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Was wäre wenn die eigentliche Wahl so wäre wie der Wahl-o-mat?

Alle Parteien geben vorab an wofür sie stehen.
Dazu wird erfasst wofür sie bereits standen (deinwal.de).

Dann geht der Wähler her, beantwortet alle Fragen und die Partei mit der höchsten Übereinstimmung bekommt automatisch die Stimme des Wählers. Am Ende wird addiert.

Keine Gesichter mehr.
Keine Wahlwerbung mehr.
Alle werden daran gemessen was sie tun möchten und was sie bereits getan haben.

Meinungen liebes ?

@meldrian
Zur Kenntnis genommen und für gut befunden.

@nuron vielen Dank. Dachte mir, das ist doch viel direkter.

GoT letzte Folge Spoiler 

GoT letzte Folge Spoiler 

@meldrian @wildermann halte ich gar nicht für gut, weil was Parteien sagen und wofür sie dann wirklich stimmen sind zwei Paar Schuhe.
Also wahlomat-Style auf keinen Fall.

Und deinwahl.de-Style scheitert schon an der Umsetzung: die Fragen die zu beantworten waren und später wieder gestimmt werden müssen sind eigentlich nie 1:1 dieselben, also muss immer wieder neu entschieden werden. Du kannst die alten Entscheidungen einfach nicht 100% mit neuen korrelieren.[…]

@meldrian @wildermann
Somit könnten Parteien auch wenn sie dazu gezwungen wären, irgendwie nach ihren Entscheidungen zu stimmen, wieder "schummeln". Und es ist ja auch legitim, eine Entscheidung unterschiedlich zu interpretieren/begründen. Das macht man ja gerade in der Politik in Meinunsgverschiedenheiten.[…]

@meldrian @wildermann zusätzlich:
* sollte es immer erlaubt sein, die Meinung zu ändern für eine Partei (man kann nicht immer nach alten Entscheidungen abstimmen)
* könnten dann einzelne Abgeordnete gar nicht mehr anders timmen, und müssen dem wahlomat Ergebnis folgen oder was?

Also die Idee, das auf die Vergangenheit festzuschreiben macht keinen Sinn.
Damit wäre ja auch der #deinwahl Style nicht sinnvoll… […]

@meldrian @wildermann und das waren nicht alle Probleme. Mir fällt noch ein:
* die Fragen an den/die Wähler* müssten ja mal transparent sein.
Wenn das aber so ist, dann kann man auch die "richtigen" Fragen ausnwendig lernen, um heraus zu finden, welche Partei am Ende heraus kommt.
* wer die Fragen entwürft, hat extreme Macht und kann manipulieren (wenn sie also nicht transparent sind bspw.)
* [ł…]

@meldrian @wildermann
* solche Fragen können wohl kaum 100%ig alle Entscheidungen, die mal getroffen wurden, abbilden. Und selbst wenn wir eine riesige Fragenliste machen…
* …muss immer vereinfacht werden. Viel Spaß dem Wähler kurz und knapp (und objektiv!) zu erklären, was der Gesetzentwurf zur Stärkung der Körperschaftssteuer im kommunalen Handwerksgewerbe mit Eingliederung der […] etc.-Gesetz jetzt bedeutet? […]

@meldrian @wildermann

Finally:
* jeder wird wohl schon mal gesehen haben, dass das ergebnis auf deinwahl etc. nicht wirklich 100%ig getroffen hat.
Damit kann ich als Wähler also gar keine freie Wahlentscheidung mehr treffen, die ist praktisch vorgegeben. Das ist nicht die Definition einer freien Wahl.

Ach und mehr direkte Demokratie wäre es auch nicht wirklich. Es wäre v.a. kompliziert.

@rugk @wildermann ok... War ja nur ne spontane Idee. Ich fänds weiterhin interessant. Vielleicht lässt es sich ja mit den aktuellen Wahlen irgendwie vereinen?

Sei mir btw. nicht böse das ich gerade am touchi touch dummphone keine lust habe auf deine vielen, durchaus berechtigten, Kritiken einzugehen.
Ich habe mich über jede Rückmeldung gefreut, soviel ist sicher.

@meldrian @wildermann nein alles gut, das war eine super Denkaufgabe. 😉

Die Idee klingt ja auch erstmal witzig und ganz nützlich, aber IRL… ough…

Aber hey, solche Ideen sind super. #outOfTheBoxThinking

@rugk @wildermann das was du kritisierst, mit Recht, beschreibt bereits den aktuellen ist-zustand. Eine Verschlechterung fände imho nicht wirklich statt.

