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Microsoft-Verfechter - diesen Satz bitte 100x wiederholen: "MS 365 und MS Teams lassen sich nicht datenschutzkonform nutzen". Und anstatt jetzt zu heulen oder zu lamentieren, wird es Zeit umzudenken. Face reality! 🚮

@kuketzblog Hm, meine Eltern benutzen #MS365 zu Zweit im Büro. Wichtig sind dabei eigentlich nur die Cloud & Mails, den Rest kennen & können die gar nicht.

Was wäre denn eine bessere, datenschutzkonforme Alternative für sowas? Mal abgesehen von selber hosten, meine ich.

@drenik Wenn Cloud und E-Mails ausreichen, dann vielleicht mal bei mailbox.org schauen: mailbox.org/de/

@kuketzblog: Okay, ich schau mir das nochmal genauer an. Auf den ersten Blick wirds wohl schwierig werden, denen das Preis-Leistungs-Verhältnis schmackhaft zu machen. 1TB Cloud Speicher & 50GB Postfächer statt 50GB & 25GB für 1,50€ mehr ist krass...

Zumal ich gerade das hier gesehen hab - ist das dann eine dreiste Lüge? (Quelle: microsoft.com/de-de/microsoft-)

@drenik @kuketzblog sagen wir mal so, wenn sie jemals gezwungen werden (worden sind) das zu ändern, dürften sie das nichtmal sagen. Von daher kannst du die Aussage auch einfach ignorieren.

@drenik @kuketzblog
Eine managed Nextcloud könnte bei großem Speicherbedarf günstiger sein als mailbox.org. Hetzner fällt mir da als Anbieter ein. Das heißt da aber nicht Nextcloud sondern Storage Share, wenn ich mich nicht irre.

@D22 Danke, hab ich mir grad mal angeschaut und das ist ja wirklich günstig. Bin bald wieder bei denen in der Firma und spreche das dann mal an! :)

@drenik @kuketzblog Naja, was sollen die denn sonst sagen? Es gibt ja keinen guten Grund unangenehme Wahrheiten auszusprechen - das wäre für MS ja geschäftsschädigend.

@lichenscon Naja ich erwarte ja nicht, dass sie anti-werbung gegen sich machen, aber das sie Werbung für ein Produkt mit etwas machen, dass einfach nicht stimmt, konnte ich mir auch wieder nicht vorstellen.

@drenik @kuketzblog Die Aussage ist definitiv falsch, da Sie die rechtliche Grundlage des Cloud Act in Amerika außen vor lässt. Nach dem müssen amerikanische Firmen, Amerikanische Behörden Zugriff auf alle Daten unabhängig vom Standort der Serversystem auf denen die Daten gespeichert sind erteilen.

@drenik @kuketzblog Aber Werbung für Microsoft 365 und Teams mit

„Wir speichern ihre Daten unter amerikanischer Gesetzgebung, nach der Sie als Nicht-Amerikaner keinerlei Rechte besitzen und amerikanische Behörden berechtigt sind zur Wirtschaftsspinage ihre Geschäftsunterlagen beliebig einzusehen.“

zu machen, klingt einfach marketingseitig echt blöd.

@Sucher Naja, man könnte es ja erstmal einfach weg lassen, statt explizit mit dem Gegenteil & damit einer Lüge Werbung dafür zu machen.

Wie kann es sein, dass das da stehen kann? Wundert mich gerade ein bisschen...

@kuketzblog

@drenik @Sucher So funktioniert halt Marketing. Da kommt es nicht selten vor, dass mit Falschaussagen, Täuschung und Lügen Kunden gewonnen werden.

@kuketzblog Und kann man das irgendwo melden / sich beschweren?

Versteh schon was du meinst, aber ich kenn das schon so, das man Ärger kriegt wenn man sagt "meine Bananen sind blau" & nach dem auspacken sind sie doch gelb wie alle Anderen.

