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Der Netzaktivist @padeluun hat bei der Verleihung des Big-Brother-Awards einen bewegenden Appell an den Journalismus gerichtet, Arbeitsweise und Finanzierung ohne Unterstützung von Google und Facebook zu gestalten media.ccc.de/v/bigbrotheraward
Anschließend übergibt er den Negativpreis an Jochen Wegner (ZEIT), ein langjähriger Freund Padeluuns. Das ist bitter. Ich hoffe dass es darüber wirklich zu einer ethischen Debatte über Arbeitsweisen und Finanzierung im Journalismus kommt. 1/2
@Digitalcourage

Das erwähnte Tracking mit Facebook sollte allerdings kein Teil diese Debatte sein, es ist eine Aufgabe für die Staatsanwaltschaft und Datenschutzbehörden. Die rechtlichen Hintergründe sind in dieser mehrmals erwähnten Recherche ebenfalls erläutert. rufposten.de/blog/2019/06/03/f
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@rufposten Leider setzt sich die ZEIT bisher mit dieser Aufforderung (über die Finanzierung des Journalismus nachzudenken) überhaupt nicht auseinander, und hat nur mit einer Kritik an der Begründung für die Preisverleihung reagiert: blog.zeit.de/glashaus/2019/06/

Steht zu befürchten, dass der Appell verpufft - obwohl ja viele inzwischen festgestellt haben, dass die Versprechung der Werbefinanzierung für frei verfügbare Inhalte eine leere war, und dafür die Leser ans Messer geliefert worden sind.

@galaxis Naja, man muss fairerweise sagen, dass Jochen Wegner der Chefredakteur ist und trotz großer Nähe zum Vermarktungswesen diese Dinge nicht aus dem Stehgreif behandeln oder entscheiden kann. Warten wir mal ab, was sich in den nächsten Wochen tut. Ich werde die Zeit aber auch nutzen und weiter dranbleiben.
Und wenn Appelle nichts helfen, gibt es auch noch den juristischen Weg, der allen Betroffenen offensteht: forum.kuketz-blog.de/viewtopic

@rufposten Finde ich auch! Die Art und Weise, wie die Branche mit Daten umgeht, muss sich ändern. Ich weiß nicht, wer das sonst so macht... kaffeeringe.de/2019/06/09/ein-

@kaffeeringe Na, ich glaube Shops sind auch gut dabei ... aber die sind auch nicht in der besonderen Verantwortung und Privilegierung wie die Presse.

@rufposten
@padeluun @Digitalcourage
Stimme voll und ganz zu! Aber wo sind die Leuchtturmprojekte, die zeigen, wie der facebook-, google- und amazonfreie Journalismus aussehen könnte? Ich erinnere mich an #Krautreporter, aber das ist jetzt nicht wirklich durch die Decke gegangen.

@badelvis @padeluun @Digitalcourage
Warum eigentlich kein Abo? Das über 100 Jahre alte Modell ist immer noch toll. Nutze ich selbst aus Datenschutzgründen per Papier. Manche Verlage habe auch spezielle trackingfrei-Abos (z.B. standard.at) - hier entscheidet man, ob man mit Geld oder Daten bezahlt. Finde ich fair und transparent. Vielbeachtet ist auch das werbefreie Magazin republik.ch/ oder das Mischmodell von Guardian und taz (Abo, Spende, Werbung ➡️ Website kostenlos).

@rufposten
Auch bei klassischen Papierzeitungen mit Abomodell ist/war die Werbeindustrie die größte Einnahmequelle.
@badelvis @padeluun @Digitalcourage

@Matthias Eberl
Das Bashing des traditionellen Vermarktungssystems ist notwendig. Leider.
Doch ich denke auch es ist mal an der Zeit auch Danke zu sagen.
Du bist einer der Vorkämpfer für den Datenschutz (neben den Kollegen vom Heiseverlag)
in dieser Branche und ich finde das gut. Danke! (und bitte nicht nachlassen ;)
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