@kuketzblog
Wenn der Einsatz durch die Schule forciert wird, ist die Zustimmung zur Datenverarbeitung nicht freiwillig (also vermutlich nichtig).

@kuketzblog Moralisch: Ausschluss der Schüler, die ihr Widerspruchsrecht (soweit gegeben) wahrnehmen, aus der Schulgemeinschaft.

@kuketzblog
Die Schule hat sich als Körperschaft des öffentlichen Rechts an Gesetze zu halten (Vorbehaltes des Gesetzes: Art. 20 Abs. 3 GG). Wenn das mit Teams nicht möglich ist, dann hat Teams nicht eingesetzt zu werden. Ob es Alternativen gibt ist irrelevant: Es ist wichtig, dass die Schule selbst sich an geltendes Recht hält.

Die Schule selbst erfüllt da auch einen wichtigen pädagogischen Auftrag: Mit Teams wird vermittelt, dass man sich ans Recht nur halten muss, wenn es gerade gut passt.

@kuketzblog
Man könnte da auch sagen:
Wer M$ Teams in Kenntnis der damit verbundenen Rechtsbrüche einsetzt, weil es bequemer ist als was anderes zu machen, der setzt sich auch mittelbar dafür ein, dass die Schüler später Steuern hinterziehen, weil es bequemer ist, sie nicht zu zahlen.

@dagaz @kuketzblog und dazu sollten alle öffentlichen Einrichtung sich zu #publiccodepublicmoney bekennen und danach handeln...

@dagaz @kuketzblog Kleine Besserwisserei: Bei einer Schule handelt es sich eher um eine Anstalt des öffentlichen Rechts, weil eine Schule keine Mitglieder, sondern Benutzer hat 🤓

Der Rest passt aber 👍

@cordialis @kuketzblog
Das Verwaltungsgericht Münster hat da offenbar eine andere Ansicht: winheller.com/blog/rechtsfaehi

Aber für das Argument ist es vermutlich tatsächlich vollkommen egal: Sowohl Anstalten als auch Körperschaften öffentlichen Rechts müssen sich an geltendes Recht halten.

(Und ich für meinen Teil weiß wieder, warum Verwaltungsrecht der von mir ungeliebteste Teil der Vorlesung zu öffentlichem Recht war...)

@dagaz @kuketzblog Das bezog sich aber nur auf ein ganz bestimmtes Gymnasium, das im vorkonstituitionellen Recht durch Preußen diesen Sonderstatus zugesprochen bekam. Ich mag Verwaltungsrecht sehr, aber da ist ja jeder anders gestrickt.

Allerdings bin ich auch von proprietärer Software teils betroffen als Mitglied einer Hochschule (die KdöR ist), die zoom verwendet und Office-Dateien von O365 für die Studierenden veröffentlicht :/

@kuketzblog microsoft kauft andere dienste ein (zb discord und skype) um sie bewusst scheiße zu machen (EEE strategie)

nicht dass ich ein großer skype fan gewesen wäre aber durch die nutzung von teams (= finanzierung von microsoft) unterstützt man monopolbildung

microsoft teams 

@kuketzblog als jemand, der gerade (in österreich) dazu gezwungen ist: alles spricht dagegen, die gesamte plattform bereitet schmerzen bei der nutzung lul

re: microsoft teams 

@kescher @kuketzblog Da kann ich nur beipflichten. Folgendes Szenario habe ich selber erlebt: “Treffen” über Teams zähneknirschend zugestimmt. Browserversion von Teams getestet, für schlecht aber funktionsfähig befunden, schlafen gegangen. Am nächsten Tag wollte ich am “Treffen” Teilnehmen, sagt mir Teams, dass mein Browser seit kurzem nicht mehr unterstützt wird ich sollte mir einen Ordentlichen (Heist mit Google) (hatte zuvor extra Chromium installiert) Chrome runterladen, oder noch besser deren Software installieren.

