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Ich bin immer wieder zutiefst erschüttert, dass selbst Informatiker und technisch versierte Menschen so unreflektiert mit der heutigen Technik umgehen:
- WhatsApp als Messenger
- Facebook-App auf Google Smartphone
- E-Mails bei GMail
- Daten in der Microsoft-Cloud
- und Alexa im Wohnzimmer

Brrrr! Vorbildfunktion hat das nicht gerade... :think_bread:

@kuketzblog
"dass selbst Informatiker" kann ich bestätigen.
Meine Erfahrungen zeigen aber auch, dass es bei denen, die wissen, was technisch möglich ist (und was auch tatsächlich gemacht wird) doch weit weniger Facebook, Alexas und co. im Einsatz sind.
Aber leider natürlich immer noch zu viel...

@kuketzblog ich habe in der Vergangenheit mehrfach erlebt, dass gerade diese Gruppe, die eigentlich mehr von der Materie und den Zusammenhängen verstehen müsste als jeder andere Mensch, am wenigsten eine Problematik in der Nutzung der ganzen DATENKRAKEN-Produkte sieht und sie auch intensiv verwendet. Manchmal habe ich schon gedacht, du bist kein Fachmann, sondern ein verblendeter Fachidiot. Das Problem ist nur, dass diese Menschen oft an den wichtigen Stellen arbeiten.

@kuketzblog

Ich bin immer wieder zutiefst erschüttert, dass Informatiker und technisch versierte Menschen solche Datenschutzfeindliche unethische Dienste bauen...

@aslmx @kuketzblog feel free to build a better working cheaper solution to those unethical services. Turns out: it is harder than you might think.

@zem @kuketzblog not sure what is so hard for the MS people to *not* built massive telemetry data collection that you can't turn off easily into their product.... just an example...

Sure complaining is easier than building something better, but sure some things are obviously built for profit maximization...

@kuketzblog Das Problem ist doch meistens ein anderes: Ich hab kein Whatsapp, kein Facebook, kein GMail und kein Alexa.
Die Wahrnehmung im zunehmend kleiner werdenden Nicht-Techniker-Freundeskreis ist aber alles andere als vorbildhaft.
Ich bin die Person wegen der man sich immer Umstände machen muss und nicht normalen Kommunikationsweg oder den Dienst den man eh schon hat und gut bedienen kann benutzt.

@kuketzblog
Und da ensteht maximal der Eindruck dass die Person immer Extrawürste braucht und was von Datenschutz faselt.

Wirklichen Vorbild-Charakter kann das so nicht entwickeln.
Speziell nicht wenn die Adressaten in Datenschutz keinen Wert an sich sehen.

@sebastian @kuketzblog ich glaube wir "Technikverweigerer" werden bald das gleiche ansehen haben, wie die Leute die in einer einsamem Hütte im Wald leben.

Wir sind doch alles die Spinner und es ist doch toll wenn ich mich nicht um ein Netzwerkspeicher kümmern muss damit ich meine gekaufte und digitalisierte Musik überall abspielen kann.
Da sind doch die Cloud Dienste plus Alexa kaum noch an Komfort zu übertreffen.

@sebastian @kuketzblog PS ich wollte jetzt keine in Hütten lebende Mitmenschen beleidigen.

@dasistdaniel @sebastian @kuketzblog
Wir sind keine technikverweigerer. Wir sind nur Leute die sich nicht gerne verarschen lassen durch falsche versprechen. Das ist alles..

@sebastian @kuketzblog

Das beschriebene Verhalten kenne ich sehr gut. Selbst die Installation und das Nutzen von Signal um mit mir zu Kommunizieren empfinden einige als persönlichen Affront.

@nachtsieb @sebastian @kuketzblog

Ich thematisiere dann sofort, dass nicht ICH das Problem bin oder "mein (??) Dienst", sondern die Tatsache, dass die Systeme nicht kompatibel sind (wie bei Mail und Telefon) und wir uns DAS nicht gefallen lassen sollten.

Wir fallen leider ständig darauf herein, uns über den richtigen Messenger zu streiten, das ist fatal!
Zusammenhalten sollten wir und etwas Sozialverträgliches fordern!

@sebastian @kuketzblog mindestens braucht es ähnlich gute Alternativen. Ich habe mich relativ erfolgreich auf Signal versteift. Ich biete Bekannten meine Nextcloud an. Aber wenn es nichts in vergleichbarer Qualität gibt, dann bist Du echt immer auf verlorenem Posten.

@claudius @kuketzblog
Ich habe da mittlerweile so ziemlich aufgegeben.

