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Das Thema nachhaltige/grüne IT ist interessant. Was sind eure Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Digitalen?

P.S.: Nächste Woche wird zu diesem Thema ein Gastbeitrag erscheinen.

kuketz-blog.de/nachhaltige-gru

@kuketzblog Costum Roms sind nicht nur Privatsphäretechnisch eine gute Idee sondern werden oft sehr viel Länger weiterentwickelt als die Android Version des Herstellers.

@cybercow @kuketzblog
Das ist ein wichtiger Punkt.
Gerade in den letzten Wochen erst zwei Smartphones (3 Jahre alt) auf ein Custom ROM umgestellt, da man nicht mehr (wegen 3G-Abschaltung) telefonieren konnte. Der Hersteller war leider nicht sonderlich hilfsbereit.

Mit Custom ROM funktioniert VoLTE nun tadellos.

@kuketzblog Also ich könnte mir vorstellen, dass wir auch irgendwann aufgrund des Klimaschutzes weg vom Always-On Anspruch kommen werden müssen und Techniken aus der Urzeit des Internets eventuell ihr Comeback erleben könnten.
Was auf jeden Fall fehlt oder wo man nur wenig Studien findet, ist, wieviel Strom so das Internet verbraucht, z.B. eine Mail, ein Webseitenaufruf, etc...
Ebenso könnten lokale Internetservices gegenüber weltweiten Cloud-Diensten von Vorteil sein.

@Mawoka Oh, nette Seite. Das gibt wenigstens einen kleinen Ansatzpunkt... :)

@kuketzblog

@ij
Nicht der aktuellste Beitrag, aber ein guter!
klimareporter.de/gesellschaft/

Dieser Automatismus der in unserer Gesellschaft Platz gegriffen hat, dass alles digitalisiert werden muss und das immer gut ist, muss dringend gestoppt werden. Je mehr IoT, desto höher der Ressourcenverbrauch bzw der ökologische Fußabdruck.

Zudem: wer selbst den Speicher erweitern muss, mistet auch eher Datenmüll aus ;)
@kuketzblog

@Antonow @kuketzblog Ja, in dem Artikel war am Ende ja auch die Frage nach dem Always-On gestellt.

Was mir auch noch einfaellt: die Optimierung von Programmen nicht allein dem Compiler zu ueberlassen, sondern auch mal selber nachdenken. Wenn man bedenkt, wieviele Libraries so ein kleines Programm schon alles braucht, wundert es nicht, dass ein einfaches Programm heutzutage mehrere MB im Speicher belegt.

@Antonow @kuketzblog Da spielt natuerlich auch rein, dass haeufig "Zeit ist Geld" den Ton angibt.
Es sollte aber "Zeit (zum Nachdenken und Optimieren) ist CO2-Ersparnis durch schlankere Programme" bedeuten.

@ij
Es wäre ja schon ein Anfang, wenn Streaming Apps ihre Kunden dazu anhalten würden die Inhalte zu Hause im WLAN lokal auf dem Gerät zu speichern, anstatt mit viel Aufwand unterwegs täglich den immer gleichen Song zu streamen.

Kreuzigt mich, aber auch immer schnelleres und günstigeres mobiles Internet finde ich nicht gut, da das dazu verleitet auf Datensparsamkeit zu verzichten.
@kuketzblog

@ij
Wir kommen nicht weiter, wenn digitales Überwachen sowohl äußerst lukrative Geschäftsmodelle sind und die Herzen von autokrat. Staaten höher schlagen lässt (ja auch der gute Westen ist hier dabei). Je größer der Heuhaufen, desto mehr Nadeln darin scheint die Devise zu sein. Deshalb laufen hunderte Ressourcen fressende Dienste im Hintergrund, während wir einen Artikel lesen.
@kuketzblog

