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Mal angenommen: In der Schule eures Kindes wird O365 in Kombination mit Teams und Microsoft Mail eingeführt. Was tut ihr?

@kuketzblog Mich freuen, weil das <no troll>die beste Option ist, die barrierearm für alle eingesetzt werden kann. Sämtliche Alternativen sind von Nutzer*innen mit Sehbehinderung (gar) nicht nutzbar.

@nwng Welche Alternativen sind denn sämtliche Alternativen? (Ernst gemeinte Frage)

@kuketzblog

@andre @kuketzblog nextcloud//onlyoffice, libreoffice, jitsi, sämtliche linux-distros, die meisten webmailer, und die Liste geht weiter

@nwng Danke für die Perspektive. Da bin ich etwas überrascht, ich dachte zumindest bei Linux gäbe es da etwas mehr Unterstützung (früher blinux?).

@kuketzblog

@andre @kuketzblog Es gibt definitiv Tools unter Linux, aber die taugen zum großen Teil nichts, weil sie von anderer Software abhängig sind (jeder screenreader z.B.) die nicht zumindest barrierearm ist oder weil deren Entwickler:innen einfach keine Ahnung von der Thematik haben. Und damit sie von den Schüler:innen sinnvoll eingesetzt werden könnten, müssen sie so konfiguriert werden, dass sie für alle anderen sehr aufdringlich sind.

@nwng @kuketzblog
Danke für den Hinweis. Das ist wirklich ein wichtiges Argument und weitere Diskussionen bzw. Lösungsansätze wert.

@D22 @kuketzblog Ich fänds ja toll wenn sich der Staat hinstellen würde und eine Alternative entwickeln lässt oder zumindest subventioniert, die in Datenschutzbelangen besser ist als Microsoft, aber auch barrierefrei nutzbar ist. Am Ende ist das ja, was das Ziel ist. Aber wenn es das nicht gibt schließt man Leute aus, auf dem einen oder anderen Weg. Und das ist gerade in der Schule fatal.

@nwng @D22 @kuketzblog
Lieber von den 5 Milliarden vom Digitalpakt ein paar PRs finanzieren, als früher oder später auf Lizenzkosten zu sitzen

@nwng @D22 @kuketzblog
Haben Sie vielen Dank für diese differenzierte und nachvollziehbare Ansicht.Bei aller berechtigter Kritik an den großen Konzernen muss man denen leider zugestehen, dass diese oftmals das bessere Angebot liefern.Und hier muss meiner Meinung nach angesetzt werden. Man überzeugt die Mehrheit der Nutzer nicht damit, indem man das datenschutzfreundlichere Produkt empfiehlt, sondern das bessere 'und' gleichzeitig datenschutzfr..¡

@nwng @D22 @kuketzblog Das Projekt Phoenix von Dataport et al wird als eine Lösung auch für Schulen angepriesen. Ich habe bislang aber nur allgemeine Informationen dazu gefunden (wie etwa hier: gnulinux.ch/phoenix-ist-fertig). Ob das wirklich ein schnell einsatzfähige Lösung ist... don't know...

@nwng Jitsi sieht für mich vom Interface ähnlich wie Skype aus was macht Teams hier besser? Und was ist mit BigBlueButton?

@Lamdarer BBB ist relativ barrierearm, funktioniert aber nicht ohne ein Tool drumherum, das das bereitstellt. Jitsi ist mit Screenreader nicht nutzbar.

@kuketzblog Hatten wir tatsächlich letzte Woche. Da kommt man nicht drumherum, fürchte ich. Die Laptops des Nachwuchses hatte ich allerdings schon vor längerer Zeit in ein separates Netzsegment (aka Gästenetz) verbannt.

Der Nachwuchs arbeitet mit Office365 im Browser. Die Installation der Apps auf dem Laptop schlug mehrfach fehl, wobei ich mir relativ sicher bin, dass das ausnahmsweise nicht an meinem pihole lag.

@kuketzblog
Der Schule sagen das ich damit nicht einverstanden bin, alternativen zeigen und abwarten was sie tun. Deswegen mein Kind vom Unterricht ausschließen werden sie nicht schaffen 😁

@kuketzblog
Ach und dann würden mich noch die Schulungsunterlagen der Schüler interessieren damit sie damit umgehen können. Das ist dann mit 100% Sicherheit eine "Klickr hier und Klicke da. Dann passiert das und das" anleitung. Und dann reden sehen wir weiter...

