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Pro-Tipp für Eltern: Ihr müsst der Nutzung von Teams oder Zoom an Schulen nicht zustimmen. Wenn es eingesetzt wird, könnt ihr Beschwerde einlegen bzw. Bedenken äußern. Die Chancen stehen gut, dass dann etwas datenschutzfreundliches wie BigBlueButton etc. eingesetzt wird.

@kuketzblog
Gibt es denn schon Erfahrungen von Kindern deren Eltern Widerspruch eingelegt haben?
Denn letztendlich sind es ja dann die Kinder die u.U. vom Unterricht ausgeschlossen werden? Und dann?

@tux Es ist nicht zulässig Kinder vom Unterricht auszuschließen, weil die Schulen nicht in der Lage sind DSGVO-konforme Lösungen einzusetzen.

@kuketzblog
@tux

Außerdem ist doch Schulpflicht. :eo_thinking: da muss die Schule sich ja auch dran halten...

@kuketzblog @tux
Passiert aber gerade im Gymnasium Lappersdorf. BAYERN...

@tux @kuketzblog In der c't berichtet Heise von einer Grundschule in Berlin, bei der nach Meldung der Eltern der Bauftragte für den Datenschutz und die Informationfreiheit erfolgreich tätig wurde heise.de/select/ct/2021/1/2034

@tux @kuketzblog Das bayerische Kultusministerium hat geregelt, dass es für die ganze Klasse bzw. den ganzen Kurs keine Videokonferenzen geben darf, wenn eine Person nicht zugestimmt hat.

@utf8equalsX @tux @kuketzblog
Ich werde irre! Wo steht das? Ich muss gerade gegen meine Schule klagen...das ist nicht witzig. Bitte, Bitte: wo steht das?

@PanTau @tux @kuketzblog Vermutlich handelt es sich um ein KMS (Kultusministerielles Schreiben), die meines Wissens nicht veröffentlicht werden. Sowieso bin ich mir nicht sicher, ob eine Klage auf Grundlage dessen erfolgreich wäre, weil das an sich meinem Verständnis nach eine verwaltungsinterne Vorschrift ohne Rechtscharakter sein dürfte.

@tux Wir haben der Nutzung von Teams widersprochen. Das führt dazu, dass der Unterricht jetzt nicht mehr richtig stattfindet. Wir haben ein Leih-iPad mit "anonymer" Teilnahme an Teams-Videokonferenz.

Es ist ein kompliziertes Thema.

Ich bin aber positiv überrascht von einigen Ereignissen der letzten Tage und hoffe, dass das Thema Datenschutz und Datensouveränität an Schwung gewinnt.

@kuketzblog

@andre
Zu einer "anonymen Teilnahme" in Teams will man mich auch zwingen. Was passiert denn da, wenn man den Gastaccount nutzt: muss man zuerst die Einwilligungserklärung, Nutzerbedingungen...akzeptieren?

@PanTau Ich habe nichts akzeptiert, nur für die Hardware (ein iPad) eine Unterschrift geleistet.

Das löst natürlich auch das Datenschutz-Problem nicht wirklich.

Wir haben vereinbart, dass Mikrophon und Kamera bei uns aus bleiben.

Heute morgen funktioniert es dann auch zum ersten Mal.

@andre
Danke Andre!
Ich hätte nie gedacht in eine solche Situation zu kommen.
Das fühlt sich an wie China - nur unerwartet.
Euch alles Gute!

@andre
Die Schule spielt damit, dass am Ende es die Kinder ausbaden müssen.
Wenn Kinder aus Angst um Ihre Daten nicht mehr sprechen können.
Das ist rechtsstaatlich zwischen Belarus und Nordkorea.
Wir haben dasselbe Problem.
Gibt es hier Juristen / Lehrer die mitlesen? Haben wir noch so etwas wie einen Gleichheitsgrundsatz? Kann man es zulassen, dass einzelne Kinder im Unterricht keine Fragen stellen dürfen?