Wenn ich Alternativen vorschlage, dann bin ich auch meistens derjenige der da Support leisten soll.

8h verbringen ich werktäglich mit irgendwelche Software zu schreiben oder auf Software im Feld ein zu prügeln bis sie funktioniert wie der Kunde das gerne hätte. Das ist okay. Dafür bekomme ich Schmerzensgeld.

Nach Feierabend ist meine Zeit für sowas einfach zu Schade. So wichtig sind mir die wenigsten Dinge oder Leute.

@sebastian @kuketzblog Off Topic: Normal scheint mir hier das Schlüsselwort und die Wahrnehmung, die es zu hinterfragen gilt. Was ist normal und warum?

Normal hat mit Normierung zu tun und kann ein Mittel der Effizienzsteigerung sein. Normierte Systeme funktionieren übersichtlicher und lassen sich einfacher warten und/ oder verteidigen. Leider auch immer mal um den Preis der Angreifbarkeit nicht nur in technischem Kontext (z.B. Monokulturen im weitesten Sinne).

Gleichzeitig hobelt Normierung auch Vielfältigkeit weg und raubt damit wichtige Impulse zur konstruktiven Weiterentwicklung von Technik, Gesellschaft, usw., bis diese stagnieren.
Auf Dauer ist "normal" daher wohl Stillstand, also bleibt man wohl besser neugierig und in Bewegung.

Als ich noch klein war hieß es dazu:
"Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann" ;)

#normal #technik #gesellschaft #stillstand #impuls #vielfalt
@Mike Kuketz Das sind die, die schon aufgegeben haben. Diese Leute haben auch ihr Gewissen über Bord geworfen und machen Big Data, KI u.s.w ...

@kuketzblog Ein ehemaliger Kollege von mir (hervorragender IT-Security Spezialist, Dr. in Informatik, usw) hatte genau das alles.

Sein - vollkommen ernst gemeinstes - Argument dafür ist: "Die Firmen haben über Dritte, Umwege, Technik die Daten eh alle. Dann kann ich sie ihnen auch freiwillig gegen und die ganzen Benefits mitnehmen".

Ist nicht mein Standpunkt, entbehrt allerdings auch nicht einer gewissen Grundlage.

@kuketzblog @_xhr_ liest sich wie die Kapitulation vor dem Thema.

Andere würden es als realistische und ideologiefreie Einschätzung bezeichnen 😉

Ok, ich gehöre auch zu ersteren, die das Thema noch nicht aufgegeben haben. Aber ja, nüchtern betrachtet geht es da auch darum, einen Punkt zu machen.

@skyr @kuketzblog Wie gesagt, der Kollege gehört zu den smartesten Menschen die ich kenne. Er hat in div. Forschungsprojekten mit Google zusammengearbeitet und meinte das sie eh alle Daten von den Android-Telefonen einsammeln, egal was du einstellst.

Ich gebe das Thema auch nicht auf, seine Aussagen haben mir dann doch zu denken gegeben und ich persönlich bin dann noch stärker in die DS-freundlichere Ecke abgetaucht.

@_xhr_
> Er hat in div. Forschungsprojekten mit Google zusammengearbeitet

Dann ist alles klar!
@skyr @kuketzblog

@_xhr_ @kuketzblog
Ich glaube er hat da was nicht verstanden. Es gibt keine 100% Sicherheit. Somit können wir auch nicht garantieren das die über dritte trotzdem an die Daten kommen, aber wie können ihnen den Aufwand so hoch wie möglich treiben damit es für die unattraktiv wird. Aber was rede ich da. Der Mensch ist ein Dr. Da hab ich sicherlich keine Ahnung...(Letzteres soll keine Bewertung sein sondern vielleicht einfach nur ein schmunzeln erzeugen)

@kuketzblog Na dann liefer mir das Patentrezept:

Ich gehöre zur angesprochenen Gruppe. Ich habe WhatsApp aus exakt einem Grund: Die gesamte Kommunikation - die ich zwingend mitbekommen muss - einer gesamten Personengruppe geht nur über WhatsApp.

Wie bringe ich 120 Personen dazu von WA zu Matrix o.Ä. zu wechseln wenn von den 120 ca. 100 mit "Wieso? Geht doch!" oder "Ach bullshit!" oder "Da muss ich ja was neues installieren / nutzen!" kommen?

Liefer mir die Lösung, ich deinstalliere sofort!

@kuketzblog Den Punkt, dass WA für den Einsatzzweck weder gedacht noch Datenschutzrechtlich geeignet ist, wollen selbst diejenigen, die für die Koordination der Gruppe verantwortlich sind nicht sehen.

