Follow

An alle Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen, die digitale Souveränität wertschätzen und den datengetriebenen Überwachungskapitalismus ablehnen. Bringt euer Umfeld weg von WhatsApp - noch ist Zeit!

kuketz-blog.de/datenschutzfreu

@kuketzblog Naja ich bin froh das die Leute mit mir über Alternativen kommunizieren. Zum WhatsApp löschen werde ich da keinen bewegen können. Die meisten sind da nicht überzeugt von, sondern tun es "nur" mir zu liebe. Was mir grundsätzlich reicht, bzw. weiß ich es auch sehr zu schätzen.

@kuketzblog Mittlerweile hat WhatsApp auch die zweite Frist aufgeweicht. Heißt es werden am 15.05. doch keine Accounts eingeschränkt. Daran klammern sich jetzt alle, die nicht wechseln wollen ("Siehst es kommt dich nicht").

@MartinWagner Es ändert sich zu 2018 auch fast nichts - außer die Widerspruchsmöglichkeit entfällt. Die Änderung der Nutzungsbedingungen ist dennoch ein Grund zu wechseln.

@kuketzblog Du meinst damit die Möglichkeit, der Verwendung der eigenen Daten zu Markeringzwecken zu widersprechen? Ist so eine Verwendung nicht durch die Behörden/Gesetze in der EU ohnehin verboten? Ich habe den Überblick verloren, was WhatsApp Stand heute mit den Kommunikationsdaten eigentlich darf (und tut). Finde es schwer, dass dann Freunden/Familie zu erklären.

@MartinWagner @kuketzblog Die nicht wechseln wollen ist der Datenschutz doch egal. Wer jetzt noch nicht weg ist, wird dort auch bleiben

@kuketzblog ist da die Energie richig eingesetzt? Es gibt viele Sachen die mit weniger Widerstand umgesetzt werden können

@kuketzblog na wenn das mal so einfach wäre. Da kannste mit noch sovielen Totschlagargumenten um die Ecke kommen, auf dem (A)Social-Media Ohr sind sie alle taub. Ich dachte der Satz "Ich hab doch nix zu verbergen" sei ein Mythos. Letztens hab ich ihn tatsächlich von einer Bekannten gehört und wie ein Amerikanischer Fernsehprediger versucht sie zu missionieren, aber völlig vergebens. Sie guckte nur wie ein kaputtes Auto, als es um Signal, Fediverse und zum Schluss noch um Linux ging. Man man..

@kuketzblog Ein automatisches (opt-in, verschlüsseltes) Cloud-Backup bleibt Grundvorraussetzung bevor ein Wechsel zu Signal als Alternative für Durchschnittsnutzer in Betracht bezogen werden kann.

Und ein Import von WhatsApp Sicherungen wäre sicherlich extremst hilfreich.

Es ist vollkommen inakzeptabel, dass alle Chats weg sind wenn a) man gewechselt hat und später b) das Smartphone weg/kaputt ist

Threema kann ich mich nicht zu äußern.

@kuketzblog Hier hat Signal die Gelegenheit verpasst, das Cloud Backup Feature rechtzeitig fertigzustellen, bzw. den Import zu realisieren. Man hätte hier sehr viele Nutzer mitnehmen können wenn das gegeben wesen wäre.

@juliank @kuketzblog Verstehe nicht, was Du meinst. Sowohl Signal als auch Threema haben ein Cloud-Backup, bei Signal wird es automatisch aktiviert (Signal-Pin).
Dazu gibt's auch jeweils ein lokales Backup.

@bluesky787 Bei Signal gibt es ein Metadatenbackup, aber keine Nachrichten, von Medien ganz zu schweigen. @kuketzblog

@juliank @kuketzblog OK hast recht. Kein Cloud-Nachrichten-Backup in Signal.
Geht aber lokal und ich verstehe, dass das zu viel Speicher auf Seiten Signals benötigen würde.

Ein Import von WhatsApp-Nachrichten ist wohl aus zwei Gründen schwierig:

1. Dafür bräuchte es erstmal eine Export-Funktion in WA.
2. Hast du dann Chats von WA-Nutzern in Signal, die nicht bei Signal sind? Für einen Abgleich über die Telefonnummer braucht es dann auch wieder einen WA Export.

@bluesky787 Lokales Backup ist halt etwas für Nerds die sich dass dann mit Syncthing, Nextcloud oder was auch immer selbst off-device duplizieren können, aber keine Lösung, die für den Mainstream geeignet ist.

Telegram hat den Import von WhatsApp Chats bereits umgesetzt, eine Export Funktion ist vorhanden, und natürlich kann man auch einfach die Datenbank aufmachen.
@kuketzblog

@juliank @kuketzblog
SD-Karte rein
Lokales Backup machen
SD-Karte in neues Handy einsetzen
Backup wiederherstellen.