Zum Glück war die Teilnahme an dem Treffen nicht alternativlos . . .

re: microsoft teams 

@cybercow @kuketzblog Moment mal. Chromium geht bei mir wunderbar. :blobcatthink:

re: microsoft teams 

@kescher @kuketzblog Hmh, ok bei mir gings nicht. Sie hatten aber wirklich über nicht irgend was umgestellt. angeblich ging es nicht einmal im “normalen” chrome an dem Tag.

re: microsoft teams 

@cybercow @kuketzblog also ich nutze teams derzeit nur mit git.kescher.at/jeremy.kescher/ (ein Fork weils anfangs unter Linux gar nicht lief und gewisse Dinge verbuggt waren), und halt mit ungoogled-chromium

re: microsoft teams 

@kescher @kuketzblog Sollte ich wieder genötigt werden einem Teams event bei zu wohnen werde ich wohl mal reactos ausgiebiger Testen. Da kann ich mir dann installieren was auch immer die Wollen.

@kuketzblog
#Followerpower den Eltern bleibt keine Wahl als zu unterschreiben, da die Kinder sonst aus dem Unterrichtsprozess quasi ausgeschlossen sind. Ich habe unter diesem Zwang unterschrieben.

@Nurich
Genau falsch, eskalieren bis zum Kultusminesterium wenn es sein muß. Und ja, wir haben ein schulpflichtiges Kind.
@kuketzblog

@2342
Ist nicht einfach und vielleicht auch nach spezieller Situation zu bewerten. Bin selbst eher deinem Ansatz zugeneigt, sehe aber das hohe Risiko des quasi Ausschlusses als echte Gefahr für meine Kids.
@kuketzblog

@2342
Besonders da der Große das Thema kurz vor dem Abi völlig anders sieht. Er sagt ganz klar, das für ihn die"Alternativen"Lösungen schlicht nicht hinreichend zuverlässig funktionieren, was er mit praktischen Beispielen belegt.
Hier wird jeder seinen Weg finden müssen, ich finde es aber wichtig, das dies endlich mehr ins Licht rückt und daran müssen wir alle arbeiten.
@kuketzblog

@2342 @kuketzblog
Jetzt ist mir ein Toot verloren gegangen. Bin deiner Meinung , aber ich sehe schon in der Familie unterschiedliche Positionen, denen ich Rechnung tragen muss.

@Nurich
Klar, muß jeder selbst wissen. Aber ich erlebe gerade in "ungefährlichen" Jahrgängen eine Ignoranz des Problems. In einem Alter der SuS, wo diese das Problem noch nicht überblicken.
@kuketzblog

@2342
Da bin ich völlig bei dir. Ich bin sehr bestürzt wie viele Eltern diese Situation überhaupt nicht betrachten. Das erklärt leider warum die Themen zum Datenschutz und Privacy in der Masse ignoriert sind und damit Politikern leider jeder Couleur Tür und Tor offen stehen für abstruse Gesetze diesbezüglich.
@kuketzblog

@kuketzblog
Will man es rechtskonform einsetzen, muss die Schule eine gleichwertige Alternative anbieten (sonst ist eine freiwillige Einwilligung nicht rechtlich sauber möglich). Alternative vorhalten ist aber doppelter Aufwand und nervt wegen fehlender Einheitlichkeit alle Beteiligten. Deswegen direkt eine Lösung wählen, die geeignet ist, sie potenziell verpflichtend einzusetzen. NRW hat das mit Logineo beinahe vorbildlich gemacht. Nutzen nur leider wenige.

@curious_oecher @kuketzblog das system von #NRW nutzten wenige, weil es viel zu spät nutzbar war. Das liegt aber zeitlich weit vor corona.

@jedie
Dafür gibt es mMn noch deutlich mehr Gründe, die jetzt aber hier nicht Thema sind.
Es ändert aber nichts daran, dass es formal ziemlich gut aufgezogen ist.
@kuketzblog

@jedie
Das liegt aber nicht vor Corona. Es gibt eine neue Auflage, die zu spät nach Corona veröffentlicht wurde. Meinst du das?
@kuketzblog

@curious_oecher @kuketzblog nein... Hier in #duisburg wurde vor Jahren #iserv angeschafft, weil das Land seine Lösung einfach noch nicht fertig hatte...