@andre
Danke! Du bist eben in Deutschland und ich leider in Bayern. Hier herrschte 1980 noch die Prügelstrafe. Kein Witz!

Hier bekommt man die Information vom Kultusministerium, wenn der Benutzername kein verkürzter Klarname mehr ist, sondern bspw. Gastblaba heißt, dann ist das als "echte Alternative" zu betrachten.
Teams als Alternative zu Teams.
Man darf dann alternativ noch in die Schule laufen, um dort einen PC zu nutzen.
Die Lehrer mauern mit - entweder Teams oder kein Unterricht.

@tux
Ja, hier. Ich habe der Nutzung von M$ Teams nicht zugestimmt, die restliche Klasse schon. Wird anscheinend auch kaum genutzt, nur wenn man den Lehrer etwas fragen will (geht sonst auch per E-Mail oder Messenger bei IServ).
@kuketzblog

@kuketzblog zudem scheinen die Widersprüche auch zu wirken. 2 von 3 Schulen unsere Kinder haben auf iServ umgestellt. Die 3 ist ein Berufscollage, da wurden wir nicht gefragt. Auch wenn unser Kind noch nicht volljährig ist.

@kuketzblog Lebt man im Land Brandenburg, hat man eventuell bereits Glück. Die Nutzung von M$-Produkten wurde im Lande bereits untersagt.
Ein Link dazu: www.pnn.de/potsdam/distanzunte…

@ing
... da hat sich das einstündige Telefonat mit dem Datenschutzbeauftragten im Schulamt vor ein paar Monaten ja doch gelohnt.
@kuketzblog

@kuketzblog
Im Moment hat die Verfügbarkeit und Skalierbarkeit eines Services Priorität - und hier muss man zumindest Teams zugestehen, dass es funktioniert und den Unterricht ermöglicht. Das kann man bei allen BigBlueButton Services derzeit nicht immer garantieren.

@toguruodo
Teams funktioniert ja nur weil sich Microsoft bei allen großen ISPs des Landes ein QS eingekauft hat. Das ist kein fairer Wettbewerb. Netzneutralität und so.

@kuketzblog

@edi @kuketzblog
Hier geht es nicht um Fairness, sondern um einen funktionierenden Service, wenn an einem Morgen Millionen von Schülern zuhause in den Unterricht wollen/sollen.
Dazu muss man entsprechend skalieren können. Das macht man nicht in der Manufaktur, wo man noch ein paar Server per Hand reinschiebt.

@edi @kuketzblog
Das können halt Firmen wie MS Azure, AWS etc.. Dass Europa bzw Deutschland die letzten 10 Jahre Industrialisierung in der RZ IT verpennt haben, das ist eben so.
Ist jedem freigestellt einen Service auf Basis BigBlueButton so aufzusetzen, dass er vollautomatisiert á la Teams skaliert.
Das gibt aber die BigBlueButton SWArchitektur nicht her.

Im Moment hat der Bildungsbedarf der Kinder absoluten Vorrang vor anderen Themen.

@toguruodo , schau dir mal senfcall an. die können BBB skalieren. Leichtfertig die Zukunft der Kinder durch unkontrollierbare Preisgabe ihrer Daten zu schädigen, ist nicht wieder auszugleichen. Es geht schon längst nicht mehr um Name und Geb.Datum......

@toguruodo
Ist mir dann auch noch freigestellt, den gesetzlich zugesicherten Datenschutz für mich und meine Kinder einzufordern?

Und was die Alternativen angeht: die funktionieren, wenn man das Geld da investiert, was man momentan in MS-Lizenzen investiert.

Das es sogar ad-hoc funktioniert, zeigt @senfcall

Viele haben übrigens früh genug auf die Problematik hingewiesen. Man hat sich nur irgendwie auf Teams/Zoom/Apple verlassen, ohne Alternativen, eine Chance zu geben.