Vermutlich gäbe es die Möglichkeit da über das ULD "von oben" für Änderung zu sorgen, allerdings sehe ich auch da keine 100%-Chance und gleichzeitig sorgt das für so viel Ärger, dass es das am Ende nicht wert ist.

@knut @kuketzblog Kurzum bei vielen ist einfach der Netzwerk Effekt "zu"groß.
Selbst wenn das Bewusstsein vorhanden ist möchte niemand auf der einen Seite von z.B. WA dank dem Netzwerkeffekt abhängig sein und andererseits sich über Datenschutz Mängel beschweren.
Schließlich ist man dann in einer Argumentation unglaubwürdig "Aber du verwendest doch auch XY wenn dann müsstest du schon auf alles(wo Datenschutz Probleme sind) verzichten!".
Ein Grund mehr für uns alle andere zu informieren und auch im kleinen acht zu geben.

@Lamdarer @kuketzblog Och ich nörgel schon ne Menge daran rum, dass wir WA einsetzen, es interessiert nur absolut niemanden.

"Das haben wir schon immer so gemacht", "Wieso? Funktioniert doch!", "Du nun wieder…", "Ja aber warum sollten wir wechseln? Geht doch alles…"…

Am Ende immer die gleichen Müllargumentationen, die aber in der Gruppe stark (ignorant) genug sind jegliche rationale Argumentation zu killen… Vor allem wenn man mit 1-2 Leuten gegen >100 andere steht…

@knut @kuketzblog "Geht doch alles" frag sie wie du WA Datenschutz konform nutzen kannst.

Und mach ihnen klar welche Nachteile sie und du durch die Daten Ausbeute haben(Personalisierung, Preise, Dienste,...) und vor allem ob sie dich dazu "zwingen" wollen einen Dienst zu verwenden welcher etwas macht womit du Persönlich nicht einverstanden bist(letzteres trifft eigentlich immer auf Verständnis gerade wenn du sie vorher schon umfangreich informiert hast).

Aber biete ihnen auch alternativen z.B. Signal usw. eben etwas mit Komfort(genug für sie) und Datenschutz("genug" für dich) und noch eine Frist ab wann du WA nicht mehr verwenden wirst(Die Frist erst c.a. zur Hälfte der Diskussion/Überzeugungsarbeit) um ihnen klar zu machen du meinst es ernst und dieser unsichere zustand soll nicht so bestehen bleiben.
Aber insgesamt kannst du dir ruhig Zeit lassen gerade bei der Menge an Leuten und rede mit den Leuten direkt nicht zwingend in der Gruppe und vor allem "live" "in person" oder per Anruf.

Naja aber sonst kann ich dir nur Glück bzw. Geduld, und verständnisvolle Freunde wünschen.

@knut @kuketzblog
Häh? Die Lösungen gibt es. Bedarf halt nur ein klein wenig Aufwand zu wechseln. Aber der ist für diese Leute schon zu viel.

@knut
Hast du eigentlich alle Deine Kontakte, die Du auf dem Handy gespeichert hast, gefragt, ob du ihre Kontaktdaten und dir rmTatsahmche, dass ihr Kontakt habt, an Facebook weitergeben darfst?
@kuketzblog

@knut
Welches ist denn das technische Alleinstellungsmerkmal für "geht nur mit WhatsApp"? Ernstgemeinte Frage, ich hab's noch nicht installiert oder benutzt.

Sollte ich irgendwann wirklich iwi gezwungen sein, WhatsApp zu benutzen, käme es in Quarantäne auf ein separates Gerät nur für diesen Zweck. Ohne andere Kontakte oder andere Daten, die der Herr Zuckerberg so gern von mir hätte.

Wer mich abseits davon kontaktieren möchte, bekommt von mir Hilfe für Matrix oder XMPP angeboten.

@kuketzblog

@kuketzblog Ich glaube, es hat mit der Technikaffinität gar nicht so viel zu tun. Bewusstsein für Datenschutz hängt mit einer Wertevorstellung und Lebenseinstellung zusammen.

@datensalat @kuketzblog
Sehr richtig. Daten (0 und 1) sind nicht greifbar und ohne interpreter verständlich. So ein Porsche erkennt jeder und weis was er wert ist (oder zumindest das er teuer ist)

@datensalat
Die Schaffung von Bewusstsein ist unabdingbar.

