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Ich glaube, den meisten ist nicht bewusst, welche Chancen mit dem Fediverse verknüpft sind. Anders als bei Plattformen wie Twitter/Facebook steht nicht die Profitmaximierung im Vordergrund, sondern der Nutzer bzw. Inhalte. Das ist ein völliger Paradigmenwechsel, weg vom datengetriebenen Geschäftsmodell. 🧙‍♂️

@kuketzblog 👍 Nur wie kann man das "ganz normalen" Nutzern klar machen, die das eigentlich gar nicht interessiert?

@chotemysl @chriskoester Was ja teilweise auch so stimmt, weil (öffentliche) Institutionen ihre Verantwortung nicht erfüllen und lieber weiterhin zentrale, kommerziell ausgerichtete Plattformen unterstützen bzw. dafür werben.

@kuketzblog @chotemysl @chriskoester
Ich sehe das ähnlich. Ohne ein Einlenken der (öffentlichen) Institutionen gibt es auf gar keinen Fall was. Aber selbst wenn sehe ich die Chancen bei 50:50. Wie weit ist es denn schon gekommen, dass Tiktok einer der Hauptsponsoren der EM war. Für mich persönlich unbegreiflich.

@panzke @kuketzblog @chotemysl Ich erinnere immer wieder gerne an "1984" von George Orwell. Ich weiß noch wie schockierend und deprimierend die Lektüre in den 1990er Jahren war. Heute ist zumindest der technische Teil Realität - und manchmal glaube ich, dass auch der politische Teil nicht mehr unrealistisch ist. "1984" sollte gerade heute Pflichtlektüre sein (Für die, die noch nichtmal Zeit zum Lesen von AGB's haben, gibt es "1984" auch als Film - ironischer Weise auch bei Amazon! 😉

@chriskoester @kuketzblog @chotemysl
ich glaube, dass hier auch eine Art eigene Blase zum Selbstschutz aufgebaut wird. Wenn ich mich aktiv mit dem Thema beschäftige, MUSS ich auch meine (oft unbequemen) Konsequenzen daraus ziehen. So können die Menschen einfach sagen, dass sie sich ja mit dem Thema nie viel beschäftigt haben und man ja absolut gar keine Ahnung hatte, was da alles im Hintergrund passierte... "hätte ich das gewusst, dann hätte ich den oder den Dienst ja sofort nicht mehr genutzt"

@panzke @kuketzblog @chotemysl Es fehlen auch direkte und in irgendeinerweise "schmerzhafte" Konsequenzen für die Nutzung von kostenlosen Konzern-Diensten! "Es tut momentan nicht weh, z.B. bei Facebook zu sein". Man sieht und spürt die Konsequenzen nicht direkt und unmittelbar! Dass sich das sehr schnell ändern kann und wird, ist den meisten Nutzern nicht bewusst und wäre vielen wahrscheinlich auch egal - ist ja erst frühestens morgen...

@chriskoester @panzke @kuketzblog @chotemysl genau so ist es... Aber so ist es auch mit dem rauchen oder mit handys ohne Updates... Oder dolle IoT Devices die einen Tunnel im Router Boren...

@kuketzblog @chotemysl @chriskoester Es sind vielleicht gar nicht die einzelnen Institutionen, sondern die Politik die diesen die Vorgaben macht und diese über die Mittelvergabe regelt. In meinem Arbeitsfeld, offene Kinder- und Jugendarbeit / ausserschulische Bildung, ist das Thema Medienkompetenz und informationelle Selbstbestimmung der Kinder- und Jugendlichen zwar wichtig, aber die Mittel reichen halt gerade so für Projektarbeit und nicht für ne Regelförderung.

@yordin @kuketzblog @chotemysl @chriskoester das ist meine these: im #Bildungssystem fehlt es letztlich am Geld... Und das quasi bei allem...

@chriskoester @kuketzblog Ja, den meisten interessiert Datenschutz so garnicht, oder sie blocken das komplett ab. "Es machen ja alle, also wirds schon nicht so schlimm sein" - Mein Vergleich dazu mag drastisch sein, aber im Kern ist es doch ähnlich:
"1938 waren eben auch 'alle' Nazis. Und? war es richtig? Wohin führte es? 1945 wollte es keiner mehr gewesen sein."
So ungefähr wird nach dem "bösen Erwachen" sein.

@HoSnoopy @kuketzblog Der Vergleich ist krass! Aber ich gebe zu, dass ich auch oft daran denke. Ein Argument findet sich zumindest verbal wieder: "Da haben ja (fast) alle mitgemacht!"