@edi @kuketzblog

@beedaddy @SeanGeil
Könnte ihr beide bitte etwas genauer erzählen. Was? Wo? Wie?
Wie "schlimm" war die Reaktion? Wie lange hat der "Kampf" gedauert?
Wie war euer Vorgehen? u.s.w.

@tux @beedaddy Ich hatte mich an d Debatte in beiden Schulen nicht beteiligt. Hab aber von d Kid’s nichts negatives gehört. Wir wurden Anfang letzten Jahres gefragt, dies abgelehnt ( mastodon.social/@SeanGeil/1047 ) und nichts mehr gehört. Als es dann im Herbst mit lockdown und online Schule losging, kamen d Kinder mit‘m iServ Anmeldeformular, dem haben wir zugestimmt. Unsere Abiturientin kam mit nem Teams Zugang. Die hat’n PC nur dafür abgestellt bekommen. „Kirche im Dorf...“ und so bei 3 Kids

@tux @SeanGeil Als es um die Einverständniserklärung ging haben wir zwar unterschrieben, aber hinzugefügt, dass wir das nur tun, weil wir dies als kurzfristige (!) Lösung einsehen (Corona…) und um unsere Tochter nicht zu benachteiligen. Haben auf die Datenschutzbedenken hingewiesen usw. Dann haben wir diese Bedenken noch an die Rektorin formuliert, verbunden mit Alternativvorschlägen. Bei der Reaktion konnte man schon Unversändnis herauslesen. Ich weiß nicht, was andere Eltern gemacht haben, vielleicht gab es da auch konsequentere Reaktionen. Dann haben wir noch die Elternbeirätin kontaktiert, wieder die Bedenken formuliert und Gegenvorschläge gemacht. Sie wollte das dann bei der nächsten Sitzung einbringen. Ich nehme an, dass das auch geschehen ist. Zum Jahreswechsel hieß es dann, dass Teams nicht mehr eingesetzt wird und BBB usw. Verwendung findet. Ein “wir sehen das ein” oder ähnliches haben wir nie gehört. Gut möglich also, dass es auch einfach Zufall war. 🙂

@kuketzblog Unser "beinhartes" (Informations-) Technisches Gymnasium bzw. den beiden Leitern ist die DS-Problematik von MS365 vollkommen bewusst! In einem Einzelgespräch haben wir das Thema 2 Stunden lang intensivst diskutiert. Sie haben den Einsatz auch sehr ausführlich begründet. Schullösung = Schul-ipad + anonymer Zugang + unser wlan(!)
Unsere Lösung = privates Linux + anonymer Zugang über Tor-Proxy + (ungoogled) iridium.

@kuketzblog P.S.
1. Begründung: MS365 wurde 2019 eingeführt. Jetzt will man nicht wieder alles zurückdrehen (obwohl Moodle parallel läuft!). Viele Lehrer würden da wohl nicht mitmachen.
2. Es besteht seitens der Leiter wohl die Hoffnung, dass das "Rumgeeiere" des KM die Vorgehensweise stützt.
3. Lustig: Indirekt wurden wir aufgefordert, mal offiziell Beschwerde einzureichen (was wir auch gemacht haben).

@kuketzblog
Nun ist es an der Zeit, dass sich die öffentliche Verwaltung zu OS bekennt und auch an die Projekte Geld spendet. Mit einem 1/10 der sonst üblichen Lizenzgebühren für vergleichbare Software kann man anfangen.

@kuketzblog

... wie Sie Wissen bin ich mit [...] nicht glücklich [1],[2].

Statt Sie nur mit Problemen [3] oder Verboten [4] zu konfrontieren, möchte ich Ihnen anbieten, die Kosten für einen kommerziell angebotenen (und stabilen) BBB-Server für die Klasse meines Kindes zu übernehmen.

Dadurch gewinnen alle:
- Sie haben ein stabiles funktionierendes Werkzeug
- die Kindern lernen, dass ihre Daten wichtig sind
- mittelständige regionale Unternehmen statt amerikanischer Großkonzerne.

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