@jedie
Die alte Version war auch völlig verbuggt. Wurde dann zurückgezogen und neu aufgelegt. Deutlich besser. Aber auch recht spät.
@kuketzblog

@kuketzblog MS Teams ist keine Freie/Libre Software in dem Sinne, dass man sie ohne Einschränkungen Verwenden, Verbreiten, Verstehen und Verbessern könnte.
gnu.org/philosophy/free-sw
#MSTeams #FreieSoftware #LibreSoftware #Bildung #Schule

@egnun @kuketzblog

" ohne Einschränkungen Verwenden, Verbreiten, Verstehen und Verbessern könnte" und verlinkt dann was was copy-left empfielt...

@kuketzblog
Die Kollegien sind ohnehin schon exorbitant überlastet. Die Überwachungsfunktionen, die der Schulleitung durch Teams zur Verfügung stehen, haben das Potenzial, dies noch zu verschlimmern. Weil man geneigt sein könnte, eine gute Statistik zu halten.
Übrigens müsste jeweils einzeln der Personalrat mit einbezogen werden, wenn es an einer Schule eingeführt wird. Auch umständlich (aber machbar).

@kuketzblog Der Wettbewerb wird durch Festlegung auf proprietäre Software unterbunden und es wird zur Monopolisierung beigetragen, während im Vergleich bei offenem Quellcode Softwareunternehmen nach Auftragsvergabe nachhaltige Lösungen (weiter-)entwickeln könnten.

@kuketzblog
Teams deckt gar nicht die pädagogischen Bedürfnisse angemessen ab: Man kann sich als Lehrer in der Suche z.B. gar nicht alle Abgaben eines Kindes ansehen. Das geht nur sehr aufwändig, indem man jede Aufgabe einzeln nach dem Kind absucht. Das kann sogar jedes Mailprogramm besser.

@kuketzblog
Das Prinzip der "Fertigstellung beim Kunden" nervt. Andauernde Änderungen an Funktionen, die dauernd eingeupdated werden, verwirren Kinder und Kollegium.

Absolute Basics funktionieren nur extrem rudimentär. Der Umgang mit PDFs, Bildern oder ZIP-Archiven funktioniert nicht angemessen. Das hält den Betrieb auf.

Oft funktionieren Funktionen wie Uploads etc. plötzlich nicht. Die Fehlerrate ist in meiner Wahrnehmung höher als bei der viel gebashten Konkurrenz mancher Länder.

@kuketzblog
Bitte auch immer an Google Classroom denken, da gilt fast 1:1 das gleiche.

@kuketzblog Es ist schlichtweg nicht geeignet für Schulen. Von der Benutzerrechteverwaltung über ungeeignete Datenaustauschkanäle bis hin zur Tatsache, dass es eine verantwortungslose Überwachungshölle darstellt, wenn es nicht sauber konfiguriert wird (betriff Schüler und Lehrer).

Das Thema "Teams" greift aber nicht weit genug. Teams ist ja nur die dilletantisch aggregierte Grütze der ganzen M365 Welt in einer Web-/Electron-App.

@kuketzblog
- Der Unterricht muss darauf ausgelegt werden (was natürlich gemacht wird, weil man es ja nutzen will).
- Für gewisse Schulfächer fehlen trotzdem noch Funktionen (die umständlich einbinden macht keine Lehrkraft, selbst wenn es möglich wäre).
- User der Browservariante werden einerseits durch weniger Funktionen und andererseits mehr Bugs benachteiligt (was wiederum den Unterricht aufhalten kann).
- Es MUSS dann alles darüber laufen, auch Noten, Elternabende oder Beratungsgespräche.

