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Der Umstieg von und ins als ist nicht so leicht. Man verliert erstmal einiges an Reichweite und Kontakten. Potentielle Interessenten sind hier eher nicht unterwegs. Die herkömmlichen Netzwerke weiter zu nutzen ist aber moralisch gesehen keine Option. Ich denke dieses führt dazu, dass viele trotz Bedenken die großen Netzwerke nicht verlassen können/wollen.

@philhoefer da muss ich Dir zustimmen.

Die Sache ist halt nur die, auch twitter & Co. haben einmal klein angefangen. Am Anfang waren dort wenig Leute privat unterwegs (eigene Erfahrung).

Erst mit interessanten Accounts wird das Fediverse wachsen können. Vielfalt und Geduld ist gefragt. Finde es schade, dass nach außen so wenig Werbung / PR gemacht wird für diese datenkrakenfreien Netzwerke.

@Aakerbeere Das ist richtig. Alles fängt mal klein an. Ich habe viel Werbung für das Fediverse gemacht, aber das war den meisten einfach noch zu kompliziert. Für viele ist ein Umstieg trotz moralischer Bedenken keine Option. leider

@Aakerbeere @philhoefer Genau weil hinter dem Fediverse bisher keine kommerziellen Interessen stecken, ist es "krakenfrei". Sobald das Fediverse auch kommerziell interessant wird und z.B. Unternehmen eigene Instanzen betreiben, wird es auch im Fediverse Datensammelei geben. Da bin ich mir ziemlich sicher.

@socialnoob @Aakerbeere ich suche auch keine kommerziellen Nutzer, sondern Gleichgesinnte ;-).

@philhoefer wer Gleichgesinnte sucht braucht weder Reichweite noch Interessenten. Das ist nur wichtig, wenn man kommerzielle Interessen verfolgt.

Fotografie-Foren, in denen man Gleichgesinnte findet, gibt es einige. Auch Vereine, Clubs, Fotowalks findet man in vielen Städtchen und fast allen größeren Städten.

Gleichgesinnte findet man also Recht einfach auch ohne Reichweite.

@socialnoob das ist schon alles richtig und ich stimme dir da auch teilweise zu. Als Fotograf kann man sich ja auch als Künstler sehen und das Ziel haben seine Werke der Öffentlichkeit zu zeigen. Auch ohne kommerzielle Absichten. Einfach um auf gewisse Themen aufmerksam zu machen.

@philhoefer Häufig geht es meiner Erfahrung nach zum Großteil um Selbstdarstellung. Deshalb auch die "Sucht" nach mehr Reichweite und immer neuen Followern, die einem sagen was für tolles Zeug man da zur Schau stellt.
Es tut schon gut, wenn man immer schön den Bauch gepinselt bekommt. Damit will ich Dir nicht unterstellen, dass es bei Dir so ist. Es ist lediglich meine Erfahrung, dass dies beim überwältigenden Teil der "kreativen" Nutzer von sozialen Medien der Fall ist.
Da ist dann sowas wie das Fediverse natürlich ein gewaltiger Schock,weil hier keine Algorithmen immer wieder neuen und passenden Inhalt in die Timelines spülen. Dabei gibt es im Fediverse jede Menge kreative Leute. Sie sind nur häufig schwer zu finden, weil viele dieser Leute leider einfach keine Hashtags nutzen. Und dann findet man halt nix...

@socialnoob den Bauch gepinselt bekommt doch jeder gerne. Klar ist es auch Selbstdarstellung, das gehört ja irgendwo dazu. Streben nach Reichweite ist mir da nicht so mega wichtig und viele Herzen oder was auch immer auch nicht. Ein guter und eventuell gewinnbringendee Austausch schon eher.

@Aakerbeere Eines der Probleme ist allerdings: Das Fediverse erschwert durch einige seiner Charakteristika eine größere Verbreitung merklich. Und (anders als Facebook, Instagram, Twitter, ...) gibt es hier auch kein gesteigertes Interesse, daran etwas zu ändern. Damit bleiben die Accounts, denen die Technik eher egal ist und die "nur" mit ihren Kontakten interagieren wollen, dort, wo sie sind, bzw. bei Plattformen, die "ihren" Anforderungen besser Rechnung tragen. 😟

@philhoefer

@philhoefer Ja. Das scheint so ein Henne-Ei-Problem: Dort sind mehrheitlich Techies (oder zumindest einigermaßen technisch befähigte Menschen) unterwegs, damit bleibt es auch im Wesentlichen eine Welt für Techies. Wie auch bei Linux auf dem Desktop. 😟

@Aakerbeere

@z428 @Aakerbeere Mh… das würde bedeuten, dass dies für Kreative Menschen nicht der passende Ort ist. Mh.