Wie oft kommt es denn durchschnittlich vor, dass man das machen muss?

Und hast Du Dir angeguckt, wie man den Chatverlauf bei Telegram überträgt?
github.com/TelegramTools/TLImp
Das ist ja wohl weitaus komplizierter und du brauchst ggf. Zugriff auf das Konto desjenigen, dessen Chat du importieren willst.
Oder gibt es noch eine anderen Weg?

@bluesky787 Am besten mehrmals täglich. SD Karten sind kein adäquates Mittel, zumal es keine/weniger brauchbaren Smartphones mit SD Kartenleser gibt. Wer steckt den täglich/wöchentlich oder gar monatlich ne SD Karte rein um ein Backup zu machen? Fantasiewelt!

Import nach Telegram erfolgt über WhatsApp's Chat exportieren funktion im Menü, dann Telegram als Empfänger auswählen, siehe telegram.org/blog/move-history

@kuketzblog

@juliank @kuketzblog Also die SD-Kartenlösung war jetzt zum Umziehen auf ein anderes Handy gedacht. Das wird ja hoffentlich nicht täglich notwendig.

OK, dass man Chats relativ einfach umziehen kann, wusste ich nicht. Wäre natürlich allgemein wünschenswert (Art. 20 DSGVO), hält mich jetzt aber nicht davon ab, zu wesentlich sichereren Messengern zu wechseln. Auch in meinem Umfeld wurde dieses Problem noch nie benannt.

@bluesky787 Umziehen von Handy, sofern altes funktioniert und vorhanden, funktioniert jetzt sogar per QR Code und (AFAICT) inkl. Übertragung der privaten Schlüssel

Das es als Problem nicht benannt wurde, hat auch einfach damit zu tun, dass da niemand drüber nachdenkt, bis es zu spät ist.
@kuketzblog

@juliank @kuketzblog Kann sein, oder damit, dass keiner die alten Chatverläufe braucht.

@bluesky787 Anbieten würden sich natürlich auch P2P Backup-Lösungen.

Also das man die Möglichkeit hat, dann den Chatverlauf vom Kontakt anzufragen.

@kuketzblog

@kuketzblog
Wir versuchen es auch mit Überzeugungsarbeit. Das ist aber extrem schwierig, weil die Bequemlichkeit so groß ist. Aber der erste Schritt ist immer, einen anderen besseren Messenger parallel zu installieren. Wenn die dann sehen, dass der äußerlich genauso gut funktioniert, wird er auch benutzt. Jeder Account, der die WhatsApp-Last reduziert oder dann gar ganz wechselt, ist gut für den Datenschutz.

@Datenschutzgeno Versuche die Leute in meinem persönlichen Umfeld auch schon seit Jahren mehr oder weniger erfolgreich zum Wechsel zu überreden. Häufig müsste man auch die halbe Familie und Verwandschaft mit überzeugen und das kann ich nicht. Einige konnte ich überzeugen, Andere müssen mir eben mailen oder SMS schreiben. Danke für eure Arbeit, welche hilft das Ganze argumentativ zu unterstützen. @kuketzblog

Mal eine Frage in die Runde, ich kenne tatsächlich Menschen, denen diese "Status"-Funktion von WA wichtig ist. Signal und Threema bieten sowas bisher ja nicht an soweit ich weiß und unabhängig was ich davon halte, ist es doch ein Argument nicht zu wechseln, da diese Personen so aktuelles mit allen interessierten Personen, die ihre Telefonnummer haben (und die WA haben) teilen können, ohne es an alle schicken zu müssen oder es jemand aufzudrängen. So können auch Handybilder bequem am Handy geteilt werden.
Ich nehme nicht an, dass es ähnlich simple und weit verbreitete Alternativen gibt? Oder kennt jemand was?

@krutor der Beschreibung nach verstehe ich nicht, was diese Funktion genau macht (hab kein WA). Bei Signal kannst du Nachrichten an mehrere Personen schicken, Gruppen einrichten und darüber natürlich auch Anhänge verschicken.

@maikek @krutor Du kannst Dir das wie eine kleine Homepage des Benutzers für ein paar Bilder in Whatsapp vorstellen. Durch antippen des Kontaktes siehst Du dann die vom Kontakt hinterlegten Informationen. Ist halt mehr als das Profilbild und der kleine Statustext der bei Signal und Threema geht.

@maikek @krutor Meines Wissens nach ist der Status öffentliche Information und auch unverschlüsselt und für jedermann inkl. Facebook einsehbar.

@Sucher @krutor ah, das heißt, ich müsste aktiv nach der Nachricht gucken. Nein, das gibt es imho nicht auf Signal oder Threema. Aber irgendwas is ja immer, wenn mensch eine Ausrede sucht 😉.

