@kuketzblog Sehr schön! 😀 Ich sehe allerdings immer wieder ein soziales Problem, kein technisches: Die Leute _wollen_ nicht wechseln. Seit über 10 Jahren rede ich schon auf mein Umfeld ein - natürlich _in_ den Netzen, die sie eigentlich nicht nutzen sollten (weil sie sonst ja nicht erreichbar wären). Bringt nichts. Ist denen egal. "Alle sind bei FB/WA/Insta." - und wenn da "alle" sind, dann bleiben sie halt auch.

@kuketzblog Das ging in der Vergangenheit so weit, dass ich anno domini 2009 oder so tatsächlich mal den großen Netzen den Rücken kehrte - und feststellte, dass ich danach _tatsächlich_ ziemlich allein war. 😯 Jetzt mache ich das wieder, nach 10 Jahren des permanenten auf die Leute ein Redens. Mittlerweile hat sich die Struktur soweit geändert, dass ich mich alleingelassen dann sogar wohler fühle. 😏
Ändern wird sich nichts. "Alle" werden bei den Datenriesen bleiben.

@kuketzblog Schließlich ist ihnen die tägliche Aufmerksamkeitsdroge wichtige als persönliche Kommunikation.

@nerdosoph
Ja das ist ein Henne-Ei Problem und Faulheit "och nee, nicht noch eine app". Lösung wäre: offenes und sicheres Protokoll mit Client der eigenen Wahl. Was ich sehr gut finde ist, dass die #FridaysForFuture auch schon sehr aktiv über Telegram kommunizieren. Kritik an #Telegram hin oder her, es ist die aktive Nutzung einer Alternative.
@kuketzblog

@kuketzblog Sehr opportunistischer Artikel. Ebenso könnte man fordern Ingenieure, Ärzte, Pharmazeutiker Physiker übernehmt Verantwortung. Oder sogar Eltern übernehmt Verantwortung, damit ihr keine Arschlöcher erzieht, die BWL zu studieren, um dann ein Unternehmen hochzuziehen, das Daten sammeln will. Oder dass sie Kameras entwickeln, mit dem sie schlimme Verbrechen filmen und weiter verteilen können.

Ich verstehe deine Intention (Frustration) dahinter, aber du blendest bei deiner Forderung an die Menschen komplett die Diversität der Menschen aus. Das ist wie wenn man den Menschen weglassen muss, damit die Interaktion mit dem Menschen funktioniert. Ein Paradoxon.

Ich sehe das ähnlich, wie @nerdosoph , dass es ein soziales bzw Bildungs Problem ist. Das ist kein Querverweis auf "Pisa hat gezeigt, wir werden immer doofer" oder so eine allgemeine Misanthropie . Das hat einfach damit zu tun, dass die gesellschaftlichen Veränderungen in den letzten 30 Jahren vermutlich in den Punkten Arbeitsbereiche, Digitalisierung, Kommunikation, Anforderungen drastischer waren, als jemals zuvor. Jetzt auf die Informatiker zu zeigen und "dududu" sagen ist mehr als nur billig.

Selbst wenn du alle Informatiker auf der Welt tatsächlich verpflichten könntest ethisch rein zu sein, dann solltest du tunlichst sowas wie Opensource verbieten. Denn wer hindert einen Nicht-Informatiker daran guten Code aus einem GIT Repos zu kopieren und damit Unfug zu treiben? Desweiteren muss natürlich jeder Code, der auf einer Maschine laufen soll durch eine ethische Instanz freigegeben werden. Wer sollte diese ethische Instanz sein? Und gibt man dieser dann nicht zuviel Macht? Macht korrumpiert, weil Menschen Menschen sind. Du siehst man kann recht fix ein paar nette apokalyptische Szenarien basteln, die dann auch nicht mehr von einem vergleichbaren System wie das Scoring in China - nur ein bisschen verdreht - sind.

Das , meines Erachtens, Einzige, was diesem Wahnsinn Einhalt gebieten kann ist Aufklärung und Bildung aller Menschen!

Dann verstehen die Menschen vielleicht auch, was z.B. dieser Sakkabörg macht und würden ihm den Vogel zeigen. Oder sie machen es trotzdem, aber steigen zügig auf eine Alternative, die den Benutzer nicht ausweidet um, sobald es sie gibt.

Dahinter stecken aber so viele Mechanismen wie diese lästigen Gewohnheiten "ich müsste mal die Bank/Stromanbieter/etc wechseln / aufhören zu rauchen". Das Erkennen von dumpen Lifestyle ohne wirklichen Mehrwert, außer als Statussymbol (siehe SUV/Marken Diskussionen).