@meldrian @wildermann naja, aber ich als Wähler kann einschätzen, ob Partei XY jetzt eher ihre Versprechen hält oder nicht.

Da sind wir nämlich bei einem weiteren Punkt:
* absolute Manipulationsfähigkeit.

Wenn das so funktionieren würde, wie du sagst, dann macht die NPD einfach eine Partei, die alles ins Wahlprogramm schreibt, was auf mgl. viele Fragen passt.

[]…]

@meldrian @wildermann
Ich weiß, machen sie teilweise auch jetzt schon, aber da könnten sich dann weniger "dagegen wehren" die NPD zu wählen.
Dann könnte man den Wahlversprechen schlussendlich wohl noch weniger trauen, weil sie dann pure Werbung werden. die werden dann nach Stimmzettel optimiert.

Ach und noch etwas:
*wenn es deinwahl-like ist, können neue Parteien logischerweise nicht enthalten sein.

Oh, mir fallen so viele Argumente ein… 😆

@meldrian @wildermann das wäre praktisch dann "vordeterminiert", was als Wahlergegbnis heraus kommt. Du musst ja nur die Fragen stellen bzw. die Fragen ehrlich beantworten.

Ganz ehrlich: Ich stelle mir das gruselig vor.

Das hat wirklich nix mit einer freien Wahl zu tun. Du *musst* die Partei nehmen, die deine Fragen richtig beantwortet. Wozu gehst du dann eigentlich noch wählen?
Besonders wenn es deinwahl-like Fragen sind, könnte man das ganze ja automatisieren! 😨

@meldrian Grundsätzlich ein interessanter Ansatz. Was mir daran allerdings nicht gefällt "was sie tun möchten" als Kriterium. Alle Politiker und Parteien verarschen uns doch schon jetzt völlig ungeniert routinemäßig mit dem "was sie tun oder lassen WERDEN" und das geht doch über Deine Formulierung noch hinaus.

@ubo deswegen müsste ja, wo es möglich ist, unbedingt mit einbezogen wie das bisherige verhalten bei bestimmten Themen war.

@meldrian Nach wessen Beurteilung unter Einbeziehung welcher Kriterien?
Aktuelle Verluste haben laut cdU ja auf gar keinen Fall deren Politik bzw. Handlungen/Unterlassungen zur Ursache, sondern lediglich schlechte Kommunikation. Sie konnten sich nicht gut genug verkaufen oder, wahrscheinlich die tatsächliche Haltung, wir Wahlvieh sind zu dämlich, deren unglaubliche Leistungen zu erkennen.

@meldrian Klingt für mich nach einer sehr vernünftigen Idee.

@meldrian find ich gut. das könnte man dann zb hacken und die wahlbeteiligung leicht auf 0 bringen, aber ich träume schon wieder

@maximilia nee, falsch verstanden, stell dir den Wahlzettel wie er zur Europawahl war vor, nur eben mit fragen ähnlich derer auf dem wahl-o-maten. Alles schön analog wie bisher auch. Nix mit hackbar. Also nicht mehr wie bisher auch.

@meldrian hmm, dann besteht wenigstens die hoffnung, dass das den wahlprozess so in die länge zieht, dass weniger leute dran kommen

@meldrian Lustig.
Die gleiche Idee habe ich letzte Woche Mittwoch auch noch gehabt.
Genau so.
Evtl. auch einen etwas größeren Fragenkatalog auswählen und an der Zeit entsprechenden oder die Zukunft betreffenden Situationen festmachen. Danach wird dann nur noch hochgerechnet und mit Beantwortung der Fragen ist die Wahl erledigt. Ohne die Partei als solches zu wählen.

@42LUeA wir tun uns zusammen und drücken das durch, ja?
Du bist der optimistische Typ und ich finde pauschal alles kacke. Du ziehst mich wieder hoch und ich hol dich vom Höhenflug.
Das wird saustark.

@meldrian Interessante Idee. Vielen Dank dafür. Es regt auf jeden Fall zum an. Leider wird eine Umsetzung wohl nicht möglich sein, da die großen etablierten Parteien vermutlich schlecht dabei wegkommen werden und das Mut aller Macht verhindern werden. Ich denke, dass sich vor allem die großen Parteien nur wegen der halten können.