@Antonow @ij @kuketzblog
Der Artikel ist ja schon differenzierter: „Weniger IoT = weniger Ressourcenverbrauch“ ist schon zu kurz gesprungen.
Wenn eine „smarte“ Heizungssteuerung 50 kWh pro Jahr braucht, aber hilft, 200 l Heizöl zu sparen, ist das zwar privacytechnisch und so vielleicht nicht toll, aber spart eben schon Ressourcen.
Und wenn sich jemand entscheidet, auf ÖPNV zu wechseln, weil sie:er da auf dem Weg zur Arbeit auf dem Kindle eBooks lesen kann, ist Amazon plötzlich ein Helfer in der Verkehrswende ヅ

@derfopps Aber muss die Heizungssteuerung dann always-on sein und staendig mit der Hersteller-Cloud kommunizieren? Wohl doch eher nicht.
Alles was den Ressourcenverbrauch geringer werden laesst, ist erstmal wert, begutachtet zu werden. Aber nur weil etwas mit Technik besser geht, heisst ja nicht, dass man Technik einsetzen muss, wenn es anders noch besser geht. :)

@Antonow @kuketzblog

@ij
Das ist absolut richtig und ein gutes Beispiel! Zu häufig wird nur auf die Energieeffizienz geschaut und die graue Energie der Herstellung und Installation sowie des Betriebs der Technik, die mehr Effizienz bringen soll, vernachlässigt.
Bestes Beispiel ist der neue Fernseher/Waschmaschine/etc, der etwas weniger Strom verbraucht als der alte, aber seine Herstellung so viel Ressourcen verschlungen hat, die durch die Stromeinsparung nie wieder ausgeglichen werden kann.
@derfopps @kuketzblog

@ij @kuketzblog

> Eine Mail, ein Seitenaufruf ...

Mal ins Verhältnis setzten zu Streamingangebot/TV-Sendung/Sportveranstaltung xy wahlweise in 4K oder so ... da dürfte sich die typische Mail putzig klein ausmachen im Vergleich.

Es mutet fast schon wie ein Wahn an, wie alles in immer höherer Auflösung/Bitrate beteit gestellt wird.

Wozu bei ner Talkshow? Wozu einen Podcast in Dolby whatever.

Ich lade jedes Video aus der Mediathek in der niedrigsten Qualität herunter. Und codiere jeden Podcast automatisch um in 28 kbit/s Opus Audio.

Ok, rant Ende.

@kuketzblog
Auch wenn es nur eine "Kleinigkeit" ist:

Geräte Ausschalten, wenn man sie nicht nutzt. Also wirklich aus machen, nicht auf Standby gehen. Den Knopf am Monitor wirklich drücken. Oder den Powerknopf an der Steckdosenleiste wirklich auf aus schalten. Und das auch tatsächlich immer konsequent machen und nicht aus Bequemlichkeit drauf verzichten.

@kuketzblog Geräte länger nutzen, oder weitergeben statt sie zu entsorgen.
Zum Beispiel mit der @computertruhe 😊

@kuketzblog Gebrauchtgeräte nutzen. Hardware reparieren und weiter nutzen. Keinen unnützen Tand aka Gadjets kaufen. OpenSource-Software nutzen. Software offline Nutzen, wo möglich. Bei Hosting & Services auf Ökostrom & Co achten.

@realramnit @kuketzblog
Mein #Linux-PC ist (außer der SSD und RAM-Aufrüstung) 10 Jahre alt und bietet 2 Arbeitsplätze (#multiseat). Aktuelle CPUs sind bezogen auf single thread Leistung nur unwesentlich schneller und mehr Kerne brauche ich nicht - also wird er (hoffentlich) noch eine ganze Weile laufen.
Mein Handy ist ein #Fairphone 2: modular aufgebaut, leicht zu reparieren und gut mit OS-Updates versorgt.

@kuketzblog Der Trend unfassbar rechenintensiver Deep-Learning-Anwendungen in Forschung und Wirtschaft ist schon ein Problem, wie ich finde. Für mich sind diese Technologien ein zweischneidiges Schwert.
Ganz allgemein ist es natürlich wichtig, die Energieversorgung aus Erneuerbaren hinzubekommen.

