@macprofreak @kuketzblog ich habe meinen Amazon-Account schon vor etlichen Jahren gekündigt. Trotzdem fallen hier immer mal wieder (augenscheinlich von ; Adressen, die ich sehe, scheinen original) ein, die mir einen „möglichen Missbrauch“ meines Kontos melden. Ich ordne das als ein und reagiere nicht.

Aber: sollte ich mich vielleicht doch an Amazon (anderer Kanal: z.B. Brief) wenden und das untersuchen lassen?

Wäre schon blöd, wenn meine Identität missbraucht würde.

@kuketzblog Kann ich gut nachvollziehen.Ich hab Amazon auch noch sehr lange genutzt,waehrend ich ueberall anders schon auf Datenschutz geachtet hab.Aber Amazon wird mir zunehmend unsympathisch.Den Account hab ich noch und loesche ich erst,wenn mein Kindle Fire irgendwann nicht mehr da ist.Aber eingekauft wird da nichts mehr,wenns nicht unbedingt sein muss.Fuer die meisten Produkte gibts auch andere Shops.

@kuketzblog Habe ich im November 2019 getan. Und es funktioniert gut.

@digitalcourage @kuketzblog @nipos @plabberpapp Prinzipiell stimme ich zu. Was man ihnen aber lassen muss: es funktioniert. Bei Defekten sofort Ersatz, bei fehlenden Zustellungen sofort Neulieferung. Als Kunde wird man super bedient. Während man sich mit diffusen Einzelhändlern bei Mängeln ständig nur rumstreiten muss. Wären die auch so gut, würde ich auch sofort da weg gehen.

@nexusplasma @digitalcourage @kuketzblog @nipos @plabberpapp Kann ich absolut nicht bestätigen. Jedes Mal, wenn ich mich doch mal wieder hinreißen lasse, frage ich mich, wie man mit so schlechtem Service noch Marktführer sein kann. Allein über die Porto-Regelung rege ich mich jedes Mal auf.
Früher: Portofrei ab 20€
Heute: Für fast jedes Produkt fällt extra Porto an, auch mit Prime.

Minderwertige Chinaware ist nur mit viel Erfahrung zu erkennen und lässt sich auch nicht wegfiltern.

@reticuleena @nexusplasma @digitalcourage @kuketzblog @nipos @plabberpapp
-- ACHTUNG --
Der Unterschied schlechthin:
a) Kauf bei "Amazon" direkt (Verkauf und Versand von Amazon)
b) Kauf im (per) Marketplace (Eigenverantwortliche Händler, die ähnlich wie bei "ebay" die Verkaufsplattform nutzen)

@reticuleena @digitalcourage @kuketzblog @nipos @plabberpapp So machen verschiedene Leute wohl verschiedene Erfahrungen. Ich filtere alle Suchen schonmal grundsätzlich nach "portofrei ab 29€". Schrott aus China lässt sich z. T. zumindest an den Lieferzeiten (2 Wochen und mehr) rausfiltern. Teilweise können dann noch die Bewertungen helfen. Ich kann mich bislang jedenfalls nichz beklagen.

@nexusplasma @nipos @plabberpapp
Cool, #Amazon wegen beschissenem Umgang mit Nutzer*innen-Daten und Beschäftigen den Rücken zu kehren. Nicht cool diese komische #Datenkrake-Metapher zu benutzen, die einen antisemitischen Touch hat. Damit meine ich auch @digitalcourage auf dem #36c3 wieder mit #Krake am Stand. Scheinen sich Kritik diesbezüglich zu verweigern.

@maximpistos @kuketzblog @frumble @digitalcourage @plabberpapp @nexusplasma Das ist doch Bullshit! 🙄 Ich versuche ja wirklich,so politisch korrekt wie moeglich zu sein,aber der Begriff Datenkrake hat nichts,aber auch wirklich gar nichts mit Antisemitismus zu tun und hat auch seinen Ursprung an einer ganz anderen Stelle.Siehe de.wikipedia.org/wiki/Datenkra .Es geht dabei um das Bild einer Krake,die eben ganz viele Arme hat und damit die Daten aufsammelt.

@nipos @maximpistos @kuketzblog @frumble @digitalcourage @plabberpapp Da stimme ich zu. Datenkrake hat mit Antisemitismus ungefähr so viel zu tun wie Hundekacke mit Erdbeereis.

