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Ich finde es ja bemerkenswert, wie die Werbeindustrie gegen Apples mini Tracking-Schutz (ATT) Sturm läuft und sich empört. Sollten sich nicht eigentlich die Nutzer empören, die seit Jahren verfolgt, vermessen und in Kategorien eingeteilt werden?

@kuketzblog Dachte ich mir auch so. Wer hat denen eigentlich das "Recht" gegeben uns überhaupt so zu tracken? Niemand.

@bennet @kuketzblog wenn die Frage gestellt wird, wer an welcher Stelle Tracking zustimmt schon.

@kuketzblog 90% ist der Preis den die bequeme/einfach Bedienung kostet doch egal. Ich höre das so oft das Leuten zu aufwändig/kompliziert ist Dienste zu wechseln oder auch nur irgend eine Art der Veränderung anzunehmen.:really_rm:

@Tealk
Das kenne ich und geht mir leider auch so.
Es ist zum verzweifeln, dass es die meisten Leute einfach nicht interessiert
@kuketzblog

@juleLe ja und solange es so ist wird es keine Möglichkeit geben das zu ändern. :sulk_rm:

@Tealk
100% Zustimmung. Gerade heute wieder erlebt.

"Wir werden doch eh schon seit Jahren ausspioniert."
"Mir egal, ob ich die wissen, was ich tue."
"Dann sollen sie mir halt gezielt Werbung zeigen, guck ich mir eh nicht an "
@kuketzblog

@kuketzblog "Die Würde der Werbeindustrie ist unantastbar." 😋

@cordialis @kuketzblog

Weiter! "Ihre berechtigten Interessen zu achten und zu schützen ist Verpflichtung..." Äh... wer wäre da zuständig?

D., dem einige übliche Verdächtige einfallen, aber da gehören keine Einzelpersonen wie gewisse hyperaktive EU-Parlamentarier oder ministerielle Influenzer hin, sondern Institutionen. Sagen wir... die irische DPC.

Die Schafe glauben dem Mantra des Fortschritts und der "Benutzerfreundlichkeit" ihres Wolfes. ...
"Immer noch besser als Android" sagen sie ohne daran zu denken, das sie selbst ihr Glück in den Händen haben, aber dann müsste man ja selbst anfangen zu denken.
Deshalb muss es eben so richtig wehtun bis man es versteht.

@chbmeyer Ich finde es ja bitter, dass ausgerechnet der Bildungssektor das Leben in Walled Gardens normalisieren wird. Mit den Lehrerendgeräten hat Apple ja den ersten Schritt bereits getan...

Stimmt.
Analog beginnt man zu verstehen, sieht Lehrer als Vorbilder zur Demokratieerziehung, Mündigkeit und Pluralismus.
bildung-rp.de/gehezu/startseit

Leider sehe ich da aber noch keine Erkenntniss, wenn es dann digital wird (GAFAM). ...

Wahlen gewinnt man halt eher durch Populismus als durch Werte.

@kuketzblog Ich nutze iOS, empfinde es aber dennoch als Augenwischerei. Wer hat denn die Werbe-ID auf iDevices überhaupt eingeführt? Doch Apple selbst.

Apple macht nichts anderes, als Werbetracking-Outsourcing zu betreiben und sich anschließend selbst durch solche PR-Aktionen eine reine Weste zu verpassen.

Man überlässt das Tracking anderen, kassiert selbst aber richtig dolle mit.

@stardenver Danke für diese offenen Worte. Sehe ich auch so. Und auch die Empörung der Werbeindustrie ist vollkommen daneben. Das datengetriebene Geschäftsmodell ansich ist das Problem.

@kuketzblog @stardenver Ich empfinde das Apple Vorgehen als konsequent: der Walled Garden gilt in Zukunft nicht nur für den Nutzer: Apple erzwing von der Tracking-/Werbeindustrie, die Apple eigenen Tracker zu verwenden.

@Ar @kuketzblog Genau. Apple ermöglicht Tracking, stellt sich selbst aber als Privacy-Guard dar. Man lenkt den Focus komplett weg von sich.

@stardenver
Genau das, das werfe ich allen BigTech vor, ihre PR Maschinerie macht einen auf "wir sind die Guten" aber sie liefern erst die ganze Infrastruktur für den ganzen Müll, sie haben ihn sogar ausgerollt.
@kuketzblog

@stardenver @kuketzblog Die Werbe-ID wurde IMHO von Apple eingeführt, um den Zugriff auf die unveränderliche Geräteseriennummer zu unterbinden. Es war sozusagen der erste Schritt für mehr Kontrolle durch den Benutzer. Dieser konnte ab dann die Werbe-ID zurücksetzen aber sich auch entscheiden einfach eine identische Werbe-ID 0 mit vielen anderen Benutzern zu verwenden. Aber ich stimme zu, dass es besser gewesen wäre dem Benutzer ein Privacy by Default von Anfang an zu geben.

@stardenver @kuketzblog Was mich Interessieren würde, wie sieht es eigentlich auf anderen Betriebssystem Plattformen aus? Ich meine, der Zugriff z. B. auf die Mac-Adresse eines PCs sollte unabhängig vom Betriebssystem keine Hürde darstellen - gibt es da die Tracking Problematik durch entsprechende Dritt-Bibliotheken nicht? Das Problem ist aus meiner Sicht doch eher, dass Software-Entwickler unreflektiert Bibliotheken und -Dienste von Drittfirmen integrieren und weniger das Betriebssystem.

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