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Entschuldigung, bitte was? Es gibt eine Spendenseite für NotreDame? Geht’s noch?
Was ist mit all den anderen (wirklichen!) Katastrophen, wo Menschen und/oder ihr Eigentum zu Schaden kamen, die nicht von irgendnem Regierungsfonds aufgefangen werden konnten?
Gibt es auf der Welt nicht wichtigere Projekte?

@kassiopeia Haben die wichtigeren Projekte Spendenseiten?

Wenn der Brand durch Bauarbeiten ausgelöst wurde, gibt's da nicht eine Versicherung die einspringt?

@kassiopeia zumal da noch die frage der Versicherung ansteht und schon 700 Millionen an Spendengeldern zugesagt wurden.

@kassiopeia Und die Eigentümerin nagt auch nicht gerade am Hungertuch.

Ich versteh's auch nicht.

@Nasenspray
Hughenknubbel@social.tchncs.de
Ok, beruhigend, dass nicht nur mir die Fragezeichen über dem Kopf stehen... was für ein aufgebauschter Nebenkriegsschauplatz in den Medien

@kassiopeia @Hughenknubbel @Nasenspray @Strubbl Obwohl ich mit dir einig gehe bzgl. wichtigeren Projekte...
- Notre Dame gehört nicht der Kirche (wie ich auch erst dachte), sondern dem Staat
- Versicherung gibt es daher keine

www.handelsblatt.com/politik/i…
[...Bleibt die Frage der Kosten. Nicht die Kirche, sondern der Zentralstaat ist Eigentümer der Kathedralen. Eine Versicherung springt für die Folgekosten des Brandes nicht ein: „Der Staat ist seine eigene Versicherung, eine private Versicherung hat er nicht“, klärt eine Mitarbeiterin des Kulturministeriums auf. ...]

@bruno @Nasenspray @Hughenknubbel @Strubbl wem das Ding gehört ist mir prinzipiell ja eigentlich egal. Kriegt der Staat nicht genug Geld geschenkt? ;-)

Ja, es ist schade, dass sowas passiert ist; es ist gut, dass niemand verletzt und sonst nichts weiter zerstört wurde, aber: warum wird versucht, über mediale Aufmerksamkeit so viel Mitgefühl für ein Wahrzeichen aus Holz und Stein zu generieren? Das finde ich so zynisch daran...

@kassiopeia Der Post bezog sich auf die Vorposts bzgl. Versicherung und (auch meiner) Annahme, dass die katholische Kirche Eigentümerin von Notre Dame sei. ;)
Der französische Staat hat zwar kaum "genug" Geld (hat ja kaum ein Staat), aber kann Milliarden von Euros z.B. ins Militär stecken. Und da bin ich auch der Meinung, da sollten ein paar hundert Millionen für anderes über sein. Z.B. Flüchtlingshilfe, soziale Brennpunkte etc. und ja, ggf. auch für den Wiederaufbau/Reparatur von Kulturdenkmälern.

@bruno man mag gar nicht drüber nachdenken, wofür alles Geld ausgegeben wird und wo es fehlt oder? Ach Manno...

@kassiopeia @bruno @Hughenknubbel @Strubbl Ja, ich habe auch drüber nachgedacht, was wäre, wenn einfach so ein Wahrzeichen und Monument gebrannt hätte. Sagen wir so was wie Neuschwanstein oder so.
Ich hab halt einen Grummel auf die Kirche und reagiere deshalb ablehnend. Aber selbst bei einem "normalen" Gebäude würde ich mich über den europaweiten Riesenrummel wundern, den das ausgelöst hat.