@gesus @digitalcourage @plabberpapp @nipos @maximpistos @kuketzblog @frumble @nexusplasma Der Begriff Datenkrake ist ein Schlagwort aus der politischen Diskussion um den Datenschutz. Er ist allgemein verbreitet und wird in diesem Zusammenhang verwendet.

@kuketzblog @digitalcourage Schon klar. Diese Feststellung widerlegt aber keinen Antisemitismus.

@digitalcourage @kuketzblog Aha, und zu sagen, die Krake taucht bei Schwarz nicht auf ergo "alles gut" ist nicht leichtfertig und unbegründet? Das Bild der Datenkrake ist wirklich unnötig.

@gesus @kuketzblog Das Bild der Datenkrake veranschaulicht so gut wie kein anderes das Vorgehen der kommerziellen Überwacher, deren Tracker inzwischen in die Mehrzahl aller Websites eingebaut werden. Die so und anders an vielen Stellen erhobenen Daten werden in zentralen Datenbanken zu persönlichen Profilen zusammengeführt. Das ist richtig gefährlich. /c

@gesus @kuketzblog @digitalcourage Leute, als Sozialwissenschaftler schlage ich bei dieser Diskussion die Hände an den Kopf. Einfach mal lesen und lernen.

Niemand behauptet, ihr hättet mit der "Datenkrake" antisemitische Absichten. Das Symbol der Krake aber ist Code für die 'klandestine Weltherrschaft der Juden' und schon vor den Nazis verbreitet. Ihr greift darauf zurück und sagt jetzt, nö, hat doch bei uns gar nichts mit Antisemitismus zu tun, geht doch um Datenschutz, höhöhö.

@frumble @gesus @kuketzblog Als Sozialwissenschaftler kannst du sicherlich wissenschaftliche Belege liefern. Das wäre hilfreich. /c

@kuketzblog @gesus @digitalcourage @plabberpapp @nipos @frumble @nexusplasma @gesus

Die Metapher der (Daten)Krake steht, in diesem Kontext, "als Sinnbild für eine erdrückende, alles an sich raffende Übermacht“. [1]
Spätestens seit der Verwendung in der NS-Zeitschrift "Der Stürmer", ist diese Art von Krankenmetapher "verbrannt".

Vielleicht kann @bkastl was interessantes beisteuern, wenn sei möchte? Kennt sich imho mit NS-Sprech aus.

[1] v.gd/d6hGKA

@kuketzblog @gesus @digitalcourage @plabberpapp @nipos @frumble @nexusplasma @bkastl

"Sprachbilder
der antijüdischen Polemik beziehen sich bevorzugt auf Tie-
re, die als falsch oder listig gelten, wie auf die Spinne, die ihre
Beute mit einem kaum sichtbaren klebrigen Netz fängt." [2]

[2] v.gd/RjoLbV [PDF]

@kuketzblog @gesus @digitalcourage @plabberpapp @nipos @frumble @nexusplasma @bkastl

Statt Spinnen in diesem Fall eben den "raffenden Kraken":
""Juden erscheinen darauf als Kraken und
häufig als Schlangen, die sich wie um ein erstickendes Beu-
tetier um den Erdball winden." [2], bezieht sich auf Abb. [3]

[2] v.gd/RjoLbV [PDF]
[3] v.gd/CLewzA [PDF]

@maximpistos @kuketzblog @gesus @digitalcourage @plabberpapp @nipos @frumble @nexusplasma

Ich weiß nicht mehr wer genau (müsste mutmaßen), aber bereits auf dem #36c3 sagte $wer zu Recht, dass dieses Bild der Krake aufgrund des beschriebenen Kontext problematisch ist.

Die Referenz auf die Karrikatur im "Stürmer" von 1938 ist hier entscheidend.