@toriaka @chriskoester @kuketzblog All die persönlichen Daten werden irgendwie verarbeitet.
Denkbar wäre zB, daß mit Hilfe von M$ 365 Schüler nach Leistung sortiert werden, per Facebook analysiert man deren Lebenswandel. Google schreibt mit, wo man sich so bewegt.
All das wird dann zB von einen Personalleiter, bei dem man sich beworben hat, angefordert und analysiert.
Man kriegt es mit und hält sich zB mit seiner Meinung zurück - Der Tod von Demokratie schreitet voran. So ungefähr.

@HoSnoopy @chriskoester @kuketzblog
Gibts zum Teil jetzt schon. Aber für 98% der Stellen lohnt sich die Mühe nicht.

@toriaka @chriskoester @kuketzblog Ja, noch nicht. Das soll ja alles automatisiert werden. Das ist doch das Ziel. Oder: Kapitalismus, der nicht den Wettbewerb, sondern die Kapitalvermehrung als Ziel hat

@kuketzblog ja ist leider extrem schwer es anderen klar zu machen. Die Großen machen es einem einfach zu leicht hinein zu kommen, aber extrem schwer wieder davon loszukommen

@merj82 @kuketzblog
Das ist das Rattenfängerprinzip. Entwickler bekommen zentral gepflegte Fonts und Helferlein von Analytics bis Kalender-js,
die Nutzer schöne Videokonferenz-Hintergründe, die das eigene Gesicht herausrechnen und an die Betreiber schicken samt aller privaten Daten oder auch nur die Stickerfunktion, um das Bild an TikkiTokki, den chinesischen Geheimdienst zu schicken.

fair verhandeln wrote the following post Tue, 13 Jul 2021 11:18:08 +0200

Visionen eines hypervernetzten Planeten - Das einzige was vermutlich stört ist der selbstbestimmungsfähige Mensch


Wenn in Kürze die KI den Menschen das Denken noch abnimmt, dann wäre doch alles perfekt, oder?

Wie könnte ein solcher hypervernetzter Planet dann aussehen?
Wir können einige Visionen oder Disruptionen beschreiben, die das Internet of NO things mit sich bringen kann:

1. Super resource-efficient society
Eine Gesellschaft, in der kein Gebäude leer steht, sondern die ganze Zeit optimal genutzt wird. Auch fahren keine Autos mehr leer. Neue Geräte und Maschinen generieren ihre eigene Energie. Für diejenigen, die an Energy Harvesting Sensoren arbeiten, erscheint die Diskussion über zentralisierte, große Kraftwerke sinnlos.

2. Post-choice society
Künstliche Intelligenz ersetzt Wahl: Wir müssen uns nie entscheiden, einen bestimmten Bus oder Zug zu nehmen, sondern bekommen den schnellsten Weg von A nach B. Wir werden auch nie unsere Schlüssel, Geldbeutel oder Uhren vergessen.

3. Post-ownership society
Dank der Information über verfügbare geteilte Waren und Ressourcen macht es weniger Sinn, etwas zu besitzen: Vielleicht wird Privateigentum in der Tat ein Luxus. Daten könnten Geld als Währung ergänzen oder ersetzen.

4. Post-market society
Im Grunde genommen sind Märkte Informationssysteme, die Ressourcen zuteilen. Als Informationssystem funktioniert ein Markt jedoch sehr einfach. Er übermittelt nur, dass eine Person dies oder das gekauft hat; wir wissen aber nicht warum. Künftig können Sensoren uns bessere Daten als Märkte liefern.

5. Post-energy society
Um ubiquitär genutzt zu werden, müssen Sensoren energieeffizient und energieautark sein. Wenn eine Datenrevolution stattfinden soll, muss Energy Harvesting – die Fähigkeit, Energie auf Makro-, Mikro- oder Nanoskala zu generieren und zu speichern – Alltag werden.

6. Post-voting society
Da wir genau wissen, was Leute tun und möchten, gibt es weniger Bedarf an Wahlen, Mehrheitsfindungen oder Abstimmungen. Verhaltensbezogene Daten können Demokratie als das gesellschaftliche Feedbacksystem ersetzen.



View PDF

@nmke_de Ja, das Paper findest Du hier:
Smart Cities: Stadtentwicklung im digitalen Zeitalter
Wird spannend, wie der Weg einer Demokratie in eine Post-voting society im Jahr 2030 aussieht.

@kuketzblog

den einsamen Rufer in der Wüste hört man nicht. Ich habe noch kein Rezept gefunden.