@maikek @krutor So sieht es aus. Aber ich bin immer wieder fasziniert wie viele Informationen Whatsapp-Benutzer in meinem Umfeld aus den Status-Meldungen anscheinend mitbekommen.

@krutor Habe in meinem Umfeld das selbe Problem und bisher keine Lösung dafür.
Höchstens das Argument, dass sie offensichtlich keinen Messenger, sondern ein „soziales” Netzwerk wollen.

Dann fühlen sich alle ein bisschen ertappt, denken vlt. kurz drüber nach und bleiben dann weiter bei RotzApp.

@bluesky787 @Sucher @maikek treffend beschrieben. Mich selbst betrifft das als nicht-WA Nutzer auch nicht, aber eben mehrere Bekannte und Verwandte.
Die Einschätzung das es eher ein soziales Netzwerk ist, finde ich plausibel. Wobei es einen Halboffenen Charakter hat, auf einer extra Seite/einem extra Reiter in der App, kann man alle aktuellen Statusmeldungen einsehen soweit ich weiß.Natürlich könnte man Mastodon oder Friendica empfehlen, um das aber ebenfalls so halb-öffentlich zu machen (z.B. nur für Kontakte posten) wäre jedoch einiges an Einstellungen nötig und die Menschen von WA ins Fedi zu bringen ist nochmal was anderes als zu Signal/Threema.

@kuketzblog habe das Gefühl, das zu viele nicht verstehen, wo das Problem ist. Sind in der Lage eine Welt ohne die Konzerne vorzustellen. Die Frage ist, wie kann ich einen Drogenjunkie von seinen Dealer trennen? Umso jünger, umso schwieriger. Die älteren haben oft aufgegeben mit den Worten, wir keine Chance gegen die.

@tigerinflow @kuketzblog Das „mit dem Verständnis des Problems“ ist nach meiner Meinung genau der Punkt der fehlt. Es wird einfach zu selten über Fälle berichtet, wo das Datensammeln tatsächlich zu konkreten und nachvollziehbaren Folgen für den betroffenen in seinem Leben geführt hat. So bleibt alles im nebulösen „es könnte die Folge X haben“ und das reicht häufig nicht um das persönliche Verhalten zu ändern.

@tigerinflow @kuketzblog Gibt es irgendwo eine Webseite / ein Projekt / einen Newsdienst, die anhand von konkreten Fällen über die Folgen des Missbrauchs von Daten für individuelle Personen berichtet? Ich könnte gut konkrete Beispiele für Diskussionen in meinem Umfeld gebrauchen.

@Sucher
Im Ausland schon. Facebook hat Gesundheitsdaten zum Kauf angeboten. Die Vermischung von Fitnessarmbändern, Webseitenlogging bis Spionieren auf dem Handy gibt umfassende Profile. An die Daten zu kommen ist schwierig, den diese Firmen halten sich sehr bedeckt. Aktuell habe ich keine Quellen anzubieten bis auf Heise.de zu verweisen. Da findet sich die eine oder andere Anekdote
@kuketzblog

@tigerinflow @kuketzblog Genau das meine ich. Es ist ein nebulöses „Es könnte passieren, dass…“ aber kein konkretes „Es ist passiert, dass Benutzer X folgende Nachteile erfahren hat …“. Vielleicht müssen erst eine Reihe von persönlichen „Katastrophen“ aufgetreten und bekannt geworden sein, bis in der Bevölkerung ein allgemeines Wissen „Datensammeln kann für mich die folgenden Folgen haben“ angekommen ist.

@tigerinflow @kuketzblog Vermutlich muss unsere Gesellschaft erst eine schmerzliche Lernkurve zum Thema „Warum ist Datensparsamkeit wichtig?“ hinlegen.

@kuketzblog

Wie viel Bier konnten wir nicht trinken gehen? Hoffentlich geht das bald wieder.
Falls Du aber das Geld für ein Bier übrig hast, hol Dir doch einen vernünftigen Messenger:
threema.ch/de

Ich meine ein Bier … 😉
Deine Daten sind mehr wert!

#noWhatsApp #noFacebook

@der_tom find ich top, ich hatte ein paar Freunde mit denen ich gedealed hatte ich lade sie zu einem Bier ihrer Wahl ein und sie holen sich dafür Threema. 2 oder 3 hatten das gemacht, das war natürlich (lange) vor Corona.

@kuketzblog erstmal danke für die Arbeit und den informativen Blog. Habe es für die lesefauleren mal in einem Bild zusammengefasst;)

Sign in to participate in the conversation
Mastodon

The social network of the future: No ads, no corporate surveillance, ethical design, and decentralization! Own your data with Mastodon!