@kuketzblog jitsi aber auch. Komisch, das BBB nicht gelistet ist

@tommy @kuketzblog

Jitsi ist doch nur die Technologie, und hier werden Dienste bewertet. Es kommt immer drauf an, wie man eine Software einsetzt. Die untersuchten "frei verfügbare Jitsi-Angebote" (keine Angabe, welche untersucht wurden) haben eine schlechte Bewertung, andere eine gute. Und BBB ist doch vertreten: "OSC BigBlueButton" und "Werk21 BigBlueButton". U. a. aus den allg. Bemerkungen zu BBB und Jitsi geht hervor, dass es eben darauf ankommt, wie man eine Technologie einsetzt.

@Voka
Sehr richtig. Wenn man beispielsweise #BigBlueButton in der Standardkonfiguration belässt, ist es nicht Datenschutzkonform. Abgesehen von einigen Anpassungen (docs.bigbluebutton.org/admin/p) braucht man zudem natürlich auch noch eine passende Datenschutzerklärung, der die Nutzenden vorher zustimmen müssen.

Für #Senfcall haben wir ein bisschen Software geschrieben, die dafür sorgt, dass #BBB die Daten der Nutzenden schnell wieder vergisst: senfcall.de/opensource
@tommy @kuketzblog

@senfcall @tommy @kuketzblog
Jepp, unter "wie man eine Techologie einsetzt" gehört natürlich auch das Drumherum wie z. B. Verträge und Datenschutzerklärungen, was der Bericht ja auch mehr als deutlich macht.

@senfcall
Die Digitalstadt Darmstadt setzt in ihrer BBB-Installation auf die standardmäßige Hintergrund-Aufzeichnung der Konferenzen. Hintergrund heißt, der Aufnahmebutton setzt nur die Zeitmarken für das Bereitstellen der Aufzeichnung. Man könne es nur ganz oder gar nicht an /ausschalten. Da das Feature für die Schulen gewünscht ist, ist es halt an. Bei Senfcall ist das wahrscheinlich anders?

@Voka @tommy @kuketzblog

@fabyk @Voka @tommy @kuketzblog bei uns ist die Aufzeichnungsfunktion aus genau diesem Grund abgeschaltet.

Einzelne Nutzende müssten fähig sein, selbstständig ihrer eigene Aufzeichnung zu bestätigen oder abzulehnen, dies ist aber aktuell mit #BigBlueButton nicht möglich.

@Voka @kuketzblog BBB ist wohl standardmäßig (Default Einstellungen) auch ein DSGVO Graus, oder? Jitsi dann wohl auch?

@tommy @kuketzblog
Dazu kann ich nicht viel sagen, aber siehe Antwort-Toot von Senfcall sowie die allg. Bemerkungen zu BBB und JItsi im oben verlinkten Dokument. Ob man das als "Graus" bewertet, ist jedem selbst überlassen.

Fairerweise muss ich noch hinzufügen, dass bestimmt auch Softwarwe wie Zoom auf unterschiedliche Weise eingesetzt werden kann. Wie das Zoom-Angebot bspw. einer Uni vom BlnBDI bewertet würde, kann ich nicht sagen. Mein persönlicher Verdacht (=Vorurteil): keine grüne Ampel.

@tommy @kuketzblog
Eine Ergänzung noch: Sicher spielt die Technologie/Software selbst auch eine wichtige Rolle, nämlich über die Möglichkeiten, die sie bietet. Was man mit einer Software machen bzw. nicht machen kann, setzt den Rahmen für die (technischen) Verwendungsmöglichkeiten und Beurteilungen. Da hat z. B. in meinen Augen Open Source einen generellen Startvorteil.

@kuketzblog Aber ausschließlich, weil es unmöglich zu sein scheint, sowohl US-Recht als auch EU-Recht zu erfüllen. Wer also nicht befürchtet, gezielt von USA-Behörden abhört zu werden, hat damit erst einmal kein großes Problem. Ich weiß, es gibt auch die ungezielte Massenüberwachung. aber um die geht es hier nicht. Davor ist halt kein Dienst sicher.