@drenik @kuketzblog
Schau mal bei Wikipedia nach dem "Patriot Act". Aus der Perspektive der US-Regierung ist der Standort der Server egal, wenn es sich um eine US-Firma handelt.
Big Brother liest mit, immer!

@kuketzblog Was kommt als nächstes? Das es eventuell keine tolle Idee ist sein Warenwirtschaftssystem bei MS in der Cloud als Onlinedienst zu hosten?

@kuketzblog Ich finde das zu pauschal, um damit hausieren zu gehen. Die Frage ist doch: *warum* soll es sich nicht datenschutzkonform nutzen lassen?

Wenn die Antwort zu "Die NSA liest ggf. mit" führt, dann ist diese - aus meiner Sicht - nichts wert.

@admon @kuketzblog könnte mir da schon einiges denken, aber Favorit ist wohl der CLOUD Act, nach dem die USA Anspruch erheben, auf alle Daten unter Microsofts Kontrolle - auch in EU-Rwchenzentren! - nach amerikanischen Recht ohne Mithilfe oder Benachrichtigung des Landes des Nutzers zugreifen zu können. Diese Art Ansprüche an US-Konzerne sind auch einer der Gründe, an denen Privacy Shield/Safe Harbour immer wieder vor den Gerichten scheitert.

@jonas @kuketzblog Ja, vermutlich wird es *das* Argument sein.

Soweit auch korrekt. Ich finde nur, dass uns das gefühlt in die Steinzeit zurückkatapultiert. Und schließlich ist der Job eines Geheimdienstes, dass er genau das macht, was er nun mal macht.

Die Lösung kann, meiner Meinung nach, nicht sein, dass man die Software in DE einstampft. Man muss ein Abkommen finden und das Risiko akzeptieren. Alternativen wären wünschenswert - aber dürfen nicht erzwungen werden.

@admon @kuketzblog beim CLOUD Act geht es eben nicht nur um Geheimdienste, sondern auch um ganz normal autorisierten Zugang für Polizeibehörden. Das ist kein Überwachungsgesetz, eher ein Massen-Online-Durchsuchungsgesetz, unter völliger Unterwanderung europäischer Rechtsgrundsätze.

@jonas Hm. Das wusste ich so nicht, dachte es wäre ein reines Geheimdienstthema.

@admon ich glaube, wenn es nur darum ginge, würden sich Behörden und Gerichte nicht so interessieren. Das ist bedauerlich, aber unvermeidlich, und nach jedem Skandal ist recht schnell wieder Ruhe und es interessiert keinen mehr. Safe Harbour hätte das wahrscheinlich überlebt. Es ist diese offensichtliche, demonstrative Hinwegsetzung über das Recht jedes anderen Landes, die irritiert, und von der sich die USA in ihrer Weltanschauung sicher nicht abbringen lassen wird.

@jonas Jetzt müsste man natürlich fairerweise mal fragen, ob das für uns als EU dramatisch ist. Dachte, die Amerikaner sind Freunde?

In mancher Hinsicht sind die uns ja auch überlegen, insbesondere in Richtung "free speech"

@admon darum kann man jetzt auch wieder streiten, das amerikanische Verständnis von Redefreiheit ist... kompliziert, und rechtlich gesehen ist es nicht ansatzweise so frei, wie ein Elon Musk vielleicht denken würde. Ich bin selbst ein wenig hin- und hergerissen, was der richtige Ansatz ist, aber selbst in den USA ist Redefreiheit nicht absolut und meiner Meinung nach sollte sie es auch nicht sein. Wo genau die Grenzen liegen (sollten) ist eine komplexe Frage, die ich so ohne weiteres definitiv nicht beantworten kann.

@jonas Schwierige Fragestellung, ja. Genauso wie die Diskussion, ob man Anti-Demokraten in einer Demokratie akzeptieren muss.

Ich denke, dass insgesamt nur die Zeit zeigen wird, wer auf dem richtigen Dampfer war.