@philhoefer Für mich schwer zu beurteilen, ich bin nun mal eher Techie. 😉 Vermutlich ist es aber eben auch bei den Kreativen in erster Linie eine Frage konkreter Anforderungen: Was braucht es? Was fehlt "absolut" noch? Was fehlt im Blick auf Twitter, Instagram, ... zur sinnvollen Nutzung? Das zu erraten ist potentiell recht schwer. 🙂

@Aakerbeere

@z428 @Aakerbeere hätte dich auch als kreativ eingestuft ;-). Ja, die Anforderungen sind interessant.

@philhoefer Dankedanke. 😀 Aber... in dem Fall meine ich "kreativ" eher im Sinne auch von "professionell kreativ". Also, etwa: Fotografen. Musiker. Schriftsteller. Leute, die von dieser Kreativität direkt leben müssen (und für die unter Umständen eben Plattformen wie Instagram, ... jetzt Kanäle sind, um Kunden zu erreichen und Wettbewerber zu beobachten). Und vor allem: Leute, die nicht vorrangig Zeit und Kraft haben, Technologie in der Tiefe zu betrachten. Solche ...

@Aakerbeere

@z428 @Aakerbeere verstehe! Für gewerbliche Absichten muss man bei den Netzwerken sein, bei denen auch die Kunden sind. Ich mache sehr gerne Fotos, zeige diese auch mit Freude, mag es, wenn Leute meine Ausstellungen besuchen und komme gerne mit den Leuten ins Gespräch. Alles aber ohne dass ich davon leben muss. Ich bin nicht abhängig von einer Reichweite über Instagram, freue mich aber wenn Leute meine Bilder entdecken und diese zum Nachdenken anregen.

@philhoefer ... Diskurs gibt's übrigens auch durchaus bei Entwicklern / Techies: Es gibt Leute, die ihre Infrastruktur selbst hosten und dezentralisiert wollen, und es gibt Entwickler (auch im Freie Software-Umfeld), die dann trotzdem bei Microsoft github landen, weil die Zeit, die sie eigentlich für Entwicklung investieren möchten, sonst zu einem merklichen Teil in Infrastrukturkonzeption und -betrieb und alles, was da dran hängt, verlieren. Das muss man wollen (und können).

@Aakerbeere

@z428 @Aakerbeere Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Ich hinterfrage gerade nur, was ein vernünftiger und moralisch vertretbarer Weg für mich und meine Fotografie sein könnte.

@philhoefer Verstehe ich gut und unterstütze ich voll und ganz. Ist auch nicht so, dass ich dem widersprechen würde. Aber es ist eben nicht nur ein Kampf gegen geschlossene große Netzwerke, sondern auch ein unschöner Disput in einem schwierigen offenen Umfeld, in dem Nutzer und Menschen auch nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen.

@Aakerbeere

@z428 @Aakerbeere genau so ist es. Ein guter Weg wäre vermutlich mit den Menschen vor Ort mehr Gemeinschaft zu pflegen. Also so richtig reales Leben. Die Nachbarn auf ein Bier einladen und so. ;-)

@philhoefer @z428
"nicht der passende Ort"?

Dazu eine kleine wahre Geschichte:

Als mich Anfang der 90er selbständig gemacht habe und mir damals selbst eine HP gebastelt habe, wurde ich von Leuten gefragt, was ich denn im Internet will.

