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Ich bin ja wirklich unsure ob dieses ganze XR-Gebashe so zielführend ist oder einfach wieder eine neue Edition von "Ich bin so viel radikaler als du" ist. Die FDP möchte halt auch was von der Klimaschutz-PR abhaben. Deal with it. (1/2)

Der Sinn von denn Klimaprotesten war halt noch nie gegen Polizeigewalt zu protestieren, sondern dem Klimathema mehr Aufmerksamkeit zu verleihen. Das haben sie halt geschafft. (2/2)

dont get me wrong, ich finde XR auch extrem lachhaft...

@mowoe
Ich finde sie nicht lachhaft. Sie liefern eine sehr niedrige Einstiegshürde - da traut sich auch die ältere Nachbarin, mitzumachen, und das ist so dermaßen wichtig. Wir haben in der Linken die böse Neigung, die "Muggles" abzulehnen,
was ich für grob falsch halte. XR macht genau das nicht, dafür gibt's Pluspunkte. Differenziertere Positionen zur Staatsgewalt kommen von allein, da braucht mensch nicht noch hinterherzubetteln.

@wuffel
Also, ja irgendwo schon, ist aber die Frage, ob dies wirklich zielführend ist, wenn jede Omi mitmachen kann/soll. Immerhin wird ja hier ein Problem diskutiert, welches jahrelang von Politik und Menschen ignoriert wurde, wenn ich mich jetzt bei dem Staat bedanke, der Meine Probleme ignoriert ist doch was falsch. Zumal man sich hier über die Definition von ZU streiten könnte, ist halt mehr ein Treff für Gleichgesinnte (ist ja nicht schlimm, sondern super, aber halt kein ZU)

@wuffel
Wie gesagt, nix gegen XR als Treff für Klimainteressierte Menschen, aber ich finde sie sollten halt nicht sen Anspruch haben ZU zu machen

@mowoe
ich seh das als ausgesprochen förderlich an. Die Omi wird sich nicht an Gleise ketten oder ein Baumhaus basteln. (Frage: Was meinst du mit ZU?)
Wir brauchen möglichst _alle_
Menschen, sonst verkacken wir noch die letzte Spielrunde.

@wuffel
Ich hab Zivilen Ungehorsam mal falsch abgekürzt. Ich kann dich durchaus verstehen, imho ist es aber von Nöten, dass das Thema nicht nur in allen Medien ist, sondern hakt auch mal was getan wird (und zwar zeitnah). Und in der Geschichte von $Dingen ist es nurmal so, dass Dinge sich schnell geändert haben, wenn ernsthafter Widerstand kam. ("You gave us rights cuz we gave you riots.") Imo wird das Klima halt nicht dadurch gerettet, indem wir zusammen Funk auf einer "Blockade" tanzen.

@mowoe
Das unterschreib ich dir so ziemlich komplett. Ich hätte gerne Freejazz auf der Demo :)
Mein Anliegen ist es halt, die Bewegung breit aufzustellen. Wenn ein nur recht kleiner Teil der Bevölkerung meint, es mit einem riesigen Militär- und Gewaltsystem aufnehmen zu können, wird das ein Gemetzel. Einen ernsthaften Umschwung kriegen wir nur mit einer starken Bewegung mit viel Rückendeckung in der Bevölkerung hin.

@mowoe
Für mich selber gesprochen: Mit 61 Jahren fühl ich mich durchaus noch fit genug, wie früher auf Fabrikschonsteinen Gitarre zu spielen, aber ich rede auch gerne mit Leuten, die sich unser Treiben neugierig anschauen. Auch, allerdings selten, mit Polizisten. Auch wenn die jobmäßig nicht unsere Freunde sein dürfen und es auch meist nicht sind. Menschlichkeit ist eine Stärke. Anpassung ist meist Angst. Da gibt es eine Brücke zu bauen. Das ist auch deutlich was anderes als Arschkriecherei.

@wuffel
Klar, ich als unter 18 Mensch kann halt nicht von mir behaupten, dass ich bei jeder Anticop Aktion mitmache, ich würde aber vor allem einen Unterschied zwischen Streifencop und Hundertschaft machen, der Unterschied ist echt dermaßen gross, hab ich selber jetzt schon öfter erlebt. Allein das Gewaltpotenzial...

@mowoe Am Ende des Tages ist jede PR immer noch gute PR *shrug*

@reverend @mowoe Das Hauptproblem mit XR dürfte doch sein, dass sie aggressiv darauf zuarbeiten, dass so viele Leute wie möglich verklagt werden – was für Mittelschichtler ggf. in Ordnung ist aber Unterschichtlern hart das Leben versauen wird, sofern sie keine großen Supportstrukturen für genau diese Leute haben.

@phryk @reverend @mowoe zusätzlich zu dem ist die Kritik ja auch eher seltener am ihrem Motiv das Klima zu schützen und mehr an anderen Aktionen die dieser Bewegung, welche durchaus gefährlich werden können:
Beispielsweise Argumentierte XR, dass man nur eine breite Masse erreichen könne, wenn man alle Positionen toleriere und man deshalb auch Rassisten tolerieren muss. So wurden z.B. AntiRa Redebeiträge auf XR Veranstaltungen abgebrochen durch die Veranstalter.

@phryk @reverend @mowoe
Zudem sorgt XR halt für möglichst große Repressionsrisikos durch Zusammenarbeit hier und da mit Polizei. Da sich XR auch durchaus an jüngere Menschen wendet ist es in meine Augen sehr problematisch diese direkt krassen repressionen auszusetzen, da es sowohl psychisch als auch physisch verheerende Konsequenzen haben kann.

@phryk @reverend @mowoe barrikade.info/article/2737
Ich verstehe das Kritik schnell wie ein “aber ihr seid viel weniger radikal wirkt” aber alleine durch solche Aktionen wie im Artikel beschrieben wird halt klar, dass sogar eine gewisse Gefahr von der Sache ausgeht.

@olel
also ja, aber verhält es sich hier nicht genauso wie mit FFF? Ich muss zugeben das Antira ding ist schon krass, aber ist es nicht gerade in linken Gruppen wichtig dies zu thematisieren und mit der Orga zu diskutieren, als XR das Existenzrecht abzusprechen?
@phryk @reverend

@mowoe
XR mit der FDP zu vergleichen ist aber echt harter Tobak. Sie machen gute Arbeit. Mir gefällt ihre Art, mit den Leuten umzugehen und auch "Unbeteiligte" mitzunehmen. Das ist einfach nur wertvoll. Ok, ich muss nicht die Kontaktdaten meiner Mitstreitis in merkwürdigen Webformularen einsammeln.

@wuffel
Der FDP Vergleich war nur halb ernst gemeint, sich nach einer Blockade aber bei der Polizei zu bedanken ist halt ein echt krasser Schlag ins Gesicht der Menschen, die (auch in DE) täglich von Polizeigewalt betroffen sind nh

@mowoe
(Ich krieg von dem Wort schon Gehörgangspilz) - Schau ich mir aber an, wie die XRkritiki auf Facebook, Twitter, Instagram und WhazzApp ihren Kram erledigen, frag ich mich doch ein wenig, was dadran denn nun besser sein soll.
Das riecht mir nach den klassischen Spaltungstechniken.
BEWARE!

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