihrer Einnahmen, nĂ€mlich aus Gewerbe- und aus Lohnsteuer, wĂ€hrend ihre Sozialausgaben gleichzeitig massiv ansteigen. Dazu kommt: Das Know-How der Bergarbeiter wird nach dem Ende der Kohle nicht mehr gebraucht, wĂ€hrend es fĂŒr VerkĂ€uferinnen jede Menge alternativer Arbeitgeber gibt. Und zu guter Letzt: Um ĂŒberhaupt eine neue Stelle bekommen zu können, mĂŒssen die ehemaligen Kumpel umziehen, weil es bei ihnen zuhause halt nichts gibt - zusĂ€tzlich zur Umschulung. Auch hier der Unterschied zu den Schleckerfrauen, die hĂ€ufig eine vergleichbare Stelle innerhalb zumutbarer Pendelzeiten fanden. (Das gleiche gilt ĂŒbrigens auch fĂŒr die Hipster, die mit erneuerbaren Energien pleitegingen - einmal davon abgesehen, dass es sich dabei grĂ¶ĂŸtenteils nicht um Arbeitnehmer dieser Firmen handelte sondern um Investoren.)
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