@olaf @kuketzblog Ich glaube, dass dieses Thema zu den Dingen gehört, an denen die Leute von alleine Interesse entwickeln müssen um eine Veränderung zu bewirken. Vielen wird es immer egal sein - da bringt es nichts, sich den Kopf zu zerbrechen. Wichtiger ist, sich selbst zu stärken und diejenigen, die bereits ein offenes Ohr haben. Gegenüber allen anderen kann man ja trotzdem immer gesprächsbreit bleiben und ihnen helfen, wenn sie es irgendwann wollen.

Ich versuche das meinen "Freunden" auf Facebook klar zu machen. Im Grunde als letzter Versuch Leute davon zu überzeugen bevor ich Facebook verlasse. Das klappt aber nicht so richtig weil Facebook meine Posts in denen ich dezentrale Netzwerke (Matrix, XMPP, Fediverse, usw.) erkläre raus filtert und meinen Kontakten nicht anzeigt.

@moe @kuketzblog Die Benennung und Sammlung solcher Beispiele, wo Facebooks und Twitters Algorithmen die Nutzer aktiv daran hindern sich auszutauschen oder sogar zu Schäden in der analogen Welt geführt haben, sowie Gegenüberstellung warum das Fediverse in diesem konkreten Beispiel besser ist, könnte bei der Argunentation helfen. Meiner Meinung kann nachvollziehbare Betroffenheit ein relevanter Faktor für eine Erhöhung der persönlichen Wechselbereitschaft sein.

@moe @kuketzblog Gibt es einen Ort wo konkrete negative Einzelfallbeispiele der Nutzung von datengetriebenen Sozialen Netzwerken gesammelt werden?

@kuketzblog ich hab auf facebook gerade erklärt, dass ich, egal welche strategie - frendlich oder grantig - ich angewendet habe, sowieso in all den jahren niemanden überzeugen konnte von meinen ideen.
und dass es mir jetzt besser geht, wenn ich einen deppen einen depp nenne.

publikumsbeschimpfung ist immer super. vor allem, wenn das publikum eh nicht willens ist, sich irgendwie zu bewegen.

ich bin es leid, irgendwen noch zu irgendwas überzeugen zu wollen, das besser für die welt wäre... es ist schlicht allen wurscht. die die engagiert sind, sind es sowieso, und die anderen sollen einfach versauern und dann jammern, wenn es zu spät ist.

@kuketzblog

Ich sehe das Hauptproblem vom Fediverse darin, dass man hier nur technisch interessierte Menschen abholt.. ich habe versucht andere Kanäle zu finden - Sport, Musik, Kunst, TV, Politik... wobei noch mehr Toots über Politik zu finden ist... aber alle anderen Themen werden im fediverse absolut vernachlässigt.. daher hier gibts nichts interessantes für alle nicht ITler, Techniker etc... daher wird es kaum andere User anziehen

@Deliri Kanäle betreiben sich nicht von alleine. Erstelle doch einen Kanal zu einem Thema das dich interessiert. Ich habe letztens einen Kanal für Freunde härterer Musik erstellt. @MetalHeads

@deliri @kuketzblog
Da ist was Wahres dran! Die Leute installieren sich auch eher TikTok als Signal, weil da mehr hüpfende Brüste oder lustige Sachen zu finden sind.
Ich merke es aber auch in den Signal-Gruppen selber (teilweise von WhatsApp übertragen). Die Gesprächsthemen sind viel sachlicher geworden und Videos oder GIFs erreichen mich vielleicht ein oder zwei die Woche (was nicht unbedingt schlecht ist).
Den meisten wird aber einfach das Entertainment fehlen...

@panzke

Genau das ist der Punkt... wenn es hier nichts für die breite Masse gibt, wird die breite Masse auch nicht kommen... Aber um ehrlich zu sein, will das Fediverse die breite Masse überhaupt? Ich würde sagen Nein..

@kuketzblog

@deliri @kuketzblog
Das ist auch eine der Masterfragen und ich glaube nicht, dass diese mit einem klaren Ja oder Nein zu beantworten ist. Möchte ich hier zukünftig was von/über BibisBeautyPalace lesen? Natürlich nicht! Soll jemand, dem Datenschutz wichtig ist, die Möglichkeit haben dies ohne Facebook (etc.) zu können? Auf jeden Fall!
Aus diesem Grund vertrete ich die Meinung an, dass auch der Mainstream einen Platz im Fediverse hat. Ich habe ja hier die "Macht" ihn zu ignorieren 😀 🤟

@panzke

Ich denke du vertrittst damit den richtigen Ansatz... insofern sich die Beauty Geschichten auf eigens dafür vorgesehene Instanzen im #Fediverse verteilen, kann man gleich die gesamte Instanz auf blockieren setzen... schöne heile Welt, perfekt 👍.. so jetzt müssen wir nur freiwillige finden, die reine Beauty Instanzen etc. betreiben.............. Freiwillige vor! 😂😂😂

@kuketzblog

@deliri @panzke @kuketzblog
Ich befürchte aber, dass Influencer keinen Mehrwert im Fediverse sehen, die leben von der Werbung. Und diese will ich nicht sehen. Ich bin froh, dass ich hier nur Sachen sehe, die ICH sehen will. Ich glaube, es ist daher gut so, dass die alle dort bleiben.

