@SheDrivesMobility Steile These - können wir uns auf Verbrennungsmotor einigen. Ich denke da immer an den ländlichen Raum und ältere Menschen. Für viele ist das Auto der einzige Weg zur Teilhabe.

@jd
Oder aber erst die billige Verfügbarkeit der Autos hat zur aktuellen Zersiedelung und mangelhafter bis inexistenter Infrastruktur (ausser Straßen) geführt.

Als Nicht Autobesitzer werde ich wegen 10Cent Preisunterschied nicht zum 20km entfernten Aldi fahren sondern zum 1.3km Rewe vor der Haustür. Durch das Zugrundegehen der lokalen Infrastruktur lebt man teilweise heute auf dem Land wie auf der ISS ;-)
@SheDrivesMobility

@stefan @SheDrivesMobility Wenn Städte und Ballungsräume immer voller werden und Kleinkleckersdorf langsam ausstirbt, dann kann ich nicht von Zersiedlung sprechen. In unserer Region gibt es die Dörfer außerdem schon weit länger als die Kraftfahrzeuge. Im Kern und bis auf ein paar wenige sind die Grundstücke alle nah am Ortskern und aneinanderliegend.

@jd
Vielleicht war Zersiedelung der falsche Begriff für das Verkümmern von Orten
Es ging mir um das Aussterben der Infrastruktur und die Degeneration zu reinen Pendler Wohnsiedlungen, in denen man ohne die regelmäßigen Stadtfahrten zum Arzt, Supermarkt und Besuche vom Pflegedienst eigentlich nur als extremer Prepper überleben kann.

@SheDrivesMobility

@stefan @jd @SheDrivesMobility Das hat aber vor allem etwas mit dem Strukturwandel in der Landwirtschaft zu tun. Noch 1950 haben iirc 30% in der Landwirtschaft gearbeitet. Heute sind es bei Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei zusammen noch 1,5%. Dörfer sind entstanden, weil die Leute auf dem Bauerhof gearbeitet oder die Leute auf dem Bauernhof versorgt haben. Das ist ein massiver Funktionsverlust. Da wohnt man jetzt nur noch, weil man da wohnt.

@kaffeeringe
Stimmt. Wichtiger Punkt.

Wobei ohne flächendeckende Automobilität die diversen Fabriken und Dienstleister sich eher dezentral verteilt hätten niederlassen müssen, also da wo die Arbeitskräfte wohn(t)en. @jd @SheDrivesMobility

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@stefan @jd @SheDrivesMobility Die brauchen ja nicht irgendwelche Arbeitskräfte, sondern ausgebildete. Die sind da, wo es schon solche Arbeitskräfte gibt, wo sie günstig an Energie und Rohstoffe kommen - wenn denn jemand den Standort geplant hat. Ansonsten entstehen Unternehmen da, wo die Leute wohnen, die sie gründen. Deswegen gibt es doch auch "Hidden Champions" irgendwo aufm Land.

@kaffeeringe
Ich war gedanklich in der damaligen Zeit, als Unternehmen noch überwiegend selbst ausgebildet haben und es noch ohne Hochschulstudium zum Leben reichte.

Bei Wissenschaft ist die unmittelbare Nähe zu Universitätsstädten natürlich schon immer sinnvollerweise der Fall gewesen.

Update: Das Auto alleine ist hier nicht schuld. Es war ein Katalysator. Ob die Entwicklung so schnell umkehrbar sein wird und man in einem engeren Radius Leben und Arbeiten kann? @jd @SheDrivesMobility

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