Eine richtige Veranstaltung! Mit Leuten! 80 Leute vor Ort und 40 Online. Wir machen die Grenzregion zwischen den Meeren smart. 🤓

Wer reinschauen will und kein Problem mit Miro und Zoom hat, kann hier klicken: miro.com/app/board/uXjVO3pYQN8

Der Bürgermeister von sagt gerade, er will, dass alle Menschen auch ohne Auto leben können. Den Satz kenn ich doch irgendwo her, @SheDrivesMobility 😬

@kaffeeringe @SheDrivesMobility Ich behaupte auch mal: Die meisten können das auch. Frage ist, ob sie es auch wollen? Habe schon so manchen Leuten erklärt, wie sie ohne Auto klarkommen, aber viele sind es so gewöhnt und können es sich nicht ohne vorstellen. ZB zur Arbeit fahren von Gaarden in die Wik oder nach Wellingdorf. Geht auch mit Rad und Bus. Die wenigsten haben gar keine Alternative.

@kielkontrovers @SheDrivesMobility njoar, es gibt schon viele Orte, bei denen man mit dem Fahrrad den Autos schon sehr in Weg ist. Die Kita ist im Nachbarort. Der Job im nächsten. Ne ehemalige Kollegin hat immer gelacht, wenn sie die Fahrradpläne gehört hat. Die wohnt aufm Dorf. Kind 1 fährt sie in die Kita, Kind 2 fährt sie in die Schule. Das dritte radelt selbst. Dann fährt sie zur Arbeit nach Kiel rein. Da weiß ich halt auch nicht, wie das mit Fahrrad, Bus und Bahn gehen kann.

@kaffeeringe @SheDrivesMobility gut, es gibt so Fälle. Allerdings muss man sich da auch mal fragen, warum man sich irgendeinen Ort aussucht, bei dem dann Arbeit und Kita noch mal woanders sind. Viele Leute, wie ich, wählen ihren Wohnort nach Erreichbarkeit von Infrastruktur. Man kann natürlich auch irgendwo hinziehen und sich dann beklagen, dass alles so weit weg ist. Just sayin'

@kielkontrovers @SheDrivesMobility Wenn alle das machen würden, könntest Du Dir Deine Wohnung nicht mehr leisten. Stattdessen würden Städte noch stärker wachsen und Dörfer sterben.
Du hast ja Recht: Ein Schlüssel ist es Nähe zu organisieren. Aber ich glaube nicht, dass das vor allem die Fragen individueller Konsumentscheidungen ist.

@kaffeeringe @kielkontrovers @SheDrivesMobility ich würde gerne noch meinen Fall schildern: ich habe lediglich 28km zu überwinden, um meine Arbeit zu erreichen, es gibt aber lediglich eine Zugverbindung mit Umsteigen, bei der ich 1,5h pro Strecke unterwegs bin. Es sind 300 Höhenmeter (davon ca 2/3 innerhalb von 5km zu überwinden)-ich habe es mit dem Fahrrad ausprobiert, wegen den Autos ziemlich gefährlich. Komplette Story: linuxundmehr.de/2019/02/16/wie

@andreS @kaffeeringe @SheDrivesMobility Wie fährst du denn bisher? Einfache Fahrt scheint ja auch schon eine Stunde zu sein mit einem Auto. Sind 2 Stunden pro Tag. Und wie bist du zu deinem Wohnort gekommen? Ich würde ja eher sagen man kann auch seinen Wohnort verlagern, wenn denn der Job sicher erscheint. Weiß man ja nicht immer. Mir scheint aber die Ecke wählt man nicht, weil man schnell irgendwo hin kommen will?

@kielkontrovers @kaffeeringe @SheDrivesMobility
Wenn Du ein bischen in einem Blog schaust, siehst Du, dass ich mich schon länger mit dem Thema nachhaltiger Verkehr auf dem Land beschäftige. Ich schreibe gerne unseren Lokalpolitikern mit konkreten Vorschlägen. Es gibt bei uns zum Beispiel nur eine fehlende Buslinie, mit der die Lücke gut zu füllen wäre. Einmal Umsteigen, und ich wäre dann in 45 Minuten auf Arbeit. Angeblich wäre ich aber der einzige, der diesen Bus nutzen würde.

