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Wenn quelloffene Android-Apps (bspw. Signal) auf proprietäre Bibliotheken zurückgreifen, die dann später in der fertigen App enthalten sind, ist die App dann für euch noch:
- quelloffen bzw. Open-Source?
- freie Software bzw. Free Software?

Bin auf eure Antworten gespannt!

@kuketzblog Diese Frage habe ich übrigens in ähnlicher Form schon Anfang 2017 gestellt.

Solltet ihr euch als Hintergrund-Info mal durchlesen.

kuketz-blog.de/gedanken-zu-ope

@kuketzblog Ich finde nicht. Quelloffen fordert das Reinheitsgebot.

@kuketzblog
zu 1: nein
zu 2: auch nein

Allerdings weiß ich nicht, ob ich die Software dann löschen werde. Kommt wohl darauf an, wie wichtig sie für mich ist.

Was das Ganze noch schlimmer macht.

@kuketzblog
Zumindest nicht meine Unterstützung wert. Ich suche ein freies Ökosystem und nicht nur kompatibel einen freien client. Bringt mir nichts, wenn beim client zwar alles toll und gut ist, ich aber nicht weiß was auf dem Server ausgeleitet wird.

Aber für mich ist auch Föderation wichtiger als Verschlüsselung.

@txt_file Das war nicht die Frage. Signal war nur ein Beispiel. ;-)

@kuketzblog
Ich sehe es wie GNU, leider gibt es zu viele Auslegung, meist von Herstellern, was Free Software und was Open Source ist. Für mich ist free like in "free speech" not like in "free beer" - also in solchem Fall wie Signal, weder noch.

What is free software? - GNU Project - Free Software Foundation

gnu.org/philosophy/free-sw.en.

@5m4r7 @kuketzblog Schon so, aber dann kommt ohnehin auch kein LineageOS in Frage, da es nicht-freie Gerätetreiber und Firmware verwendet fsfe.org/campaigns/android/lib

@kuketzblog
Für mich ist es dann definitiv keine Open Source Software mehr

@kuketzblog Signal benutzt doch gar kein GCM mehr!? Sind andere Teile nicht Open Source in Signal?

@kuketzblog

Aus Sicht der IT Sicherheit ist das identisch zu Closed Source. Ein Library BLOB ist ausreichend, um beliebige Hintertüren einzubauen.

Dank FISA ist das Szenario bei Signal auch nicht ganz unwahrscheinlich.

@kuketzblog Nein.Freie Software muss auch auf komplett freier Software laufen.Mit dem Zwang,etwas proprietaeres dazu zu installieren,verliert es sene Vertrauenswuerdigkeit und Glaubwuerdigkeit und ist in keinster Weise mehr frei.

@kuketzblog Quelloffen ja (man kann immer noch in den Code der App schauen), Frei nein (die App enthält proprietären Code)

@jlelse @kuketzblog man kann aber den proprietären code in der app anschauen, und der kann theoretisch auch alles machen (inklusive private Daten an Google senden)

@felix @kuketzblog Dann dürfte es aber für Windows gar keine Open Source Software geben, denn die greift auf die Windows API zu und die ist auch proprietär und kann alles machen. Und ein Entwickler, der Google Bibliotheken einbindet entwickelt diese Bibliotheken ja nicht selbst sondern verweist nur darauf.

@kuketzblog
Ja, da der proprietäre code im freien code erkennbar ist. Open source SW heißt meiner Meinung nicht das man keine closed source nutzen soll.

@kuketzblog Kommt drauf an, für welche Funktion das genutzt wird. Bei einem Messenger fallen mir nur wenige Funktionen ein, die so unkritisch sind, dass mir das egal wäre.

@kuketzblog
Rechtlich wohl ja, aber die @fsf sagt, dass es dann für die freie Welt nicht benutzt werden kann, und deshalb ein Nachteil ist, auf den man hinweisen sollte.

Bibliotheken, die zum System gehören ("System Libraries") sind in der GPL explizit erlaubt (GPLv3, §1)

Siehe diese und nachfolgende Fragen in der GPL-FAQ:
gnu.org/licenses/gpl-faq#FSWit

@kuketzblog
Java ist mittlerweile frei. Aber als es noch unfrei war, brachte Stallman das Schlagwort auf „frei, aber gefesselt“.
gnu.org/philosophy/java-trap

@kuketzblog
Android selbst bezeichnet Stallman mittlerweile als unfreies System.

In folgendem Artikel ist das noch nicht ganz so deutlich, aber ich habe schon Reden von ihm gehört, wo er als unfreie Systeme gleich nach iOS in einem Atemzug Adroid aufzählte.

gnu.org/philosophy/android-and

@kuketzblog Entscheidend ist für mich, was ich als Nutzer ausgeliefert bekomme. Wenn proprietäre Teile enthalten sind, ist es nicht mehr quelloffen. Wenn es nur proprietäre Software benötigt, aber nicht automatisch mitinstalliert, würde ich es durchaus noch als quelloffen und je nach Lizenz auch Freie Software bezeichnen.

@kuketzblog
Wenn auf proprietäre Bibliotheken zurückgegriffen wird, ist das meiner Meinung nach nicht mehr quelloffen, jedoch immer noch frei.
Quelloffene Software muss für mich komplett nicht-proprietär sein.

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