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"Eine Umstellung auf andere Betriebssysteme wie zum Beispiel Linux schließen die meisten Behördenchefs aus. Für den Betrieb ihrer Fachanwendungen sind sie auf das Windows-Betriebssystem angewiesen."

Seit Jahren ist die Datenschutz-Problematik nun bekannt. Anstatt zu reagieren, wartet man insgeheim ab und hofft, dass Microsoft die "Probleme" behebt. Aus MS Sicht sind das keine Probleme, sondern so gewollt.

zdf.de/nachrichten/heute/ende-

@kuketzblog
Mir ist ein Rätsel warum Office PC's überhaupt irgendwelche "neueren Versionn" von Software benötigen. In der Regel wird doch z.B. im Handel Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation, E-Mail, Terminverwaltung, Aufgabenverwaltung, SAP und ein Haufen von irgendwelchen Browser Anwendungen genutzt. Wozu braucht es da ständig ein neues OS? Das lief größtenteils schon unter NT.

@olafstoltenberg @kuketzblog
1. Werden immer neue Sicherheitslücken auch in älteren Systemen gefunden, die in Closed Source Produkten nicht vom Admin selbst geschlossen werden können und vom Hersteller nicht mehr gefixt werden.
2. Läuft NT4 bestimmt nicht auf neueren Kisten, vom neuen Prozessor bis zum SSD-Support. (Weniger Wartezeit ist besser und außerdem kann Hardware ja auch Mal kaputt gehen, habe ich gehört!)
3. Läuft neue Software oft nicht auf alten Betriebssystemen.

@vonnordmann @kuketzblog
Wozu sind schnellere Systeme notwendig? Der Standardnutzer im Office hat da gar nichts von. Für die Verarbeitung von Datenbanken ja, aber für das Frontend im Office? Damit es bunter ist? Der einzige Unterschied für die Nutzer ist der mittlerweile oft vorhandene 2te Monitor. Wozu ein Golf 8 wenn der 1 auch fährt? Wegen der Sicherheit? Drosselste die Kiste auf 90. Geht auch... Verbrauch? ;-) Navi? Ok, Argument. Bleifrei auch, aber sonst....

@olafstoltenberg Ich hoffe, dass Du mich trollen willst!
Sonst bin ich der, der abstruse Autovergleiche bringt – jetzt weiß ich, wie sich das anfühlt. Danke.
Dann wünsche ich Dir noch viel Spaß im Museum mit Deinem Apple II, 386SX, DOS 3.1 oder NT4... und viel Glück, dass keine Hardware ausfällt!

@vonnordmann
Autovergleiche sind völlig zu unrecht verpönt :-)
Unter Umständen bin ich etwas übers Ziel hinausgeschossen. Mein Punkt ist lediglich dass z.B. E-Mails im Büro seit den Neunzigern weitgehend gleich genutzt werden. Ich kann, Dank des einheitlichen Standards, mit meiner alten Kiste arbeiten. Features wie html in Mails machen das Arbeiten nicht leichter. Ich seh das wirklich nur aus Anwendersicht.
Gewissermaßen als Fahrer... *duckundweg* ;-)

@olafstoltenberg Der Umfang der Software ist wirklich größer, als in den 90ern. Schöner arbeiten lässt es sich damit auch, als auf der Konsole. (Ich mag meine Konsole trotzdem am liebsten!) Mail- & Office-Suiten sind ja nur Beispiele. Mit Mails kommen auch gern Schädlinge. Browst Du (dienstlich) auch mal im Netz? Dann musst Du unbedingt einen aktuellen Browser benutzen, sonst ist Dein System und damit das gesamte Firmennetz gefährdet. Aktuelle Browser gibt es für Win XP nicht mehr...

@vonnordmann
Du hast da in der Praxis natürlich recht. Und mir persönlich könnte es egal sein, ich komm schon klar. Nur ist es mehr als ärgerlich wenn gute und funktionelle Anwendungen nicht mehr genutzt werden können, weil niemand in der Lage ist dass schöne neue OS oder den tollen neuen Browser abwärtskompatibel zu bauen. Mehr noch ich brauche für einige Seiten von Partnern den IE andere funktionieren nur mit dem Firefox. Mit Edge gehts mal ja mal gar nicht. Das ist nicht gut.

@olafstoltenberg Ich glaube, die Nutzerbasis ist für die "so-weit"-Abwärtskompatibilität einfach zu klein, das können maximal Fanprojekte leisten, ich kenne aber wirklich keine Fans vom IE6 oder so :)
Was die Browserwahl für bestimmte Seiten angeht: die Lösungen dafür gibt es doch schon seit 1999: "Bitte klicken sie hier, wenn sie uns mit dem IE besuchen …" (Echt jetzt? Browser haben immernoch Probleme mit irgendwas auf irgendeiner Webseite? Wow ich hol gleich das FAX aus dem Keller!)

@vonnordmann Z.B. gibt es permanent Probleme mit TLS Zertifikaten. Oder diverse Web Applikationen, die ich nutzen muss, setzen Silverlight voraus. Und dass meiste läuft mittlerweile im Browser. Und da gibt es dann das von Dir beschriebene Sicherheitsproblem. Und wenn der neuste Patch, der jetzt ganz wichtig ist, x-tausend Arbeitsplätze in ihrer Funktionalität einschränkt, dann kotzen x-tausend Angestellte. Updates machen echt nicht jeden froh...

