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Bei der Einführung der elektronischen Patientenakte werden zunächst wichtige Datenschutzeinstellungen fehlen. Das bedeutet: "Wenn eine Versicherte beispielsweise ihrem Orthopäden den Datenzugriff erlaubt, könnte dieser auch Informationen über einen Schwangerschaftsabbruch mitlesen."

Kein Kommentar.

handelsblatt.com/politik/deuts

@kuketzblog
Bei deinem beispiel mag das vllt sinnfrei erscheinen, es gibt aber doch erkrankungen bei denen gerade die vorgeschichte wichtig ist. Auch in hinblick auf medikamenten-mix bzgl. Wechselwirkungen, ist es wichtig dass der eine arzt weiß was der andere verschrieben hat. Ist also doch ein zweischneidiges schwert. Und eine schweigepflicht gibt es ja dann auch noch.

@kuketzblog Braucht der Arzt eigentlich nur eine (hoffentlich explizite) Genehmigung von mir, um dort zu lesen – oder auch, um seine Befunde etc. von mir dort hochzuladen? Ich sage bei Arztbesuch jetzt schon sicherheitshalber, dass sie meine Genehmigung für beides NICHT haben.

Warum erhalten die Betroffenen hier eigentlich keine Aufklärungs-Schreiben? Keine Wahl, keine Stimme, kein Schreiben – oder was?

@kuketzblog unfassbar. Er kann mit seinem Gesundheits-Datenschutzgesetz sicherlich nicht die DSGVO aufweichen. Gesundheitsdaten sind besonders schützenzwert! Die DSGVO sagt ganz klar: Privacy by design. Ende.

@kuketzblog - Naja, man haette die #eGK bzw. die damit verbundene zentrale Datenspeicherung ja auch ablehnen koennen. Das haben leider zu wenige gemacht. Ich habe immerhin bis Anfang des Jahres durchgehalten.

@kuketzblog Wenn man das dann noch mit der Qualität der durchschnittlichen Ärzte- und Krankenhaus-IT kombiniert... Wir hatten da kürzlich mal eine kleine informelle Sammlung persönlicher Erfahrungen, die ziemlich deprimierend war...

@kuketzblog
Ich bin Assistenzarzt. Ein Großteil der Patienten kennt nicht einmal die Hälfte der eigenen Relevanten Diagnosen und bringen ihre Dokumente nicht mit. Ich rufe dann beim Hausarzt an und lasse mir die Dokumente faxen. Da könnte ich auch Privat anrufen und faxen lassen. Das würde niemand merken. Der Datenschutz ist schon jetzt schlecht. Vollständige Akten für jeden Arzt sind meiner Meinung nach ein Muss. Die digitale Akte ist eine Chance beides zu verbessern.

@Roxxor Leider vermute ich, dass das Datenschutzniveau mit einer digitalen Lösung weiter absinken wird.

@Roxxor
Das ist ein typischer Fehler, der bei Digitalisierung gemacht wird. Dein Beispiel betrachtet nur die Vorteile in einem spezifischen Fall und da Du hast natürlich recht. Tatsächlich überwiegen die Nachteile deutlich, schon allein, weil aus deiner 1:1 Beziehung mit einer Verbindung auf menschlicher Ebene eine N:M Beziehung mit X Verbindungen auf System Ebene wird.
@kuketzblog

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