@kuketzblog Ich frage die Schulleitung, was die Anforderungen sind? Wofür soll Microsoft 365 eingesetzt werden? Nur so kann ich über Alternativen diskutieren.

Allerdings weiß ich aus eigener Erfahrung, dass das ein schwieriges Thema ist. Microsoft Word wird z. B. als alternativlos angesehen (anscheinend gibt es keine andere Programme, mit denen man Texte verfassen kann 🙄 ).

@andre
Also ich bin mit meiner Schule relativ zufrieden. Wir benutzen LibreOffice, Moodle und Pydio, aber Windows und für Videokonferenzen Webex. Als wir noch Microsoft Teams nutzten, wurde mir gesagt die Konferenzen wären ja freiwillig.
@kuketzblog

@kuketzblog Meine Frau: "Ich würde einmal mit der Schulleitung darüber reden, dass ich überlege sie zu verklagen und wenn sich dann nichts ändert das auch tun." 😍 ❤️

@kuketzblog Erstmal vernuenftig versuchen,mit denen zu reden.Darauf hinweisen,dass die Landesdatenschutzbeauftragten das mehrheitlich fuer rechtswidrig halten.Wenn alles nicht hilft,einen Anwalt beauftragen und die Schule verklagen.

@kuketzblog Landesdateschutzbeauftragten anschreiben, Schule bitten die Begründung und die Risikoabschätzung vorzulegen, Schule bitten Hardware inkl. Internetzugang für die alleinige und ausschließliche Nutzung dieses Software zur Verfügung zu stellen. Erstes Gespräch mit einem Fachanwalt suchen, gibt es da eine gute Empfehlung?

@Norry @kuketzblog was ein Schwachsinn. Du wirst vor Gericht verlieren. Du nutzen doch auch Microsoft. Aus guten Gründen.

@kuketzblog in der überlegung stecke ich auch gerade. Die Schule hat jetzt kurzfristig Moodle und Logineo eingeführt.

Und die Lehrer schmeißen fleißig mit Word und Excel Dateien um sich. Die ich teilweise nur erschwert mit Libreoffice nutzen kann.

Aber bisher habe ich noch keine weitere Rückmeldung vom Büro / Rektor / Lehrer bekommen wie ich da jetzt die Beschulung meiner Kinder regeln soll wenn sie die Aufgaben nicht öffnen können.

@kuketzblog Heute in der Videokonferenz von @hostsharing habe ich auf eine ähnliche Frage die Antwort erhalten, dass es am besten ist, sich an den Landesdatenschützer zu wenden. Auf diese Instanz hört man sogar in der Kultusbürokratie.

@kuketzblog wenn mir wer sagt "ihr kind wird in der Schule zukünftig xy in der Schule nutzen" habe ich erstmal ganz andere Probleme!
😁

@kuketzblog
1st dsgvo question. second: teaching my kid how to set up a windows vm on its linux laptop, securing its network access, i would also ask the school for a windows license as i do not own one.

@kuketzblog Ich rede mit dem Schuladmin. Ich rede mit der Schulleitung. Ich verweigere meine Mitarbeit und klage dagegen, dass ich zur Nutzung dieser Software gezwungen werden soll. Ich gründe eine digitalcourage-Ortgruppe. Ich wende mich an meine Pressekontakte. Ich stelle LibreOffice-Online-Server, UBS / OpenExchange und BBB den Lehrern, Eltern und Oberstufenschülern vor und ziehe so viele wie möglich auf meine Seite. Denn hier geht es um keine Bagatelle, hier geht es um den Digitalismus, den Überwachungskapitalismus, und ausgerechnet die Schulen sollen Vorreiter sein.

@mupan @kuketzblog Was machst du, wenn bereits Unmengen von Verträgen unterzeichnet wurden, keiner der anderen Eltern das unterstützt, weil niemand den Fernunterricht behindern möchte oder gar sein Kind exponieren will, wenn die Schulleitung keine Lust hat, nochmal was neues anzufangen? Ist ein aktuelles Beispiel. Ich seh die einzige Option im rechtlichen Weg (der aktuell noch sehr unklar ist) oder möglichst früh das Ganze in eine bessere Richtung zu lenken.