@kuketzblog Wäre es nur Profitmaximierung könnte man müde lächeln. Leider ist die Gefahr, dass gezielt eingesetzte Algorithmen unsere gesellschaftliche Diskussion beeinflussen bei so zentralisierten Netzwerken riesig bzw. (hat mir jemand gesagt ;) ) es wär schon so.

@kuketzblog Wenn ich irgendwem vom Fediverse und der diversen Vorteile erzähle, kommt mit tödlicher Sicherheit die Frage "Was soll ich da, wenn sonst niemand mitmacht?" Ähnlicher Starrsinn wie bei der Entscheidung WhatsApp oder Signal. *seufz*

@zeitverschreib Oder wie eben auf Bayern 2, IQ Wissenschaft und Forschung, Open Science: Nebulöse Ängste wg. Urheberrecht und Geschäftsgeheimnissen, bloß nicht konkret, weil, da ist ja gar nichts. Vor allem zeigt sich die Offenheit an der Wahl der Plattformen zum Veröffentlichen, Facebook und Google, und zum Kommunizieren, Whatsapp. Das sind die einzigen Produkte, die genannt wurden. Mein Lenker im Auto (muss ich fahren) hat wieder eine Bissktanz mehr. @kuketzblog

@zeitverschreib Für mich ist da ein Bruch: open data, open science, open source seeds, open ..., verteilt wird über GAFAM und die ganzen kommerziellen Trabanten. Vielleicht ist es zielführender, Gruppen gezielt anzusprechen, die schon Interesse an Offenheit und Trransparez gezeigt haben, wenn auch in einem anderen Gebiet, als mit der ganzen Twitter-Gemeinde rumzustreiten. @kuketzblog

@kuketzblog fehlt hier nicht die Analyse, dass flächendeckende Verbreitung nur das findet, dem auch ein erfolgreiches Geschäftsmodell zugrunde liegt?

@kuketzblog
Next step: distributed systems instead of federated systems!

@kuketzblog

Dessen sind sich viele Nutzende nicht bewusst bzw. es ist ihnen egal. Solange ihre „ganzen“ Freunde auf z. B. FB sind, werden die wenigsten (dauerhaft) wechseln. Einige probieren Alternativen aus, stellen aber fest, es ist nicht wie auf FB und sind wieder weg. Vielen ist sogar egal, dass FB an jedem hocgeladenen Foto die Rechte übertragen bekommt und diese uneingeschränkt nutzen darf. Viele sehen leider weder die Vorteile des Fediverse noch die Nachteile von Plattformen wie FB.

@kuketzblog Heute in der Diskussion meinte wieder mal jemand "Aber da ist doch niemand" (im Fediverse).

Ich hab dann meine Serverstatistik präsentiert. Ich habe 78 Kontakte. Und über die 78 Kontakte sieht mein Server folgendes



Ich finde, das sind schon beeindruckende Zahlen. Mit meinen 78 Kontakten habe ich fast halb Österreich von der Anzahl im Fediverse erreichbar... Und ich bin derzeit der einzige User auf meiner Instanz.

@kuketzblog
WhatsApp hab ich auch auf einem alten Handy und nur mit Kontakten, die WA haben, und das bleibt dann einfach aus. Für dringende Nachrichten habe ich andere Kanäle, das sollten die Menschen erstmal verstehen.

@toriaka @kuketzblog ich verwende meine Handys so lange, bis sie nicht mehr benutzbar sind... Ich hab insoferne keine alten Handys für solche Anwendungszwecke

@jakob @kuketzblog
Tja, Android bzw. Deren Hersteller machen es aber auch nicht leicht, sich sein System so einzurichten, wie man es gerne hätte.

@kuketzblog sehr richtig! Möchte eigentlich auch LinkedIn weg, gibt es da Erfahrungen? Evtl. betreffend Instanz / tool. Professioneller Austausch ohne Salzes und Datenweitergabe wäre schön.

@kuketzblog pinterest im fediverse würd ich auch cool finden..
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