@kuketzblog Mann kann es nicht rechtskonform im Schulbetrieb einsetzen, weil es keine Datenschutzfolgenabschätzung (DSFA) für besonders schutzwürdige Daten besteht. Schulen, die es derzeit einsetzen, haben weder ein vollständiges Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten noch eine DSFA. Die verantwortlichen Schulleiter leugnen durchweg ihre Zuständigkeit. Dienstaufsichtsbeschwerden und Meldungen an die LfDI halte ich für angemessen.

@elottermann @kuketzblog Das Problem dabei ist, dass das Kind dann garantiert als Sündenbock dargestellt wird. Und es noch schöne Benachteiligung gratis dazu bekommt.

@kubi @kuketzblog Das kann ich nicht bestätigen. Lehrer haben normalerweise kein Interesse an Streit mit Eltern.

@elottermann @kuketzblog Dachte ich auch. Ist bei den allermeisten auch so. Ich hab aber auch Lehrer, die es in diesem Fall darauf anlegen ...

@kuketzblog

Bei der Aufstellung der hier gesammelten Argumente sollte mMn klar unterscheiden werden zwischen Gründen die a) speziell gegen MS Teams sowie b) grds. gegen Nicht-EU-Anbieter sprechen.

Die größere Frage dürfte in diesem Zusammenhang wohl b) sein...

@kuketzblog
Viele wichtige Argumente sind schon genannt, aber
*
Datenspeicherung/verarbeitung in der Cloud erfordert enorme zusätzliche Energie für die Datenübertragung gegenüber lokaler Speicherung/Verarbeitung
*
Ausfall von Netzkomponenten zwischen Nutzer und Cloud (Router, DNS-Server, Leitungen, Serverstörung) kann komplette Nutzung an Schule verhindern, ohne auf Ausweichsysteme wechseln zu können
*
Einreiseprobleme in USA gab es schon für Schüler und Geschäftsreisende wegen "Gesinnung"

@Datenschutzgeno @kuketzblog hättest du für den letzten Punkt eine Quelle? Mit solch konkreten persönlichen Auswirkungen könnte ich ein paar Lehrende in meinem Umfeld sicherlich nachdenklich stimmen.

@kuketzblog Die Schule liefert einer amerikanischen Firma die Kunden von morgen. Der Gewöhnungs- bzw. Poduktbindungsfaktor ist immens. Schule sollte aber eigentlich genau das Gegenteil vermitteln, nämlich freie und kreative Entscheidungen zu treffen.

@bormel @kuketzblog Das das auch rechtlich ein Problem sein kann, hat das LSG Niedersachsen-Bremen (L 7 AS 66/19) im Zusammenhang mit Schul-iPads festgestellt.
openjur.de/u/2304305.html

@kuketzblog Datenübermittlung ohne Rechtsgrundlage - Cloud Act: Zugriff auf Daten außerhalb der USA durch US-Behörden - Fehlende Transparenz welche Daten, wie eigentlich erfasst und verarbeitet werden.
Hoher administrativer Aufwand! Ja, man kann viel einstellen um fast DSGVO konform zu werden, aber man muss es auch.

@kuketzblog In BaWü wurde für die Einführung im gesamten Bundesland eine Datenschutzfolgeabschätzung mit >100 Seiten erstellt, um den Einsatz zu legitimieren. Die werden diese DSFA nicht grundlos erstellt haben, weshalb eine rechtliche Notwendigkeit bestehen wird, VOR der Verarbeitung eine solche Abschätzung durchzuführen. Inwiefern eine normale Schule eine solche DSFA erstellen kann, muss natürlich die jeweilige Schule wissen.

@kuketzblog
Microsoft müsste für viele Anwendungsszenarien bei öffentlichen Stellen nach den Anforderungen von § 203 StGB auf Geheimhaltung verpflichtet werden.
Diese Geheimhaltung darf keine unbefugte Nutzung der geschützten Geheimnisse gestatten und muss unbefristet gelten.
Da Microsoft die Kundendaten derzeit auch für eigene Zwecke nutzt, muss § 203 StGB schon sehr kreativ ausgelegt werden.

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