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Angemessene Reaktion auf den Beitrag "Streit um Microsoft: Initiative von Lehrern, Eltern und Schülern will Schulen Teams und Co. verbieten lassen – warum eigentlich?" von News4Teachers, der glatt als Werbebeitrag durchgehen könnte.

digital-souveraene-schule.de/2

@kuketzblog Ich suche gerade Mitstreiter für mein ODO-Projekt einer serverlosen Cloud. Das wäre die ideale Plattform, um darauf eine freie serverlose Schulcloud aufzusetzen. Aber allein stehe ich auf völlig verlorenem Posten.

Ich brauche eure Hilfe, egal ob Entwickler:in oder nicht (besonders die Projektorganisation ist gerade sehr wichtig). Guckt euch doch das Git-Repo auf Codeberg einfach mal an und meldet euch bei mir, wenn ihr mitmachen wollt!
codeberg.org/straightway/odo

@KBoesefeldt @kuketzblog Ich glaube du entwickelst hier an der Zielgruppe vorbei:
- serverlos
- IPFS

Zudem gäbe es mit der HPI Schulcloud schon eine solide Basis, welche auch schon eingesetzt wird:
github.com/hpi-schul-cloud

@KitKat
Welche Zielgruppe meinst du?

Meine primäre Zielgruppe sind Power-Users, die sich kleine Kommunikationsapps schreiben, die ihnen und ihrem direkten Umfeld das Leben erleichtern. Dafür soll ODO eine Low-Code Entwicklungsumgebung sein.

Ein Use-Case dafür könnte der Informatiklehrer sein, der an seiner Schule eine einfache Schulcloud selbst programmiert.

Die HPI Schulcloud spielt da in einer andefen Liga.

Es gibt aber noch ganz viele andere Use-Cases.
@kuketzblog

@KitKat
Verstehe ich nicht ganz. Meinst du, dass es für serverlose Schulclouds keine Zielgruppe gäbe?
@kuketzblog

@KitKat @kuketzblog
Ein weiterer Use-Case wäre eine kleine Softwarefirma, die mit Hilfe von ODO dedizierte Apss für Dritte entwickelt. Dafür gibt es eine zweite API-Schicht für Profis.

@kuketzblog @KBoesefeldt @KitKat Bleiben wir mal bei der Schulcloud: Welche Vorteile würden sich für den Informatik-Lehrer bzw. dessen "Klienten" (Lehrer, Schüler, ...) aus der Verwendung von ODO im Vergleich zu sagen wir einer selfhostet Nextcloud ergeben?

@ilanti
Er könnte sich seine Schulcloud maßschneidern, genau passend für seine Schule. Ob man z. B. Nextcloud so tunen kann, dass das gut für Grundschulen passt?

Und er bräuchte keinen Server, mit allem was da dran hängt (Gerät, Raum, Kühlung, Admin, Sicherung, Updates, Downtimes). Und damit wären auch die Daten der Schüler:innen sicherer, weil es damit auch keine zentrale Datenhaltung gäbe, die man angreifen könnte.
@kuketzblog @KitKat

@ilanti @kuketzblog @KitKat
Ich stelle mir die ODO API so vor, dass ein Power-User wie ein Informatiklehrer damit auf einfache Weise recht weit kommt. Ist aber alles konzeptionell im Moment. Ich könnte mir aber gut Vorstellen, im übernächsten Schritt eine Schulcloud als Pilot-App zu entwickeln.

@ilanti @kuketzblog @KitKat
Ach so: Die Schüler:innen haben mit ODO die Kontrolle über ihre Daten, bei einer Servercloud nicht. Bei IPFS, und damit auch in ODO hat man Leserecht auf alles (ggf. eingeschränkt durch Verschlüsselung) und Schreibrecht nur auf den eigenen "Bereich" (auch kryptographisch realisiert).

@ilanti @kuketzblog @KitKat
Damit ist ein Follower-Modell für die Nutzer sehr leicht realisierbar. Man kann auch unerwünschte Inhalte sehr leicht blocken: Einfach nicht mehr folgen. Wer dann in der Schulcloud genau wem folgt müsste man nochmal überlegen (z. B. alle Schüler:innen einer Klasse der Lehrer:in und die Lehrer:in jeder einzelnen Schüler:in, Lehrer:in ist bei Gruppenkommunikation sowas wie ein "Relay").