@admon @jonas Kleines Denkbeispiel gefällig? *gernedoch* Aus der Schule....

ein Lernender macht in der Abschlussprojrktprüfung eine Präsentation zum Thema "Islamismus"..

unter PowerPoint mit Vor- Nachnamen und

speichert das ganze in der MS 365 Cloud,

Die US Behörden "finden" das ganze und "Bookmarken" den Lernenden

Diese fährt/ fliegt nach USA, zum Schüleraustausch

Am JFK Airport wird er ganz höflich von der Security in einen Raum geführt, wo die Heimatschutzbehörde mit 4 Agenten wartet.....

Szenario a) Es geht gut aus und er darf sofort nach Hause fliegen

Szenario b) irgendwas mit Waterboarding...

Jup ... an sowas denkt der innere Datenschutzbeauftragte oft .... sehr oft...

LG 🦅🔥

@Dark_phoenix @jonas
Na ganz so einfach ist das nicht, wenn die Schule einen entsprechenden Systemadministrator einsetzt. Dann wäre nämlich ein eigener Verschlüsselungskey im Einsatz und Microsoft kann nicht mitlesen.

docs.microsoft.com/en-us/micro

Das Problem bei den ganzen Diskussionen ist häufig, dass man nur von der "Home"-Variante ausgeht - im Business ist wesentlich mehr möglich.

@admon @admon
Der wird vom wem bezahlt?
Und das Ganze ist wie mit den Waschmaschinenpods, ein Problem generieren, wo es keins gibt. MS ist und bleibt eine Datenkrake, und jeder User braucht gute Nutzbarkeit mit maximalem Datenschutz.

Und wenn ich dafür etwas Datenschutzkonformes brauche .... nutze ich zB die dBildungscloud und Libre Office und spar mir das ganze Gedöns.

Und .... mal die Möglichkeiten eines Sysadmins unter MS gesehen.... 😱 *noiseofpanic* #gehtgarnicht
Das erschreckt sogar den alten George O.

@Dark_phoenix Das kann ich an der Stelle so leider nicht nachvollziehen. Was genau erschreckt Dich an den Möglichkeiten eines Sysadmins?

Dass er Dich überwachen kann? Jo. Da spielt aber wirklich keine Rolle, ob es Microsoft oder Linux ist.

@admon 😱 äh doch.... diese totale Überwachung ist definitiv nicht gut. Wenn ich schon Sklave im kapitalistischen Ausbeutersystem bin will ich wenigstens etwas Respekt für meine Kaffepause 😳

@Dark_phoenix @jonas Ich gebe Dir aber dahin gehend Recht: Wenn Du dem Softwareanbieter nicht traust, dann ist es die falsche Lösung. Aber dann können wir auch damit anfangen alle AMD und Intel-Prozessoren auszutauschen, keine Grafikkarten von NVIDIA mehr zuzulassen und sowieso nur noch Symbian statt iOS und Android einzusetzen.

@admon @jonas wäre ein Anfang den ganze proprietären Krempel mal zu entsorgen 🤣

@jonas Im Endeffekt bin ich ja auch dafür, dass sich die EU unabhängiger macht - gleichzeitig stecken wir aber so tief in Abhängigkeiten, dass es nicht mit einem "Wir nutzen jetzt kein O365 mehr" getan ist.

Das Problem ist doch, dass wir zuerst Alternativen bräuchten, die einen ähnlichen Umfang haben. Mir gefällt der Gedanke nicht, dass wir immer das Rad neu erfinden wollen ... denn daran sind wir leider nicht so gut.

@admon daran ist sicher kein Zweifel, es mangelt uns an Alternativen, und gerade jetzt ist ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, um übermäßig von anderen abhängig zu sein. Wie und woher wir die auf die Schnelle bekommen sollen, ist eine gute Frage (Projekte wie Gaia-X sind ja so wie sie gerade betrieben werden offensichtlich auch nicht zielführend, wenn die gleichen US-Firmen dann wieder mit am Tisch sitzen), aber irgendwo muss es einen großen, vermutlich staatlich geförderten Anstoß geben, damit da etwas passiert.