@olafstoltenberg Probleme mit Updates sollten die Tester der Webapp-Entwickler aber finden und dann schnellstens beseitigen. Updates sind trotzdem wichtig, wenn sich irgendein Mitarbeiter einen Cryptotrojaner einfängt, legt der auch ganze Firmen lahm. So oder so können die Leute dann nicht arbeiten. Probleme mit Zertifikaten gibt es leider auch woanders immer wieder, schön ist das auch nicht, aber da gibt es schon sehr gute Tools, die das automatisch erneuern.

@olafstoltenberg Das ganze Internetzeug stammt aus Zeiten, in denen man den Leuten, die es benutzten noch Vertrauen schenkte. Heute… naja, Du weißt schon ;)

@olafstoltenberg

Für all die von dir genannten Programme und Betriebssysteme gilt: Angriffsfläche. Alle älteren Versionen haben bugs, vielleicht nicht mal die Software direkt, aber die Bibliotheken auf denen sie aufsetzen. Diese können dazu führen, dass Angreifer sich Zugriff verschaffen, Daten abziehen, Daten manipulieren und/oder weitere Systeme angreifen können. Ja, Updates sind in jedem Fall notwendig.

@kuketzblog

@sheogorath @kuketzblog
Bugs & Sicherheitslücken haben auch neue Systeme, oftmals sogar mehr. Sichere Systeme & Anwendungen gibt es nicht. Natürlich ist das polemisch, trotzdem brauchen ganz viele Anwender Stabilität und eine kontinuierliche Usability mehr als Features. Und was der User bei Systemupgrades erhält sind Features. In der Adminanmeldung kann das ja völlig anders aussehen.

@olafstoltenberg

Ich bin bei dir, dass man da an vielen Stellen lieber nur noch Security Patches hätte. Leider zeigt einem die Realität auch immer wieder das Gegenteil, denn nur Sicherheitspatches reichen nicht immer. Ein neues Gesetz und schon muss man auch Funktionalitäten anpassen.

Zumal sich leider gezeigt hat, dass zumindest in der Fläche, die Update-Bereitschaft steigt, wenn das Update auch neue Features bringt. 🤷

@kuketzblog

@kuketzblog
»Immerhin hat Microsoft nun eine Support-Verlängerung für die Betriebssystempakete "Windows 7 Professionell" und "Windows 7 Enterprise" bekannt gegeben. Die aber müssen die Behörden teuer bezahlen. Bis Januar 2023 soll es gegen viel Geld zumindest Sicherheitspatches geben.«

Bestes Geschäftsmodell ever!
Aber wer hätte damit rechnen können!!1!elf

Ob die "Behördenchefs" mal ausprobiert haben, ihre Fachanwendungen unter wine laufen zu lassen? Müsste für Office2003 doch reichen ... 😁

@homer77

Naja, das gleiche machen Redhat und Canonical auch. Es gibt nun mal nichts schlimmeres als legacy Software zu pflegen, dass man sich da Langzeit support vergolden lässt, sehe ich nicht so problematisch.

Nach 11 Jahren ist dann halt mal Schluss. Wenn man das mit der Linux Welt vergleicht, würde man da schon mindestens 1 Jahr extra viel bezahlen.

@kuketzblog

@sheogorath
Nur dass Du da eben nicht von 1 Anbieter abhängig bist. Der Wechsel von einer LTS-Version zur nächsten dürfte sehr viel undramatischer sein als die Datenschutz-Katastrophe Win10.
Das gleiche Desaster gab es ja schon mit dem Ende von XP. Ist doch bitter, dass daraus so wenig gelernt wurde, dass sich das jetzt schon wieder so abspielt.
@kuketzblog

@homer77

Naja, wechseln kannst du da auch nur bedingt, denn ja, das ist zwar alles ähnlich, aber wenn du mal versucht deine ganzes Infrastruktur Tooling multi-distro fähig zu machen, wirst du feststellen wie nervig das ist. Und selbst wenn du das hast, bei >10 Jahren bleibt dir im Moment nur Redhat und Suse und beiden nehmen da auch entsprechende Beträge für. Dann hättest du halt Umstellungskosten + EUS/LTSS, kommt gewiss nicht günstiger.

@kuketzblog

@sheogorath @homer77 ja, nicht uinbedingt distro wechseln, aber einfach kostenlos upgraden…

@rugk

Na genau darin liegt doch das Problem, dass man festgestellt hat, dass man "nicht auf die nächste Version will/kann", sprich man muss entweder den Weg gehen (Upgraden), den man nicht gehen will, oder aber man muss wechseln.

Und ja, Linux ist da überall wesentlich flexibler, ich möchte nur anmerken, dass es ein absoluter Trugschluss ist zu sagen: "Microsoft fordert so viel Geld für längeren support, das wäre mit Linux nicht passiert". Das kann mit Linux 1:1 genauso passieren.

@homer77

@sheogorath
Statt #Microsoft Geld zu geben, könnte Mann es einer #Linux Firma geben und fördert dann indirekt die Linux Entwicklung ➡️ #PublicMoneyPublicCode ‼️
@rugk @homer77

@kuketzblog
Und weiter Steuergelder für verlängerten Support verschwenden, anstatt auf langfristig deutlich günstigere FOSS Software zu setzten sowie diese bestenfalls mit dem gesparten Geld weiter voranzubringen.
<s> Aber "Privacy by default" fördern - im Sinne der Allgemeinheit und der DSGVO - das wäre utopisch </s>

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