@ingaklas @kuketzblog Hi Inga, ich hab nicht gesagt, dass ich von Erfolg ausgehe ...

In den letzten Jahren hat zugenommen, dass die Exekutive und auch viele Parlamente die Gerichte ignorieren bzw. um eindeutige Urteile (für mein Verständnis eindeutig) drumrumtricksen. Auch der Weg muss natürlich durchlitten werden.

Ich hab erst an eigene Aktionen gedacht. Aber .. wenn ich in der Situation wäre, müsste ich auch Rücksicht auf die Situation meines Kindes nehmen. Vielleicht sogar erstmal mitmachen. Immer dann ist die Stunde der Verbände, Politik, Medien, Verbandsklagen. Vielleicht kennst du auch eine Lokalredakteur.in und kannst dir sicher sein, dass sie ihre Quellen schützt?

@ingaklas @kuketzblog Wie ja angeblich irgendwer Prominentes gesagt haben soll, aber immer jemand anders: Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.

@ingaklas @kuketzblog Vielleicht ist der Zug auch wirklich abgefahren. Denn das ist ja wieder einmal eine Frage des Geldes. Eigene Angestellte an Schulen oder privatrechtlichen Unternehmen oder am Ministerium, die quelloffene Infrastruktur aufziehen, schulen und warten, will man nicht finanzieren. Ein GAFAM-Produkt einschließlich zugehörigem Betrieb und Schulung durch Hersteller oder Externe ist kurzfristig (innerhalb der eigenen Legislatur) pekuniär günstiger.

Das KuMi rechnet nicht nur die Lizenzen, sondern auch die Dienstleistung. Ist ein bisschen wie mit Sozialhilfe und Tafeln. Die Tafeln wollten nie Dauereinrichtung werden und den bedarfsgerechteren Transfer unserer Steuern und Abgaben ("Versicherungsbeiträge" inklusive) ersetzen. Die Sozialhilfe wird aber nie zum Leben reichen, dafür ist sie gar nicht gedacht.

@ingaklas @kuketzblog Die gesellschaftlichen Kosten spielen keine Rolle, denn die Betroffenen haben hier wie da keine den GAFAM-Unternehmen vergleichbare Lobbyarbeit. Und dass GAFAM langfristig teurer wird, ist ebenfalls egal, solange sichergestellt ist, dass die Kosten aus Steuern und Abgaben ausgeglichen werden und keine Unternehmen zur Kasse gebeten werden.

@mupan Na, jetzt wirst du mir hier aber nicht kapitulieren! ;-) Ich denke, einfacher ist es, Dinge zu ändern, die in der eigenen Reichweite liegen. Ich bewundere Leute, die die großen Räder drehen, dafür hätte ich keine Energie. Ich erreich mit meinen Workshops im Jahr rund 500 Kids. Wenn nur bei einem Teil von denen die Kernpunkte hängen bleiben, hab ich trotzdem was verändert. Damit bin ich zufrieden.

@mupan Ich wollte die Diskussion nur um ein paar Eventualitäten anreichern, damit die Kampfstrategien aussichtsreicher werden. ;-) Was das Rechtliche angeht, fehlen bisher einfach die abschließenden Bewertungen, wie Schrems II auf MS anzuwenden ist bzw. was MS noch ändert, um den Datenschutzanforderungen zu genügen. Ist ja nicht komplett unmöglich. Für mich müsste das KuMi jetzt aber einen Stopp aller ungelegten MS-Eier verordnen und sich endlich um vernünftige Alternativen kümmern.

@ingaklas Du hast aber geschrieben, dass sei ein aktuelles Beispiel. Hab ich sofort geglaubt.

@mupan Haja, ist es ja auch und trotzdem bringt es weitere Aspekte mit rein. 😄

@kuketzblog der Schule schreiben, das den Zugangscode eingezogen habe und es untersagte, das mein Kind mit unrechtmäßiger Software arbeitet. Dazu gehört Teams, 365 und Windows 10. Aktuell lesen die, was ich zum lesen mitgegeben habe und dann bitte zum Gespräch mit Schulleitung, Schulsozialarbeiter als Beisitzer und Fachlehrer.