Ich halte es für stark überdenkenswert weil mögliche antisemitische Chiffre, lasse dazu aber vielleicht besser Betroffene selbst sprechen: … [1/2]

@maximpistos @kuketzblog @gesus @digitalcourage @plabberpapp @nipos @frumble @nexusplasma "Die Krake eignet sich in besonderem Maße »als Sinnbild für eine erdrückende, alles an sich raffende Übermacht«. Spätestens mit Robert Planks Karikatur hatte sie als Ikon ihre Unschuld für immer verloren. Die Nationalsozialisten haben auch diesbezüglich einen unhintergehbaren Maßstab gesetzt. Der Antisemitismus lässt sich aus dem kollektiven Symbolgehalt nicht herausredigieren." lizaswelt.net/2016/03/03/der-s

@bkastl @maximpistos @kuketzblog @gesus @plabberpapp @nipos @frumble @nexusplasma

Bitte keine Enten verbreiten! Diese Krake ist nie im Stürmer erschienen. Wir haben das selbst geprüft. /c

@digitalcourage @maximpistos @kuketzblog @gesus @plabberpapp @nipos @frumble @nexusplasma Ich würde da aber trotzdem darauf hinweisen, dass es hier eine Konnotation gibt, die problematisch ist. Das ist vergleichbar mit der "Reichskristallnacht", die nie offiziell NS-Sprech war, aber trotzdem problematisch ist.

@bkastl @maximpistos @kuketzblog @gesus @plabberpapp @nipos @frumble @nexusplasma

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Wir hätten wirklich gern mal eine wissenschaftlich belegte Auskunft. /c

@digitalcourage @bkastl @maximpistos @kuketzblog @gesus @plabberpapp @nipos @frumble @nexusplasma kann man eure Prüfung irgendwo einsehen? Wenn ihr wissenschaftliche Belege von anderen verlangt, werdet ihr jawohl für eure eigenen Behauptungen welche vorbringen können?
@digitalcourage alles klar, also kann man eure Prüfung nirgendwo einsehen.
@digitalcourage mich wundert vor Allem, dass ich von euch keinen Blogpost oder sowas finde, wo ihr das mal ordentlich und öffentlich debunkt, wenn das ja angeblich eine so glasklare Ente ist und der Vorwurf euch ja auch nicht zu ersten Mal gemacht wurde. Einfach zu sagen „guck doch selber nach“ klingt für mich nach Ausrede mit der Hoffnung, dass den Leuten das eh zu viel Arbeit ist. 🤷

@digitalcourage @optikfluffel @frumble @nexusplasma @gesus @kuketzblog @nipos @plabberpapp @maximpistos
Mit meiner Quellenlage kann ich es mit dem wenig Aufwand bisher weder bestätigen noch verneinen, dass es eine enstprechende Karrikatur gab.
Die Bilder, die so im Internet dazu herumschwirren, sind allerdings wohl eher fraglich.
Wenn ihr entsprechende Recherchen gemacht habt, stellt die doch offen zur Verfügung, dann ist allen geholfen.

@digitalcourage @optikfluffel @frumble @nexusplasma @gesus @kuketzblog @nipos @plabberpapp @maximpistos
Etwas mehr Details: Die Referenz auf den Stürmer ist (wohl) falsch, die Karrikatur an sich aber existiert (wohl) schon.
Sie stammt von Josef Plank um 1938, das Original findet sich aber – wohl – im United States Holocaust Memorial Museum.

"jüdischer Krake mit Churchill als Teil einer Weltverschwörung"

(hatte mich schon gewundert, hätte gar nicht zum Duktus des "Stürmer" gepasst)

@digitalcourage @optikfluffel @frumble @nexusplasma @gesus @kuketzblog @nipos @plabberpapp @maximpistos
(das ist eigentlich nicht mein Job, aber ich finde es wichtig, dafür immer wieder zu sensibilisieren)

@maximpistos @kuketzblog @gesus @digitalcourage @plabberpapp @nipos @frumble @nexusplasma @bkastl
Heißt das, wir dürfen jetzt das Wort Schlangenöl auch nicht mehr in der IT verwenden, ohne das uns gleich antisemitistische Absichten unterstellt werden? Oder ein Mech-Netz mit einem Spinnennetz vergleichen?

@kromonos @kuketzblog @gesus @digitalcourage @plabberpapp @nipos @frumble @nexusplasma @bkastl

Nein. Es geht um den Kontext der Verwendung. Antisemitische Absichten wurden nicht unterstellt, sondern es geht um den Hinweis auf die Verwendung einer min. problematischen Metapher, die ein belastetes historisches Vorbild hat.

@maximpistos @kuketzblog @gesus @plabberpapp @nipos @frumble @nexusplasma @bkastl
Bitte keine Enten verbreiten! Diese Krake ist nie im Stürmer erschienen. Wir haben das selbst geprüft. /c

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