@kuketzblog
Grundsätzlich bei jeder Art von IT-Handlung (jede Art Nutzung und Beschaffung/Einrichtung von Geräten/Medien) mal innehalten und überlegen:
1. Muss das sein, brauch ich das wirklich?
2. Welche Alternativen gibt es und wie schneiden die ökobilanziell im Vergleich ab? (Mit genug Neugier kann man gut in die Recherche einsteigen und im Lauf der Zeit viel lernen.)
3. Das eigene Handeln immer neu hinterfragen. Immer neugierig bleiben, neue Erkenntnisse ggf. in Handlungsänderungen umsetzen

@kuketzblog

Konkret z. B.:
- Zurückhaltung mit Internetgebrauch
- Kryptowährungen nicht nutzen
- möglichst wenige Geräte möglichst lange nutzen (z. B. durch schlanke Betriebssysteme, etwa Linux statt Windows)
- wenn Beschaffung nötig, dann möglichst nachhaltig, z. B. gebraucht oder von Anbietern wie fairtec.io/de/
- ev. mal telefonieren statt online-konf.; wenn letzteres, dann nicht immer Video laufen lassen, und wenn, dann die Qualität runterregeln für weniger Bandbreitenverbrauch

@kuketzblog

Zuletzt noch:

Habe vor einiger Zeit das hier gefunden, das regt zum Nachdenken an:

wimvanderbauwhede.github.io/ar

Ich bin schon gespannt auf den Gastbeitrag!

Ach ja, zur Liste von konkreten Maßnahmen kommt hinzu:
Gesellschaftliches und/oder politisches Engagement, also z. B. Förderung von Organisationen, die sich für grünere IT einsetzen, sowie Augen auf bei Wahlen.

@kuketzblog Mein Tipp: Back to the roots: weg von php/mysql und zu viel javascript: Klares html und mal drüber nachdenken wie man Bilder/Fotos so bearbeitet das möglichst kleine Dateien übertragen werden. Manch eines kann auch mit reduzierten Farben als gif super aussehen. Bin gespannt auf Deinen Artikel und freu mich drauf!

@kuketzblog danke :ablobcatheart:
Insbesondere das Thema Streaming war mir nur peripher bewusst.
Häufig beobachte ich, dass Menschen wissen, welche Website sie ansteuern wollen, aber statt www.site.de einzutippen, googlen sie "site", um dann auf den Link zu klicken.
Hab mal gelesen, mit einer Google-Suche könnte ein Kaffee gekocht werden...
Liegt vllt. auch daran, dass in der Adresszeile Google (natürlich!) als Standard eingestellt ist und nicht im eigenen Verlauf gesucht wird.

@thinkpad @kuketzblog Das kann ich noch toppen. Ein älterer Verwandter hat mal mit der web.de-Suche (hatte er sich irgendwie im Firefox eingefangen) erst nach Google gesucht. Um dann da nach der eigentlichen Zielseite zu suchen. Weil man ja nur mit der Google-Suche "googlen" kann... 🙈

@kuketzblog Weniger häufig Geräte ersetzen. Generell weniger Geräte nutzen die Strom verbrauchen und mit dem Internet verbunden sind.
Die allergrößte Herausforderung ist aber der Schattenstromverbrauch durch das Internet - eine massive Reduktion von Trackern und ein Nein zu Bitcoin & Co wären sicherlich wichtige erste Schritte...

@kuketzblog Den interessantesten Ansatzpunkt sehe ich im #Datacenter: Von der Hardware, über Virtualisierung bis Betriebssystem, Container, Anwendung etc. den Stromverbrauch und #CO²-Impact transparent, nachvollzieh- und vergleichbar (insbes. z.B. #VSphere vs #KVM, #Linux vs. #Windows) zu machen.

Da gäbe es sehr viel zu tun...

(Und vielleicht baut das Team vom #Fairphone ja auch irgendwann noch #Serverhardware?)

#GreenIT #Sysadmin #Klimakatastrophe

@kuketzblog Kauf von gebrauchter Hardware z.B. über den AfB-Shop. Bis jetzt nur gute Erfahrungen.

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