Meines Erachtens hilft wie gesagt nur Bildung und Aufklärung. Aber das ist eine sehr langfristig angelegte Sache, die schon früh in der Schule beginnen muss und nie enden darf. Ich fordere seit einiger Zeit in den verschiedenen Netzwerken bei jeder Gelegenheit, dass man die Sendung "Der 7. Sinn" wieder einführt, aber mit dem Thema Medienkompetenz, das genau in diese Richtung zielt.

Als Nächstes kann man die Forderung an die Informatiker stellen (wie auch an viele andere Fachrichtungen), dass sie Texte schreiben, die für nicht Informatiker verständlich und verdaubar sind. Also sowas wie "provoziere eine Speicherverletzung in der lib123c bei 3Fe4d:0E78, dann kommst du zu den Entwicklereinstellungen mag für das Fachpublikum interessant, hilfreich oder witzig sein, aber was fehlt sind wirklich gut und einfach verständliche Texte, Videos, Audios in konsumierbaren Längen, womit man sich informieren und die man immer wieder "nachlesen" kann. Quasi die guten Erklärbären. Das ist dennoch definitiv eine sehr schwere Aufgabe "verständlich" zu sein. Sieht man ja z.B. an vielen verschwurbelten Texten in der Wikipedia.
Da machst du und einige andere mit ihren Blogs, Videokanälen und Podcasts schon einen recht guten Job!

Das wäre aber erst einmal nur die "Schaffung eines Angebotes". Die ebenso große Aufgabe ist es: Wie motiviere ich die Menschen dazu dieses Angebot zu suchen und wahrzunehmen?

Ein garantiert erfolgreicher, aber dennoch sehr schwieriger Weg ist Lifestyle aka Werbung aka Public Relations aka Propaganda aka Manipulation. Und bevor jetzt alle Aufschreien "bäääh Propaganda", sollten sie sich mal mit der Person Edward Bernays , seinen Nachahmern und deren sehr erfolgreichen (leider auch meist sehr zweifelhaften und schädlichen) "Projekte" beschäftigen de.wikipedia.org/wiki/Edward_B… . Wir werden tagtäglich in allen Bereichen mit Propaganda bombardiert und wir werden absichtlich oder unabsichtlich von anderen Menschen manipuliert. Wer da sagt "Igitt, sowas macht man nicht" hat irgendwie ein Leben in einer Gesellschaft nicht verstanden. Das Konstrukt ist fest in jeder Gesellschaft verankert.

Wenn Informatiker das Thema gesellschaftlich leiten sollen, dann müssen sie auch bereit sein, sich in eine solche Gesellschaft zu integrieren und deren Mechanismen zu verstehen, damit sie den Menschen einen Weg auf die gute Seite zeigen können, die jene dann auch gehen wollen, um so den gesellschaftlich schädlichen Ambitionen von Personen oder Firmen Einhalt zu gebieten.

Die Forderung an die Informatiker sollte daher eigentlich lauten:
Macht eure Themen allgemeinverständlich und konsumierbar.

@hoergen Wie im Text aufgezeigt gebe ich den Informatikern keine "Alleinschuld". Man könnte die Forderung natürlich auch auf andere Berufsgruppen ausweiten - ich spreche aber gezielt Informatiker an, denen ich ebenso angehöre.

@kuketzblog Pardon, wenn das so rüber kam mit einer "Alleinschuld". War nicht initial meine Absicht. Meine Absicht dahinter ist eher den "Machern" zu vermitteln, dass sie die Mechanischem einer Gesellschaft verstehen müssen, um ihren ethischen Anspruch auch in die Masse pflanzen zu können. Dein Aufruf muss da, meines Erachtens, die Basis dafür sein.

@kuketzblog "Informatiker" sind grade beim coden meist nicht selbstständig und machen das was der cheff verlangt um nicht gefeuert zu werden. Natürlich kann und sollte man gegen Überwachungswindmühlen (...) kämpfen aber letztlich ist es auch mMn (als Coder) nen gesamtgesellschaftliches Problem bei dem nur Aufklärung und Bildung aller wirklich hilft.

@scops
naja der Arbeitsmarkt ist für Informatiker momentan sehr gut, da kann man sofern nicht andere Gründe dagegen sprechen auch schnell woanders hingehen

@Muto Mal eben wechseln ist dennoch nicht immer so einfach möglich, zum Beispiel auf dem Land. Telearbeitsplätze gibts immer noch erstaunlich wenige....

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