@jonas Das staatliche aber bitte nicht von DE ausgehend. Wir haben es mit Cyber-Cyber nicht so.

Ich würde mir da eher die baltischen Staaten als führende Institution wünschen; die sind da wesentlich futuristischer als wir.

@admon @jonas
Sorry, aber das Steinzeitargument ist so was von daneben und reine Polemik.
Es ist wahnsinnig ermüdend immer wieder gegen die gleichen falschen Äußerungen anreden zu müssen.
Ich würde eine "Microsoft-Software hat an Schulen nichts zu suchen"-Diskussionen gerne einmal führen ohne beim Thema Datenschutz, freiheitliche Grundrechte und Abhängigkeiten jedesmal bei Null anfangen zu müssen.
Sorry, ich bin nur total genervt und frustriert.

@skellig @jonas Ich denke, dass wir hier ein Henne-Ei-Problem haben.

Software ist nur so gut, wie der Zweck für die sie genutzt wird. Die beste Software bringt nichts, wenn sie keiner nutzt. Die Microsoft-Welt ist eine aufeinander abgestimmte Welt, die - im Rahmen ihrer Möglichkeiten - tut was sie soll.

Ja, auch Linux und OpenSource tun was sie sollen, leiden aber oft auch unter unnötigen Problemen.

@skellig @jonas Am Ende wird der Kampf wieder auf den Köpfen einzelner ausgetragen, nicht aber global.

Die Lösung wäre, dass die Politik - dafür ist sie nämlich da - unseren US-Freunden erklärt, dass das so nicht geht. Und wenn es keine Lösung gibt, müsste sie Microsoft von heute auf morgen verbieten. DAS würde Chaos bedeuten, aber damit wäre die Rechtslage endlich mal klar. Bis jetzt macht jedes Bundesland was es will

Und ehrlich: Lieber Exchange Online als Zimbra auf dem Server unterm Tisch.

@admon
Es ist doch eher eine Frage der Prioritäten bei der Nutzung von Produkten.
Prio-Nr. 1 muss geltendes Recht einhalten.
Nr.2: sollte so wenig wie möglich abhängig machen.
Nr.3: sollte möglichst seinen Zweck erfüllen.
An Schulen werden so gut wie immer die ersten beiden Punkte komplett ignoriert. Es geht nur um Nr 3, die Praktikabilität.

@admon
Blödes Beispiel: ein Auto kann noch so viel PS habe, tolle Ausstattung, schönen Lack. Hat es keinen Gurt, Airbag oder Bremsen werde ich ganz sicher nicht einsteigen.
Und kaufen würde ich es auch nicht wenn ich IMMER nur bei der Firma der Automarke tanken dürfte und dort auch alle Reparaturen durchführen müsste.

@skellig Im Endeffekt ist es aber aktuell andersherum: Die meisten nutzen dieses Auto und Du willst eine neue Technologie etablieren.

@admon
Genau, aber die Schule sollte die schwächsten in der Gesellschaft (Kinder) nicht zwingen damit zu fahren und am besten noch Vorbild sein und auch selbst nicht einsteigen.

@skellig @admon Aber die Lehrer kennen/können doch sonst nichts. Okay, sie kennen selbst das(Microsoft) nicht gut.

@kuketzblog Ja, habe es gerade gelesen.

Ich finde das schwierig. Einerseits ist es kurios, dass MS selbst nicht alle Ziele kennt - andererseits wundert mich das nicht.

Eine große Frage ist, aus meiner Sicht, welche "gefährlichen" Daten denn überhaupt in einer Schule anfallen sollen. Warum sollten Daten über Sexualität und Co (die explizit genannt wurden) erfasst werden?!

@kuketzblog Und wenn Schulen dran sind, warum nicht auch Unternehmen? Man kann sehr schnell ermitteln, welche Unternehmen Microsoft365 im Einsatz haben.

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