@tigerinflow @kuketzblog
Ich würde das selbe tun mit dem schriftlichen Hinweis eine Anwalt hinzuzuziehen, sollte es das doch tun müssen

@crossgolf_rebel @kuketzblog wegen Erkältung musste ich jetzt eine Woche aussetzen nach dem Elternabend, ich nehme daher den Sozialarbeiter, weil er auch nur Opensource einsetzen darf, weil sein Arbeitgeber die Diagonie ist.

@kuketzblog Ist schon massenhaft passiert. Geklagt hat dennoch anscheinend niemand. Es ist eher so: Wer Datenschutzbedenken äußert, wird mitleidig angeguckt und gerne auch mal in die Ecke von Verschwörungserzählungen gesteckt.

@D22 Das "Verschwörungstheorie" Argument kann mit einem Hinweis auf die AGBs von Google, MS und co. leicht entkräftet werden oder eben auf Datenschützer und Öffentlich Rechtliche Medien oder Heise und co..

@kuketzblog Einsicht in Verzeichnis der Datenverarbeitungen und die DSFA bei der Schulleitung einfordern. Sollte es da fehlen: Dienstaufsichtsbeschwerde und Meldung beim LDA.

@kuketzblog Was ich tue? Es gut finden. Es ist datenschutzkonform einzusetzen und auch noch gute Software dazu.
Oder wo ist das Problem?
Windows nutzen sie ja auch alle.

@case2tv Bei Windows Enterprise und Education kann die Telemetrie glaube ich komplett abgeschaltet werden.
Bei anderen Versionen ist dies meines Wissens nicht der Fall.(Es gibt einen Wikipedia Artikel mit einer Schönen Tabelle finde den Leider gerade nicht).

@case2tv
Anscheinend ist Dir entgangen, dass die Datenschutzkonferenz festgestellt hat, dass nan O365 nicht gesetzeskonform einsetzen kann. Oder andersherum formuliert: Wer O365 in Europa einsetzt, bricht Gesetze.
@kuketzblog

@kuketzblog Gegenfrage: was bringen unseren Kindern die alternativen, wenn sie diese beherrschen und dann im Berufsleben in die MS Welt wechseln müssen, da kaum ein Konzern auf diese alternativen setzt sondern durch die Bank MS Software verwendet wird?

Sich hier nur auf die Schulen zu stürzen, die seitens der zuständigen Behörden hier in der Luft hängen, bringt absolut nix...

@hikerus5 @kuketzblog nicht falsch verstehen, ich bin auch nicht begeistert, aber momentan lese ich hier immer nur über Schulen und MS. Was ist denn mit den Großkonzernen? Das sind die, von denen MS lebt. Da werden die fetten Deals gemacht. Und diese Konzerne währen in der Pflicht im Bezug auf responsebility-agreements hier tätig zu werden....

@hikerus5 @kuketzblog wir können aber auch weiterhin anderen die Schuld für unser eigenes Versagen geben.

@DocEverdraem @kuketzblog Besser ist es digitale Kompetenz zu vermitteln, dann verstehen die Kinder die Grundlagen und können das auf andere Systeme übertragen, selbst erlebt.

@Norry @kuketzblog richtig, aber das vermitteln von Kompetenzen fängt nicht im Schulgebäude an. Hier sind die Eltern in der Pflicht. Und wenn die Schule auf MS sezt, weil das Ministerium einen F* drauf gibt denen anständige Lösungen an die Hand zu geben, ist es spätestens dann Job der Eltern ihren Kindern den ordnungsgemäßen Umgang und Kenntnisse in Datenschutz und IT Sec zu vermitteln.

@DocEverdraem @Norry @kuketzblog Das st richtig, man fragt sich allerdings wie Eltern, die unkontrolliert ihr Smartphone nutzen, mit Familie und Freunden per Zoom und WhatsApp kommunizieren, Datenschutz und Datensparsamkeit ihren Kindern vermitteln sollen. Ich habe immer mehr den Eindruck, dass die geistige Entwicklung der bevölkerung mit dem technischen Fortschitt nicht mehr mithalten kann.

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