@kuketzblog @KBoesefeldt @KitKat Das sind beides interessante Punkte. Also

Eine mit ODO geschriebene Cloud wäre leichter anpassbar als z.B. Nextcloud.
es wird kein Server benötigt

Vor allem Zweitens kling für mich fast schon zu gut um wahr zu sein. Wie löst ODO das? Ich will die Datenhoheit nicht an irgend eine Drittpartei abgeben (dann könnt ich ja gleich MS Teams nehmen) sondern die volle Kontrolle behalten. Trotzdem hab ich keinen eigenen Server?!

@ilanti
Serverlose Cloud geht mit IPFS. Damit werden die Daten über alle Geräte aller Nutzer verteilt, mit Redundanz, damit sie gut erreichbar sind. Die Kontrolle behältst du durch Kryptogaphie: Daten sind mit ODO immer veschlüsselt (in IPFS nicht unbedingt). Und Schreibrechte werden über ein Public/Private-Schlüsselpaar in IPFS realisiert, also auch kryptographisch. Näheres zu IPFS hier: ipfs.io/
@kuketzblog @KitKat

@KBoesefeldt @ilanti @kuketzblog

> Serverlose Cloud geht mit IPFS.

Wäre vielleicht auch hilfreich, welche Probleme man sich dadurch einhandelt und inwiefern das im Hinblick auf eine ernsthafte Umsetzung einer Schulcloud problematisch sein könnte

@KitKat @ilanti @kuketzblog
Aaaalso, zunächst muss natürlich ODO selbst sorgfältig entwickelt werden, um keine Cyber-Security-Probleme auf den Geräten hervor zu rufen. Und die API für die Apps muss es leicht machen, keine Sicherheitslücken einzubauen.

Dann ist das NAT-traversal bei Peer2Peer immer eine Herausforderung. Da gibt es aber Mechanismen in IPFS. Ob die in jeder Lebenslage ordentlich funzen weiß ich nicht genau, aber IPFS hat eine große Entwicklercommunity, die so etwas angehen kann.

@KitKat @ilanti @kuketzblog
Weiter: Man "bezahlt" für den Service, indem man Bandbreite und Speicher zur Verfügung stellt. Man speichert also bei sich verschlüsselte Daten für andere (und umgekehrt), die man herunterlädt und anderen auch wieder hochlädt. Was das für Daten sind weiß man nicht, da sie verschlüsselt sind.

Der Service ist also nicht kostenlos, sondern muss in "Naturalien" (eben Bandbreite, Speicher) bezahlt werden. Damit gilt *nicht*: "Wenn es nichts kostet bist du das Produkt."

@KitKat @ilanti @kuketzblog
Generell kann man ODO komplett anonym nutzen. Das wäre aber bei einer Schulcloud nicht gewünscht, und man könnte einfach innerhalb der Schulcloud-App die Identitäten der gemeldeten Schüler:innen prüfen.

@KitKat @ilanti @kuketzblog
Ganz generell ist die Frage, wie eine IPFS-Instanz auf mobilen Geräten so performt. Es könnte sein, dass der Akku schneller entladen wird und es wird Datenvolumen verbrauchen. Das muss man feintunen, z.B. indem man IPFS auf mobilen Geräten nicht im Hintergrund und nur mit WLAN laufen lässt. Stellt sich die Frage, wie dann die Performance ist. Das weiß ich leider im Moment nicht.

@KitKat @ilanti @kuketzblog
Einen glasklaren Vorteil des serverlosen Peer2Peer-Ansatzes möchte ich noch erwähnen: Während ein zentraler Server aufgerüstet werden muss (oder nicht mehr gut funzt) wenn mehr Nutzer dazu kommen, funktioniert ein Peer2Peer-Netz umso besser, je mehr leute mitmachen. Es skaliert prinzipiell automatisch.

@kuketzblog @KBoesefeldt @KitKat Ich finde diesen Ansatz wirklich spannend. Im Prinzip funktioniert also die Datenspeicherung bei ODO wie in einer Cloud, der man den zentralen Cloud-Speicher weggenommen hat. Somit synchronisieren die Cloud-Clients untereinander (Peer-to-Peer) die Dateien.

@ilanti
Exakt. Das darunterliegende IPFS bietet eine Dateisystemsicht auf die Daten, und die werden über das P2P-Protokoll an die Peers verteilt (clients gibt es in dem Sinne nicht, weil es ja auch keine Servers gibt). Für ODO-Apps ist das aber ein Implementierungsdetail, worum die sich nicht kümmern müssen. ODO-Apps hantieren einfach mit URIs, die auf Dateien und Verzeichnisse verweisen.
@kuketzblog @KitKat

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