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Aktuell suchen Schulen fieberhaft nach Lösungen, wie sie mit ihren Schülern während der Coronakrise in Kontakt bleiben können. Viele Schulen und Verantwortliche wählen nun leider Lösungen und Dienste, die ihre Nutzer mit Google, Facebook und Co. tracken bzw. von der eigenen Infrastruktur abhängig machen.

Dezentraler Unterricht geht aber auch datenschutzfreundlich und ohne Lock-in-Effekt.

digitalcourage.de/blog/2020/sc

@kuketzblog Es kommen noch ganz andere Probleme dazu:

1. Viele Eltern können, entweder wegen beruflicher Auslastung oder intellektueller Befähigung, dies gar nicht leisten. Sowieso benachteiligte Kinder fallen weiter zurück.

2. Es wird einfach davon ausgegangen, dass jeder zu Hause eine komplette Ausstattung mit Breitband, Laptop/PC, Drucker, Scanner usw. hat. Dies ist bei Weitem nicht der Fall.

@nexusplasma @kuketzblog
Email ist ein klassisches Mittel der Aufgabenverteilung.
Aber sicher nicht, wenn der Lehrer alle Verteileradressen als Empfänger, cc oder bcc setzt. Digitalkompetenz ist leider kein Allgemeingut, das Bewusstsein zum Persönlichkeitsschutz noch weniger.

@Datenschutzgeno @kuketzblog Was spricht gegen BCC? Mal davon abgesehen, dass E-Mail per se unverschlüsselt durchs Netz rauscht?

Und die Problematik der mangelnden Zeit / Ressourcen / Kompetenz / Ausstattung ist nach wie vor m. E. das deutlich gravierendere Problem.

Dass nach Ostern wieder alle Schulen öffnen, davon können wir uns verabschieden. Frühestens nach den Sommerferien.

Wir sollten uns damit abfinden, das letzte Schuljahr zu löschen und alle um 1 Jahr zurück zu setzen...

@nexusplasma @kuketzblog
Email ist eine offen lesbare Postkarte. Wird milliardenfach praktiziert und ist für den Versand von Aufgaben sicher hinnehmbar, wenn auch nicht ideal.
Was gegen bcc spricht? bcc-Adressen finde ich alle im Header der Mail wieder. Der einzige Schutz ist, dass den nicht jeder aufmacht. Da solche Aufgaben aber auch an andere weitergeleitet werden, ist der Datenschutz komplett ausgehebelt. Z.B. bei Trojanern, wie emotet.
Muss man aus unserer Sicht nicht provozieren.

@Datenschutzgeno @kuketzblog Also ich sehe bei einem BCC Versand keine Adressen im Header, die entfernt der Server. Der Serverbetreiber sieht sie, ja. Aber der sieht eh alles wenn nicht End2End benutzt wird.

@Datenschutzgeno
Bcc Adressen dürfen nicht im Header der verschickten Nachricht stehen. Wenn sie da stehen, dann hat Dein E-Mail-Client einen Bug. Viele E-Mail-Clients speichern im Postausgang die Mail mit Bcc-Headern - das ist okay. Relevant ist, was rausgeschickt wird.
@nexusplasma @kuketzblog

@Datenschutzgeno
Nachdem ich das vorhin einfach so behauptet habe, wollte ich noch die Quelle liefern: RFC2882, sec. 3.8.3.
Und um genau zu sein, erlaubt der RFC mehrere Varianten - auch BCC im Header. Allen Varianten gemein ist aber, dass die To- und Cc-Empfänger nicht mitbekommen, wer im BCC steht.

1/2

tools.ietf.org/html/rfc2822#se
@nexusplasma @kuketzblog

@Datenschutzgeno

Interessant ist auch Abschnitt 5. Security Considerations, der diskutiert, ob BCC-Empfänger denn einen BCC-Header bekommen sollen, damit sie explizit sehen, dass die BCC waren.

2/2

@nexusplasma @kuketzblog

@kirschwipfel @nexusplasma @kuketzblog
Danke für das Nachbohren. Ich hab da kurz und schnell geschossen, da ich bei Mails am uns (als bcc-Empfänger) schon die anderen bcc-Adressen im Header lesen konnte. Und auch das sollte nicht sein...
Die Lehrerin meiner Enkel hat die Adressen aber als als To-Adressen eingetragen. KOMPETENZ in der Schule....

@Datenschutzgeno
> da ich bei Mails am uns (als bcc-Empfänger) schon die anderen bcc-Adressen im Header lesen konnte. Und auch das sollte nicht sein...

Das hätte ich auch gesagt. Aber erstaunlicher Weise beschreibt RFC2882 das tatsächlich als eine der Möglichkeiten.

@nexusplasma @kuketzblog

@kuketzblog
Berlin hat immerhin den lernraum. Ist eine moodle Instanz, die vom Senat gehostet wird.

@mrwsl

Woanders (hier) isses iserv.eu. Scheint ganz gut. Weiß aber nicht, welche SW das ist.

Anyone?

@kuketzblog

@kuketzblog Sind ja alles schöne Ideen mit dem selbst hosten, aber die meisten Lehrer kommen ja selbst mit den Onlinediensten nicht klar. Wie sollen die denn was selbst hosten? Vor allem auch worauf? Eigener Hardware zuhause? Die Schulen sind für sowas doch nicht ausgerüstet..

@vordenken Klar, aber sich jetzt in die Hände der Datenkraken zu begeben, geht auch nicht. @kuketzblog

@vordenken Klar. Da wurde Jahrzehnte lang gepennt, dass lässt sich jetzt nicht mal eben aufholen.

@kuketzblog Oder selbst die Software BigBlueButton aufsetzen, die sozusagen einen virtuellen Klassenraum abbildet - mit Whiteboard, Chat, Gruppenarbeitsräumen (Breakout-Rooms) und Aufzeichnungen.

Hier die Anleitung, wie man es installiert: andersgood.de/blog/bigbluebutt

@sweetgood Sieht viel versprechend aus. Leider ist deren Installation ja wirklich auf Barebones ausgerichtet. Eine richtig gute Dokumentation außerhalb von ubuntu und Installationsskript sehe ich nicht.

@mrwsl Der Grund dafür ist leider die Performance und die viele unterschiedliche Software, auf der das System aufbaut. Das würde ein bestehendes System ziemlich "zumüllen". Aber auf einer VM oder einem BareMetalServer läufts einwandfrei.

@kuketzblog Eltern und Schüler dürfen sich derartigem Fernunterricht unter Berufung auf das „Recht auf informationelle Selbstbestimmung“ verweigern.

@kuketzblog
Moodle bietet die Möglichkeit zu chatten. Funktioniert gut.

Video-Conferencing ist erst einmal gar nicht nötig. Ball flach halten. Und: Wollen wir wirklich in alle Kinderzimmer/Wohnungen gucken?

@kuketzblog
Auch kann es von Vorteil sein, wenn Schülerinnen u. Schüler nicht sehen können, wie nah z. B. die Lehrerin/der Lehrer gerade den Tränen ist. Bitte erst gründlich nachdenken, die gegebenen Möglichkeiten nutzen und sich vor Augen halten, dass wir Zeit haben, wahrscheinlich sehr viel Zeit sogar.

@D22

Es kann aber auch von Vorteil sein, wenn Schüler*innen das sehen/bemerken und plötzlich den Menschen in dem "Pauker" sehen. Dies denke ich auch in Bezug auf die Entwicklung der Empathie.

@kuketzblog

Moodle ist gut ja, hatte ein server fuer 1200 studenten. Problem ist meistens die security frage und jemand die support bietet.

@kuketzblog
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