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Ich habe hier eine gruselige Einverständniserklärung von einem Leser vorliegen. Ein Arzt möchte seine Abrechnung auf einen externen Dienstleister auslagern. Dazu dürfen unter anderem Behandlungsdaten, Befunde, Name etc. weitergegeben werden. Ganz unvorstellbar: Sogar von der Aufhebung der Schweigepflicht ist die Rede.

Sowas bitte nicht unterschreiben. Dazu bitte unbedingt lesen: baden-wuerttemberg.datenschutz

@kuketzblog Das klingt nach dem Formular für Hausarztzentrierte Versorgung (HzV)?!

@kuketzblog
Server ist gerade nicht erreichbar.

Für Privatpatienten ist das m.W. üblich, dass die Praxis das auslagert.

@kuketzblog Bei Privatpatienten leider fast immer so. Ohne könnte meine Familie nicht mehr behandelt werden.

@letterus @kuketzblog Das hatte ich gestern beim Zahnarzt auch. Das Hauptproblem: Es wird einem nur auf Nachfrage mitgeteilt, dass man das gar nicht ausfüllen muss. Man kann einfach in Bar oder mit Karte zahlen. Und die Schweigepflicht sollte auch aufgehoben werden..

@marco @kuketzblog Ich weiß nicht, ob das jeder Arzt dauerhaft machen würde. Und ich zahle die regelmäßig 2000€ für meine Kinder halt gerne, nachdem ich das Geld mit Rechnungsbeleg erstattet bekommen habe. Bin halt kein Krösus...

@kuketzblog da gibt es aber wohl Unterschiede. Zum Beispiel ist die privatärztliche Verrechnungsstelle eine von den Ärzten selbst geleitete Genossenschaft die der Schweigepflicht unterliegt.

Anders ist das bei privatwirtschaftlichen Unternehmen, die die gleiche Dienstleistung anbieten.

@kuketzblog Aufhebung der Schweigepflicht ? Nun gehts aber los...

@kuketzblog Wer mit Schmerzen im Wartezimmer die mit der Bemerkung "sonst keine Behandlung" untergeschoben bekommt, der ist halt gezwungen das unleserlich Kleingedruckte zu unterschreiben.

Wer eine Kopie des unterschriebenen Formulars vom Arzt verlangt, bekommt sie nicht - Kopierer defekt, Widerspruch unmöglich.

Kennst du eine Institution, die solche Folterbürokratie in deutschen Wartezimmern mal mit Chance auf Unterbindung auswertet.

@retha @kuketzblog Mir fällt ja dazu direkt ein: Direkt nach der Behandlung die Einverständniserklärung widerrufen.

Wenn dann rum gezickt wird, könnte man duchaus auch mit einem Auskunftsverlangen nach Art. 15 DSGVO kommen. Das wird bestimmt lustig für die Belegschaft. 😈

Abgesehen davon frage ich mich ja immer noch, ob eine derartig erlangte Einwilligungserklärung überhaupt wirksam sein kann. Von Freiwilligkeit ist da ja wohl kaum die Rede.

@dagaz @kuketzblog Ja, auch das Ping-Pong-Spiel kenne ich zur Genüge. Nach dem Widerruf bekommst du das Formular beim nächsten Arztbesuch erneut vorgelegt ... unterschreiben ... widerspruch ... unterschreiben ...
es kotzt mich nur an und irgendwann habe ich dann einfach aufgegeben.

@retha @kuketzblog Das kann ich auch nachvollziehen.

Gäbe es da doch nur eine *wirksame* Datenschutzaufsicht für solche Fälle... *hust*

@kuketzblog

Anamnesebogen(!) eines Arztes endete mit:

"auf die Wahl externer (Heilmittel- ) Leistungserbringer haben
...
Zur effizienten Verwaltung der Patientendaten dieser Praxis haben wir das System Doctolib GmbH. Sie werden über ihre Termine per Email und / oder per SMS benachrichtigt.

Mit ihrer Unterschrift bestätigen Sie die Anerkennung dieses Grundsatzes.

Checkbox: Ich habe die Information gelesen und verstanden."
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Keine weiteren Details in der Patienteninf. zum DS.

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