@kaffeeringe @kuketzblog Hier geht's ja um Organisationen, die der DSGVO unterliegen und für die stellt sich deine Befürchtungsfrage nicht. Wo der private Familienplausch stattfindet, muss jeder selbst wissen. Ich sehe weniger das US-Recht als Problem, weil man das vergleichsweise einfach ändern kann. Wirklich ein Problem dürften die Cloud-Geschäftsmodelle sein, die durchweg darauf abzielen, die Daten der Dienste für eigene Zwecke zu verwenden.

@kuketzblog
Danke für den Hinweis. Cool, dass der Anspruch besteht, das Dokument aktuell zu halten. Über den expliziten Hinweis auf F-Droid freue ich mich auch.

@kuketzblog
Interessiert meinen Arbeitgeber im öffentlichen Dienst nicht, es wird von zoom bis webex alles eingesetzt für alle mögliche ohne Beschränkung und Vorgaben. Unser Datenschutzbeauftragte weigert sich trotz schriftlicher Anfragen eine schriftliche Anweisung / Prüfung zu geben. Wir Admins haben somit von keiner Seite Unterstützung und müssen diesen Datenschutzmüll weiter supporten und ausbauen...

@M1986
Ich weiß, sagt sich einfach, aber vielleicht mal an die nächsthöhere Ebene wenden, Fakten sammeln, whistleblowen ...

Danke @kuketzblog Das habe ich gleich mal meiner Stadtverwaltung geschickt.

@kuketzblog und dennoch wird es bei uns verwendet weil es den #lehrern und der #schulleitung egal ist 🤦‍♂️

@Optimus Dir und mir, ja. Aber den Flitzpiepen, die sich darauf versteifen, die brauchen immer mal wieder eine Erinnerung.

@kuketzblog @Optimus
Was nützt diese Erinnerung, wenn die Uni nun einmal WebEx (mit Moodle) und die Nachhilfe Zoom benutzt. Der Uni kannst du nicht vorschreiben, sondern dich nur exmatrikulieren lassen.
Und selbst wenn man bei der Nachhilfe auf Jitsi hinweisen und sich alle 4-5 Teilnehmer darauf einigen könnten, ist das ja auch nicht besser.

@blueplanetslittlehelper @kuketzblog Bleibt also nur abzuwarten, wie demnächst mit der neuen Version auf den Markt regieren wird. Ich hoffe für uns alle, dass die sich Mühe geben und die Erwartungen erfüllt werden!

@blueplanetslittlehelper @kuketzblog @Optimus
man kann auch noch, je nach Ausgestaltung, der Uni von oben Druck machen.

Z.B. kann man die Vorlagen von #noyb verwenden um sich gegen die unerlaubte Datenübertragung in die USA zu wehren: noyb.eu/de/naechste-schritte-f

So kann man innerhalb von zwei Wochen das ganze zum jeweiligen #LfDI eskalieren.

Und die Universitäten dürfen einen auch nicht zwingen, weil man sonst gegen alle dadurch entstehenden Nachteile klagen kann, was den Unis Aufwand macht.

@laufi
Danke schön. Ich kann aber nur meine beiden Studenten fragen ob sie das tun wollen. Meist wollen sie einfach keine Wellen schlagen. 😢
@kuketzblog @Optimus

@blueplanetslittlehelper @kuketzblog @Optimus die meisten Studierenden denken leider, dass es ihnen Nachteile bringt, wenn sie die Uni verklagen. Aber ich kann sagen, es ist eigentlich ganz spaßig, meist von Erfolg gekrönt (zumindest in meinem Umfeld gegen die #TUDarmstadt) und wenn man sich durch die Klagen erst mal einen Namen gemacht hat, trauen sich manche Dozent*innen nicht mehr, illegale Praktiken anzuwenden, wenn man deren Kurse belegt. Aber immer erst freundlich Fragen vor dem Klagen. ;)

@kuketzblog
Danke, sehr aufschlussreich! Die Proprietären haben sich gegenüber dem Berichtsvorgänger offensichtlich nicht bewegt. Sollte nachdenklich machen...

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