@andreS @kaffeeringe @SheDrivesMobility vielleicht Mal eine Aktion machen mit einem Kleinbus, Fahrer*in finden und in Presse ankündigen, dass ihr Leute mitnehmen mit den Stops, die cool wären. Und dokumentieren wenn es mehr sind als nur du. 😀

@kielkontrovers @kaffeeringe @SheDrivesMobility die Idee finde ich sehr gut! Im Moment führe ich viele Gespräche, warum wir mit fast 3 Fahrern nicht 3 Autos haben, und warum wir nur einen 2-Sitzer gekauft haben. Wir werden schon wegen unserem wilden Garten für verrückt erklärt.
Nur damit du verstehst, in welcher Zeit wir hier leben.
Soll nicht heißen, das ich mich hier nicht wohl fühle-wir sind hier halt eher konservativ unterwegs.

@andreS @kielkontrovers @SheDrivesMobility Ich bin lange nicht mehr gefragt worden, ob ich immer noch kein Auto hätte. Aber ich kenn das auch.

@kaffeeringe @andreS @kielkontrovers @SheDrivesMobility same here. Ab ~ 40 fingen die Leute an, es zwar immer noch nicht wirklich zu verstehen, aber sie haben wohl gelernt: der ist und bleibt so komisch ;-)

@wolf @kielkontrovers @andreS @kaffeeringe Spannende Diskussion! Ich finde, es braucht mehr radikale Ehrlichkeit, vor allem gesunder Menschen. 10 % der Wege im ländlichen Raum sind unter einem Kilometer, 50 % unter fünf Kilometer. Da wäre schon viel mit dem Rad möglich. Viele missdeuten zudem das Auto als Lösung und die Abhängigkeit von diesem nicht als Problem. Es sollten den 13 Millionen Erwachsenen ohne Führerschein möglich sein, überall leben zu können, weil es Alternativen gibt.

Follow

@SheDrivesMobility @wolf @kielkontrovers @andreS Das Auto ist auch ein Freiheits-Versprechen: Du kannst Dich einfach reinsetzen und fahren, wohin du willst. Wenn ich im Zivildienst mit dem VW-Bus voller alter Leute auf die A23 Richtung Süden gefahren bin, hab ich oft gedacht, dass ich jetzt auch einfach bis Italien durch fahren könnte.
Klar, macht man nie. Aber Menschen mögen es, unabhängig zu sein und Möglichkeiten zu haben. Das ist ihnen etwas wert.

@kaffeeringe @SheDrivesMobility @wolf @kielkontrovers
Ich finde, man macht sich ziemlich abhängig davon. Es wäre mir lieber, wenn wir weniger Autos brauchen würde.
Mein Traum wäre, wenn es möglich wäre, in angemessenen Zeitabständen in alle Richtungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren- auch auf dem Land. Wenn man dann doch mal ein größeres Auto braucht (Umzug, Baumarkt, etc) sollte es möglich sein, ein Carsharing zwischen Unternehmern und Privat zu vermitteln. (1/2)

@kaffeeringe @SheDrivesMobility @wolf @kielkontrovers
(2/2) und zwar in der Form, dass Unternehmer (Lieferanten, Handwerker,...) Ihre Fahrzeugflotte Mo-Fr nutzen und Privatleute könnten die dann am Wochenende nutzen. Ist bestimmt keine neue Idee.

@andreS @kaffeeringe @SheDrivesMobility @kielkontrovers ich hab hier in B natürlich immer leicht reden, hier traut sich ja wirklich kaum wer zu sagen, man sei aufs Auto angewiesen. Als ich zur beginnenden Coronakriese aber für 1/2 Jahr meine Mutter auf dem Land gepflegt habe, hab ich auch sehr gut ohne Auto auskommen können. Ok es war Sommer und in der Bodenseeregion kann man sich überall hervorragend mit frischen Gemüse und Obst von zahlreichen Hofläden versorgen. Die Fahrt zum Supermarkt ging dann aber natürlich wie ich es in Berlin gewohnt bin genauso mit großen Satteltaschen. Das Argument quasi aller Leute dort “hier geht es nicht ohne Auto” ist aus neiner Sich zum größten Teil schlicht vorgeschoben, bzw. man hat es einfach noch nie versucht, weil das Auto geselkschaftlich dort so gesetzt ist. Wirklich schwierig ist nur Abends irgendwo hinzukommen. Deshalb auch das dort “übliche” Fahren mit Alkohol. Aber so lange halt “alle” glauben, so leben zu müssen wird sich auch nichts ändern. Da kommt dann auch bei Entscheidern immer die Argumentation, dass die Busse ja eh niemand nutzen würde.

@wolf Ja, man muss den Kreislauf durchbrechen und alte Verhaltensmuster aufbrechen. Leider sind viele Leute da nicht so reflektiert. Denke, wir schaffen das nur, wenn wir mit gutem Beispiel voran gehen.

Sign in to participate in the conversation
Mastodon

The social network of the future: No ads, no corporate surveillance, ethical design, and decentralization! Own your data with Mastodon!