@bruno bezüglich der Versicherung: wenn die schuldfrage geklärt ist, müsste ja eigentlich die, des verursachers einspringen sofern es ein Unfall war. @Nasenspray @kassiopeia @Strubbl

@kassiopeia Es geht hier eben nicht um selbstlose Wohltätigkeit, sondern um Prestige.
Finde es gerade auch ziemlich zum K...
@kassiopeia Egal welches Projekt, es wird immer wichtigere Projekte geben. Das kommt immer auf die Perspektive, der Nähe, der Verbundheit und der Aufmerksamkeit(-sspanne) der Menschen an. Man muss sich ja nicht beteiligen und kann sich in vollem Umfang den "wichtigeren" Projekten zuwenden ;)

@hoergen da hast du recht. Ich wollte nur mal mein Unverständnis darüber zum Ausdruck bringen, dass das gerade Thema Nr. 1 in den Medien ist und ich es scheinheilig finde, dafür so viel Mitgefühl generieren zu wollen.

@kassiopeia Achja, die Medien .. das sind auch nur Menschen, ähnlichen irgendwelchen zufälligen Nachbarn, mit irgendwelchen "wichtigen" Themen. ;)

@hoergen sie sollten es besser wissen und können. Aber gut, dass der Journalismus den Bach hinunter gegangen ist, ist ja eigentlich nichts Neues...

@kassiopeia Ich finde nicht, dass "Der" Journalismus den Bach runtergegangen ist. Es gibt immer noch hervorragende Journalisten. Vielmehr hat sich guter Journalismus wegbewegt von bekannten Plattformen. Ob das verbreitetet Zeitungen, TV, Radio oder Internetseiten sind, ist egal. Man muss die Guten suchen (und natürlich wie immer ständig prüfen). Zum Glück gibt es aber immer wieder Hinweise, wie ich finde z.B.

www.nachdenkseiten.de/
www.hintergrund.de/
www.blaetter.de/
www.infosperber.ch/
www.ipg-journal.de/
diefreiheitsliebe.de/
www.heise.de/tp/

und noch viele mehr mit spezielleren Themen, die ich in meinem RSS Reader habe ;)

@hoergen ich meine aber genau die Formate, die man nicht mühsam suchen muss. Ich habe nichts gegen selber denken, das sollte jeder tun. Aber die Formate, die eben „alle“ leicht erreichen können und auch sollen, werten an stellen, wo sie es nicht sollten. Davor kann man sich schlecht schützen. Von daher bleibe ich für mich bei der Einschätzung, dass der Journalismus den Bach runter gegangen ist. Von einigen wenigen Ausnahmen vielleicht abgesehen.

@kassiopeia Da bin ich völlig deiner Meinung.
Ich hätte jetzt nur noch Verschwörungszeugs zu bieten, von wegen Machtkonzentration und effektivere Manipulation. Also Absicht dass der Journalismus den Bach runter geht. Es fällt mir immer schwerer, das als Grund abzulehnen.

Von manchen Formaten halte ich mich grundsätzlich fern, auch wenn die mal einen guten Artikel zwischendurch haben wie z.B. der Spiegel. Ganz übles Ding. Hat nur eine andere Aufmachung und etwas mehr Text als die B!LD, ist aber genauso verdummend und hochmanipulativ. Ist ein schwieriges Thema und wird es sicherlich noch eine lange Weile bleiben.

@hoergen stimme dir bei beiden Absätzen uneingeschränkt zu!

@kassiopeia
Notre Dame hat was mit Urlaub machen zu tun. Wenn das ding da nicht ist gibt es weniger Gründe dort hin zu fliegen. Und die Umwelt zu verpesten. # Ironie

Die großen katastrophen passieren in Ländern in denen man nicht Urlaub machen will. Deswegen interessiert das auch weniger.

@kassiopeia
Was berührt dich mehr? Das Haus deines Nachbarn brennt ab oder ein Haus 50km entfernt in einem Dorf dessen Namen du nicht mal kennst brennt ab oder ein Haus in 5000 km Entfernung brennt ab... Usw...

@FreiMauR sicherlich ist räumliche Nähe ein Faktor. Aber rechtfertigt der offenbar versehentliche Brand eines Gebäudes ohne menschliche Opfer so eine mediale Aufmerksamkeit mit Spendenaufrufen? Finde das regelrecht albern...

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