@meldrian Vetomöglichkeit vor der endgültigen Stimmabgabe wäre noch sinnvoll. Könnte ja sein, dass die Partei sich was geleistet hat, was nicht durch die Fragen abgedeckt ist. Aber sonst klingt das gut.

@meldrian
Das wäre das Gegenteil einer freien Wahl, denn es würde komplexe Themen und Entscheidungen an den falschen Stellen vereinfachen und die vielschichtige Meinungsvielfalt fände bei der Entscheidung keine Beachtung.

Solche Tests sollen nicht ohne Grund nur zur Orientierung und auch nur neben anderen Quellen verwendet werden.

Keine schöne Vorstellung für ein Demokratie, Wahlen auf ein paar wenige Fragen herunterzubrechen.

@jeybe steht noch die Frage im Raum was besser wäre, die jetzige Machterhalt-Lügen-Demokratie oder eine neue Art der Steuerung die dann eben per Definition keine Demokratie im eigentlichen Sinn wäre.

@meldrian
Das aktuelle System ist nicht das Problem, was fehlt ist die Bildung. Lieber da ansetzen, als solch ein neues System einzuführen, welches einer Politik im Sinne von Volksherrschaft nicht gerecht würde.

Meiner Meinung nach also die Demokratie nach Definition.

@jeybe was hat es denn mit Bildung zu tun wenn Person A vor der Wahl X verspricht und kurz danach Y macht und man für 4-5 Jahre machtlos daneben sitzt?

Ja. Nächste Wahl dann Klatsche für denjenigen. Dann wird nämlich B gewählt. Und B macht dann aber auch Y. Hm. Dann bei der nächsten Wahl lieber C. Die macht dann auch Y ... und weil man alles wieder vergessen hat, wählt man wieder A.

Und so weiter.
Und so fort.

@meldrian
bei uns in D ist das so. Die Franzosen werfen auch mal Steine und randalieren in eigener Sache. Hier muss es erst richtig ans Geld gehen, vorher passiert nix. Aber bis dahin machen alle noch 5 Löcher in den Gürtel.
@jeybe

@meldrian
Bildung hat damit insofern zu tun, dass man das für sich das kleinste Übel wählen kann, denn dass es nicht die perfekte Partei für einen gibt, ist klar.

Wenn du ungehaltene Versprechen aller Parteien als Problem siehst, wäre mehr direkte Demokratie die logische Forderung, womit ich auch sofort mitgehen würde.
Deine Idee hingegen wählt wieder nur diese Parteien, die nichts halten, nur auf anderer und meiner Meinung nach schlechterer Basis. Womit nichts gewonnen wäre.

@jeybe @meldrian Du könntest auch die Zeit zwischen den Wahlen verkürzen. Denn wenn nach 2 Jahren schon wieder Schluss ist, müssten die sich mehr anstrengen, etwas zu erreichen.

@Cedara @meldrian
Radikaler Schritt, aber allemal eine Überlegung wert 🤔

@jeybe dann müsste man eben generell einen weg finden Politiker an ihre Worte zu binden.
Gilt sowohl für den jetzigen Zustand als auch für meine kleine zur Debatte freigegebene Theorie (was großartig funktioniert. Ich liebe das Fediverse)

@meldrian
Ist doch das tolle am Fedi. Viele und gute Debatten, wenn man möchte.

Mehr an Worte binden könnte bspw. ein imperatives statt freies Mandat bedeuten. Die Frage ist dabei wie viel mehr Abgeordnete dabei an die eigene Partei gebunden würden und ob das gut wäre.

@meldrian

Man braucht bei dieser und ähnlichen Lösungsansätzen den "unbeteiligten Dritten" . Leider gibt es den nicht. Der formuliert dann ausgewogen den Fragebogen. Genauso waere ein "Wahlberechtigungsschein" - hierzu müsste der Anwärter auf den Schein nachweisen, dass er grundsätzlich verstanden hat, wen er da zu wählen gedenkt (in dem Falle wärs dann gestern wohl ganz anders gekommen, aber das Fehlen einer 5% Hürde hätte dennoch das rechnerische Überleben der CDU garantiert).

Demokratie braucht ein gebildetes Volk das das "Selber Denken" gewohnt ist. Nur dann ist das Volk "demokratiefähig". So ähnlich hab ich das mal gelesen, und finde es richtig. Leider wird dem Volk der Dichter und Denker immer mehr das Denken abgewöhnt.
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