@philhoefer @z428 ich habe gerade mal nachgeschaut - Du bist noch nicht so lange hier. Es braucht auch seine Zeit, bis Menschen auf Dich aufmerksam werden. 😉 Das hat auch etwas mit dem Aufbau vom Fediverse zu tun. Es ist nicht ein großer Planet, sondern ein Universum mit ganz vielen Planeten, die miteinander verbunden sind. Ich kann Dich aber verstehen - Geduld ist auch nicht meine Stärke 😂

@Aakerbeere Das mir der Geduld kenn ich... aber: Ich bin seit 2010 bei Twitter, seit 2009 bei Facebook, seit 2005 bei Flickr. Die Liste der "alternativen Netzwerke", bei denen ich in dieser Zeit war, die teilweise lang wieder verschwunden, nie weitergekommen, einander teilweise eher Feind sind, ist erschreckend lang. Immer noch ist es viel leichter, irgendetwas neu zu beginnen, als etwas Bestehendes gut und "fertig" zu bauen, siehe Diaspora und gnusocial. 😔

@philhoefer

@z428 @Aakerbeere so ähnlich war es bei mir tatsächlich auch. Nur hinterfragt man irgendwann die großen Netzwerke.

@Aakerbeere @z428 ja das ist wohl wahr. So lange bin ich noch nicht hier. Ungeduldig bin ich grundsätzlich auch. Ich möchte das Fediverse auch meinen Fotografenkolleginnen schmackhaft machen, da ist oft das Argument dagegen, dass es zu sehr Nische ist.

@philhoefer @z428 es ist keine Nische, aber es geht derzeit noch in kleinen Schritten vorwärts.

Seit dem ich hier bin, sind einige interessante Accounts dazu gekommen. Es bewegt sich was. 😉

Es ist wie bei einem Schneeball - wenn er eine gewisse Größe erreicht, dann rollt er von alleine den Hügel runter und wächst viel schneller.

@Aakerbeere Ich hab das damals(TM) bei Diaspora so ähnlich erlebt. Dort gab und gibt es auch immer noch einige interessante Accounts, auch solche, die sich mit Fotografie beschäftigen. Aber irgendwann sind die Alternativen (konkret irgendwann Mastodon und ActivityPub) "schneller" gewachsen, und D* ist seine eigene isolierte Welt geblieben. Ich hoffe insofern, dass der Schneeball schnell "genug" wächst, weil dem zwei Kräfte entgegenstehen, zum einen die ...

@philhoefer

@Aakerbeere ... Entwickler, die lieber auf der grünen Wiese etwas komplett Neues, Eigenes (potentiell Inkompatibles) bauen und Menschen abziehen, die mit dem "Alten" unzufrieden sind und waren, und zum anderen jene, die prinzipiell immer fliehen, wenn sie irgendwo zu viele Nutzer "fühlen", wenn ein Netzwerk zu groß zu werden scheint. Das sind aus meiner Sicht derzeit die größten Risiken für die offenen Netze, zumal die immer irgendwie die Welt "teilen". Manchmal ...

@philhoefer

@Aakerbeere ... bin ich echt erstaunt, wie viel Fragmentierung wir in dieser Welt haben, nach den "großen" Protokollen wie WWW (die immer noch funktionieren).

@philhoefer

@z428 @Aakerbeere Das stimmt. Da stehen sich zwei Kräfte gegenüber. Ich bin gespannt wie sich das alles noch entwickeln wird.

@philhoefer Das ist einer der Punkte, weswegen ich momentan vorsichtig "näher" an Mastodon bin: Der Umstand, dass die jetzt als gGmbH arbeiten, könnte dort etwas mehr Fokus und "Zielrichtung" bringen. Das muss dem als Ganzes nicht unbedingt helfen, könnte aber erstmal ein ethischeres Netzwerk bringen, das auch für Nutzer funktioniert. Eigentlich bräuchte die Gesamtstruktur sowas wie eine Foundation (ähnlich wie Wikipedia/media), die das etwas koordiniert und ...

@Aakerbeere

@philhoefer ... steuert und eine grobe Richtung hat, wo das hin soll. Das ist für mich als Techie im Übrigen auch schwierig: Ich hätte sofort ein wenig Zeit übrig, um zu helfen, solche Dinge besser zu machen, aber es ist fast unmöglich, an einer Stelle anzufangen und wirklich sinnvoll Dinge "in die richtige Richtung" zu bringen, weil es viel zu viele Projekte und viel zu wenig Struktur gibt. 😐

@Aakerbeere

@philhoefer ich hab bei der vogelseite 1 link hier her und crossposter.
reichweite bleibt somit erhalten und interaktion gibts im fediverse.

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