Leider ist das Thema so abstrakt, dass das kaum zu erreichen ist. Ein Weg kann das Erleben der eigenen Betroffenheit sein. Z.b. Identitätsdiebstahl.
@kuketzblog

@kuketzblog und ich dachte schon nur mir ginge das so.
Mir stellen sich immer die Nackenhaare auf, wenn ich sehe wie häufig ich im Berufsalltag auf WhatsApp angesprochen werde. Wenn man die Geschäftspartner darauf anspicht, dass man die Unterlagen/Bilder auch per e-Mail schicken kann, bekommt man tatsächlich erklärt, dass das zu umständlich sei 😳
Im Buch von Edward Snowden findet sich eine schöne Passage zu dieser Thematik im Allgemeinen, die ich gut nachempfinden konnte.

@erik @kuketzblog

Hat einer von denen mal erklärt, was er am Versand von E-Mails im Vergleich zu Whatsapp “umständlich” findet?

@domodak @kuketzblog Nicht wirklich, ich glaube sie schämen sich innerlich dafür, dass sie nicht wissen wie man Anhänge (vom Smartphone) per E-Mail verschickt.

@erik @kuketzblog

Vielleicht ist das User-Interface von deren E-Mail-Apps auch grottig, was Anhänge angeht (und sie sind irgendwie einfach zu faul, sich eine bessere zu suchen).

Aber solange sie wenigstens nicht mit “Whatsapp verschlüsselt Ende zu Ende.” kommen…

🙄

@kuketzblog

Stimme voll und ganz zu. Allerdings kann ich es auch nachvollziehen, da in Bildungseinrichtungen und Universitäten Microsoft Windows oft default ist. Selbst der Informatikernachwuchs lernt im Pflichtprogramm kaum noch offene Plattformen kennen.

@kuketzblog
Das interessiert im professionellen IT Umfeld niemanden. Ich habe keine Zahlen würde aber vermuten dass für Cloudstorage in Deutschland der Marktanteil von MS, Amazon, etc. bei > 90% liegt. Warum sollten die ITler dann im privaten Bereich ein Fass aufmachen? In meinem IT Umfeld bin ich der einzige der nicht über WhatsApp erreichbar ist.

@kuketzblog
Die teilen sich in 2 gruppen
- alles nicht so schlimm. Davon ab, ohne geht es doch nicht mehr.
- ich hab ne wahnsinns firewall und die macht das schon.

Liegt oft daran das sie denken, ich habe ja nichts zu verstecken, was soll schon passieren, und schützen kann ich mich ja, oder noch besser, sie behaupten nichts wichtiges auf dem Rechner zu haben. Ich frag dann, überlässt du mir mal deinen Rechner für eine Stunde mit deinem Passwort? Komisch, das machen sie dann doch nicht. ;)

@kuketzblog "Selbst Informatiker"?

Es gibt eine große Fraktion, die Datenreichtum cool findet - und Services, die mit den Daten arbeiten um (gefühlt) ihr Leben zu erleichtern auch.

(Seh' in dem Zusammenhang gerade, dass de.wikipedia.org/w/index.php?t auch schon wieder über 10 Jahre her ist...)

@kuketzblog
Ich denke, viele Informatiker wissen Bescheid, verschließen aber die Augen.
Warnt man ständig vor Whats-App, Google, MS und dem ganzen Cloud-Wahnsinn gilt man als "Nein"-Sager, als Störenfied, als jemand, der rückschrittlich ist und die Effizienz und damit das Wachstum des Unternehmens behindert. Das halten auch Idealisten nicht lange aus.
Ergebnis: Entweder schweigt man dazu und macht alles mit,oder man ist bald arbeitslos.

Ich bin froh, 2/3 des Berufslebens hinter mir zu haben.

@kuketzblog schuldig in einem von fünf Fällen ... aber es ist nur meine, ehm, dritt-email-adresse.

Was den Rest angeht, denen fehlen eben die Ideale ¯\_ (ツ) _/¯

@meldrian Mea Culpa - die Gmail Adresse hab ich auch noch aber da läuft seit Jahren schon nichts wichtiges mehr drüber.

@kuketzblog

@genista @meldrian @kuketzblog same hier. Glücklicher Weise betreibe ich meinen eigenen Mailservice :partyparrot: *laughs in catch-all-adresse*

@kuketzblog Alexa und Konsorten hab ich eher nur bei den technisch-interessierten gesehen, aber eigentlich nie bei Leuten "unserer" Zunft.

Ebenso die Volksautomatisierung, die nur geht, wenn das Internet und die Firmenserver funktionieren, sehe ich in meinem Umfeld eigentlich garnicht.

@kuketzblog
"Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist im Recht Deutschlands das Recht des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner personenbezogenen Daten zu bestimmen."

@kuketzblog Naja, Whatsapp als Messenger lässt sich kaum vermeiden wenn man ein Sozialleben haben möchte.

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